Alle Artikel mit dem Schlagwort: Leserunde

Kapitel 13: Die Gnade Gottes

Kapi­tel 13 emp­fin­de ich bis­her als das bes­te Kapi­tel im Buch und auch sehr sau­ber vom Autor aus­ge­ar­bei­tet. Lei­der hat Packer voll­kom­men recht mit der Fest­stel­lung, dass der moder­ne Mensch wenig mit der Gna­de Got­tes anfan­gen kann. Eine Ursa­che hier­für sieht der Autor in der hohen Anzahl an Namens­chris­ten unter den Kin­dern Got­tes. Lei­der wird man ihm hier wohl recht­ge­ben müs­sen. Wir wer­den die Gna­de Got­tes erst dann rich­tig ver­ste­hen, wenn wir zunächst bereit sind, unse­re voll­kom­me­ne Ver­kom­men­heit anzu­er­ken­nen. Unse­re Sün­den, sehen wir oft als „Ver­ge­hen“, „men­ta­le Ver­ir­run­gen“ oder gar „Krank­hei­ten“ zu sehen. Wir den­ken somit glei­cher­ma­ßen von uns zu groß und von Gott zu klein.

Kapitel 10: Gottes Weisheit und die menschliche Weisheit

 Übli­cher­wei­se wird bei der Betrach­tung der Eigen­schaf­ten Got­tes zwi­schen mit­teil­ba­ren und unmit­teil­ba­ren Eigen­schaf­ten unter­teilt. Unmit­teil­bar sind Eigen­schaf­ten, die „Got­tes Erha­ben­heit beson­ders deut­lich machen (…). Für gewöhn­lich gehö­ren dazu Got­tes Unab­hän­gig­keit, Unwan­del­bar­keit, Unend­lich­keit und Ein­heit­lich­keit.“ Die­se Eigen­schaf­ten besit­zen wir als Men­schen nicht ein­mal ein­ge­schränkt. Vor allem die mora­li­schen Eigen­schaf­ten Got­tes wer­den als mit­teil­bar bezeich­net, da wir zwar nur ein­ge­schränkt und ver­dor­ben sind, aber eine Ahnung von die­sen Eigen­schaf­ten besit­zen. Da sich nach bibli­schem Ver­ständ­nis zudem Weis­heit und Ethik nicht tren­nen las­sen, ist auch die Weis­heit Got­tes eine mit­teil­ba­re Eigen­schaft Gottes.

Kapitel 4: Der einzig wahre Gott

Wir wol­len heu­te das vier­te Kapi­tel des Buches „Gott erken­nen“ von James I. Packer betrach­ten. Ich den­ke, wer noch mit ein­stei­gen möch­te, wird noch bis Kapi­tel sechs gute Mög­lich­kei­ten haben. Da die ers­ten sechs Kapi­tel die Grund­la­ge für das gan­ze Buch dar­stel­len. Somit bespre­chen Sie die grund­le­gen­den Ele­men­te des Wesens Got­tes. Ich per­sön­lich muss zuge­ben, dass ich von Kapi­tel zu Kapi­tel ehr­fürch­ti­ger vor unse­rem HERRN wer­de. Ich glau­be, die alten Israe­lis taten recht mit ihrer Ehr­furcht davor, den Namen Got­tes in irgend­ei­ner uneh­ren­haf­ten Wei­se aus­zu­spre­chen. In Kapi­tel vier ana­ly­siert der Autor das zwei­te Gebot: „Du sollst dir kein Göt­ter­bild machen, kein Abbild von irgend­et­was dro­ben im Him­mel oder unten auf der Erde oder im Meer. Du sollst dich auf kei­nen Fall vor ihnen nie­der­wer­fen oder sie anbe­ten! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifer­süch­ti­ger Gott“ ( 2. Mo 20,4−5).

Kapitel 3: Erkennen und Erkannt sein

Teil 3 der Leserun­de: Wir bespre­chen jede Woche ein Kapi­tel im Buch „Gott erken­nen“ von James I. Packer. Kapi­tel drei gefällt mir bis­her am bes­ten. Es fängt schon sehr span­nend mit einer Kate­che­se an: Wozu sind wir erschaf­fen wor­den? Um Gott zu erken­nen. Was soll unser Lebens­ziel sein? Gott zu erken­nen. Was ist das „ewi­ge Leben“, das Jesus schenkt? Die Erkennt­nis Got­tes. Was ist das Bes­te im Leben, was bringt uns mehr Freu­de, Glück­se­lig­keit und Zufrie­den­heit als alles ande­re? Die Got­tes­er­kennt­nis. Mir ist bis­her nicht die lehr­mä­ßi­ge Bedeu­tung von Joh.17,3 bewusst gewe­sen: Das ist aber das ewi­ge Leben, dass sie dich, den allein wah­ren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Chris­tus, erken­nen. Wer Gott erkennt, hat also das ewi­ge Leben, oder noch bes­ser: Für Jesus ist die Erkennt­nis Got­tes das­sel­be, wie das ewi­ge Leben.

Kapitel 2: Die ihren Gott kennen

Heu­te wol­len wir gemein­sam Kapi­tel zwei des Buches Gott erken­nen von James I. Packer betrach­ten. Kapi­tel zwei fängt mit einer inter­es­san­ten Bege­ben­heit aus dem Leben des Autors an: Es war ein herr­li­cher Som­mer­tag, und ich mach­te einen Spa­zier­gang mit einem Stu­den­ten. Die­ser hat­te soeben sei­ne Chan­cen für eine aka­de­mi­sche Lauf­bahn durch eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den kirch­li­chen Wür­den­trä­gern über die Leh­re vom Evan­ge­li­um der Gna­de prak­tisch ver­wirkt. „Aber das spielt kei­ne Rol­le“, sag­te er nach einer Wei­le, „denn ich habe Gott erkannt und sie nicht.“ Was in Kapi­tel eins bereits ange­deu­tet wur­de, führt der Autor wei­ter aus. Es geht um Erkennt­nis Got­tes und nicht um blo­ßes Wis­sen über Gott: Wir mögen so viel über Gott in Erfah­rung brin­gen wie Cal­vin — und das wer­den wir frü­her oder spä­ter, wenn wir Cal­vins Wer­ke sorg­fäl­tig stu­die­ren -, und doch wer­den wir dadurch kaum zu wah­rer Got­tes­er­kennt­nis gelan­gen. Man kann also nicht nur ein brei­tes theo­lo­gi­sches Wis­sen ansam­meln, son­dern auch zahl­rei­che prak­ti­sche und seel­sor­ger­li­che Erfah­run­gen, ohne dabei Gott tat­säch­lich zu kennen.

Kapitel 1: Theologie — Die Lehre von Gott

Wie vor eini­gen Tagen ange­kün­digt, fan­gen wir heu­te mit einer Leserun­de an: Wir ver­su­chen jede Woche zusam­men ein Kapi­tel im Buch Gott erken­nen von James I. Packer zu lesen und zu bespre­chen. Im ers­ten Kapi­tel führt der Autor zahl­rei­che Moti­ve an, sich mit der „Leh­re von Gott“ (= Theo­lo­gie)  zu beschäf­ti­gen. Ein umfang­rei­ches Zitat von Charles H. Spur­ge­on gibt den ers­ten Vor­schmack auf die Seg­nun­gen, die die tref­fen, die Gott von gan­zem Her­zen suchen. Wer Gott erkennt, wird gede­mü­tigt: „Die Gott­heit ist so tief­grün­dig, dass unser Hoch­mut in ihrer Unend­lich­keit ver­sinkt. Ande­re The­men kön­nen wir erfas­sen und bewäl­ti­gen: bei ihnen emp­fin­den wir eine Art Selbst­zu­frie­den­heit …“ Doch so demü­ti­gend die­ser Gegen­stand für das Herz ist, ist er auch erhe­bend. Denn tröst­lich ist es zu wis­sen, wel­cher Gott mein Schick­sal in der Hand hält. Doch braucht man Theo­lo­gie heu­te im 21. Jahr­hun­dert noch? Soll­te man sich wirk­lich mit einem der­art „ver­staub­ten“ The­ma beschäf­ti­gen? Heu­te sieht ein prag­ma­ti­sches Chris­ten­tum kei­ne Anwen­dung in der Theo­lo­gie (man fürch­tet gar unnö­ti­ge Pfaf­fen­ge­zän­ke um Para­gra­phen und Defi­ni­tio­nen). Dabei ist Theo­lo­gie, so führt Packer aus, …

Ankündigung Leserunde: Gott erkennen

Ich tref­fe mich mit einem Bru­der regel­mä­ßig zum Gebet. Dabei haben wir seit eini­gen Wochen ange­fan­gen bei jedem Tref­fen ein Kapi­tel in einem Buch zu lesen. Nach­dem wir uns eini­ge Gedan­ken gemacht haben, haben wir uns für das Buch „Gott erken­nen“ von James I. Packer ent­schie­den. Prin­zi­pi­ell fin­de ich, dass Bücher die sich mit Gott beschäf­ti­gen, rar sind. Spon­tan fällt mir nur noch Das Wesen Got­tes von A.W. Tozer ein. Den­noch bin ich davon über­zeugt, dass unter Chris­ten unse­rer Zeit ein gro­ßer Man­gel an Erkennt­nis Got­tes vor­liegt. Hier­bei möch­te ich auch mich selbst kri­ti­sie­ren. Es ist etwas mehr als ein Jahr her, als ich nach inten­si­vem Bibel­stu­di­um erken­nen muss­te, wie ich-fixiert mein Glau­be ist: Es geht um mei­ne Erret­tung, um mei­ne Zufrie­den­heit, um mein Wohl­be­fin­den. So dach­te ich vie­le Jah­re mei­nes Glau­bens­le­bens, bis ich über­haupt zu fra­gen anfing, wer denn mein Gott wirk­lich sei.

Leserunde: Lernen, zu beten (8)

Letz­te Woche konn­te ich aus zeit­li­chen Grün­den kei­nen Arti­kel zur Leserun­de schrei­ben. Doch heu­te möch­te ich naht­los mit Kapi­tel 8 wei­ter­ma­chen. Wir lesen gemein­sam das Buch  „Ler­nen, zu beten“ von D.A. Car­son. Dar­in unter­sucht der Autor eini­ge Gebe­te des Apos­tels Pau­lus. Im 8. Kapi­tel beschäf­tigt er sich mit einem recht kur­zen Gebet aus Phil­ip­per 1,9−11: „Und um das bete ich, dass eure Lie­be noch mehr und mehr über­strö­me in Erkennt­nis und allem Urteils­ver­mö­gen, damit ihr prü­fen könnt, wor­auf es ankommt [Luther 1984: „was das Bes­te sei“], sodass ihr lau­ter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Chris­tus, erfüllt mit Früch­ten der Gerech­tig­keit, die durch Jesus Chris­tus gewirkt wer­den zur Ehre und zum Lob Got­tes.“ Car­son legt sei­nen Schwer­punkt in die­sem Kapi­tel auf zwei Wor­te, die sei­ner Mei­nung nach auch den Kern­ge­dan­ken die­ser Ver­se ent­hal­ten: Das Bes­te. Ich möch­te in die­sem Bei­trag das Kapi­tel zusam­men­fas­sen, in dem ich erläu­te­re, wie wir uns für das Bes­te ent­schei­den kön­nen und war­um das Bes­te nicht unser Göt­ze wer­den darf.

Neue Leserunde beginnt: Lernen, zu beten (D.A. Carson)

Vor einem Monat konn­ten wir hier im Blog das Buch „Ler­nen, zu beten“ von D.A. Car­son ver­lo­sen. Damals kün­dig­te ich bereits an, dass wir das Buch gemein­sam lesen wol­len. Ich habe bereits gro­ße Tei­le des Buches gele­sen und bin davon über­zeugt, dass die­ses bewähr­te Buch für jeden Chris­ten eine loh­nen­de Lek­tü­re ist. Es gibt kei­nen ech­ten Chris­ten, der das Beten nicht ler­nen möch­te. Viel­leicht batest du auch schon bei Jesus, wie es die Jün­ger taten: „Herr, leh­re uns beten!“ Und in der Tat kön­nen wir von Jesus und sei­nen Apos­teln, die ja von ihm gelernt haben, das Beten aus ers­ter Hand ler­nen. Viel­leicht hast du auch schon dar­über gestaunt, wie inten­siv Pau­lus bete­te. Die meis­ten Gebe­te im Neu­en Tes­ta­ment sind uns von Pau­lus über­lie­fert. Und weil alle Gebe­te von Pau­lus immer auch von Gott inspi­riert sind, wird ein inten­si­ves Stu­di­um die­ser Tex­te uns leh­ren, nach dem Wil­len Got­tes zu beten. Genau die­ses Ziel ver­folgt D.A. Car­son in sei­nem bereits vor 20 Jah­ren ver­öf­fent­lich­ten Buch. Jetzt ist es in Deutsch erschie­nen, wofür ich sehr dank­bar bin. Wir beginnen …

Leserunde: Lit! A Christian Guide To Reading Books (XIV) — ENDE

Wir sind nun am Ende eines sehr nütz­li­chen Buches ange­kom­men. Wir wen­den uns heu­te dem 15. und letz­ten Kapi­tel des Buches Lit! A Chris­tian Gui­de To Rea­ding Books von Tony Rein­ke zu. Er schließt das Buch mit dem Kapi­tel Glück­lich bis ans Ende — Fünf Kenn­zei­chen eines gesun­den Lesers. Ein gro­ßer Leser zu wer­den, ist kein Unfall. Die­ses Buch beschäf­tig­te sich durch­weg mit den gewöhn­li­chen Her­aus­for­de­run­gen des Lesens. In die­sem letz­ten Kapi­tel nen­ne ich fünf Eigen­schaf­ten eines rei­fen Lesers. Das sind fünf Zie­le, die ich in mei­nem Leben errei­chen möch­te und ich arbei­te bestän­dig dar­an, die­se Zie­le zu erreichen.