Alle Artikel in: Mission und Evangelisation

Der „Schmuggler Gottes“ ist tot
Anne van der Bijl ist heim gegangen

Am 27.09.2022 ist Anne van der Bijl, besser bekannt als Bruder Andrew, heimgegangen. Der Gründer und langjährige Leiter von Open Doors machte bereits in den 60ern des letzten Jahrhunderts Schlagzeilen mit Bibelschmuggelaktionen in die kommunistischen Länder des Ostblocks. Über diese berichtete er in einem langjährigen Bestseller „der Schmuggler Gottes. Sehr hörenswert ist auch das gleichnamige Hörbuch.  Nachdem sein Buch veröffentlicht wurde, war für ihn zwar der Weg in die Staaten des Warschauer Paktes versperrt, es eröffneten sich neue Möglichkeiten für Bibeltransporte, nach China und in islamische Länder. Heute ist OpenDoors vor allem für seinen Einsatz für verfolgte Christen weltweit bekannt. Zahlreiche Zeitschriften berichten heute über den Tod von Bruder Andrew. Eine Auswahl: Idea (Anmeldung erforderlich) Christianity Today Opendoors.de

„Mir scheint der Teil der christlichen Lehre welcher von der Prädestination handelt, nicht der schwierigste zu sein…“

Die Webseite Licht-und-Recht.de ist immer wieder eine Quelle für Neuentdeckungen. So habe ich neulich ein Schreiben von Ursinus an einen (zu diesem Zeitpunkt) lutherisch-humanistischen Theologen namens Jakob Monau gefunden, der sich mit der Lehre von der Prädestination auseinandersetzt. Ganze 14 DINA4-Seiten ist der Brief lang und wurde offensichtlich in einer Nacht fertiggestellt. Eine ganze Seite lang zitiert Ursinus Bibelverse, wie Gott auch im „Bösen“ wirkt. Wie gesagt, ohne jegliche digitalen Mittel, im Grunde aus dem Stand heraus. Obwohl nicht immer ganz freundlich im Ton, bleibt Ursinus sachlich und leicht verständlich. Er schreibt: „Mir scheint der Teil der christlichen Lehre welcher von der Prädestination handelt, nicht, wie Du schreibst, der schwierigste zu sein; wofern wir nur die heilige Schrift ohne Vorurteile lesen undohne Leidenschaft mit dem ernsten Streben, nicht etwa Gott nach unseren Phantasiegebilden umzugestalten, sondern von Ihm selbst über Ihn zu lernen und ihm allein alle Ehre zu geben und von uns ab zu Ihm hin zu wenden. So ist mir vieles leicht geworden, was schwierig zu sein schien, so lange ich auf das Ansehen …

Mit Christus zu Christus gehen…

Auf  glaubend.de berichte ich über meine Erfahrungen mit der Seeslsorgeausbildung bei der Christlichen Fachstelle für Ehe, Familie und Lebensberatung in Aarau. Ich wünschte ich könnte deutlicher schildern, wie ich von dieser Ausbildung und von den Kontakten mit Beat Tanner profitiert habe und weiterhin profitiere. An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf dieses Video von Beat Tanner hinweisen, mit dem er die Ziele der Ausbildung erklärt: Wer meinen Artikel lesen möchte, findet diesen hier: „Welchen Rat kann ich meinem Bruder, meiner Schwester in ihrer Not, ihrer Angst und ihrer Sorge geben. Wie kann dieser Rat wirklich weise sein und Liebe und Wahrheit vermitteln? Was muss ich an mir ändern, damit ich besser auf Christus hinweisen kann? Wie kann ich meinen Bruder besser verstehen? Wie kann ich zwischen Sünde und Scham unterschieden? Wie kann ich Strategien entwickeln, um auch mit einem sehr beunruhigten Menschen ins Gespräch über das Wort Gottes zu kommen? Das sind nur einige der Themen, die ausführlich einschließlich persönlichem Mentoring und zusätzlicher Vorbereitungslektüre im Laufe von zwei Jahren besprochen werden…“ Auch Hanniel hat übrigens …

Hinweis: Gnade für dich

Ganz frisch auf deutsch ist ein kurzes evangelistisches Büchlein von John MacArthur aufgelegt worden: Gnade für dich erklärt anhand der Geschichte vom verlorenen Sohn (Lk. 15,11-32) das Evangelium. MacArthur gelingt es in Kürze aufzuzeigen, wie unverschämt Sünde ist, ohne den Kontext des Geschehens und der Situation von Christus zu verlieren: „Um das Gleichnis jedoch richtig zu verstehen, müssen wir es mit den Augen eines Menschen in der Kultur des Judentums des ersten Jahrhunderts sehen. In einem solchen Umfeld war die Idee, dass Gott reuigen Sündern (einschließlich der schlimmsten von ihnen) uneingeschränkt entgegenkommt und ihnen vergibt, ein schockierendes und revolutionäres Konzept.Kaum einer in dieser Gesellschaft konnte sich Gott als einen solchen vorstellen, der Seine Hand Sündern ausstreckt.“ „Ein solcher Ausfall an Dreistigkeit hätte in jener Kultur zumindest einen kräftigen Schlag über das Gesicht als normale Reaktion des Vaters bedeutet. Das wäre üblicherweise in aller Öffentlichkeit gemacht worden, um den Sohn zu beschämen, der seinem Vater eine solche Verachtung erwiesen hatte. Somit konnte ein Sohn, der sich der Entehrung seines Vaters in diesem Schweregrad schuldig gemacht hatte, …

EIN Schulranzen macht ZWEI Kinder glücklich

Der Hilfsdienst FREUNDESKREIS e.V. sammelt seit 2015 gebrauchte Schulranzen für Waisenkinder in Moldawien, Armenien und der Ukraine. Für viele dieser Kinder ist es unvorstellbar einen eigenen Ranzen zu besitzen. Deshalb hat jeder, der einen gebrauchten Ranzen besitzt und nicht mehr benötigt, die Chance, den Ranzen an einer der vielen Sammelstellen des konservativ-christlichen Hilfswerks abzugeben. Wer seinen gespendeten Ranzen füllen möchte, kann es gerne tuen. Wo die Sammelstellen sind und wie die Ranzen gefüllt werden können findet sich unter diesem Link: www.hilfsdienst-freundeskreis.org/schulranzenaktion

Tipp: Afrika war nur der Anfang

Vor einigen Jahren habe ich Afrika war nur der Anfang mit Begeisterung gelesen und später festgestellt, dass es vergriffen war. Nun ist das Buch in der 5. Auflage erschienen. Im Verlagstext heißt es: Martin Vedder berichtet von Erlebnissen, die er mit einem großen Gott machen durfte. Er möchte damit dem Leser Mut machen, es ebenso mit dem zu wagen, der versprochen hat, niemals den zu verlassen, der sich auf Ihn verlässt. Ja, Gott ist treu, und auf unseren Herrn Jesus Christus ist Verlass in jeder Situation! Was auch kommen mag: Wir sind geborgen in Seiner Hand, und niemand und nichts wird uns jemals aus dieser Seiner Hand und der Hand Seines Gottes rauben! Der Missionar und Gründer der Zentral-Afrika-Mission ZAM Martin Vedder hat während seiner Zeit in Afrika viel mit Gott erlebt und seine Erfahrungen auf 144 Seiten festgehalten. In einem Interview hier im Blog schreibt Vedder, wie es zu dem Buch gekommen ist: Mein Buch „Afrika war nur der Anfang“ entstand in Folge verschiedener Anfragen, meine Erlebnisse, die ich teilweise auf Missionsabenden berichtete, in …

Wenn Tiere reden könnten

Manchmal kommt es vor, dass man allgemein bekannte Bücher weniger erwähnt, dabei haben die Bücher von Werner Gitt einen beachtlichen Einfluss auf meine Jugend gehabt. Die positive Schreibweise von Werner Gitt ist einfach ermutigend.  Über die Schöpfung zu staunen ist heute eine vergessene Tugend, dabei wissen wir mehr über die Dinge dieser Welt, als alle Generationen zuvor. Bücher wie Wenn Tiere reden könnten sind hier ein guter Anfang. In zehn einfach verständlichen Kapiteln werden unterschiedliche Wunderwerke der Schöpfung vorgestellt! Halt, eigentlich stellen sie sich selbst vor, darunter der so gewöhnliche Sperling, der total ungewöhnliche Wal und das aus allen Rahmen fallende Schnabeltier. Eine Kostprobe: Hätten Sie gewusst, dass mein gesamter Schädel leichter ist als meine beiden Augäpfel?! Daraus brauchen Sie jetzt nicht etwa boshafte Schlüsse auf mein Spatzenhirn zu ziehen. Meine Augen sind weitaus besser als die Ihrigen. Wir Vögel haben sieben- bis achtmal mehr Sehzellen pro Flächeneinheit als Sie. Dadurch entsteht in unserem Gehirn ein viel schärferes Bild. Wenn Sie z. B. einen Gegenstand so genau erkennen wollen, wie ihn ein Bussard wahrnimmt, müssten …

Die Zeit auskaufen

Die folgenden Zeilen fand ich in „Vom Knast zur Kanzel – Das Leben des Wolfgang Dyck“ (S.117 ff.) Müßiggang ist aller Laster Anfang, sagt das Sprichwort. Es muss ja gleich nicht alles so dick kommen; es fängt meist klein an. Meine Frau und ich machten einen kleinen Spaziergang die Bahrenfelder Chaussee runter. Da sahen wir auf der anderen Seite die Reklame der Bahrenfelder Lichtspiele: »Der brave Soldat Schweijk«. Ein Film, den ich schon früher einmal in der ostzonalen Fassung gesehen hatte. Da ich nun einmal für mein Leben gern lache und wir nichts vor hatten, gingen wir nach langer, langer Zeit zum ersten Mal ins Kino. Ausgerechnet wurde an diesem Abend als Vorfilm ein kurzer Streifen gezeigt: »Der Sonntag der anderen«. Dieser Film berichtete von der Arbeit der Heilsarmee. Alle Akteure kannte ich persönlich. Ich sagte zu meiner Frau: »Da muss ich ausgerechnet ins Kino gehen, um mir zeigen zu lassen, was ich in meiner freien Zeit zu tun habe.« Eine Bank hinter uns spotteten einige junge Leute beim Anblick der Heilsarmee. Mit ein paar …

Tipp: Briefe, die nie geschrieben werden …

Vor einigen Jahren habe ich ein Buch gelesen, dass meinen Blick auf Missionare und ihre Familien stark verändert hat. Die in 2015 verstorbene Missionarin Elisabeth Elliot wurde einmal gefragt, was ihre größte geistliche Herausforderung war. Eine zu erwartende Antwort hätte sein können, den Mördern ihres Ehemannes Jim Elliot zu vergeben. Aber keineswegs. Sie antwortete: „Das Zusammenleben mit den anderen Missionaren!“ Diese Antwort ernüchtert, da sie zeigt, dass auch Missionare „ganz normale Christenmenschen“ sind. Sie haben ihre Charakterschwächen und auch sie sündigen, indem sie lieblos zum Partner, ungeduldig mit ihren Kindern sind und mit Ungerechtigkeiten von Seiten Nichtchristen zu kämpfen haben. Viele Missionare scheuen sich von ihren Anfechtungen zu sprechen, da sie oft als „Überchristen“ angesehen werden, und von ihnen ein fehlerloses Christsein erwartet wird. Der Autor Kosin hat mit vielen Missionaren gesprochen, kennt ihre spezielle Herausforderungen und gibt ihnen mit diesem Buch eine Stimme. Das Buch besteht aus fiktiven Briefen, wie sie viele Missionare hätten schreiben können. Viele praktische Hinweise zeigen auf, wie wir Missionaren helfen könne, ihre Herausforderungen zu bewältigen. Der Autor gibt konkrete Gebetsanliegen …

Ratschläge für Seelengewinner

Ein Betrunkener trat eines Tages auf Rowland Hill zu und sagte: »Ich bin einer von Ihren Bekehrten.« – »Ich glaube wohl, dass Sie das sind«, erwiderte der scharfsinnige und verständige Prediger, »aber Sie sind keiner von des Herrn Bekehrten, sonst würden Sie nicht betrunken sein.« Auf diese praktische Probe müssen wir alle unsre Werke stellen. Wie führt man eigentlich Menschen zu Christus? Oft lässt man es gar nicht bis zu dieser Frage kommen, der Glaube bleibt egoistisch. Oftmals sehen wir nur noch Schwierigkeiten, Glaubensproben, Niederlagen … Da bleibt für ein klares Zeugnis des Evangeliums kaum noch Zeit oder Kraft. In meinen russlanddeutschen Kreisen sind es vor allem Hausfrauen, die über Jahre hinweg kaum Kontakt mit Nicht-Gläubigen bekommen. Mit den Kindern zum Kinderarzt und der gelegentliche Einkauf und schnell ist man wieder in seinem gewohnten Kreis. Ich erinnere mich an drei Wochen, die ich mal in einem christlichen Hilfswerk verbracht habe: Es waren eben alle um mich herum Christen und bei weitem erfahrenere und reifere. Irgendwann habe ich mich tatsächlich gefragt, wann ich denn anfangen kann von …