Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erziehung

Erklärt mir mal, wo komm ich her?
Ein Aufklärungsbuch von Ute Buth

Die Auf­klä­rung der Kin­der war mal wei­test­ge­hend ein Mono­pol des elter­li­chen Hau­ses. Oft genug bedeu­te­te das zwar, dass man gar nicht auf­ge­klärt wur­de, doch ver­passt man heu­te die recht­zei­ti­ge Auf­klä­rung der Kin­der, sprin­gen ande­re Instan­zen schnell ein. Ob es sich nun um Sexu­al­­kun­­­de-Unter­­richt, Freun­des­kreis, Kon­fir­ma­ti­ons­un­ter­richt, und schließ­lich natür­lich die gren­zen­lo­sen Wei­ten des Inter­nets, in dem die Gren­ze zwi­schen Sexu­al­auf­klä­rung und Schmutz im bes­ten Fall als unscharf zu bezeich­nen ist.  Obwohl das ein her­aus­for­dern­des Feld ist, den­ke ich, dass es wich­tig ist hier zu inves­tie­ren, und den „alter­na­ti­ven Auf­klä­rern“ vor­an­zu­kom­men. Wer dafür ein hilf­rei­ches Buch sucht, um mit Kin­dern ab etwa 6 Jah­ren ins Gespräch zu kom­men, dürf­te in dem Buch von Fr Dr. Buth eine hilf­rei­che Unter­stüt­zung haben. In unse­rer Fami­lie kom­men die Fra­gen häu­fig im Rah­men einer Schwan­ger­schaft: „Kön­nen auch Papas Kin­der krie­gen“, „Wie kommt das Baby in den Bauch und wie­der raus“ sind eigent­lich ganz typi­sche Indi­ka­to­ren um ins Gespräch zu kom­men. Das hier vor­ge­stell­te Buch kann nun ent­we­der Hin­wei­se für in Eigen­ver­ant­wor­tung geführ­te Gesprä­che geben oder auch von den Kin­dern selbst gele­sen wer­den. Als …

Von Prinzessinnen, Prinzen und ihren Untertanen

Was für ein her­aus­for­dern­der Titel! Ich besit­ze das Vor­recht, Beat Tan­ner per­sön­lich zu ken­nen, einen Men­schen, der sich vor allem durch Freund­lich­keit und Mit­ge­fühl aus­zeich­net. Das er aber auch kla­re Töne fin­den kann, hat er nun mit die­sem hand­li­chen Rat­ge­ber bewie­sen. Gibt es aber nicht Erzie­hungs­rat­ge­ber, auch christ­li­che, in Hül­le und Fül­le? Sind wir nicht schon müs­sig gewor­den, die nächs­te neue Erzie­hungs­me­tho­de aus­zu­pro­bie­ren? Tan­ners Büch­lein erweist sich vor allem des­we­gen als erfri­schend, weil es wie­der ganz zurück, an den Anfang und Ursprung der Schrift führt. Die Lösung, die das Buch für das Gesell­schafts­phä­no­men Macht­um­kehr (zwi­schen Eltern und Kin­dern) anbie­tet, liegt in einer aus­führ­li­chen Bespre­chung von Eph. 6,1−4. Krei­send ent­wi­ckelt der Autor einen neu­en Zugang zu die­sen so alt­be­kann­ten aber wenig beach­te­ten Ver­sen. Wie oft hält man die­se Stel­le für ver­al­tet, und meint im gren­zen­lo­sen Wün­scheer­fül­len und Ver­wöh­nen der Kin­der einen bes­se­ren (und ein­fa­che­ren) Weg für die Erzie­hung gefun­den zu haben? Ich muss­te mich beim Lesen so oft an die eige­ne Nase packen, dass sie rot wur­de. Was bei den Kleins­ten noch als kon­trol­lier­bar erscheint, nimmt …

Tipp: Was lernen unsere Kinder? (Axel Volk)

Axel Volk ist Leh­rer an einer christ­li­chen Bekennt­nis­schu­le und hat auf einer christ­li­chen Fami­li­en­kon­fe­renz Vor­trä­ge gehal­ten. Aus die­sen Vor­trä­gen ist das Buch Was ler­nen unse­re Kin­der? ent­stan­den. Aber wir müs­sen im Auge behal­ten, dass die­se uns umge­ben­de Kul­tur nicht etwas Wert­neu­tra­les ist (wo wir hin­ein­ge­stellt sind, ohne etwas dage­gen tun zu müs­sen), son­dern etwas Feind­li­ches! Und das Schul­sys­tem, in dem unse­re Kin­der groß wer­den, ist dazu da, sie für die­se Kul­tur pas­send zu machen. S. 13 Unse­re Schul­sys­te­me sind Teil einer nach-chris­t­­li­chen Kul­tur, einer Kul­tur, die sich end­gül­tig von ihren christ­li­chen Wur­zeln lösen möch­te bzw. größ­ten­teils gelöst hat und die gera­de­wegs auf den mora­li­schen Zustand von Sodom und Gomor­ra zusteu­ert, auf völ­li­ge Gott­lo­sig­ket und Zügel­lo­sig­keit. S. 13 Er merkt an, dass in vie­len der Lan­des­schul­ge­set­ze gute und wohl­klin­gen­de For­mu­lie­run­gen ent­hal­ten sind. Dem Schul­ge­setz von NRW gemäß sol­len die Schü­ler in „Ehr­furcht vor Gott“ unter­rich­tet wer­den. Der All­tag an deut­schen Schu­len klingt weni­ger schön. Gewalt­pro­ble­me, Dro­gen­pro­ble­me, Medi­en­kon­sum­pro­ble­me, Leis­tungs­pro­ble­me domi­nie­ren an vie­len Schu­len in Deutschland.

Bibliographie zu Hanniel Strebel

Han­ni­el Stre­bel, 1975, ist ver­hei­ra­tet, Vater von fünf Söh­nen und wohn­haft in Zürich. Betriebs­öko­nom FH und Theo­lo­ge (MTh / USA), arbei­tet seit 14 Jah­ren in der Erwach­se­nen­bil­dung. Er schloss sein Theo­lo­gie­stu­di­um mit einer Arbeit über Home Edu­ca­ti­on ab, die 2011 im Ver­lag für Kul­tur und Wis­sen­schaft erschien. 2013 pro­mo­vier­te er an der Oli­vet Uni­ver­si­ty (PhD / USA) in Sys­te­ma­ti­scher Theo­lo­gie mit einer Stu­die über den nie­der­län­di­schen Den­ker Her­man Bavinck und des­sen »Theo­lo­gie des Ler­nens«. Er bloggt täg­lich zu den The­men Bil­dung, Fami­lie und Theo­lo­gie unter www.hanniel.ch. Im Fol­gen­den sind alle Medi­en auf­ge­lis­tet, die Han­ni­el Stre­bel ver­fasst hast. Eine Theo­lo­gie des Ler­nens, Buch, 402 S., Ver­lag für Kul­tur und Wis­sen­schaft (VKW) Fünf Jun­gen und kein Cha­os in Sicht, eBook, 120 S., Fol­gen Ver­lag Home Edu­ca­ti­on, eBook, 216 S., VKW Ich kon­su­mie­re, also bin ich?, eBook, 89 S., Fol­gen Ver­lag In der Grü­nen und in der Roten Zone, eBook, 102 S., Fol­gen Ver­lag Papa­blog, eBook, 125 S., Fol­gen Ver­lag Väter und Söh­ne, eBook, 72 S., Fol­gen Ver­lag Vom Glück vier Jun­gen zu erzie­hen, eBook, 122 S., Fol­gen Ver­lag Wenn Vater und Sohn zusam­men ler­nen, ebook, 69 S., Fol­gen Verlag

Besprechung: Das Herz der Väter

Mit gro­ßem Genuss habe ich die Neu­erschei­nung von Klaus Günt­z­schel gele­sen und kam nicht umhin, immer wie­der mei­nen Blei­stift zu zücken, um beson­ders wert­vol­le Stel­len zu mar­kie­ren. Das Buch nimmt den Leser auf einen Spa­zier­gang, auf einen Spa­zier­gang den ein Vater vor lan­ger Zeit mit sei­nem Sohn unter­nom­men hat. Es war der König Salo­mo vor drei­tau­send Jah­ren. In den ers­ten 9 Kapi­teln des Sprü­che-Buchs fin­den wir die Wor­te, die dabei Salo­mo an sei­nen Sohn wei­ter­gab. Klaus Günt­z­schel hat eini­ge der Ver­se näher ange­se­hen und führt sie auf eine sehr leben­di­ge Art aus. Vie­le Zita­te, eige­ne Erleb­nis­se und aktu­el­le Ereig­nis­se berei­chern das Buch und machen Lust immer wei­ter zu lesen. Ich muss­te mich dabei zurück­hal­ten um inne­zu­hal­ten und über das Gele­se­ne nach­zu­den­ken. Vie­le der meist kur­zen Kapi­tel enden mit einem prä­gnan­ten Fazit. Das Buch ist gespickt mit vie­len ganz kon­kre­ten Auf­for­de­run­gen, wie es nicht nur beim Vater­wer­den bleibt, son­dern wie christ­li­ches und bibli­sches Vater­sein tat­säch­lich aus­se­hen kann. Die Mit­te des Buches hat der Autor der Bibel gewid­met. Er ermu­tigt den Leser die Bibel lie­ben zu ler­nen. Wir wer­den anfan­gen, die …

Folgen Verlag: 100. eBook veröffentlicht

Der christ­li­che eBook-Ver­­lag Fol­gen Ver­lag hat das 100. eBook ver­öf­fent­licht. Es han­delt sich um Impul­se von Han­ni­el Stre­bel (hanniel.ch) für eine Erzie­hung, die sich am Wort Got­tes und nicht am Kon­sum­zeit­al­ter ori­en­tiert. Das eBook ist bei ceBooks.de erhält­lich. Kin­der auf­zu­zie­hen ist Pri­vi­leg und ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be in einem. Seit eini­gen Jah­ren bin ich gefor­der­ter Vater von mitt­ler­wei­le fünf Jun­gen. Mit einem Seuf­zen geste­he ich: Die Fül­le der Ange­bo­te über­wäl­tigt mich. Ange­fan­gen bei den Spiel­wa­ren, wei­ter gegan­gen zur Viel­falt an Lebens­mit­teln, eben­so an Frei­zeit­pro­gram­men und – »last but not least« – an media­len Kon­ser­ven. Bei uns zu Hau­se gibt es Bücher, Kin­der­kas­set­ten, CD’s, Lern­pro­gram­me und Vide­os. Was sol­len Eltern da nur sagen? Sie sind platt von der schie­ren Unend­lich­keit der Mög­lich­kei­ten, dau­ernd beschäf­tigt mit einer sinn­vol­len Aus­wahl, ge- und oft über­for­dert mit der Abstim­mung von heh­ren Wer­ten, kon­kre­ten Erzie­hungs­zie­len und einem stets gefüll­ten Ter­min­ka­len­der. Gera­de weil mich das platt macht, gebe ich mich nicht mit dem Ist-Zustand zufrie­den. Weder Nost­al­gie (»Frü­her war alles viel bes­ser!«) noch Zukunfts­angst (»Wie wird das alles nur noch wer­den?«) schei­nen mir geeignete …

Gott kann alles

Gott hat unse­re Ehe mit zwei Jun­gen (4 und 2 Jah­re) beschenkt. Schon sehr früh haben bei­de Bücher lie­ben gelernt. Mitt­ler­wei­le rei­hen sich auf ihrem Regal Bücher auf einer Län­ge von 1,50 m. Es ver­geht kein Tag, an dem sie ent­we­der selbst „lesen“ oder wir ihnen vor­le­sen. Wir sind stän­dig auf der Suche nach Kin­der­bü­chern, die dem Alter unse­re Kin­der ent­spre­chen. Lei­der kön­nen Bücher nicht mit­wach­sen. So muss immer Neu­es her. Der BOAS-Ver­­lag hat im letz­ten Jahr sein ers­tes Kin­der­buch „Gott kann alles“ her­aus­ge­ge­ben, das in unse­rer Fami­lie das Poten­zi­al zum lang­fris­ti­gen Favo­ri­ten hat. Zum Glück ist die­ses Buch gebun­den und mit einem fes­ten Umschlag ver­se­hen. Eine lan­ge Lebens­dau­er ist garan­tiert. Die Autorin Kat­ja Habicht hat in ihrem Buch acht all­täg­li­che Geschich­ten zusam­men­ge­stellt. Sie ist selbst Mut­ter von zwei fast erwach­sen Kin­dern, arbei­tet im Kin­der­got­tes­dienst und Kin­der­gar­ten ihrer Gemein­de mit und hat sicher einen guten Draht zu den Her­an­wach­sen­den. Das ist ein idea­le Grund­la­ge, ein erfolg­rei­ches Buch für Kin­der zu schrei­ben. Dass es ihr sehr gut gelun­gen ist, bestä­ti­gen zumin­dest mei­ne Söhne.

Literatur für den Nachwuchs

Vor weni­gen Wochen bin ich Vater gewor­den. Schon bevor es soweit war, habe ich eini­ge Bücher zum The­ma Kin­der­er­zie­hung gele­sen. Es ist eine gro­ße Her­aus­for­de­rung und Lebens­auf­ga­be, ein Kind zu erzie­hen. Uns als Eltern ist es des­halb wich­tig, unse­rem Sohn Theo, Jesus lieb zu machen. Was bie­tet sich dabei bes­ser an (neben einem christ­li­chen Vor­bild), als das Vor­le­sen von bibli­schen Geschich­ten? Der Christ­li­che Mis­­si­ons-Ver­­lag hat Ende letz­ten Jah­res „Mei­ne bibli­schen Lieb­lings­ge­schich­ten“ im Groß­for­mat (18 x 24 cm) auf­ge­legt. Inge­samt sind es 18  ver­schie­de­ne Geschich­ten aus der Bibel, die kind­ge­recht nach­er­zählt wer­den. Ich freue mich jetzt schon, wenn Theo etwas älter ist, und wir ihm die Bücher vor­le­sen kön­nen. Die Geschich­ten sind für Kin­der zwi­schen 3 und 8 Jah­ren geeig­net. Die ganz­sei­ti­gen Illus­tra­tio­nen sind sehr natür­lich gemalt und die Bücher ins­ge­samt spa­ren mit Aus­schmü­ckung des bibli­schen Tex­tes. Als „Bonus“ befin­den sich bei eini­gen der Bücher the­ma­tisch pas­sen­de, ein­fa­che Kin­der­lie­der. Wer also ein wenig Noten lesen kann, wird hier eine gute Ergän­zung zur Geschich­te fin­den. Außer­dem sind es über­wie­gend sehr bekann­te Lie­der, zum Teil von Mar­gret Bir­ken­feld. Die Anzahl der Seiten …

Notlage: Eltern verlieren ihre Kinder

Vie­le Kin­der christ­li­cher Eltern sind offen­sicht­lich auf dem Weg ins Ver­der­ben. Im Leben ihrer Spröss­lin­ge gibt es kei­ner­lei Anzei­chen dafür, dass sie auf dem Weg in den Him­mel sind. „Wie man einen Kna­ben gewöhnt, so lässt er nicht davon, wenn er alt wird“, heißt es in Sprü­che 22,6. Dem­nach erzie­hen („gewöh­nen“) wir unse­re Kin­der nicht so, wie wir soll­ten, denn andern­falls wür­den sie auf dem guten, ange­wöhn­ten Weg blei­ben. Wir wol­len uns nun eini­ge Grün­de anschau­en, war­um Chris­ten ihre Kin­der ver­lie­ren. 1.) Eltern ver­säu­men es, Fami­li­en­an­dach­ten zu hal­ten In den meis­ten christ­li­chen Fami­li­en gibt es über­haupt kei­ne Andach­ten. Wenn das mal zur Spra­che kommt und es den Eltern pein­lich ist, wer­den eine kur­ze Zeit lang Andach­ten gehal­ten, damit sie sagen kön­nen, sie hät­ten wel­che. Der Vater muss dafür sor­gen, dass es eine regel­mä­ßi­ge Zeit des Bibel­le­sens und Betens gibt und dazu sinn­vol­le Fra­gen gestellt und Ant­wor­ten gege­ben wer­den, von denen alle pro­fi­tie­ren. 2.) Eltern züch­ti­gen ihre Kin­der nicht „Züch­ti­ge dei­nen Sohn, so wird er dich erqui­cken und dir Freu­de machen“ (Spr 29,17). Ein Vater, der seine …

Die Pflichten der Eltern

Mich begeis­tern vor allem alte Bücher. Vor weni­gen Wochen wur­de so ein altes Buch von 1888 neu auf­ge­legt. Es betrifft mich zwar (noch) nicht direkt. Doch kann man sich nicht früh genug dar­auf vor­be­rei­ten und prä­gen las­sen. Was kann man von einem Buch über Kin­der­er­zie­hung aus dem 19. Jahr­hun­dert erwar­ten? Ich war gespannt, und begann ziem­lich spät nachts, so kurz nach 1 Uhr, mit der Lek­tü­re. „Grund­re­geln bibli­scher Erzie­hung“ als Unter­ti­tel gab mir Ori­en­tie­rung und ich stell­te mich auf eini­ge kurz gefass­te Haupt­auf­ga­ben in der Erzie­hung ein. Der Autor gibt 17 Grund­re­geln wei­ter, die er zu den Wich­tigs­ten zählt. Er lei­tet ein mit den Wor­ten: „Leh­ne mei­ne Rat­schlä­ge nicht ab, weil sie unge­schminkt und ein­fach sind. Ver­ach­te sie nicht, weil sie nichts Neu­es ent­hal­ten. Sei gewiss: Wenn du Kin­der für den Him­mel erzie­hen willst, soll­test du die­se Rat­schlä­ge nicht leicht­fer­tig über Bord wer­fen.“ S. 12