Alle Artikel in: Interviews

Interview mit Philipp Kruse – Leiter von BibleProject Deutsch
Eine Neue Weise, um die Alte Botschaft zu verbreiten

Wir hatten die Möglichkeit für ein interview mit Philipp Kruse, dem Verantwortlichen für die Videos von BibleProject Deutsch, über seine Arbeit und die Ziele von BibleProject zu sprechen. Das BibleProject bietet zahlreiche Erklär-Videos, unter anderem zu den Büchern der Bibel , aktuell aber auch zu zentralen Begriffen der Bibel und zu biblischen Themen  z.B. auf youtube an. Empfehlenswert ist auch das dazu passende Material, z.B. aus unterschiedlichen Postern im Shop.    S.P. Wie entstand die Idee des Bible Projects? Wie kam es, dass die Videos auch auf Deutsch aufbereitet wurden? P.K. Als Jugendreferent habe ich mich 2015 nach einem Tool auf die Suche gemacht, um unseren Mitarbeitenden den großen Zusammenhang der Bibel zu erklären. Hintergründe, Zusammenhänge, Bucherklärungen ohne Theologiestudium. Bei der Suche bin ich auf „The Bible Project“ gestoßen und war begeistert. Innerhalb weniger Minuten wird der rote Faden der Bibel, die Einteilung des Buches und Hinweise auf Jesus aufgezeigt. Der Satz „Helping people experience the Bible as a unified story that leads to Jesus” packte mich. Nur leider gab es diese Videos nur auf Englisch. …

Interview mit Esther Weiss
Autorin der Kinderbuchserie "Behüte dein Herz"

Ein Freund machte mich auf dieses Kinderbuchprojekt aufmerksam, das vor kurzem unter dem Titel Guard your heart / Behüte dein Herz zweisprachig, nämlich auf Deutsch und Englisch erscheint. – Als ich dann die Möglichkeit hatte, einen der hochwertig hergestellten Bände in Händen zu halten, wollte ich die Verantwortlichen hinter diesem Projekt interviewen. Heute nun veröffentlichen wir die Antworten, die uns Esther Weiss auf unsere Fragen gegeben hat: 1. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Kinderbücher zu verfassen? Als ich mich vor einigen Jahren auf die Suche nach Kinderbüchern über verschiedene (christliche) Werte machte, fand ich nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Und so legte Gott mir nur wenig später aufs Herz, selber Bücher zu schreiben. Mein Mann und ich beteten und waren fasziniert, wie die Idee nach und nach Gestalt annahm und zu einem immer größer werdenden Projekt heranwuchs: eine Themen- und Mitmachreihe für Kinder ab 6 Jahren unter dem Motto „Behüte dein Herz“.

Wieso Verantwortung in der Sexualaufklärung wichtig ist
Ein Interview von Sergej Pauli mit Dr. med. Ute Buth, Frauenärztin und Sexualberaterin

S.P: Sehr geehrte Frau Dr. med. Buth, Sie haben bereits mehrere Bücher zur Sexualaufklärung aus christlicher Sicht verfasst. Wie sind Sie überhaupt zur schriftstellerischen Tätigkeit gekommen? U.B.: Als Frauenärztin und Sexualberaterin arbeite ich schon seit 14 Jahren für das Weiße Kreuz Deutschland e.V.. Für das Werk bin ich als Fachreferentin und Fachberaterin für Frauenheilkundliche Fragen tätig und arbeite u.a. im Redaktionsteam unserer Zeitschrift mit, verfasse Artikel zu meinen Spezialthemen. Darüber kam ich in Kontakt mit einem Verlag, der zum Thema unerfüllter Kinderwunsch ein Buch veröffentlichen wollte. Insgesamt empfinde ich das Schreiben als sehr hilfreiche Möglichkeit der Multiplikation. Auf diesem Weg kann man sehr viele Menschen mit speziellen Themen, die sie interessieren, erreichen. S.P.: An welchem Thema arbeiten Sie gegenwärtig? U.B.: 2019 ist mein Bilderaufklärungsbuch „Erklärt mir mal, wo komm ich her?“ erschienen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass als Nächstes Softcoverversionen dieses Buches in englischer und russischer Sprache erscheinen werden. Die englische Ausgabe ist für Ende dieses Jahres geplant, Russisch dann für 2022. Weitere Sprachen könnten folgen. Außerdem arbeite ich an einem Aufklärungsbuch, das die …

Fragen über das Woher und das Wohin

Woher, wozu und wohin gehören zu den drei großen Fragen des Lebens. Christen geben darauf andere Antworten als Atheisten. Dr. Markus Widenmeyer, Mitarbeiter in der Zentralen Forschung eines Technologiekonzerns und ehrenamtlich für die Studiengemeinschaft Wort und Wissen tätig, ist ein Vertreter des Kreationismus. Trotz seines vollen Terminkalenders hat er sich Zeit genommen, um sich den Fragen der christlichen Literaturblogs NIMM-LIES.de und lesendglauben.de (hier weitere Interviews von lesendglauben) zu stellen. Aber, lesen Sie selbst, welche Antworten der Autor mehrere Bücher zu diesem Themenkomplex gibt. Vor wenigen Wochen haben Dr. Reinhard Junker und Sie das Buch „Schöpfung ohne Schöpfer“ herausgegeben. Dort schreiben Sie beide, dass die Arbeit eines christlichen Wissenschaftlers mit der eines Kriminalkommissars vergleichbar ist. Was genau möchten Sie damit zum Ausdruck bringen? MW: Echte Wissenschaft besteht wie die Arbeit eines Kriminalkommissars darin, dass man wirklich die Wahrheit sucht. Das bedeutet Ergebnisoffenheit und daher Ermitteln nach allen Richtungen. In Ursprungsfragen: Man sollte unvoreingenommen zur Kenntnis nehmen, was natürliche Prozesse nachweislich zustande bringen. Man sollte aber genauso unvoreingenommen akzeptieren, wenn es systematische Grenzen gibt und dann Schöpfung …

„Der Gott des Alten Testaments ist der gleiche wie der Gott des Neuen Testaments“

Dr. T. Desmond Alexander ist wohl der Experte für das Alte Testament schlechthin. Er ist Author und Herausgeber von Enzyklopädien zum Pentateuch und zur Biblischen Theologie, schrieb Kommentare zum Buch Jona und zum zweiten Buch Mose (Wissenschaftlich und Pastoral). Neben thematischen Studien zum Neuen und Alten Testament ist vor allem seine Einführung zum Pentateuch besonders  (zur Buchbesprechung) hervorzuheben. S.P.: Dr. Alexander, vielen Dank dafür, dass Sie sich Zeit für unsere Fragen nehmen.    Woher kommt Ihre Leidenschaft für das Alte Testament? T.D.A.: Meine Leidenschaft für das Alte Testament fing an, als ich im Grundstudium semitische Sprachen an der Queens University in Belfast studiert habe. Ich sollte dabei erwähnen, dass ich als Teenager zum persönlichen Glauben an Jesus Christus gekommen bin. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich eine Berufung zum christlichen Dienst. Durch eine ungewöhnliche Reihe an Ereignissen brachte mich Gott in Kontakt mit einer Gruppe von christlichen Universitätsdozenten: David Payne, Gordon Wenham und David Gooding. Alle stammten aus England, unterrichteten jedoch in Nord-Irland. Damals waren wir gerade mal drei Studierende im Kurs und so besaß ich …

„Bedenken Sie, dass Orthodoxie nicht das gleiche ist, wie fähige und weise Fürsorge“

Edward T. Welch ist Theologe und Dozent am CCEF (Christian Counseling & Educational Foundation). Er promovierte im Bereich der Neuropsychologie an der University of Utah. Er ist seit bereits mehr als 30 Jahren als Seelsorger tätig und ist Autor zahlreicher Werke über biblische Seelsorge, von denen viele auch ins Deutsche übersetzt wurden. Ed Welch stand unseren freundlicherweise Fragen Rede und Antwort. S.P.: Sehr geehrter Herr Welch, vielen Dank für die Möglichkeit eines Interviews mit Ihnen. E.W.: Auch von meiner Seite Danke für die Möglichkeit. Sie bewirken, dass ich meine deutschen Freunde vermisse und mich an die angenehme und erbauende Zeit erinnere, die ich in Ihrem Land verbracht habe. S.P.: Welche Gründe bewegten Sie, Seelsorger zu werden? E.W.: Ich glaube jeder Christ würde biblische Seelsorge lieben, wenn er sie kennen würde. Beharrlich mehr von der Schrift zu lernen und die Gelegenheit zu haben, sich um andere Menschen zu kümmern und für sie zu beten – was kann es Besseres geben? Ich selbst wuchs in einem christlichen Heim auf. Ich glaubte, dass Jesus das war, was er …

Interview mit Robert Letham

Robert Letham ist Professer für systematische und historische Theologie an der Union School of Theology in Wales. Er doziert zudem regelmäßig am Westminster Theological Seminary. Er ist Autor von  The Work of Christ (in der Reihe: Contours of Christian Theology), Union with Christ, The Holy Trinity. 2019 erschien seine Systematische Theologie. Letham hat sich für ein Interview mit uns bereit erklärt.   S.P.: Sehr geehrter Prof. Letham. Vielen Dank für die Zeit, die sie sich für unsere Fragen nehmen! Können Sie darüber berichten, wie Sie Christ wurden? R.L.: Ich wuchs in einem christlichen Elternhaus auf, wurde jedoch erst im Alter von 19 Jahren getauft. Es gab keine ungewöhnliche oder dramatische Erfahrung dabei. S.P.: Ihr letztes Werk war eine Systematische Theologie (Erschienen Ende 2019). Aufgrund der Tatsache, dass zahlreiche systematische Theologien verfügbar sind, was ist das Besondere an Ihrem Werk? Es hat das Ziel katholisch zu sein und bindet Figuren der Kirchenväter, des Mittelalters, der Reformation und der Moderne unterschiedlichen Spektrums in die Betrachtung mit ein. Gleichzeitig versuche ich die Soteriologie (Die Lehre vom Heil) mit …

„Es gibt zahlreiche Probleme mit der zeitgenössischen Literatur“

Leland Ryken ist Professor Emiritus am Wheaton College. Er ist Experte für Milton, Puritaner und britische Literatur. Er ist Autor zahlreicher Werke über das Studium klassischer Literatur aus christlicher Perspektive und arbeitete an der English Standard Version, einer englischen Bibelübersetzung mit. Bekannt ist er zudem als Liebhaber von Lewis, wie auch als Biograph von J.I.Packer. Professor Ryken hat sich freundlicherweise bereit erklärt, unsere Fragen ausführlich zu beantworten. Wann begann Ihre Leidenschaft für Literatur? Meine Leidenschaft für Literatur begann in der Kindheit. Ich komme aus einer sehr einfachen Bauernfamilie mit niederländischem Migrationshintergrund. Keiner meiner Eltern hat die Grundschule beenden können, weil sie auf dem Hof arbeiten mussten. In meinen ersten Lebensjahren waren Fernseher noch nicht üblich. Lesen war das einzige Vergnügen und meine Eltern und meine ältere Schwester waren leidenschaftliche Leser, so dass ich einfach ihrem Beispiel folgte. Bezüglich meiner nun fünfzigjährigen Laufbahn als Literaturdozent wurde ich einfach in diese Richtung gezogen, weil meine Schwester geplant hat, Englischlehrerin an einer High School zu werden. Ich kann mich nicht erinnern, mich bewusst für eine Berufung entschieden zu …

„Die Kinder warten immer gespannt auf die längeren Hörspiele…“

Unsere Kinder sind begeisterte Radio Doppeldecker Hörer. Wenn sie schon im Bett liegen, dürfen sie eine Folge zum Schlafengehen anhören. Bei über 700 Episoden bin ich erstmal ganz gut versorgt (wir hören immer den Podcast)  Da wir also von dieser Arbeit derart profitieren, dachte ich, dass die Zeit nun für ein Interview reif wäre. Radio Doppeldecker (endlich mal ein wirklich hörenswertes Radio) war so freundlich, meine Fragen zu beantworten. Seit wann gibt es Radio Doppeldecker bereits? Die erste Sendung von Radio Doppeldecker wurde 2005 ausgestrahlt. Ihr habt bislang mehr als 777 Episoden veröffentlicht. Gehen da die Ideen nicht irgendwann einmal aus?

Mit Vern Sheridan Poythress im Gespräch

Sergej Pauli (S.P.): Sehr geehrter Herr Prof. Vern S. Poythress. Sie besitzen zahlreiche Abschlüsse. Einen Doktor der Mathematik und einen Magister in Apologetik. Zwischendurch studierten Sie auch Linguistik. Welches Ihrer Fachbereiche lieben Sie am meisten? Vern S. Poythress (V.S.P): Mein Bereich am Westminster Theological Seminary ist die Forschung des Neuen Testaments, da ich einen Doktor der Theologie besitze. Das ist der Bereich, den ich am meisten liebe. Doch ich mag auch die anderen Bereiche, die du nanntest. S.P.: Sie schrieben Bücher zu sehr unterschiedlichen Themen (Angefangen vom Dispensationalismus und Logik, bis hin zur Mathematik und dem Buch der Offenbarung). Gibt es einen roten Faden in Ihren Büchern? V.S.P.: Was in meinem Leben geschah, entwickelte sich Stück für Stück. Zunächst besaß ich kein bestimmtes Ziel. Von Zeit zu Zeit spürte ich, dass der Herr mir Ideen gab, die es wert waren, dass man sie zum Nutzen anderer aufschrieb. So schrieb ich das, was mir der Herr zum Schreiben gab. Doch wenn ich zurückschaue, denke ich, dass der rote Faden der Bücher die Hermeneutik, also das Prinzip …