Kinderliteratur
Kommentare 2

Gott kann alles

Ein Kinderbuch von Katja Habicht

Gott kann alles

Bild­quel­le: boas-verlag.de

Gott hat unse­re Ehe mit zwei Jun­gen (4 und 2 Jah­re) beschenkt. Schon sehr früh haben bei­de Bücher lie­ben gelernt. Mitt­ler­wei­le rei­hen sich auf ihrem Regal Bücher auf einer Län­ge von 1,50 m. Es ver­geht kein Tag, an dem sie ent­we­der selbst „lesen“ oder wir ihnen vor­le­sen. Wir sind stän­dig auf der Suche nach Kin­der­bü­chern, die dem Alter unse­re Kin­der ent­spre­chen. Lei­der kön­nen Bücher nicht mit­wach­sen. So muss immer Neu­es her. Der BOAS-Ver­lag hat im letz­ten Jahr sein ers­tes Kin­der­buch „Gott kann alles“ her­aus­ge­ge­ben, das in unse­rer Fami­lie das Poten­zi­al zum lang­fris­ti­gen Favo­ri­ten hat. Zum Glück ist die­ses Buch gebun­den und mit einem fes­ten Umschlag ver­se­hen. Eine lan­ge Lebens­dau­er ist garan­tiert.

Die Auto­rin Kat­ja Habicht hat in ihrem Buch acht all­täg­li­che Geschich­ten zusam­men­ge­stellt. Sie ist selbst Mut­ter von zwei fast erwach­sen Kin­dern, arbei­tet im Kin­der­got­tes­dienst und Kin­der­gar­ten ihrer Gemein­de mit und hat sicher einen guten Draht zu den Her­an­wach­sen­den. Das ist ein idea­le Grund­la­ge, ein erfolg­rei­ches Buch für Kin­der zu schrei­ben. Dass es ihr sehr gut gelun­gen ist, bestä­ti­gen zumin­dest mei­ne Söh­ne.

Kin­der haben oft eine recht ein­fa­che aber ehr­li­che Bezie­hung zu Jesus. Und wer sei­ne Kin­der früh für die Wahr­hei­ten der Bibel und eine bibli­sche Lebens­wei­se sen­si­bi­li­siert, des­sen Kin­der wer­den in der Regel Jesus in ihren All­tag mit­neh­men und ihr Ver­hal­ten anhand der bibli­schen Leh­re selbst­kri­tisch reflek­tie­ren. Kat­ja Habicht bringt in jeder Geschich­te die­ses kind­li­che Den­ken und Nach­den­ken zum Vor­schein. Hier mei­ne Lieb­lings­sze­ne:

Sie­ges­si­cher geht der gro­ße Kevin zur Mat­te.

„Ich zei­ge euch jetzt, wie ein rich­ti­ger Hand­stand geht“, prahlt er, nimmt einen gro­ßen Anlauf, läuft auf die Mat­te zu und … „Au, aua.“

Kevin hat zu viel Schwung gehabt und ist mit dem Kopf auf die Mat­te gefal­len. Jetzt liegt er da und weint.

Jakob über­legt, ob er jetzt lachen soll. Schließ­lich hat der gro­ße Kevin ihn auch schon oft aus­ge­lacht.

„Nein“, denkt Jakob, „der Herr Jesus will nicht, dass wir ande­re aus­la­chen.“ (S. 64)

Jakob lernt in die­ser Geschich­te nicht nur, dass er ande­re nicht aus­la­chen soll. Er wird Zeu­ge davon, wie Fein­de zu Freun­den wer­den. Der Auto­rin gelingt es, all­täg­li­che Erleb­nis­se der Kin­der zu ver­ar­bei­ten, so dass die Aus­sa­gen der Bibel in ihrem All­tag nicht ste­ri­li­siert für sich ste­hen, son­dern eine Rele­vanz für die klei­nen und gro­ßen Pro­ble­me des All­tags haben. Kin­der ler­nen in die­sem Buch, dass nicht alle Wün­sche in Erfül­lung gehen, aber dass Gott trotz­dem Gebe­te erhört. Es wird auch die unan­ge­neh­me Erfah­rung the­ma­ti­siert, dass Lügen nicht ohne Fol­gen blei­ben. In der Geschich­te „Die neu­en Schu­he“ sagt der Papa zu Laris­sa: „Der Herr Jesus hat dir das auch ver­ge­ben. Trotz­dem musst du die Fol­gen dei­ner Lüge tra­gen.“ (S. 37) Ande­re The­men sind: Geduld, Gehor­sam, Mob­bing, den ande­ren von Jesus erzäh­len und dass es nicht immer wich­tig ist, Ers­ter zu sein.

Kat­ja Habicht hat ein Buch geschrie­ben, in dem die Kin­der ange­nehm und nie frech reden. In die­sem Buch fin­det man weder seich­te Schimpf­wör­ter, noch her­ab­las­sen­de Bemer­kun­gen den Eltern gegen­über. Das ist für christ­li­che Bücher nicht immer selbst­ver­ständ­lich. Es wird nicht das Bild einer hei­len Welt gemalt. Ganz im Gegen­teil. Doch wur­den die Aus­sa­gen der Kin­der so gewählt, dass sie nie zum Imi­tie­ren des Nega­ti­ven ein­la­den.

Die­ses Kin­der­buch ist für Vor- und Grund­schul­kin­der geschrie­ben. Die zahl­rei­chen Illus­tra­tio­nen las­sen sogar 2 und 4-jäh­ri­ge ger­ne den span­nen­den und lehr­rei­chen Geschich­ten zuhö­ren. Die­se Woche sah ich sogar die begeis­ter­ten Augen einer 12-jäh­ri­gen, der die­ses Buch wich­ti­ger war, als das Mit­tag­essen. Und es wäre kein gutes Kin­der­buch, wenn nicht auch Eltern etwas dar­aus ler­nen könn­ten. Ich habe icn die­sem Buch prak­ti­sche Bei­spie­le fin­den kön­nen, wie man Kin­der­her­zen lehrt. Kat­ja Habicht führt den Eltern vor Augen, wie man Kin­der mit­hil­fe der Bibel erzieht, ihnen die Bibel ver­mit­telt und sie prägt. Die Eltern in den Geschich­ten han­deln ganz nach dem Prin­zip aus 5. Mose 6,7. Vie­len Dank für die­ses Buch!

Titel: Gott kann alles
Autor/Illustrator: Kat­ja Habicht / Hei­ke Schwein­ber­ger
Sei­ten: 96
For­mat: 15 cm x 21 cm
Ein­band: Hard­co­ver
Jahr: 1. Auf­la­ge 2011
Ver­lag: BOAS-Ver­lag
ISBN: 978−3−942258−11−1
Preis: 9,95 Euro
erhält­lich bei: BOAS-Ver­lag
Lese­pro­be bei: BOAS-Ver­lag

Kategorie: Kinderliteratur

von

NIMM UND LIES - dieser Aufforderung möchte ich selbst nachkommen und andere dazu motivieren und anleiten. NIMM UND LIES zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Denn beim Lesen lässt sich vortrefflich denken (nach Leo Tolstoi). Ich lebe mit meiner Frau und unseren vier Kindern in Baden-Württemberg.

2 Kommentare

  1. Wir lesen das Buch mit unse­ren Kin­dern seit 3 Tagen. Ich kann es jedem wärms­tens emp­feh­len!

Hinterlasse einen Kommentar!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.