Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rezension

Tipp: Wann ist ein Christ ein Christ?

„In der Tat hör­te man im Jahr 2017 nicht vie­le Stim­men, die sich zur Recht­fer­ti­gung aus Glau­ben, dem eigent­li­chen Kern­the­ma der Refor­ma­ti­on, zu Wort mel­den.“ Die­se Aus­sa­ge von Wolf­gang Nest­vo­gel auf dem Klap­pen­text sei­nes Buches ver­an­lass­te ihn, das The­ma zum 500-jäh­­ri­­gen Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­um auf­zu­grei­fen und den aktu­el­len Kampf um die Recht­fer­ti­gung aus bibli­schem Ver­ständ­nis zu beleuch­ten und um zu ermu­ti­gen, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Das gut geglie­der­te Buch legt in Kapi­tel 1 und 2 dar, wie Luther und die ande­ren Refor­ma­to­ren die im dunk­len Mit­tel­al­ter lan­ge ver­lo­re­ne Wahr­heit der Recht­fer­ti­gung allein aus Gna­de ohne Wer­ke (sola gra­tia), allein durch Glau­ben (sola fide), allein durch Chris­tus (solus Chris­tus) und allein auf der Grund­la­ge der Schrift (sola scrip­tu­ra) – all dies zur Ehre Got­tes (soli Deo glo­ria) – wie­der neu ent­deck­ten. Die­se fun­da­men­ta­le Wahr­heit der Schrift ist die Offen­ba­rung Got­tes durch sein Wort, das er den Apos­teln durch sei­nen Geist ins Herz leg­te. Dass die Wahr­heit Got­tes im All­ge­mei­nen und das Herz des Evan­ge­li­ums, die Recht­fer­ti­gung des Sün­ders durch den ewi­gen Gott der Gna­de, umkämpft war und nie­mals unwi­der­spro­chen blei­ben wird, ist …

Buchrezension: Erfahrungen mit Gott in Krieg und Wiederaufbau

Den evan­ge­li­schen Pfar­rer Wil­helm Busch wer­den vie­le ken­nen. Doch wer ist Pfar­rer Fried­rich Hauß? Sie waren Zeit­ge­nos­sen und viel­leicht kann­ten sie sich auch per­sön­lich. Zumin­dest gehör­ten bei­de zum Arbeits­kreis der Bekennt­nis­be­we­gung „Kein ande­res Evan­ge­li­um“. Im Ver­lag Linea ist eine Auto­bio­gra­fie von Fried­rich Hauß erhält­lich. Es ist ein klei­nes Buch über einen gro­ßen Glau­ben. Fried­rich Hauß (1893 – 1977) ist der Sohn eines gläu­bi­gen Pfar­rers. Er hat bewusst mit­er­lebt, wie sehr sich sein Vater nach einer gläu­bi­gen Gemein­de sehn­te. Gefun­den hat er sie in der Dop­pel­ge­mein­de Spöck-Staf­­fort. Nach dem Theo­lo­gie­stu­di­um und in den Wir­ren des 1. Welt­krie­ges kam in den bangs­ten Stun­den sei­nes Lebens der Frie­de Got­tes in sein Herz durch das Wort des Herrn: „Das Blut Jesu Chris­ti, des Soh­nes Got­tes, macht dich rein von aller Sün­de.“ Es war für Fried­rich ein Vor­recht, im Jahr 1919 in der Gemein­de sei­nes Vaters zum Pfar­rer ordi­niert zu wer­den. Fried­rich war dank­bar für sei­ne gläu­bi­gen Eltern und die­se Segens­li­nie woll­te er fort­set­zen. Er beginnt das Buch mit der bemer­kens­wer­ten Aus­sa­ge: Die Anfän­ge unse­res Lebens lie­gen bei unse­ren Vätern. Die Segens­li­ni­en und …

Das investierte Leben – Der nachhaltige Segen echter Jüngerschaft

Das Buch „Das inves­tier­te Leben – Der nach­hal­ti­ge Segen ech­ter Jün­ger­schaft“ von Rosen­berg und Kos­hy hat es in sich. Auf 296 Sei­ten wird biblisch fun­diert auf­ge­zeigt, was ech­te Jün­ger­schaft ist und mit vie­len prak­ti­schen Tipps sehr lebens­nah vor­ge­stellt, wie sie heu­te umge­setzt wer­den kann. Eine gro­ße Lese­emp­feh­lung an alle, die Jün­ger sein wol­len! Das Buch beginnt mit zwei ganz ein­fa­chen und doch immens wich­ti­gen Fra­gen: Wer inves­tiert in mich? Und in wen inves­tie­re ich? Die Autoren zei­gen, dass der Mis­si­ons­auf­trag (Mat­thä­us 28,19−20) nicht damit abge­schlos­sen ist, wenn man Men­schen zum Glau­ben geführt hat. Jesus will, dass wir die Men­schen zu Jün­gern machen! Doch was ist ein Jün­ger? Dar­um geht es im zwei­ten Kapi­tel. Drei Kenn­zei­chen machen einen Jün­ger laut Rosen­berg und Kos­hy aus. Dies ist ein Schlüs­sel­ka­pi­tel des Buches! Es lohnt sich, die­se drei Kenn­zei­chen zu studieren.

Gott macht glücklich — und andere fromme Lügen

Erst­mals als Autoren bemerkt habe ich Mar­kus Spie­ker durch sei­ne Bücher Glau­ben: Mehr­wert in hef­ti­gen Zei­ten und faith­book : Ein Jour­na­list sucht den Him­mel. Mit Lei­den­schaft ver­tei­digt der Autor und Jour­na­list in die­sen Büchern den Glau­ben an Gott in ungläu­bi­gen Zei­ten und lenkt den Blick des Chris­ten zum himm­li­schen End­ziel. In eine ganz ande­re Rich­tung schreibt Spie­ker in sei­nem pro­vo­kant titu­lier­ten Buch Gott macht glück­lich und ande­re from­me Lügen. Wie der Titel schon ver­mu­ten lässt, geht es nicht um Apo­lo­ge­tik oder den Him­mel, son­dern um klei­ne­re und grö­ße­re Abgrün­de im Leben man­cher Chris­ten. Fünf „Mythen“ nimmt er sich zur Brust und legt sich mit vie­len popu­lä­ren Ansich­ten an. Mythos 1: Gott macht glück­lich. Dass das Leben mit Gott nicht immer eitel Son­nen­schein bedeu­tet, dürf­te jeder Nach­fol­ger von Jesus Chris­tus bereits selbst erfah­ren haben. Trotz­dem haben Ver­kün­di­ger einer der zahl­rei­chen Vari­an­ten des Wohl­stands­evan­ge­li­ums regen Zulauf und die­ser nimmt durch das Wachs­tum cha­ris­ma­ti­scher Gemein­den in Deutsch­land eher noch zu. Spie­ker führt Bei­spie­le an und bedient sich dabei vor­wie­gend im ame­ri­ka­ni­schen Raum.

Was du im Himmel nicht mehr tun kannst.

Vor kur­zem erschien im Dani­el-Ver­­lag das Buch Was du im Him­mel nicht mehr tun kannst von Mark Cahill. Es glie­dert sich in 14 Kapi­tel und rich­tet sich an alle, die die Not­wen­dig­keit des Zeug­nis­ge­bens und der Evan­ge­li­sa­ti­on bis­her noch nicht rich­tig gese­hen haben oder nicht wis­sen, wie sie selbst Zeug­nis geben kön­nen. Mark Cahill ver­steht es, den Leser am Lesen zu hal­ten. Er zeigt in den ers­ten Kapi­teln die drin­gen­de Not­wen­dig­keit auf, den Men­schen das Evan­ge­li­um zu ver­kün­di­gen. Dabei macht er klar: Es geht nicht dar­um, dass wir das Evan­ge­li­um ver­kün­di­gen müs­sen, son­dern dass wir esdür­fen, und dabei kön­nen wir nur gewin­nen und nie­mals ver­lie­ren, selbst wenn die Bot­schaft abge­lehnt wird. Mark Cahill stellt eini­ge Ent­schul­di­gun­gen vor, die uns schnell ein­fal­len, damit wir mög­li­cher­wei­se nicht Zeug­nis geben. Der Rest des Buches beschäf­tigt sich haupt­säch­lich mit Bei­spie­len, wie man das Evan­ge­li­um wei­ter­sa­gen und mit Leu­ten ins Gespräch über ewi­ge Din­ge kom­men kann. Hier­aus kann man wirk­lich gute und wert­vol­le Ideen ent­neh­men. Gera­de für unge­üb­te Gläu­bi­ge, die es jedoch auf dem Her­zen haben, das Evan­ge­li­um wei­ter­zu­sa­gen, kann dies eine groß­ar­ti­ge Hilfe …

Die Fähigkeit des prophetischen Redens

Wie in die­sem Blog schon eini­ge Male erwähnt, bringt der 3L Ver­lag immer wie­der Wer­ke von Puri­ta­nern her­aus. Der­zeit sind bereits 14 Bän­de ver­schie­de­ner Autoren, wie Owen, Bun­y­an und wei­te­rer Puri­ta­ner erschie­nen. Der Inhalt der Bücher ist wirk­lich kost­bar. Auf­grund der schö­nen Auf­ma­chung machen die Bücher jedoch auch jedes Bücher­re­gal um eine Per­le rei­cher. An die­ser Stel­le wird Band acht die­ser Rei­he vor­ge­stellt. Zu Beginn erst eini­ge Wor­te zum Autor, der mir gänz­lich unbe­kannt war. Glück­li­cher­wei­se ent­hält jeder der Puri­­ta­­ner-Bän­­de ein kur­zes Vor­wort zum Autor.  So konn­te man fest­stel­len, das Per­kins 1585 in War­wickshire gebo­ren wur­de und am Christ’s Col­le­ge in Cam­bridge stu­dier­te er Theo­lo­gie. Danach dien­te er 44 Jah­re lang bis zu sei­nem Tod 1602 sei­ner Gemein­de in Gre­at St. Andrew als Pre­di­ger. Er hielt es immer für eine gro­ße Beru­fung von Gott, dass er sei­nem Gott als Pre­di­ger die­nen darf. Er glaub­te, dass die Pre­digt die Her­zen der­je­ni­gen, die sie hör­ten, auf­rei­ßen soll­te. Über­dies sah er den Pre­di­ger als geist­li­chen Apo­the­ker, des­sen Kennt­nis der bibli­schen Arz­nei ihn befä­higt, die Wun­den zu waschen und die geistlichen …

Echt schön! — Ratgeber für Mädchen

Wenn ich an mei­ne Tee­­ny-Zeit zurück den­ke, dann hät­te ich im Nach­hin­ein — was Jungs angeht — eini­ges anders gemacht. So wie auch ich hat­ten und haben vie­le Mäd­chen gera­de in die­ser Zeit eine fal­sche Vor­stel­lung vom ande­ren Geschlecht. Wenn ein Mäd­chen ver­liebt ist, deu­tet sie oft jede klei­ne Hand­lung und jeden Blick des einen Jun­gen zum eige­nen Guten oder Schlech­ten. Und die­ser besag­te Jun­ge denkt sich aber über­haupt nichts dabei und weiß viel­leicht noch nicht ein­mal dass er dem Mäd­chen gefällt. Oder es ist für ihn ein­fach nur ein Spiel, ein biss­chen Abwechs­lung vom All­tag. Aber nicht nur Mäd­chen haben in die­ser Zeit Schwie­rig­kei­ten, auch die Eltern, ins­be­son­de­re die Müt­ter, wis­sen oft nicht, wie sie mit ihren „puber­tie­ren­den“ Töch­tern umge­hen sollen.

Hiskia — Der Mann, der Gott vertraute

Ein wei­te­res Buch über eine Per­son der Bibel. Dies ist ein belieb­tes The­ma, haben doch auch Wil­helm Busch, Ernst Moder­sohn, Joseph Kau­se­mann und vie­le ande­re Autoren zahl­rei­che Lebens­bil­der über Män­ner und Frau­en der Bibel hin­ter­las­sen. Vor eini­gen Mona­ten hat auch Wolf­gang Büh­ne ein Lebens­bild über den jüdi­schen König Hiskia ver­fasst. Die Moti­va­ti­on dafür scheint für ihn die Erwar­tung des Kom­men Chris­ti zu sein. In der End­zeit schwin­det bei vie­len Chris­ten die Hoff­nung auf eine Erwe­ckung in der unmit­tel­ba­rer Umge­bung, und kaum einer erwar­tet ein Hin­wen­den der Men­schen zu Chris­tus. Büh­ne drückt es fol­gen­der­ma­ßen aus: „Träg­heit, Lau­heit, Gleich­gül­tig­keit und Welt­för­mig­keit sind auf­fäl­li­ge Kenn­zei­chen von uns Chris­ten in Euro­pa. Titel auf dem evan­ge­li­ka­len Bücher­markt wie „Got­tes­dienst ohne Mau­ern“ oder „Die Welt umar­men“ beschrei­ben unge­wollt den aktu­el­len Zustand der Gemein­den auch in unse­rem Land.“

Sorgen und Angst besiegen

Auch Chris­ten nei­gen zur Sor­gen und Angst. Ich ken­ne es aus mei­nem Leben, ich ken­ne es aber auch aus dem Leben ande­rer, dass sie Angst und Sor­gen haben. „Wie soll das noch alles wer­den?  Was wird aus uns? Wie wird sich das alles noch ent­wi­ckeln? Was, wenn mir etwas zustößt? Was, wenn ich mei­nen Job ver­lie­re?“ Angst erfüllt im All­ge­mei­nen ja eine bestimm­te Funk­ti­on, näm­lich uns vor Gefah­ren zu war­nen und uns bereit zu machen, ent­spre­chend gegen­zu­steu­ern. Sie ist also an und für sich durch­aus als gro­ße Hil­fe taug­lich. Was aber, wenn Angst und Sor­gen sich ver­selbst­stän­di­gen und Men­schen zu Skla­ven ihrer eige­nen Angst und Sor­gen wer­den? John MacAr­thur ver­sucht hier in die­sem Buch auf der­ar­ti­ge Nöte ein­zu­ge­hen. Dabei rückt er nicht beson­de­re psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Metho­den in den Blick, die viel­leicht teil­wei­se bei bestimm­ten Ängs­ten hel­fen mögen, son­dern lenkt den Blick auf den leben­di­gen Gott und unse­re Ein­stel­lun­gen ihm und sei­nen Ver­hei­ßun­gen gegen­über. …wei­ter­le­sen bei www.unwisesheep.org

Licht auf dunklen Wegen

Mit zwölf Jah­ren erlebt Vio­la Vahl­berg nach stän­di­gem Streit die Schei­dung ihrer Eltern. Die Tren­nung der Fami­lie bricht der Mut­ter das Herz. Vio­la pflegt sie bis zu ihrem Tod. Nach der Beer­di­gung nimmt sie eine Anstel­lung als Haus­mäd­chen bei einer Fami­lie an, bei der sie sich vom ers­ten Tag an sehr wohl fühlt. Nach eini­ger Zeit ver­lobt sie sich mit ihrer ers­ten Lie­be Andre­as. Doch als sie ihn mit einer ande­re Frau in den Armen antrifft, will sie nur noch weg. Ihr fällt ein Zei­tungs­blatt in die Hän­de mit einer Anzei­ge aus Eng­land — ein Au-pair-Mäd­chen wird gesucht. Kur­zer­hand packt sie ihre Kof­fer und reist ab. Doch mit den Über­ra­schun­gen die sie dort antrifft hat sie nicht gerech­net. Das Hotel in dem sie arbei­ten soll, ist her­un­ter­ge­kom­men und zur Begrü­ßung trifft sie eini­ge betrun­ke­ne Män­ner an. Nur der Haus­herr ist nüch­tern und bit­tet sie ver­le­gen zu blei­ben, um bei einem Neu­start des Hotel­be­triebs zu helfen.