Alle Artikel mit dem Schlagwort: Biografie

Tipp: J. I. Packer für eine neue Generation (Christliche Denker, Band 4)

James I. Packer, gebo­ren 1926, gebür­ti­ger Bri­te und ein­ge­bür­ger­ter Kana­di­er, darf mit Recht als eine füh­ren­de Per­son des Evan­ge­li­ka­lis­mus im 20. Jahr­hun­dert bezeich­net wer­den. Er gelang­te vor allem durch sein Buch „Gott erken­nen“ (engl. „Knowing God“) zu gro­ßer Bekannt­heit. Vor kur­zem ver­ab­schie­de­te sich der 90-Jäh­­ri­­ge von der Öffent­lich­keit. Sei­ne tie­fe Freu­de an Chris­tus, sein gerad­li­ni­ger Leben­s­ma­ra­thon und sei­ne erstaun­li­che schrift­li­che Hin­ter­las­sen­schaft sind es wert näher betrach­tet zu wer­den. Packer weist einer neu­en Genera­ti­on den Weg: Die uner­müd­li­che Beto­nung der Bedeu­tung von Jesus‘ stell­ver­tre­ten­dem Süh­ne­tod, sei­ne Hoch­ach­tung vor der Auto­ri­tät der Hei­li­gen Schrift und dem Nach­druck auf einer biblisch ver­stan­de­nen Bedeu­tung der Hei­li­gung legen den Boden für eine gesun­de geist­li­che Ent­wick­lung für Ein­zel­ne, Kirch­ge­mein­den und Gemein­de­bün­de. In 10‘000 Wor­ten erhältst du in die­sem Buch eine Ein­füh­rung in die Lebens­ge­schich­te und das Werk sowie eini­ge Impul­se für das Leben im 21. Jahr­hun­dert. Fol­gen Ver­lag, als eBook 3,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Richard Friedenthal: Martin Luther — Sein Leben und seine Zeit

In mei­nem Bücher­re­gal ste­hen fünf ver­schie­de­ne Bio­gra­phien über Mar­tin Luther. Obwohl ich nicht alle voll­stän­dig gele­sen habe, gefällt mir kei­ne mehr als die von Richard Frie­den­thal. Ich glau­be, heu­te neigt man dazu, an Luther vor allem sei­ne Feh­ler zu sehen, allen vor­an sei­nem Anti­se­mi­tis­mus, der in der Tat abscheu­lich war. Oder sei­nem har­ten Ver­hal­ten gegen­über den Wider­täu­fern, die ja, so will es man­cher wis­sen, die Glau­bens­vor­fah­ren der Bap­tis­ten waren. Doch wie viel Posi­ti­ves man im Leben eines Tho­mas Münt­zers fin­den kann, will auch kei­ner auf­zäh­len. Ande­re ver­meint­lich posi­ti­ve Stim­men sehen einen Rebell, oder einen Frau­en­recht­ler, den Grün­der des Kapi­ta­lis­mus und der „schnel­len“ Presse.

Tipp: Francis Schaeffer für eine neue Generation

1960 stand sein Name auf dem Titel­blatt der füh­ren­den US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Zeit­schrift „Time“. Tau­sen­de von jun­gen Men­schen pil­ger­ten aus der gan­zen Welt in ein male­ri­sches Berg­dorf in den Schwei­zer Alpen, getrie­ben von der Fra­ge nach der Sinn­haf­tig­keit ihres Lebens. Dort dis­ku­tier­ten sie, aus­ge­hend von der moder­nen Kul­tur, bren­nen­de Fra­gen der Zeit. „L’a­b­ri“, zu Deutsch die „Zuflucht“, wur­de für manch Gestran­de­ten aus from­men und säku­la­ren Krei­sen zu einem Ort der Neu­ori­en­tie­rung. Scha­ef­fer wird nicht umsonst „Evan­ge­list der Intel­lek­tu­el­len“ genannt. Sei­ne ein­präg­sa­men Model­le und ori­gi­nel­len For­mu­lie­run­gen ent­wi­ckel­te er in unzäh­li­gen Gesprä­chen. Über­haupt besteht sei­ne wesent­li­che Hin­ter­las­sen­schaft weni­ger in sei­nen rund 20 Büchern, als viel­mehr in Begeg­nun­gen, die Men­schen lebens­lang ver­än­dert haben. Ich gehö­re selbst zu einer Genera­ti­on, die Scha­ef­fer durch die Bücher kennt. Ich mei­ne: Scha­ef­fer soll­te drin­gend der neu­en Genera­ti­on bekannt gemacht wer­den. In 10‘000 Wor­ten erhältst du in die­sem Buch eine Ein­füh­rung in die Lebens­ge­schich­te und das Werk sowie eini­ge Impul­se für das Leben im 21. Jahr­hun­dert. Fol­gen Ver­lag, als eBook 3,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Tipp: Simon und der geheimnisvolle Mönch

Das Buch Simon und der geheim­nis­vol­le Mönch ist ganz aktu­ell 2016 erschie­nen. Das Leben des Refor­ma­tors Mar­tin Luther wird in Form eines his­to­ri­schen, nicht zu umfang­rei­chen Romans Kin­dern im Alter zwi­schen 10 und 13 Jah­ren nahe gebracht. Die Geschich­te spielt sich im Deutsch­land des Jah­res 1521 ab. Die Haupt­per­son ist der 11-jäh­­ri­­ge Simon, des­sen Mut­ter an der zu der Zeit gras­sie­ren­den Pest stirbt. Der Tod sei­ner Mut­ter stürzt den Jun­gen in Ver­zweif­lung. Er macht sich rie­si­ge Sor­gen um sie. Sei­ne Gedan­ken krei­sen um die Fra­ge: Wo ist sie wohl jetzt? Im Him­mel bei Gott oder in der Höl­le? Er setzt sich zum Ziel, Geld zu ver­die­nen und für sei­ne Mut­ter einen teu­ren Ablass­brief zu kau­fen, um ihre Zeit im Fege­feu­er zu ver­kür­zen und ihr ein Leben im Him­mel zu ermög­li­chen. Die Sor­gen des Jun­gen spie­geln die dama­li­ge Leh­re der Kir­che wider. Es zeigt deut­lich auf, wie unsi­cher die Men­schen bezüg­lich der Ewig­keit waren. Da die meis­ten weder schrei­ben noch lesen konn­ten, waren sie den Leh­ren der Kir­che hilf­los ausgeliefert.

Tipp: C. S. Lewis für eine neue Generation

Ich habe mich dar­auf gefreut eine Ein­füh­rung in Leben und Werk von Cli­ve Stap­les Lewis zu lesen. Vor­her habe ich ein paar Bücher von C. S. Lewis und eini­ge Arti­kel über ihn gekannt und war gespannt, wie Han­ni­el Stre­bel ihn den Lesern vor­stel­len wird. Kurz gesagt fin­de ich die Ein­füh­rung gelun­gen! Han­ni­el Stre­bel stellt Lewis zunächst in einer kur­zen Bio­gra­phie vor, bevor er auf eine Sehn­sucht ein­geht, die sein Leben durch­zog. „Beschwer­nis­se, Son­nen­sei­ten, Irri­ta­tio­nen und Lern­fel­der“ wer­den behan­delt und vier kur­ze Aus­schnit­te aus Lewis Auf­sät­zen Leben zitiert. Dann folgt eine Ein­füh­rung in das lite­ra­ri­sche Schaf­fen von ihm, ehe der Autor am Ende noch eini­ge Lern­fel­der skiz­ziert. Mir war C. S. Lewis vor allem als Freund von J. R. R. Tol­ki­en und Autor von „Die Chro­ni­ken von Nar­nia“ bekannt. Doch Stre­bel geht kaum auf die­se bekann­ten Aspek­te ein, son­dern schafft es auf den ca. 50 Sei­ten viel Inter­es­san­tes und anre­gen­de Gedan­ken zum Leben und Dan­ken von C. S. Lewis zu Tage zu för­dern. Und dabei geht es nicht nur um die Glanz­sei­ten, son­dern auch die Schwierigkeiten …

CD: Der Meister ist da und ruft dich

Im Gegen­satz zum Refor­ma­tor Mar­tin Luther sind Ver­öf­fent­li­chun­gen zu den Ver­tre­tern der Täu­fer­be­we­gung eher spär­lich gesät. Daher bin ich dem Ver­lag Hir­ten­stim­me dank­bar, der die vor­lie­gen­de Erzäh­lung über die prä­gen­de Gestalt Men­no Simons ver­öf­fent­licht hat. Als Bap­tist und somit kon­fes­si­ons­ver­wandt mit Men­no­ni­ten, inter­es­siert mich das Leben Men­no Simons mehr als ober­fläch­lich und so bestell­te ich die CD bald nach Erschei­nen. Eine Bekann­te war die ers­te Höre­rin und ich war etwas über­rascht über ihre Reak­ti­on. Sie hört ger­ne und vie­le Hör­bü­cher, been­de­te die­ses jedoch nach weni­gen Minu­ten und gab es mir zurück. Ich konn­te ihre Reak­ti­on nach­voll­zie­hen. Der Spre­cher Ger­hard Wölk – ein geschätz­ter Gemein­de­die­ner – hat einen star­ken rus­­sisch-plat­t­­deu­t­­schen Akzent, an den man sich gewöh­nen muss. Wenn man sich die Mühe macht, den Epi­log kon­zen­triert durch­zu­hö­ren, und die an eini­gen Stel­len etwas umständ­li­chen For­mu­lie­run­gen meis­tert, eig­net sich die­ses Hör­buch sehr schön, um eini­ge Epi­so­den aus dem Leben Men­no Simons und der Geschich­te der Täu­fer­be­we­gung zu erfah­ren. Simons wird nicht als unfehl­bar dar­ge­stellt, eine Beweih­räu­che­rung liegt dem Autor des Hör­buchs merk­lich fern. Sehr wohl­tu­end ist, dass es …

Buchbesprechung: Hudson Taylor — Ein Mann, der Gott vertraute

Es sind meh­re­re Bücher ent­stan­den, die das Leben und den Dienst von Hud­son Tay­lor beschrei­ben. Das oben genann­te ist im Jahr 2006 erst­mals erschie­nen und umfasst 176 Sei­ten. Die Ver­fas­ser die­ses Buches waren Howard und Geral­di­ne Tay­lor, Sohn und Schwie­ger­toch­ter Hud­son Tay­lors. Ich wür­de das Buch als gro­be Zusam­men­fas­sung des Diens­tes von Hud­son Tay­lor beschrei­ben, das jedoch ganz deut­lich die Prio­ri­tä­ten auf­zeigt, die sein Leben bestimmt haben. Da sehen wir einen Mann, der sich jung (mit 17 Jah­ren) für Chris­tus ent­schied und sofort dem Ruf Got­tes folg­te, Men­schen­see­len zu gewin­nen. Durch eif­ri­ges Bibel­stu­di­um und erns­tes Gebet wuchs er geist­lich sehr schnell und ließ sich von Gott für einen gro­ßen und herr­li­chen Dienst unter den Chi­ne­sen zube­rei­ten, für die er eine beson­de­re Lie­be verspürte.

Besprechung: Paul Schneider — Der Prediger von Buchenwald

Wenn es um das drit­te Reich in Deutsch­land und das grau­sa­me, men­schen­feind­li­che und gott­lo­se Regime Adolf Hit­lers geht, wen­den sich vie­le jun­ge Men­schen ab mit der Begrün­dung, man habe die­ses The­ma schon aus­rei­chend in der Schu­le behan­delt und Deutsch­land hät­te schließ­lich genug den Sün­den­bock gespielt. Des­halb ist es ja so wich­tig, nicht nur die­se Sei­te der Medail­le und auch viel­leicht nicht in ers­ter Linie die Ver­fol­gung und Tötung des jüdi­schen Vol­kes, son­dern das Erle­ben und Lei­den von deut­schen Chris­ten zu betrach­ten. Es war für mich eine neue und sehr berei­chern­de Sicht­wei­se, die die­ses Buch mir eröff­net hat.

Rezension: David Livingstone – Verschollen in Afrika

Für den Som­mer­ur­laub habe ich mir die­ses Jahr vor­ge­nom­men, ein paar eBooks zu lesen. Mit dabei war auch die­ses Buch von Hel­mut Lud­wig. Abge­se­hen von sei­nem Lebens­en­de (er wur­de auf Knien in Gebets­po­si­ti­on tot auf­ge­fun­den), habe ich bis­her kaum etwas von David Living­stone gewusst und so half mir die­ses Buch, sein Leben ken­nen­zu­ler­nen. Der Autor hat dabei ein schnel­les Erzähl­tem­po und kon­zen­triert sich haupt­säch­lich auf die Erleb­nis­se des gro­ßen Afri­ka­mis­sio­nars. Es ist span­nend von sei­nen Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit den Ein­ge­bo­re­nen oder dem Kampf mit einem Löwen zu lesen. Durch die zahl­rei­chen muti­gen Ent­schei­dun­gen von Living­stone wird man selbst her­aus­ge­for­dert die eige­ne Kom­fort­zo­ne zu verlassen.

NEU: Der Bibelübersetzer Hermann Menge

Die Bio­gra­fie über Her­mann Men­ge (1841 – 1939) ist eine ein­fache Darstel­lung sei­nes Lebens, das sei­nen Ver­lauf vor allem in sei­nem Studierz­im­mer nahm. Ein Leben, das den­noch und vielle­icht ger­ade wegen sei­ner Beschei­den­heit groß und im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes gottge­seg­net genannt wer­den darf. Paul Olbricht zeich­net den Weg nach, wie aus einem welt­li­chen Sprach­wis­senschaftler ein bib­lis­cher The­ologe wird. Denn die let­zten 40 Jah­re sei­nes Lebens hat er bis zu sei­nem Tod an sei­ner Bibelüber­set­zung gear­bei­tet. “Es ist kein über­trie­be­nes Lob, wenn man der Men­­ge-Bibel das Zeug­nis der bes­ten Bibelüber­set­zung nächst der Luther­bibel aus­stellt.” E. Dicht Die Men­­ge-Bibel gilt bis heu­te als eine aus­geze­ich­nete Überset­zung. Wer nähe­re Bekan­ntschaft mit die­sem schlich­ten Gottes­mann schlie­ße möch­te, bekommt hier von sei­nem Kol­le­gen und Schwa­ger einen Ein­blick in sein Leben und sei­ne Wer­ke. Men­ge streb­te nicht nach Ruhm und Ehre. Wer ihn ken­nen­ler­nen wol­le, soll­te sich sei­ner Mei­n­ung nach lie­ber mit sei­ner Bibelüber­set­zung beschäfti­gen und sich durch die auf die­sem Wege gewon­ne­ne Ken­nt­nis zu Gott und zum Hei­land füh­ren zu las­sen — dann besit­ze man ein Wis­sen, das wirk­lichen Wert hat! Her­aus­ge­ber: Fol­gen Ver­lag, als eBook 2,90 EUR, ePub/Mobi, …