Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erziehung

Von Prinzessinnen, Prinzen und ihren Untertanen

Was für ein herausfordernder Titel! Ich besitze das Vorrecht, Beat Tanner persönlich zu kennen, einen Menschen, der sich vor allem durch Freundlichkeit und Mitgefühl auszeichnet. Das er aber auch klare Töne finden kann, hat er nun mit diesem handlichen Ratgeber bewiesen. Gibt es aber nicht Erziehungsratgeber, auch christliche, in Hülle und Fülle? Sind wir nicht schon müssig geworden, die nächste neue Erziehungsmethode auszuprobieren? Tanners Büchlein erweist sich vor allem deswegen als erfrischend, weil es wieder ganz zurück, an den Anfang und Ursprung der Schrift führt. Die Lösung, die das Buch für das Gesellschaftsphänomen Machtumkehr (zwischen Eltern und Kindern) anbietet, liegt in einer ausführlichen Besprechung von Eph. 6,1-4. Kreisend entwickelt der Autor einen neuen Zugang zu diesen so altbekannten aber wenig beachteten Versen. Wie oft hält man diese Stelle für veraltet, und meint im grenzenlosen Wünscheerfüllen und Verwöhnen der Kinder einen besseren (und einfacheren) Weg für die Erziehung gefunden zu haben? Ich musste mich beim Lesen so oft an die eigene Nase packen, dass sie rot wurde. Was bei den Kleinsten noch als kontrollierbar erscheint, nimmt …

Tipp: Was lernen unsere Kinder? (Axel Volk)

Axel Volk ist Lehrer an einer christlichen Bekenntnisschule und hat auf einer christlichen Familienkonferenz Vorträge gehalten. Aus diesen Vorträgen ist das Buch Was lernen unsere Kinder? entstanden. Aber wir müssen im Auge behalten, dass diese uns umgebende Kultur nicht etwas Wertneutrales ist (wo wir hineingestellt sind, ohne etwas dagegen tun zu müssen), sondern etwas Feindliches! Und das Schulsystem, in dem unsere Kinder groß werden, ist dazu da, sie für diese Kultur passend zu machen. S. 13 Unsere Schulsysteme sind Teil einer nach-christlichen Kultur, einer Kultur, die sich endgültig von ihren christlichen Wurzeln lösen möchte bzw. größtenteils gelöst hat und die geradewegs auf den moralischen Zustand von Sodom und Gomorra zusteuert, auf völlige Gottlosigket und Zügellosigkeit. S. 13 Er merkt an, dass in vielen der Landesschulgesetze gute und wohlklingende Formulierungen enthalten sind. Dem Schulgesetz von NRW gemäß sollen die Schüler in „Ehrfurcht vor Gott“ unterrichtet werden. Der Alltag an deutschen Schulen klingt weniger schön. Gewaltprobleme, Drogenprobleme, Medienkonsumprobleme, Leistungsprobleme dominieren an vielen Schulen in Deutschland.

Bibliographie zu Hanniel Strebel

Hanniel Strebel, 1975, ist verheiratet, Vater von fünf Söhnen und wohnhaft in Zürich. Betriebsökonom FH und Theologe (MTh / USA), arbeitet seit 14 Jahren in der Erwachsenenbildung. Er schloss sein Theologiestudium mit einer Arbeit über Home Education ab, die 2011 im Verlag für Kultur und Wissenschaft erschien. 2013 promovierte er an der Olivet University (PhD / USA) in Systematischer Theologie mit einer Studie über den niederländischen Denker Herman Bavinck und dessen »Theologie des Lernens«. Er bloggt täglich zu den Themen Bildung, Familie und Theologie unter www.hanniel.ch. Im Folgenden sind alle Medien aufgelistet, die Hanniel Strebel verfasst hast. Eine Theologie des Lernens, Buch, 402 S., Verlag für Kultur und Wissenschaft (VKW) Fünf Jungen und kein Chaos in Sicht, eBook, 120 S., Folgen Verlag Home Education, eBook, 216 S., VKW Ich konsumiere, also bin ich?, eBook, 89 S., Folgen Verlag In der Grünen und in der Roten Zone, eBook, 102 S., Folgen Verlag Papablog, eBook, 125 S., Folgen Verlag Väter und Söhne, eBook, 72 S., Folgen Verlag Vom Glück vier Jungen zu erziehen, eBook, 122 S., Folgen Verlag Wenn …

Besprechung: Das Herz der Väter

Mit großem Genuss habe ich die Neuerscheinung von Klaus Güntzschel gelesen und kam nicht umhin, immer wieder meinen Bleistift zu zücken, um besonders wertvolle Stellen zu markieren. Das Buch nimmt den Leser auf einen Spaziergang, auf einen Spaziergang den ein Vater vor langer Zeit mit seinem Sohn unternommen hat. Es war der König Salomo vor dreitausend Jahren. In den ersten 9 Kapiteln des Sprüche-Buchs finden wir die Worte, die dabei Salomo an seinen Sohn weitergab. Klaus Güntzschel hat einige der Verse näher angesehen und führt sie auf eine sehr lebendige Art aus. Viele Zitate, eigene Erlebnisse und aktuelle Ereignisse bereichern das Buch und machen Lust immer weiter zu lesen. Ich musste mich dabei zurückhalten um innezuhalten und über das Gelesene nachzudenken. Viele der meist kurzen Kapitel enden mit einem prägnanten Fazit. Das Buch ist gespickt mit vielen ganz konkreten Aufforderungen, wie es nicht nur beim Vaterwerden bleibt, sondern wie christliches und biblisches Vatersein tatsächlich aussehen kann. Die Mitte des Buches hat der Autor der Bibel gewidmet. Er ermutigt den Leser die Bibel lieben zu lernen. Wir werden …

Folgen Verlag: 100. eBook veröffentlicht

Der christliche eBook-Verlag Folgen Verlag hat das 100. eBook veröffentlicht. Es handelt sich um Impulse von Hanniel Strebel (hanniel.ch) für eine Erziehung, die sich am Wort Gottes und nicht am Konsumzeitalter orientiert. Das eBook ist bei ceBooks.de erhältlich. Kinder aufzuziehen ist Privileg und verantwortungsvolle Aufgabe in einem. Seit einigen Jahren bin ich geforderter Vater von mittlerweile fünf Jungen. Mit einem Seufzen gestehe ich: Die Fülle der Angebote überwältigt mich. Angefangen bei den Spielwaren, weiter gegangen zur Vielfalt an Lebensmitteln, ebenso an Freizeitprogrammen und – »last but not least« – an medialen Konserven. Bei uns zu Hause gibt es Bücher, Kinderkassetten, CD’s, Lernprogramme und Videos. Was sollen Eltern da nur sagen? Sie sind platt von der schieren Unendlichkeit der Möglichkeiten, dauernd beschäftigt mit einer sinnvollen Auswahl, ge- und oft überfordert mit der Abstimmung von hehren Werten, konkreten Erziehungszielen und einem stets gefüllten Terminkalender. Gerade weil mich das platt macht, gebe ich mich nicht mit dem Ist-Zustand zufrieden. Weder Nostalgie (»Früher war alles viel besser!«) noch Zukunftsangst (»Wie wird das alles nur noch werden?«) scheinen mir geeignete …

Gott kann alles

Gott hat unsere Ehe mit zwei Jungen (4 und 2 Jahre) beschenkt. Schon sehr früh haben beide Bücher lieben gelernt. Mittlerweile reihen sich auf ihrem Regal Bücher auf einer Länge von 1,50 m. Es vergeht kein Tag, an dem sie entweder selbst „lesen“ oder wir ihnen vorlesen. Wir sind ständig auf der Suche nach Kinderbüchern, die dem Alter unsere Kinder entsprechen. Leider können Bücher nicht mitwachsen. So muss immer Neues her. Der BOAS-Verlag hat im letzten Jahr sein erstes Kinderbuch „Gott kann alles“ herausgegeben, das in unserer Familie das Potenzial zum langfristigen Favoriten hat. Zum Glück ist dieses Buch gebunden und mit einem festen Umschlag versehen. Eine lange Lebensdauer ist garantiert. Die Autorin Katja Habicht hat in ihrem Buch acht alltägliche Geschichten zusammengestellt. Sie ist selbst Mutter von zwei fast erwachsen Kindern, arbeitet im Kindergottesdienst und Kindergarten ihrer Gemeinde mit und hat sicher einen guten Draht zu den Heranwachsenden. Das ist ein ideale Grundlage, ein erfolgreiches Buch für Kinder zu schreiben. Dass es ihr sehr gut gelungen ist, bestätigen zumindest meine Söhne.

Literatur für den Nachwuchs

Vor wenigen Wochen bin ich Vater geworden. Schon bevor es soweit war, habe ich einige Bücher zum Thema Kindererziehung gelesen. Es ist eine große Herausforderung und Lebensaufgabe, ein Kind zu erziehen. Uns als Eltern ist es deshalb wichtig, unserem Sohn Theo, Jesus lieb zu machen. Was bietet sich dabei besser an (neben einem christlichen Vorbild), als das Vorlesen von biblischen Geschichten? Der Christliche Missions-Verlag hat Ende letzten Jahres „Meine biblischen Lieblingsgeschichten“ im Großformat (18 x 24 cm) aufgelegt. Ingesamt sind es 18  verschiedene Geschichten aus der Bibel, die kindgerecht nacherzählt werden. Ich freue mich jetzt schon, wenn Theo etwas älter ist, und wir ihm die Bücher vorlesen können. Die Geschichten sind für Kinder zwischen 3 und 8 Jahren geeignet. Die ganzseitigen Illustrationen sind sehr natürlich gemalt und die Bücher insgesamt sparen mit Ausschmückung des biblischen Textes. Als „Bonus“ befinden sich bei einigen der Bücher thematisch passende, einfache Kinderlieder. Wer also ein wenig Noten lesen kann, wird hier eine gute Ergänzung zur Geschichte finden. Außerdem sind es überwiegend sehr bekannte Lieder, zum Teil von Margret Birkenfeld. …

Notlage: Eltern verlieren ihre Kinder

Viele Kinder christlicher Eltern sind offensichtlich auf dem Weg ins Verderben. Im Leben ihrer Sprösslinge gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass sie auf dem Weg in den Himmel sind. „Wie man einen Knaben gewöhnt, so lässt er nicht davon, wenn er alt wird“, heißt es in Sprüche 22,6. Demnach erziehen („gewöhnen“) wir unsere Kinder nicht so, wie wir sollten, denn andernfalls würden sie auf dem guten, angewöhnten Weg bleiben. Wir wollen uns nun einige Gründe anschauen, warum Christen ihre Kinder verlieren. 1.) Eltern versäumen es, Familienandachten zu halten In den meisten christlichen Familien gibt es überhaupt keine Andachten. Wenn das mal zur Sprache kommt und es den Eltern peinlich ist, werden eine kurze Zeit lang Andachten gehalten, damit sie sagen können, sie hätten welche. Der Vater muss dafür sorgen, dass es eine regelmäßige Zeit des Bibellesens und Betens gibt und dazu sinnvolle Fragen gestellt und Antworten gegeben werden, von denen alle profitieren. 2.) Eltern züchtigen ihre Kinder nicht „Züchtige deinen Sohn, so wird er dich erquicken und dir Freude machen“ (Spr 29,17). Ein Vater, der …

Die Pflichten der Eltern

Mich begeistern vor allem alte Bücher. Vor wenigen Wochen wurde so ein altes Buch von 1888 neu aufgelegt. Es betrifft mich zwar (noch) nicht direkt. Doch kann man sich nicht früh genug darauf vorbereiten und prägen lassen. Was kann man von einem Buch über Kindererziehung aus dem 19. Jahrhundert erwarten? Ich war gespannt, und begann ziemlich spät nachts, so kurz nach 1 Uhr, mit der Lektüre. „Grundregeln biblischer Erziehung“ als Untertitel gab mir Orientierung und ich stellte mich auf einige kurz gefasste Hauptaufgaben in der Erziehung ein. Der Autor gibt 17 Grundregeln weiter, die er zu den Wichtigsten zählt. Er leitet ein mit den Worten: „Lehne meine Ratschläge nicht ab, weil sie ungeschminkt und einfach sind. Verachte sie nicht, weil sie nichts Neues enthalten. Sei gewiss: Wenn du Kinder für den Himmel erziehen willst, solltest du diese Ratschläge nicht leichtfertig über Bord werfen.“ S. 12