Alle Artikel mit dem Schlagwort: Romane

Ich will lieber ein prächtiger Meteor sein, als ein langlebiger verschlafener Planet

„Ich will lie­ber Asche sein, als Staub! Ich will lie­ber, dass mein Lebens­fun­ke sich aus­brennt in einer hel­len Flam­me, als dass er in Fäul­nis erstickt. Ich will lie­ber ein präch­ti­ger Mete­or sein der in all sei­nen Ato­men zugleich ver­glüht, als ein lang­le­bi­ger ver­schla­fe­ner Pla­net. Der Mensch ist gemacht, damit er lebt; nicht damit er exis­tiert. Ich wer­de mei­ne Tage nicht damit ver­geu­den, dass ich sie zu ver­län­gern suche. Ich wer­de mei­ne Zeit gebrau­chen.“ In den nächs­ten Arti­keln möch­te ich ver­mehrt Klas­si­ker der Lite­ra­tur vor­stel­len und mir scheint Jack Lon­don ein guter Anfang zu sein. Ich lie­be das oben genann­te Zitat (hier ori­gi­nal). Aber ich glau­be, dass wir Lon­don unrecht tun, wenn wir in ihm einen Autor von Jugend­li­te­ra­tur sehen. Das hat meist die nega­ti­ve Fol­ge, dass man die Erzäh­lun­gen und Roma­ne Lon­dons nur in stark bear­bei­te­ten „jugend­li­chen“ Vari­an­ten kennt. Dabei ist natür­lich z.b. Alas­ka Kid ein gutes teen­ager­ge­rech­tes Ein­stiegs­werk. Bei Ruf der Wild­nis und Wolf­l­blut mag dies durch das sehr stark posi­ti­ve „para­die­si­sche“ Ende eben­falls zutref­fen. Es wird aber schon deut­lich düs­te­rer, wenn man „den See­wolf“ liest.

Leserunde: Lit! A Christian Guide To Reading Books (VIII)

Soll­te man, oder soll­te man lie­ber nicht? Tony Rein­ke sagt, man darf und man soll. Man soll als Christ Bücher aus dem Bereich der Bel­le­tris­tik lesen. „Und nicht nur christ­li­che Roma­ne sind wert­voll, son­dern auch klas­si­sche Roma­ne von Nicht­chris­ten.“ Kapi­tel 9 aus dem Buch Lit! A Chris­tian Gui­de To Rea­ding Books wird wahr­schein­lich die meis­ten Irri­ta­tio­nen, Dis­kus­sio­nen und Wider­sprü­che her­vor­ru­fen. Und wer meint, in die­sem Kapi­tel die Legi­ti­ma­ti­on für die Lek­tü­re leich­ter Roma­ne gefun­den zu haben, der hat Rein­ke sicher falsch ver­stan­den. Doch auch wenn man Rein­ke ver­sucht rich­tig zu ver­ste­hen, blei­ben immer noch Fra­gen offen. Tony Rein­ke schil­dert im 9. Kapi­tel Lite­ra­tur ist das Leben — Sich die Vor­tei­le von fik­tio­na­ler Lite­ra­tur erschlie­ßen sei­ne Bel­­le­­tris­­tik-Ent­­­de­­ckungs­­­rei­­se. Man kann ihn auf die­ser Rei­se beglei­ten, nur muss man nicht zu den glei­chen Ergeb­nis­sen wie er kom­men. Doch fan­gen wir mit einem Zitat von Leland Ryken — dem „Rei­se­füh­rer“ des Autors — an:

Neu gegründet: BOAS-Verlag

Wer meint, auf dem christ­li­chen Ver­lags­markt wür­de nicht viel gesche­hen, täuscht sich. Immer wie­der kommt es zu Fusio­nen, Insol­ven­zen und — eine erfreu­li­che Nach­richt — Neu­grün­dun­gen. Man­che Ver­la­ge wer­den neu gegrün­det und weni­ge neh­men Notiz davon. Heu­te möch­te ich auf einen Ver­lag hin­wei­sen, der bereits 2009 gegrün­det wur­de und bis jetzt einen Titel ver­öf­fent­licht hat. Es geht um den BOAS-Ver­­lag, der durch Fried­helm von der Mark gegrün­det wur­de. Der Schwer­punkt liegt in einem Bereich, der auf den ers­ten Blick schon aus­ge­füllt zu sein scheint. Im BOAS-Ver­­lag sol­len Roma­ne und Erzäh­lun­gen erschei­nen. Aber gibt es nicht schon reich­lich eher seich­te, christ­lich ange­hauch­te Geschich­ten? Anschei­nend hat der Ver­lag eine Lücke ent­deckt. Die Macher beim BOAS-Ver­­lag sehen den „Bedarf an christ­li­cher Unter­hal­tungs­li­te­ra­tur, die auch geist­li­che Bedürf­nis­se erfüllt und eine kla­re bibli­sche Bot­schaft ver­mit­telt, stei­gen.“ Der BOAS-Ver­­lag kon­zen­triert sich ent­spre­chend auf Unter­hal­tungs­lek­tü­re mit einer „kla­ren christ­li­chen und biblisch fun­dier­ten Bot­schaft“. Im Gegen­satz zu vie­len ande­ren christ­li­chen Roma­nen und Erzäh­lun­gen, sol­len BOAS-Bücher das „Buch der Bücher“ in den Mit­tel­punkt stel­len. Die christ­li­che Bot­schaft soll kei­ne Neben­rol­le ein­neh­men, son­dern wesent­li­cher Bestand­teil sein.

Was lese ich? — Was ich lese, zeigt, was ich bin

„Was lese ich?“ und „Was soll­te ich eigent­lich lesen?“ — das sind wich­ti­ge Fra­gen für jeden Gläu­bi­gen. In die­sen Fra­gen liegt mehr, als wir ger­ne zuge­ben wol­len. Wir müs­sen uns alle, ja ich muss mir selbst eine ehr­li­che Ant­wort auf die­se Fra­ge geben. Ein bekann­tes Sprich­wort sagt: Zei­ge mir dei­ne Freun­de und ich sage dir, was du bist. Wir könn­ten eben­so gut auch sagen: Zei­ge mir dein Bücher­re­gal und ich sage dir, wo du bist. Oder anders aus­ge­drückt: Zei­ge mir, wel­che Bücher, Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten du liest, und ich sage dir, wie es um dein geist­li­ches Leben bestellt ist. …wei­ter­le­sen auf soundwords.de