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Interview mit Esther Weiss
Autorin der Kinderbuchserie „Behüte dein Herz“

Ein Freund mach­te mich auf die­ses Kin­der­buch­pro­jekt auf­merk­sam, das vor kur­zem unter dem Titel Guard your heart / Behü­te dein Herz zwei­spra­chig, näm­lich auf Deutsch und Eng­lisch erscheint. — Als ich dann die Mög­lich­keit hat­te, einen der hoch­wer­tig her­ge­stell­ten Bän­de in Hän­den zu hal­ten, woll­te ich die Ver­ant­wort­li­chen hin­ter die­sem Pro­jekt inter­view­en. Heu­te nun ver­öf­fent­li­chen wir die Ant­wor­ten, die uns Esther Weiss auf unse­re Fra­gen gege­ben hat: 1. Wie seid ihr auf die Idee gekom­men, Kin­der­bü­cher zu ver­fas­sen? Als ich mich vor eini­gen Jah­ren auf die Suche nach Kin­der­bü­chern über ver­schie­de­ne (christ­li­che) Wer­te mach­te, fand ich nicht das, was ich mir vor­ge­stellt hat­te. Und so leg­te Gott mir nur wenig spä­ter aufs Herz, sel­ber Bücher zu schrei­ben. Mein Mann und ich bete­ten und waren fas­zi­niert, wie die Idee nach und nach Gestalt annahm und zu einem immer grö­ßer wer­den­den Pro­jekt her­an­wuchs: eine The­­men- und Mit­mach­rei­he für Kin­der ab 6 Jah­ren unter dem Mot­to „Behü­te dein Herz“.

Wieso Verantwortung in der Sexualaufklärung wichtig ist
Ein Interview von Sergej Pauli mit Dr. med. Ute Buth, Frauenärztin und Sexualberaterin

S.P: Sehr geehr­te Frau Dr. med. Buth, Sie haben bereits meh­re­re Bücher zur Sexu­al­auf­klä­rung aus christ­li­cher Sicht ver­fasst. Wie sind Sie über­haupt zur schrift­stel­le­ri­schen Tätig­keit gekom­men? U.B.: Als Frau­en­ärz­tin und Sexu­al­be­ra­te­rin arbei­te ich schon seit 14 Jah­ren für das Wei­ße Kreuz Deutsch­land e.V.. Für das Werk bin ich als Fach­re­fe­ren­tin und Fach­be­ra­te­rin für Frau­en­heil­kund­li­che Fra­gen tätig und arbei­te u.a. im Redak­ti­ons­team unse­rer Zeit­schrift mit, ver­fas­se Arti­kel zu mei­nen Spe­zi­al­the­men. Dar­über kam ich in Kon­takt mit einem Ver­lag, der zum The­ma uner­füll­ter Kin­der­wunsch ein Buch ver­öf­fent­li­chen woll­te. Ins­ge­samt emp­fin­de ich das Schrei­ben als sehr hilf­rei­che Mög­lich­keit der Mul­ti­pli­ka­ti­on. Auf die­sem Weg kann man sehr vie­le Men­schen mit spe­zi­el­len The­men, die sie inter­es­sie­ren, errei­chen. S.P.: An wel­chem The­ma arbei­ten Sie gegen­wär­tig? U.B.: 2019 ist mein Bil­der­auf­klä­rungs­buch „Erklärt mir mal, wo komm ich her?“ erschie­nen. Ich bin sehr dank­bar dafür, dass als Nächs­tes Soft­co­ver­ver­sio­nen die­ses Buches in eng­li­scher und rus­si­scher Spra­che erschei­nen wer­den. Die eng­li­sche Aus­ga­be ist für Ende die­ses Jah­res geplant, Rus­sisch dann für 2022. Wei­te­re Spra­chen könn­ten fol­gen. Außer­dem arbei­te ich an einem Auf­klä­rungs­buch, das die …

Fragen über das Woher und das Wohin

Woher, wozu und wohin gehö­ren zu den drei gro­ßen Fra­gen des Lebens. Chris­ten geben dar­auf ande­re Ant­wor­ten als Athe­is­ten. Dr. Mar­kus Widen­mey­er, Mit­ar­bei­ter in der Zen­tra­len For­schung eines Tech­no­lo­gie­kon­zerns und ehren­amt­lich für die Stu­di­en­ge­mein­schaft Wort und Wis­sen tätig, ist ein Ver­tre­ter des Krea­tio­nis­mus. Trotz sei­nes vol­len Ter­min­ka­len­ders hat er sich Zeit genom­men, um sich den Fra­gen der christ­li­chen Lite­ra­tur­blogs NIMM-LIES.de und lesendglauben.de (hier wei­te­re Inter­views von lesend­glau­ben) zu stel­len. Aber, lesen Sie selbst, wel­che Ant­wor­ten der Autor meh­re­re Bücher zu die­sem The­men­kom­plex gibt. Vor weni­gen Wochen haben Dr. Rein­hard Jun­ker und Sie das Buch „Schöp­fung ohne Schöp­fer“ her­aus­ge­ge­ben. Dort schrei­ben Sie bei­de, dass die Arbeit eines christ­li­chen Wis­sen­schaft­lers mit der eines Kri­mi­nal­kom­mis­sars ver­gleich­bar ist. Was genau möch­ten Sie damit zum Aus­druck brin­gen?  MW: Ech­te Wis­sen­schaft besteht wie die Arbeit eines Kri­mi­nal­kom­mis­sars dar­in, dass man wirk­lich die Wahr­heit sucht. Das bedeu­tet Ergeb­nis­of­fen­heit und daher Ermit­teln nach allen Rich­tun­gen. In Ursprungs­fra­gen: Man soll­te unvor­ein­ge­nom­men zur Kennt­nis neh­men, was natür­li­che Pro­zes­se nach­weis­lich zustan­de brin­gen. Man soll­te aber genau­so unvor­ein­ge­nom­men akzep­tie­ren, wenn es sys­te­ma­ti­sche Gren­zen gibt und dann Schöp­fung die …

„Der Gott des Alten Testaments ist der gleiche wie der Gott des Neuen Testaments“

Dr. T. Des­mond Alex­an­der ist wohl der Exper­te für das Alte Tes­ta­ment schlecht­hin. Er ist Aut­hor und Her­aus­ge­ber von Enzy­klo­pä­dien zum Pen­ta­teuch und zur Bibli­schen Theo­lo­gie, schrieb Kom­men­ta­re zum Buch Jona und zum zwei­ten Buch Mose (Wis­sen­schaft­lich und Pas­to­ral). Neben the­ma­ti­schen Stu­di­en zum Neu­en und Alten Tes­ta­ment ist vor allem sei­ne Ein­füh­rung zum Pen­ta­teuch beson­ders  (zur Buch­be­spre­chung) her­vor­zu­he­ben. S.P.: Dr. Alex­an­der, vie­len Dank dafür, dass Sie sich Zeit für unse­re Fra­gen neh­men.    Woher kommt Ihre Lei­den­schaft für das Alte Tes­ta­ment? T.D.A.: Mei­ne Lei­den­schaft für das Alte Tes­ta­ment fing an, als ich im Grund­stu­di­um semi­ti­sche Spra­chen an der Queens Uni­ver­si­ty in Bel­fast stu­diert habe. Ich soll­te dabei erwäh­nen, dass ich als Teen­ager zum per­sön­li­chen Glau­ben an Jesus Chris­tus gekom­men bin. Zu die­sem Zeit­punkt fühl­te ich eine Beru­fung zum christ­li­chen Dienst. Durch eine unge­wöhn­li­che Rei­he an Ereig­nis­sen brach­te mich Gott in Kon­takt mit einer Grup­pe von christ­li­chen Uni­ver­si­täts­do­zen­ten: David Pay­ne, Gor­don Wen­ham und David Goo­ding. Alle stamm­ten aus Eng­land, unter­rich­te­ten jedoch in Nord-Irland. Damals waren wir gera­de mal drei Stu­die­ren­de im Kurs und so besaß ich …

„Bedenken Sie, dass Orthodoxie nicht das gleiche ist, wie fähige und weise Fürsorge“

Edward T. Welch ist Theo­lo­ge und Dozent am CCEF (Chris­ti­an Coun­se­ling & Edu­ca­tio­nal Foun­da­ti­on). Er pro­mo­vier­te im Bereich der Neu­ro­psy­cho­lo­gie an der Uni­ver­si­ty of Utah. Er ist seit bereits mehr als 30 Jah­ren als Seel­sor­ger tätig und ist Autor zahl­rei­cher Wer­ke über bibli­sche Seel­sor­ge, von denen vie­le auch ins Deut­sche über­setzt wur­den. Ed Welch stand unse­ren freund­li­cher­wei­se Fra­gen Rede und Ant­wort. S.P.: Sehr geehr­ter Herr Welch, vie­len Dank für die Mög­lich­keit eines Inter­views mit Ihnen. E.W.: Auch von mei­ner Sei­te Dan­ke für die Mög­lich­keit. Sie bewir­ken, dass ich mei­ne deut­schen Freun­de ver­mis­se und mich an die ange­neh­me und erbau­en­de Zeit erin­ne­re, die ich in Ihrem Land ver­bracht habe. S.P.: Wel­che Grün­de beweg­ten Sie, Seel­sor­ger zu wer­den? E.W.: Ich glau­be jeder Christ wür­de bibli­sche Seel­sor­ge lie­ben, wenn er sie ken­nen wür­de. Beharr­lich mehr von der Schrift zu ler­nen und die Gele­gen­heit zu haben, sich um ande­re Men­schen zu küm­mern und für sie zu beten — was kann es Bes­se­res geben? Ich selbst wuchs in einem christ­li­chen Heim auf. Ich glaub­te, dass Jesus das war, was er von sich behaup­te­te, doch …

Interview mit Robert Letham

Robert Letham ist Pro­fes­ser für sys­te­ma­ti­sche und his­to­ri­sche Theo­lo­gie an der Uni­on School of Theo­lo­gy in Wales. Er doziert zudem regel­mä­ßig am West­mins­ter Theo­lo­gi­cal Semi­na­ry. Er ist Autor von  The Work of Christ (in der Rei­he: Con­tours of Chris­ti­an Theo­lo­gy), Uni­on with Christ, The Holy Tri­ni­ty. 2019 erschien sei­ne Sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie. Letham hat sich für ein Inter­view mit uns bereit erklärt.   S.P.: Sehr geehr­ter Prof. Letham. Vie­len Dank für die Zeit, die sie sich für unse­re Fra­gen neh­men! Kön­nen Sie dar­über berich­ten, wie Sie Christ wur­den? R.L.: Ich wuchs in einem christ­li­chen Eltern­haus auf, wur­de jedoch erst im Alter von 19 Jah­ren getauft. Es gab kei­ne unge­wöhn­li­che oder dra­ma­ti­sche Erfah­rung dabei. S.P.: Ihr letz­tes Werk war eine Sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie (Erschie­nen Ende 2019). Auf­grund der Tat­sa­che, dass zahl­rei­che sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gien ver­füg­bar sind, was ist das Beson­de­re an Ihrem Werk? Es hat das Ziel katho­lisch zu sein und bin­det Figu­ren der Kir­chen­vä­ter, des Mit­tel­al­ters, der Refor­ma­ti­on und der Moder­ne unter­schied­li­chen Spek­trums in die Betrach­tung mit ein. Gleich­zei­tig ver­su­che ich die Sote­rio­lo­gie (Die Leh­re vom Heil) mit der Ekklesiologie …

„Es gibt zahlreiche Probleme mit der zeitgenössischen Literatur“

Leland Ryken ist Pro­fes­sor Emi­ri­tus am Wheaton Col­le­ge. Er ist Exper­te für Mil­ton, Puri­ta­ner und bri­ti­sche Lite­ra­tur. Er ist Autor zahl­rei­cher Wer­ke über das Stu­di­um klas­si­scher Lite­ra­tur aus christ­li­cher Per­spek­ti­ve und arbei­te­te an der Eng­lish Stan­dard Ver­si­on, einer eng­li­schen Bibel­über­set­zung mit. Bekannt ist er zudem als Lieb­ha­ber von Lewis, wie auch als Bio­graph von J.I.Packer. Pro­fes­sor Ryken hat sich freund­li­cher­wei­se bereit erklärt, unse­re Fra­gen aus­führ­lich zu beant­wor­ten. Wann begann Ihre Lei­den­schaft für Lite­ra­tur? Mei­ne Lei­den­schaft für Lite­ra­tur begann in der Kind­heit. Ich kom­me aus einer sehr ein­fa­chen Bau­ern­fa­mi­lie mit nie­der­län­di­schem Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Kei­ner mei­ner Eltern hat die Grund­schu­le been­den kön­nen, weil sie auf dem Hof arbei­ten muss­ten. In mei­nen ers­ten Lebens­jah­ren waren Fern­se­her noch nicht üblich. Lesen war das ein­zi­ge Ver­gnü­gen und mei­ne Eltern und mei­ne älte­re Schwes­ter waren lei­den­schaft­li­che Leser, so dass ich ein­fach ihrem Bei­spiel folg­te. Bezüg­lich mei­ner nun fünf­zig­jäh­ri­gen Lauf­bahn als Lite­ra­turdo­zent wur­de ich ein­fach in die­se Rich­tung gezo­gen, weil mei­ne Schwes­ter geplant hat, Eng­lisch­leh­re­rin an einer High School zu wer­den. Ich kann mich nicht erin­nern, mich bewusst für eine Beru­fung ent­schie­den zu …

„Die Kinder warten immer gespannt auf die längeren Hörspiele…“

Unse­re Kin­der sind begeis­ter­te Radio Dop­pel­de­cker Hörer. Wenn sie schon im Bett lie­gen, dür­fen sie eine Fol­ge zum Schla­fen­ge­hen anhö­ren. Bei über 700 Epi­so­den bin ich erst­mal ganz gut ver­sorgt (wir hören immer den Pod­cast)  Da wir also von die­ser Arbeit der­art pro­fi­tie­ren, dach­te ich, dass die Zeit nun für ein Inter­view reif wäre. Radio Dop­pel­de­cker (end­lich mal ein wirk­lich hörens­wer­tes Radio) war so freund­lich, mei­ne Fra­gen zu beant­wor­ten. Seit wann gibt es Radio Dop­pel­de­cker bereits? Die ers­te Sen­dung von Radio Dop­pel­de­cker wur­de 2005 aus­ge­strahlt. Ihr habt bis­lang mehr als 777 Epi­so­den ver­öf­fent­licht. Gehen da die Ideen nicht irgend­wann ein­mal aus?

Mit Vern Sheridan Poythress im Gespräch

Ser­gej Pau­li (S.P.): Sehr geehr­ter Herr Prof. Vern S. Poy­th­ress. Sie besit­zen zahl­rei­che Abschlüs­se. Einen Dok­tor der Mathe­ma­tik und einen Magis­ter in Apo­lo­ge­tik. Zwi­schen­durch stu­dier­ten Sie auch Lin­gu­is­tik. Wel­ches Ihrer Fach­be­rei­che lie­ben Sie am meis­ten? Vern S. Poy­th­ress (V.S.P): Mein Bereich am West­mins­ter Theo­lo­gi­cal Semi­na­ry ist die For­schung des Neu­en Tes­ta­ments, da ich einen Dok­tor der Theo­lo­gie besit­ze. Das ist der Bereich, den ich am meis­ten lie­be. Doch ich mag auch die ande­ren Berei­che, die du nann­test. S.P.: Sie schrie­ben Bücher zu sehr unter­schied­li­chen The­men (Ange­fan­gen vom Dis­pen­sa­tio­na­lis­mus und Logik, bis hin zur Mathe­ma­tik und dem Buch der Offen­ba­rung). Gibt es einen roten Faden in Ihren Büchern? V.S.P.: Was in mei­nem Leben geschah, ent­wi­ckel­te sich Stück für Stück. Zunächst besaß ich kein bestimm­tes Ziel. Von Zeit zu Zeit spür­te ich, dass der Herr mir Ideen gab, die es wert waren, dass man sie zum Nut­zen ande­rer auf­schrieb. So schrieb ich das, was mir der Herr zum Schrei­ben gab. Doch wenn ich zurück­schaue, den­ke ich, dass der rote Faden der Bücher die Her­me­neu­tik, also das Prin­zip der …

Mit Lyndal Roper im Gespräch

Lyn­dal Roper ist eine aus­tra­li­sche His­to­ri­ke­rin, die in Groß­bri­tan­ni­en lehrt.  Ihr For­schungs­schwer­punkt ist die deut­sche Kultur‑, Reli­­­gi­ons- und Sozi­al­ge­schich­te der frü­hen Neu­zeit mit beson­de­rer Hin­sicht auf Geschlech­ter­rol­len, Kör­per­ge­schich­te, Sexua­li­tät und Hexen­ver­fol­gung. (aus Wiki­pe­dia). Ich las ihre Luther-Bio­­­gra­­phie und war sehr ange­tan von der Prä­zi­si­on und Tief­grün­dig­keit der Dar­stel­lung ange­tan. Somit war ich dank­bar für die Mög­lich­keit des Inter­views. Roper ver­öf­fent­lich­te 2017 eine tief­grün­di­ge Bio­gra­phie über die kom­ple­xe Per­sön­lich­keit Luthers: Mar­tin Luther — Rene­ga­de and Pro­phet (wört­lich: Abtrün­ni­ger und Pro­phet). Roper nahm sich Zeit um auf mei­ne Fra­gen ein­zu­ge­hen.    S.P.: Prof. Roper, vie­le Ihrer Bücher han­deln über Hexen und ihre Ver­fol­gung. Gibt es eine ech­te Ver­bin­dung zwi­schen Hexen und Luther? L.R.: Ich emp­fand es als sehr erfri­schend an Luther zu arbei­ten, nach dem ich nun so lan­ge so viel Zeit in Hexen und ihre Ver­fol­gung inves­tiert habe. Natür­lich glaub­te Luther dar­an, dass Hexen wirk­lich exis­tier­ten, jedoch besaß er kei­ne „Hexen-Jäger“- Men­ta­li­tät. Wenn er krank war und an Kopf­schmer­zen oder Ver­stop­fung litt, gab er nicht den Hexen die Schuld, son­dern dem Teu­fel. Tat­säch­lich bestand er dar­auf, dass die­se Atta­cken bewei­sen, dass er auf …