Alle Artikel in: Blognews

Nimm und lies - Blognews

Blognews 17/12/2021
Interview mit H.W. Deppe | Bibellesebund | Überrascht von Furcht

1. Inter­view mit mei­nem Arbeit­ge­ber Hans-Wer­­ner Dep­pe vom Beta­ni­en Ver­lag. „Wir müs­sen wie­der dahin kom­men, das Lesen wie­der wert­zu­schät­zen. Wenn man bedenkt, wodurch Män­ner Got­tes in ihrem Glau­ben geprägt wor­den sind, waren Bücher immer sehr hilf­reich. Das muss bei­be­hal­ten wer­den, ansons­ten wer­den wir in einem ober­fläch­li­chen und arm­se­li­gen Glau­ben lan­den und viel­leicht auch vom ech­ten Glau­ben abdriften.“

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Blognews 12/11/2021
Verteilmaterial | Verbum Medien | weekview

1. Ver­teil­ma­te­ri­al zu Weih­nach­ten. In zwei Wochen ist der ers­te Advent. Nut­zen wir die Zeit Gutes zu tun, reich zu sein an guten Wer­ken, frei­gie­big zu sein und mit­teil­sam (1Tim 6,18). Bei cbuch.de sind zahl­rei­che Ver­teil­hef­te und CDs ver­füg­bar, zum Teil auch mit Men­gen­ra­bat­ten. Es lohnt sich auch ein Blick zum Mis­si­ons­werk Heu­kel­bach. 2. Neu­er Ver­lag Ver­bum Medi­en. Evan­ge­li­ka­le und bibel­treue Ver­lags­grün­dun­gen sind in den letz­ten Jah­ren sel­ten gewor­den. Umso gespann­ter schau­en wir auf die Ver­öf­fent­li­chun­gen von Ver­bum Medi­en. Das ers­te Buch ist ein Andachts­buch für die Advents­zeit von John Piper. Das ist das letz­te Advents­buch von Piper. Alle bis­her erschie­nen Andachts­bü­cher auf Eng­lisch haben mich in den letz­ten Jah­ren beglei­tet. Des­we­gen bin ich sehr gespannt, end­lich eine deut­sche Über­set­zung in der Advents­zeit zusam­men mit mei­ner Fami­lie zu lesen. Übri­gens, das Buch ist auch bei cbuch.de erhält­lich.  3. week­­view-Pla­­ner für 2022. In der Grün­dungs­zeit der week­­view-Pla­­ner haben wir immer wie­der auf die­sen christ­li­chen Pla­ner hin­ge­wie­sen. Seit­dem ist viel gesche­hen. Der Pla­ner ist „Erwach­sen“ gewor­den und ist in ver­schie­de­nen Aus­ga­ben erhält­lich. Sogar digi­tal. Inter­es­sant scheint auch …

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Blognews 29/10/2021
Papierknappheit, Bibelausstellung, Septembertestament

1. Papier wird knapp. Roh­stoff­man­gel ist das Schlag­wort im Jahr 2021. Auch bei der Papier­pro­duk­ti­on ist das zu spü­ren. Die Ver­la­ge müs­sen mit erhöh­ten Prei­sen rech­nen und oder gar mit Ver­schie­bung der Buch­pro­duk­tio­nen. Sie­he dazu auch ein Arti­kel bei buchreport.de. 2. Bibel­aus­stel­lung von Alex­an­der Schick. Die umfang­rei­che und sehr infor­ma­ti­ve Bibel­aus­stel­lung exis­tiert seit 1993. Ich habe bereits zwei Mal die Aus­stel­lung in einer Gemein­de orga­ni­sie­ren und durch­füh­ren kön­nen. Sie bie­tet sel­te­ne Expo­na­te und eine gründ­li­che Über­sicht in die Geschich­te der Bibel. 2022 ist die 500 Jahr­fei­er der Über­set­zung des Neu­en Tes­ta­ments durch Mar­tin Luther. Die Aus­stel­lung eig­net sich gut, die­ses Jubi­lä­um und die Bibel mit der Gemein­de unter das Volk zu brin­gen. Es sind noch vie­le Ter­mi­ne frei. 3. Das Sep­tem­ber­tes­ta­ment von 1522 wur­de kürz­lich von der Deut­schen Bibel­ge­sell­schaft als hoch­wer­ti­ge Fak­­si­­mi­­le-Aus­­­ga­­be her­aus­ge­ge­ben. Die­ses ers­te gedruck­te Neue Tes­ta­ment von Mar­tin Luther lös­te vor 500 Jah­ren ein gro­ßes Inter­es­se für die Bibel aus. Für Biblio­phi­le und kir­chen­ge­schicht­lich Inter­es­sier­te ist jetzt die Gele­gen­heit, die Haus­bi­blio­thek mit die­ser Bibel aufzuwerten.

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Blognews 22/10/2021
Buchmesse, glauben | lieben | hoffen, Ulrich Eggers

Die Blo­gnews wer­den wie­der­be­lebt. In der Ver­gan­gen­heit haben wir regel­mä­ßig kur­ze Noti­zen aus der christ­li­chen Ver­lags­welt ver­öf­fent­licht. Damit wol­len wir erneut begin­nen. Wer unse­ren Blog schon län­ger kennt, wird sich hof­fent­lich dar­über freu­en. Auch wer hier neu ist, darf sich dar­über freu­en, Ein­blick in die christ­li­che Buch- und Ver­lags­welt zu erhal­ten. Wie über­all wird es Erfreu­li­ches und Scho­ckie­ren­des geben. Hof­fent­lich gelingt es uns hier­bei die Waa­ge zu hal­ten. 1. Buch­mes­se Frank­furt 2021. Nach­dem die inter­na­tio­na­le Buch­mes­se letz­tes Jahr wegen COVID-19 nur digi­tal statt­fand, wird sie die­ses Jahr wie­der in Prä­senz durch­ge­führt. Waren vor der Pan­de­mie immer über 7000 Aus­stel­ler vor Ort, so sind es die­ses Jahr nur ca. 2000 Ver­la­ge und Unter­neh­men. Auch vie­le christ­li­che Ver­la­ge sind nicht im Aus­stel­lungs­ka­ta­log zu fin­den, wie z. B. CLV, CSV, Brun­nen Ver­lag, Licht­zei­chen u. a. Das größ­te christ­li­che Ver­lags­haus SCM wird aber ver­tre­ten sein. 2. glau­ben | lie­ben | hof­fen. Die­ses Buch sorgt für Furo­re und spal­tet die Evan­ge­li­ka­len. Die Pas­to­ren der FEG Mün­chen Mit­te haben zwei Pod­casts (1) und (2) zum Buch auf­ge­nom­men und äußern dar­in ihre Bedenken …

“Gemeinde wiederentdecken” von Collin Hansen und Jonathan Leeman
Warum die Ortsgemeinde so wichtig ist

Ich bin auf die­sen Buch­hin­weis von Dani­el auf philemonblog.de gesto­ßen, den ich euch nicht vor­ent­hal­ten woll­te (Ich emp­feh­le auch die­sen Arti­kel von Dani­el): „Eines der Din­ge, die ich in der Zeit der Pan­de­mie ganz neu gelernt habe, ist mit Sicher­heit die Bedeu­tung von Gemein­de und Got­tes­diens­ten vor Ort. Es stimmt, auch unse­re Gemein­de ist zunächst not­ge­drun­gen auf den Live­stream-Zug auf­ge­sprun­gen und nun genie­ßen wir und Gemein­de­mit­glie­der, die auf­grund von Krank­heit oder Rei­sen nicht per­sön­lich teil­neh­men kön­nen, die Vor­zü­ge der Tech­no­lo­gie. Aber Gemein­de, die die Schön­heit ihres Designs und die Wich­tig­keit ihres Wesens, das die Bibel zeich­net und beschreibt, ver­gisst und zu einem blo­ßen You­Tu­be-Kanal ver­kommt, kann und wird kei­ne Frucht brin­gen. Häu­fig kom­men Men­schen “wegen der Viren” oder “wegen der Mas­­ken- und Anmel­dungs­pflicht” nicht, jedoch wird schnell klar, dass ande­re Grün­de vor­lie­gen, nicht mehr früh­mor­gens zum Got­tes­dienst zu fah­ren, und die Pan­de­mie nur eine wun­der­ba­re Mög­lich­keit der Aus­re­de dar­stellt, die zudem nicht groß­ar­tig erklärt wer­den muss. Col­lin Han­sen und Jona­than Lee­man ver­su­chen daher in ihrem neu­en Buch, kurz und prä­gnant dar­zu­stel­len, was Gemein­de über­haupt ist, wer …

Schriftstücke gesucht!

Hel­mut Hen­schel hat das Anlie­gen, die Geschich­te der russ­land­deut­schen Gemein­den, Ver­bün­de und Bru­der­schaf­ten zu sichern. Wer kann dabei hel­fen? Seit dem Zwei­ten Welt­krieg und zuneh­mend nach dem Zer­fall der Sowjet­uni­on sind Russ­land­deut­sche in die Bun­des­re­pu­blik über­ge­sie­delt. Die Erfor­schung ihrer Geschich­te wird seit­dem von ver­schie­dens­ten Initia­ti­ven und Ein­zel­per­so­nen vor­an­ge­trie­ben; stell­ver­tre­tend sei­en das Muse­um für Russ­land­deut­sche Kul­tur­ge­schich­te in Det­mold und der kürz­lich ver­stor­be­ne John N. Klas­sen genannt. Aber auch auf expli­zit aka­de­mi­scher Ebe­ne fin­det durch die Juni­or­pro­fes­sur „Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on der Russ­land­deut­schen“ an der Uni­ver­si­tät Osna­brück eine Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschich­te der Russ­land­deut­schen statt. Um klas­si­sche Geschichts­schrei­bung zu betrei­ben ist es zwin­gend not­wen­dig, die dafür erfor­der­li­chen Quel­len zu sichern und letzt­end­lich auch nutz­bar zu machen… (Wei­ter­le­sen auf Christusallein.com)

Literaturhinweise auf Lesendglauben

Hen­rik Mohn von lesendglauben.de hat eine Men­ge lesens­wer­ter neu auf­ge­leg­ter Bücher bespro­chen. Eine Aus­wahl: Geis­ler, Zukeran: Wie kann ich mei­nen Glau­ben ver­tei­di­gen? Das Autoren­duo legt eine Arbeit vor, die sich mit dem apo­lo­ge­ti­schen Metho­den Jesu Chris­ti beschäf­tigt und stellt damit den Ver­such dar, eine Lücke im Bereich der Apo­lo­ge­tik zu schlie­ßen. „Über­all demons­triert Jesus, dass er bereit ist, jedem auf­rich­tig Suchen­den Bewei­se zu lie­fern für das, was er lehr­te“. Die ins­ge­samt zwölf Kapi­tel rich­ten ihren Blick auf das Han­deln Jesus und set­zen dabei die Bril­le eines Apo­lo­ge­ten auf. Bei all den Grün­den und Aus­füh­run­gen ist sich das Autoren­duo aber fol­gen­der Tat­sa­che bewusst: „Apo­lo­ge­ti­sche Bewei­se sind ent­schei­dend für den Glau­ben, dass Chris­tus der Sohn Got­tes ist. Aber der Hei­li­ge Geist ist unver­zicht­bar für einen Glau­ben an Chris­tus als den Sohn Got­tes. Apo­lo­ge­tik kann intel­lek­tu­el­le Zustim­mung her­bei­füh­ren, aber nur der Hei­li­ge Geist kann das Herz ver­än­dern“. Mehr… Coyle: Sie ist in Por­no­gra­phie ver­strickt Bil­der mit sexu­el­lem Inhalt haben Hoch­kon­junk­tur. Bil­dungs­plä­ne möch­ten mög­lichst früh Kin­der­her­zen mit Sexua­li­tät kon­fron­tie­ren. Por­no­gra­fie ist der bei­spiel­lo­se Aus­druck unse­rer deka­den­ten Epo­che. Doch längst …

4 Blogs über den Tellerrand

Es ist mir ja fast pein­lich, aber ich habe erst vor kur­zem ange­fan­gen Blog-Arti­­kel zu lesen. Sie erset­zen zuneh­mend mei­ne Frus­tra­ti­on der täg­li­chen Nach­rich­ten­schau. Ent­spre­chend möch­te ich 4 mei­ner Neu-Ent­­­de­­ckun­­­gen vor­stel­len, die alle­samt über mei­nen Tel­ler als Evan­­ge­­li­ums-Christ hin­aus­ge­hen: 1. Luthe­ri­sches Lär­men Es gibt vie­le Grün­de, war­um man die­sen sehr unge­wöhn­li­chen Blog lesen soll­te: Zunächst wird der Frei­kirch­li­che Leser damit kon­fron­tiert, dass Luther in eini­gen Punk­ten nicht so „evan­ge­li­kal“ war, wie wir es hof­fen wür­den (z.B. die­ser Arti­kel über das Über­ga­be­ge­bet) und ich habe eine gewis­se Freu­de am Zer­le­gen von Wort­haus, (z.b. hier). Über­haupt ist es der Blog zu dem ich grei­fe, wenn ich wis­sen möch­te, wie eigent­lich Luthe­ra­ner das erklä­ren wür­den. Trotz der gene­rel­len Lese­emp­feh­lung bleibt zumin­dest für mich immer eine gewis­se Irri­ta­ti­on dar­über, dass es ja eigent­lich über­haupt kei­ne Bedeu­tung hät­te, den Autoren völ­lig recht zu geben. Fast bei jedem Arti­kel fra­ge ich mich: Ok, und jetzt? Ich wüss­te nicht wie es mög­lich sein soll­te, in Deutsch­land auf die­se Wei­se luthe­risch ortho­dox zu wer­den, wie die Autoren es schil­dern. Wenn es sowohl die EKD, die …

Not a Fan!

Ich habe mir schon län­ger über­legt über die­ses The­ma einen Arti­kel zu schrei­ben. Der Skan­dal um Ravi Zacha­ri­as macht mir deut­lich, dass ich eher unnö­tig lang gezö­gert habe: Und sollt nie­mand Vater hei­ßen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Him­mel ist. (Mt. 23,9) Was kann aus Naza­reth schon Gutes kom­men? (Joh. 1,46) Manch­mal fra­ge ich mich, ob gera­de die Abwe­sen­heit eines for­mel­len Papst­tums uns Evan­ge­li­ka­le der­art anfäl­lig für den Per­so­nen­kult macht? Bevor ich hier über­haupt wage, auf jemand ande­ren mit dem Fin­ger zu zei­gen, wird mir mein göt­zen­die­ne­ri­sches Herz auf beschä­men­de Wei­se bewusst. Mir ist es neu­lich beim Lesen von„Schmeckt und Seht“ auf­ge­fal­len, dass John Piper völ­lig über­flüs­si­ge und unnö­ti­ge Hin­wei­se auf C.S. Lewis gibt. Auf S. 76 und 78 z.B. fin­det sich zuerst ein Ver­weis dar­über, wie wich­tig es ist über die „gewöhn­li­che all­täg­li­che Schöp­fung“, wie Bäu­me zu stau­nen, und im zwei­ten Fall, wie wich­tig es ist, gute Bücher zu lesen. In bei­den Fäl­len hielt Piper einen Ver­weis auf Lewis für not­wen­dig, obwohl der Arti­kel expli­zit über das Leben eines völ­lig anderen …

Wie können wir denn lesen?

Wenn ich von der Ethik des Lesens spre­chen soll, kann ich das nur als Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Wort Got­tes ver­ste­hen. Das bedeu­tet nicht, dass man nicht auch einen Roman oder ein Sach­buch lesen kann. Es bedeu­tet viel mehr, dass die Offen­ba­rung Got­tes in der Bibel die Grund­la­ge für das Ver­ständ­nis eines Sach­bu­ches oder eben eines Romans ist. Wenn ich mit den zahl­rei­chen aus­ge­feil­ten Per­so­nen­stu­di­en Dos­to­jew­skis in sei­nen Wer­ken kon­fron­tiert wer­de, dann ist die Bibel Grund­la­ge dafür, um die ein­zel­nen Cha­rak­te­re zu qua­li­fi­zie­ren, sie als gut und böse zu ver­ste­hen oder eben wie die Wahr­heit so oft ist: Als ein Gemisch von Gut und Böse. Ohne den abso­lu­ten Maß­stab des Wor­tes Got­tes besä­ße ich kei­ne ande­re Grund­la­ge für eine Qua­li­fi­zie­rung. Im  Fol­gen­den möch­te ich aus­ge­hend von Eph. 5,16 eini­ge Über­le­gun­gen über eine christ­li­che Kul­tur des Lesens ent­wi­ckeln: Fang jetzt an! Ich bin kein Idea­list. Ich weiß, dass vie­le Men­schen über­haupt nichts ande­res lesen, als Face­­book-Kom­­men­­ta­­re und ihre Whats­App-Nach­­­rich­­ten. Und das Jahr­ein, jahr­aus. Eine Buch­emp­feh­lung bekommt dabei stets das glei­che Urteil: „Gera­de habe ich kei­ne Zeit! Viel­leicht später …