Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bibel

Der am häufigsten falsch zitierte Bibelvers

Neu­lich bin ich wie­der über 1 Kor 14,33 gesto­ßen: „Denn Gott ist nicht ein Gott der Unord­nung, son­dern des Frie­dens.“ Ob nun die besorg­te Mut­ter, der über­for­der­te Ord­ner oder der ermah­nen­de Pfar­rer, wie oft greift man zur ver­kürz­ten Ablei­tung die­ses Ver­ses: „Gott ist ein Gott der Ord­nung“. Selbst Goog­le höchst­per­sön­lich bestä­tigt das. Tippt man „Gott ist ein Gott…“ in das Such­fens­ter ein, ist „der Ord­nung“ das ers­te vor­ge­schla­ge­ne Such­ergeb­nis. Bewei­se? Das Ergeb­nis der Suche in unter­schied­li­chen Brow­sern fiel ein­deu­tig aus: Wich­ti­ger als das Gott ein Gott der Leben­den ist, der gro­ße Din­ge und Wun­der tut und uns sieht, ist also, dass Gott ein Gott der Ord­nung ist (ich schwei­ge dar­über, das das ande­re direk­te Zita­te wären). Eini­ge der Arti­kel, die die Suche lie­fert, habe ich übri­gens durch­ge­le­sen und zumin­dest bei eini­gen davon gilt der glei­che Ein­druck, den man auch vom man­trar­ti­gen Wie­der­ho­len der For­mel „Gott ist ein Gott der Ord­nung“ kennt. Rela­tiv kon­text­un­ge­bun­de­nes Durch­drü­cken von Regeln und Struk­tur! (Ich geste­he man­che erfah­re­ne Ver­let­zung durch die­se Ver­wen­dung ein)

Christentum und Gesellschaft

Ist die Fra­ge, ob Gott exis­tiert von Bedeu­tung? Heut­zu­ta­ge darf doch jeder nach sei­ner Façon glück­lich wer­den. Jochen Klein, Autor und Leh­rer, ist der Ansicht, „dass die Fra­ge nach Gott für einen Men­schen eine gro­ße Rol­le spielt. Des­halb legt er mit „Chris­ten­tum und Gesell­schaft“ eine knap­pe Über­blicks­dar­stel­lung vor. In den sechs Kapi­teln nimmt Klein sei­ne Leser mit auf einen Schnell­durch­lauf durch Kirchen‑, Phi­lo­so­phie und Gesell­schafts­ge­schich­te. Er möch­te auf­zei­gen, „wie und auf wel­chem Weg man Gott fin­den kann und wie Men­schen ihn im Lauf der Jahr­hun­der­te gefun­den haben“. Im ers­ten Kapi­tel stellt er die rasche Aus­brei­tung des Chris­ten­tums dar. Anschlie­ßend fokus­siert sich der Autor auf die Bedeu­tung der Bibel für das Volk. Bevor Mar­tin Luther sei­ne Bibel­über­set­zung auf den Markt brach­te, gab es bereits 18 gedruck­te deut­sche Bibeln und nach­weis­lich 60 Teil­bi­bel­ab­dru­cke. Doch dem Got­tes Wort stell­te sich das ein­zel­ne Indi­vi­du­um in den Weg… (wei­ter­le­sen auf lesendglauben.de)

Tipp: Bibel und Wissenschaft

Dr. Roger Lie­bi hat Aus­sa­gen aus der Bibel mit wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen ver­gli­chen und dabei fest­ge­stellt, dass eine bedeu­ten­de Zahl bibli­scher Aus­sa­gen erst in den letz­ten Jahr­hun­der­ten durch die Wis­sen­schaft bestä­tigt wur­den. Die Bibel ist kein wis­sen­schaft­li­ches Buch son­dern Got­tes schrift­li­che Offen­ba­rung an uns Men­schen. Daher beschreibt die Bibel natur­wis­sen­schaft­li­che Fak­ten ganz neben­bei und ohne viel Auf­he­bens. Eben dar­um, weil es Gott nicht um die Ver­mitt­lung von wis­sen­schaft­li­chen Kennt­nis­sen ging. Dr. Lie­bi nennt Bei­spie­le aus sehr unter­schied­li­chen Gebie­ten wie den Geo­wis­sen­schaf­ten, der Bio­lo­gie oder der Hygie­ne. Zum Bei­spiel, dass die jüdi­sche Beschnei­dung von Jun­gen exakt am 8. Tag erfol­gen soll­te, heu­te weiß man, war­um. Oder dass das Licht sich bewegt, eine Erkennt­nis, die erst durch Isaac New­ton nach­ge­wie­sen wur­de. Man­che der 30 aus der Bibel abge­lei­te­ten wis­sen­schaft­li­chen Aus­sa­gen wer­den Skep­ti­ker nicht über­zeu­gen. Dafür sind ande­re umso ver­blüf­fen­der. Got­tes­fer­ne Leser, die mit Offen­heit für Got­tes Offen­ba­rung an die Lek­tü­re die­ses optisch anspre­chen­den Buches her­an­ge­hen, wer­den sich kaum der Erkennt­nis ver­schlie­ßen kön­nen, dass die Bibel ein Buch über­na­tür­li­cher Quel­le sein muss. Das Buch hat 80 Sei­ten und ist bei CLV für sehr …

Wie falsche Theologie uns die Bibel stehlen kann

Mit Ent­set­zen aber gleich­zei­tig auch mit Freu­de ent­sin­ne ich mich an eine „christ­li­che“ und „bibel­treue“ Kon­fe­renz, auf der ich vor etwa zwei Jah­ren anwe­send war. Ich wer­de kei­ne Namen und Orte nen­nen, jedoch wird für den Ken­ner auch so offen­sicht­lich sein, wovon ich rede. Der Autor sprach über die Offen­ba­rung und sein Fazit war im Gro­ßen und Gan­zen, dass die Offen­ba­rung die Chris­ten nichts angeht, da der Inhalt nur die Juden betrifft, die nach der Ent­rü­ckung der Gemein­de zum Glau­ben kom­men wer­den. Es waren noch vie­le wei­te­re ver­wir­ren­de The­sen auf­ge­stellt wor­den, jedoch lag über allem der Unter­ton: Dies betrifft nur die Juden, und das betrifft nur die Juden, für die Gemein­de sind im Gro­ßen und Gan­zen nur die Pau­lus­brie­fe, und selbst hier nicht alle. Das war das Ent­set­zen! Es wur­de grö­ßer, als aus den Rei­hen der Zuhö­rer ver­ein­zelt Hal­­le­lu­­ja-Rufe erschall­ten über die­se „Fro­he Bot­schaft“. Der Red­ner hielt uns vor, dass Ver­se, wie „sei getreu bis zum Tod, so will ich dir die Kro­ne des Lebens geben“, nie­mals für Men­schen gemeint sein kön­nen, die unter der Gnade …

Die Autoren der Bibel [Infografik]

Wel­cher Autor der Bibel hat den längs­ten Text zur Bibel bei­getra­gen? Die Ant­wort ist nicht schwer. Doch was ist das längs­te Buch der Bibel? Wenn du jetzt an die Psal­men denkst, dann liegst du fast rich­tig. Immer­hin neh­men die Psal­men den drit­ten Platz ein mit 30.147 Wor­ten. Auf Platz 2 steht das Buch Gene­sis (1. Mose). Und auf dem ers­ten Platz steht ein Buch, dass fast 3000 Wor­te mehr hat als die Psal­men. Auf der fol­gen­den Info­gra­fik fin­dest du die Auf­lö­sung. Ich bin total begeis­tert von der Mög­lich­keit, die Info­gra­fi­ken von Jef­frey Kranz von overviewbible.com für NIMM UND LIES über­set­zen und ver­öf­fent­li­chen zu dür­fen. Jef­frey hat in vie­len Stun­den mit der Logos Bibel­soft­ware inter­es­san­te Daten gesam­melt, gefil­tert und gra­fisch auf­be­rei­tet. Was dabei her­aus­ge­kom­men ist, wird hier nach und nach ver­öf­fent­licht. Ich ver­fol­ge damit das Ziel, Fak­ten zur Bibel auf leicht ver­dau­li­che Wei­se zu ver­mit­teln. Die­se Gra­fi­ken laden zum Ver­wei­len, Nach­den­ken und Über­prü­fen ein. Und nicht zuletzt: Nimm und lies die Bibel! Tei­len ist erwünscht. Wer die Gra­fik in sei­nen Blog ein­bet­ten möch­te, kann den am Ende des …

Buchvorstellung: Zürcher Bibel

Neu­lich ist mir etwas Lus­ti­ges wider­fah­ren. Beim Lesen eines Buches fiel mir auf, dass die Bibel­zi­ta­te vor­wie­gend aus der Neu­en Gen­fer Über­tra­gung stamm­ten. Mir als Luther-Bibel-Leser fiel die Anders­ar­tig­keit posi­tiv auf. Nun frag­te mich mei­ne Frau, was ich mir zu Weih­nach­ten wün­sche. Ich dach­te zwar an die Gen­fer Über­tra­gung, sprach jedoch in Gedan­ken: „Wenn du mir unbe­dingt was schen­ken willst, dann bit­te die Zür­cher Bibel“. Dabei wuss­te ich zu dem Zeit­punkt gar nicht, dass es eine sol­che Über­set­zung gibt. Tat­säch­lich gibt es die­se Bibel, wie ich über­ra­schen­der­wei­se bei der Besche­rung fest­ge­stellt habe, und die­se hat sogar eine weit­rei­chen­de Geschich­te. Bereits der Refor­ma­tor Ulrich Zwing­li leg­te die Grund­la­ge für die­se, mei­nes Erach­tens gelun­ge­ne Über­set­zung. Ich habe übri­gens die „Neue Zür­cher Bibel“ bekom­men, die 2007 erschie­nen ist.

Infografik: Wie lang ist die Bibel?

Die Bibel ist der Welt­best­sel­ler schlecht­hin! Ver­mut­lich wird nie­mals ein ande­res Buch ihr die­sen Platz strei­tig machen. Sie nimmt eine ein­zig­ar­ti­ge Stel­lung unter allen Büchern ein, weil es das ein­zi­ge Buch ist, wel­ches von Gott inspi­riert ist. Trotz unter­schied­li­cher Autoren, die im einem Zeit­raum von 1500 Jah­ren schrie­ben, ver­folgt sie einen roten Faden. Wegen ihres Umfangs und Viel­falt ist es zunächst nicht leicht, den Über­blick zu behal­ten. Die fol­gen­de Info­gra­fik gibt einen etwas ande­ren Über­blick über die Bibel. Ich lie­be Sta­tis­ti­ken! Die­se zeigt: das längs­te Buch der Bibel, das kür­zes­te Buch der Bibel, wie umfang­reich die Bibel im Ver­gleich zu ande­ren Büchern ist, wel­che bibli­schen Autoren das meis­te bei­getra­gen haben und noch mehr.

Meine persönliche „Top-Ten“ Auswahl christlicher Werke

Man kennt sowas ja min­des­tens von M. Reich-Rani­­cki, der mit sei­nem „Kanon“, die lesens­wer­tes­ten Wer­ke klas­si­scher und zeit­ge­nös­si­scher Lite­ra­tur zusam­men­ge­tra­gen hat. Man ver­sucht mit einem sol­chen Kanon die größt­mög­lichs­te und bes­te Anzahl an Sti­len und Moti­ven der Lite­ra­tur abzu­de­cken. Als Laie habe ich mich in der Tat an sol­cher­lei Lis­ten ori­en­tiert, um mei­ne klas­si­sche Bil­dung abzu­de­cken. Mei­ne Idee ist es nun, eine Art „Top-Ten“-Liste von christ­li­chen Büchern zu erstel­len, die z.B. wenig Zeit haben vie­le Bücher zu lesen oder sich gene­rell kei­ne ‚Bücher­wür­mer‘ sind. Ich möch­te jedoch von vorn­her­ein zwei Bemer­kun­gen ein­fü­gen: Ich sehe mich nicht als Kri­ti­ker über geist­li­che Lite­ra­tur. Da fehlt mir ein­fach der Umfang der Bücher, die ich las. Des­wei­te­ren ist die­se Lis­te vor allem sub­jek­tiv; ich möch­te Bücher vor­stel­len, die vor allem mir hal­fen. Jeder kommt aus ganz ver­schie­de­nen Ver­hält­nis­sen und Stand­punk­ten und wür­de ganz ande­re Wer­ke wäh­len, da bin ich mir gewiss. Jedoch habe ich die­se Lis­te schon eini­gen in mei­nem Bekann­ten­kreis mit Erfolg emp­feh­len kön­nen. Lei­der ist das Lesen eini­ger Bücher schon so lan­ge her, dass ich nicht mehr …

Ich lese „nur“ die Bibel …

Fra­ge: Man hört öfter das Argu­ment: „Ich lese kei­ne Bücher oder Aus­le­gun­gen über die Bibel, ich lese lie­ber die Bibel selbst.“ Ist das eine rich­ti­ge und nach­ah­mens­wer­te Ein­stel­lung? Ant­wort: Sicher­lich nicht! Natür­lich ist das Lesen der Hei­li­gen Schrift von äußers­ter Wich­tig­keit, und es soll­te neben dem Gebet den höchs­ten Stel­len­wert in unse­rem Leben haben. Aber Gott benutzt zu unse­rem Wachs­tum in der Erkennt­nis Sei­ner Selbst nächst Sei­nem Wort eine Rei­he ande­rer Hilfs­mit­tel, die selbst­ver­ständ­lich alle auf die­ses Wort gegrün­det sind. Eines der wich­tigs­ten die­ser Hilfs­mit­tel ist die Beleh­rung durch ande­re. Gott will, dass sie geschieht, und jeder von uns braucht sie. …wei­ter­le­sen auf soundwords.de

Projekt Piscator-Bibel

Über den 3L-Ver­­lag bin ich auf eine bis dato mir völ­lig unbe­kann­te Bibel­über­set­zung auf­merk­sam gewor­den. Es han­delt sich um die Pis­­ca­­tor-Bibel, die in Deutsch­land nahe­zu unbe­kannt ist. Die domi­nie­ren­de Luther-Über­­­se­t­­zung kennt jeder. Die Pis­­ca­­tor-Bibel kaum. Über­set­zer die­ser refor­mier­ten Bibel­über­set­zung war der Gelehr­te und Theo­lo­ge Johan­nes Pis­ca­tor. 1602 erschien erst­mals die kom­men­tier­te Bibel. Ein Pro­jekt wur­de ins Leben geru­fen, die­se refor­mier­te Bibel­über­set­zung durch Fak­­si­­mi­­le-Nach­­­dru­­cke wie­der zugäng­lich zu machen. Das Neue Tes­ta­ment und auch Tei­le des Alten Teta­ments sind bereits als Nach­dru­cke beim Sepher-Ver­­lag erhält­lich. Die Bibel ist wegen ihrer sprach­li­chen Qua­li­tät und ihrer Text­ge­nau­ig­keit als ein Vor­läu­fer der Elber­fel­der wie auch ande­rer text­ge­nau­er Über­set­zun­gen unse­rer Zeit anzu­se­hen. Sie hat in Deutsch­land, in den Nie­der­lan­den, in der Schweiz und auch in den refor­mier­ten Gemein­den Nord­ame­ri­kas das kirch­li­che Leben ent­schei­dend geprägt. Quel­le: Sepher-Ver­lag Wei­te­re Infor­ma­tio­nen beim Sepher-Verlag.