Alle Artikel mit dem Schlagwort: christliche Verlage

Warum manche christlichen Hörspiele sehr günstig sind

Man­che Kun­den bekla­gen sich über Hör­­spiel-Prei­­se im zwei­stel­li­gen Berei­che (zir­ka 10 EUR) und ver­wei­sen auf die güns­ti­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen (zir­ka 6 EUR) ande­rer christ­li­cher Hör­­spiel- und Hör­­buch-Ver­­la­­ge. Dabei wird ein ent­schei­den­der Unter­schied über­se­hen. Vie­le, oft klei­ne­re kon­­ser­­va­­tiv-evan­­ge­­li­­ka­­le Ver­la­ge, kön­nen nur des­halb ver­gleichs­wei­se güns­ti­ge Prei­se anbie­ten, weil die Arbeit teil­wei­se von ehren­amt­li­chen (Laien-)Mitarbeitern erbracht wird. Das heißt, nicht alle ange­fal­le­nen Kos­ten wer­den durch den Ver­kaufs­preis wie­der ein­ge­nom­men. Die ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter (vor allem Spre­cher, aber auch Lek­to­ren und Desi­gner) schen­ken den Kun­den letzt­end­lich Ihre Zeit und Arbeits­kraft. Dazu gehö­ren auch die Ver­la­ge CMV und CLV. Der Ver­lag CMV zum Bei­spiel ver­öf­fent­licht die meis­ten Hör­spie­le zum Preis von 6 EUR. Bei fast allen Spre­chern han­delt es sich um ehren­amt­li­che Lai­en-Dar­­stel­­ler. Zusätz­lich wird eine für christ­li­che Hör­spie­le ver­hält­nis­mä­ßig hohe Auf­la­ge in Auf­trag gege­ben, um die Kos­ten auf mög­lichst vie­le Exem­pla­re zu ver­tei­len und den Preis gering hal­ten zu kön­nen. Zum Ver­gleich: Ein­zel­fol­gen der säku­la­ren (nicht-chris­t­­li­chen) 5 Freun­de sind mit je 6,99 EUR sogar teu­rer als die CMV-Hör­­spie­­le, obwohl die 5 Freun­de zu den erfolg­reichs­ten Hör­spiel­se­ri­en über­haupt gehö­ren und die Auf­la­ge X‑Mal höher ist. Die meisten …

Wie viel verdient ein (christlicher) Verlag an Musik-CDs?

Beim letz­ten Bücher­ba­sar in der Weih­nachts­zeit erhielt ich als Orga­ni­sa­tor die Rück­mel­dung, dass die ange­bo­te­nen Musik-CDs für 12,90 EUR zu teu­er wären. Ich war offen gesagt „etwas über­rascht“. Nach mei­ner bis­he­ri­gen Kennt­nis des christ­li­chen Ver­lags­mark­tes war die­ser Preis mehr als fair. Dazu muss bemerkt wer­den, dass die­ser Preis deut­lich unter­halb der übli­chen CD-Prei­­se modern-evan­­ge­­li­­ka­­ler Ver­la­ge wie SCM oder Gerth Medi­en (gehört seit 2017 eben­falls zu SCM) liegt. Hier sind Prei­se zwi­schen 15 EUR und 20 EUR üblich. Ich recher­chier­te, wie sich ein Preis zusam­men­setzt und wie viel ein Ver­lag letzt­end­lich tat­säch­lich an einer CD ver­dient. Die Infor­ma­tio­nen erhielt ich aus einem Blog (Buch­kal­ku­la­ti­on – Was ver­die­nen Autor und Ver­lag an Büchern?) und dem E‑Mail-Ver­­­kehr mit einem christ­li­chen Ver­lag. Eine Kal­ku­la­ti­on sieht dem­nach in etwa wie folgt aus: Musik-CD Auf­la­ge 2500 End­ver­kaufs­preis           12,90 € 19% Steu­er —          2,06 € Auf­nah­me­kos­ten (Stu­dio, Bear­bei­tung) —          2,24 € Buch­han­dels­ra­batt und Ver­triebs­kos­ten ca. 50 % —          5,42 € Hono­ra­re, Spe­sen —          0,40 € CD-Pro­­­du­k­­ti­on —          0,60 € Boo­k­­let-Gestal­­tung, Lek­to­rat, Kor­rek­tur —          0,16 € Wer­bung, Mar­ke­ting —          0,14 € Lager­kos­ten —          0,12 € Saldo/Erlös je Stück             1,76 € Roher­lös, Auf­la­ge 2500     4.400,42 € Bei einer …

Wie viel verdient ein (christlicher) Verlag an Büchern?

Man­che Kun­den neh­men an, dass Ver­le­ger auf­grund der ver­meint­lich hohen Prei­se reich sein müss­ten. Die­se Annah­me rührt sicher aus der Unkennt­nis, wie sich ein Buch­preis zusam­men­setzt. Wie sich ein Preis zusam­men­setzt, wird aus der Buch­preis­kal­ku­la­ti­on deut­lich. Der Beta­ni­en Ver­lag hat in sei­nem Blog ein Kal­ku­la­ti­ons­bei­spiel für eine Buch­pro­duk­ti­on ver­öf­fent­licht. Hier erhält der Ver­brau­cher einen infor­ma­ti­ven Ein­blick, wie sich der Preis für ein Buch zusam­men­set­zen kann, wel­ches aus dem Eng­li­schen über­setzt wird. Buch aus dem Eng­li­schen über­setzt, 300 Sei­ten Auf­la­ge Anspruchs­vol­ler geist­li­cher Inhalt 2000 End­ver­kaufs­preis           15,90 € 7% Steu­er —          1,04 € Buch­han­dels­ra­batt und Ver­triebs­kos­ten ca. 45 % —          6,69 € Auto­ren­ho­no­rar 5 % —          0,74 € Über­set­zung —          2,50 € Druck —          2,25 € Lek­to­rat, Kor­rek­tur —          0,75 € Satz —          0,50 € Cover­ge­stal­tung —          0,25 € Saldo/Erlös je Stück             1,18 € Roher­lös, Auf­la­ge 2000     2.359,81 € Bei die­ser Kal­ku­la­ti­on blei­ben je Buch 1,18 EUR als Erlös. Wobei auch hier ein­schrän­kend gesagt wer­den muss, dass Kos­ten wie Vor­pla­nung, Koor­di­na­ti­on, Ver­wal­tung, Lage­rung, Wer­bung, Logis­tik, Frei­ex­em­pla­re, Beschä­di­gun­gen, Zin­sen, Vor­ab­ho­no­ra­re etc. dar­in nicht ent­hal­ten sind. Wenn die­se Kos­ten abge­zo­gen sind, bleibt ein küm­mer­li­cher Gewinn übrig. Erst ab einer 2. oder 3. Auf­la­ge kann …

Sind Grußkarten christlicher Verlage zu teuer?

Bei mei­nem Enga­ge­ment in einer klei­nen christ­li­chen Buch­hand­lung stel­le ich immer wie­der fest, dass man­che Kun­den Medi­en und Geschenk­ar­ti­kel aus christ­li­chen Ver­la­gen als zu teu­er ein­schät­zen. Eine Falt­kar­te mit Umschlag, Ein­le­ge­blatt und Foli­en­ver­pa­ckung für 2 EUR – für eini­ge Kun­den ist so ein Preis nicht nach­voll­zieh­bar. Als Ver­gleich wer­den hier die all­jähr­li­chen Weih­nachts­kar­ten­an­ge­bo­te des Dis­coun­ters Aldi Süd her­an­ge­zo­gen, bei dem 6 Falt­kar­ten im Paket für gera­de ein­mal 99 Cent ange­bo­ten wer­den. Tat­säch­lich ist der Preis­un­ter­schied hier enorm und die Fra­ge daher berech­tigt, war­um christ­li­che Ver­la­ge nicht zu ähn­li­chen Prei­sen anbie­ten. Was sind nun die Unter­schie­de bei den bei­den Pro­duk­ten und was recht­fer­tigt den gro­ßen Preis­un­ter­schied? Die Falt­kar­ten des Dis­coun­ters wir­ken im Ver­gleich bil­lig und sind im Design sehr ein­fach und ohne Anspruch gestal­tet. Das güns­ti­ge Ange­bot beinhal­tet kein Ein­le­ge­blatt und kei­ne sepa­ra­te Foli­en­ver­pa­ckung. Der Unter­schied in Umfang und Qua­li­tät der Pro­duk­te dürf­te daher einen Teil der Preis­dif­fe­renz begrün­den. Der ande­re wesent­li­che Grund ist der Unter­schied in der Auf­la­ge. Ein Händ­ler wie Aldi Süd ist auf­grund sei­ner Grö­ße und Markt­macht mit meh­re­ren Tau­send Filia­len in der Lage, eine …

Die nächste große Übernahme in der evangelikalen Verlagsszene

Gera­de erst ein Jahr ist es her, als die größ­te evan­ge­li­ka­le Ver­lags­grup­pe Stif­tung Christ­li­che Medi­en (SCM) die Ver­la­ge Gerth Medi­en und Adeo von Ran­dom House über­nahm. Im sel­ben Jahr fusio­nier­ten der Brun­nen Ver­lag Basel und der cha­ris­ma­ti­sche Asaph-Ver­­lag aus der Schweiz und tre­ten seit­dem gemein­sam unter dem Namen Fon­­tis-Media auf. Am 2. Juni hat der Francke-Ver­­lag gemein­sam mit der Kawohl-Ver­­lags­­­grup­­pe den Brun­nen Ver­lag in Gie­ßen, die größ­te christ­li­che Buch­han­dels­ket­te ALPHA mit 33 Filia­len und Fran­chise-Par­t­­ner sowie das Logis­tik­un­ter­neh­men Chris­Me­dia über­nom­men. Die Unter­neh­men sind zu je 50 % betei­ligt. Das tra­di­tio­nel­le evan­ge­li­ka­le Ver­lags­we­sen hat mit der Über­nah­me die nächs­te Stu­fe einer kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­schmel­zung erreicht. Von den gro­ßen Ver­la­gen übrig geblie­ben sind nur noch Francke, Fon­­tis-Ver­­lag und die bei­den Ver­lags­grup­pen um SCM und Kawohl. Erfreu­lich im Gegen­satz dazu ist, dass es eine wach­sen­de Anzahl christ­li­cher Nischen­ver­la­ge mit einem aus­ge­zeich­ne­ten Ange­bot gibt.

Evangelikale Verlage stemmen sich gegen säkulare Dominanz

Ich bezweif­le, dass es eine Zeit gab, in der es dem christ­li­chen Ver­lags­we­sen und Buch­han­del wirt­schaft­lich beson­ders gut ging. Christ­li­che Lite­ra­tur ist eine Nische. Und die Ten­denz scheint seit Jahr­zehn­ten zu sein: Eine wach­sen­de Zahl Ver­la­ge steht einer sin­ken­den Zahl evan­ge­li­ka­ler Chris­ten gegen­über. Ähn­lich schlecht, wie es vor allem dem säku­la­ren Buch­han­del geht, geht es seit eini­gen  Jah­ren auch den christ­li­chen Buch­hand­lun­gen. Zwei Buch­han­­dels-Grup­­pen domi­nie­ren der­zeit den christ­li­chen Buch­han­del: Die ALPHA-Buch­han­d­­lun­­­gen mit zwölf Filia­len und 19 Fran­chise-Par­t­­nern und die Christ­li­chen Bücher­stu­ben mit 31 Läden. Die ALPHA-Buch­han­d­­lung GmbH hat sich zum Ende 2014 restruk­tu­riert und dabei fünf Filia­len geschlos­sen. Bis­her war die Chrischo­­na-Betei­­li­­gungs­­­ge­­sel­l­­schaft Gie­ßen allei­ni­ger Eigen­tü­mer der Buch­hand­lun­gen. In schwie­ri­gen Zei­ten hat sich die ALPHA-Buch­han­d­­lung neu auf­ge­stellt und zum 1. Janu­ar drei neue Eigen­tü­mer dazu gewon­nen. Die vier Eigen­tü­mer Brun­nen Ver­lag (Gie­ßen), der Ver­lag der Francke-Buch­han­d­­lung (Mar­burg), Kawohl-Ver­­lag (Wesel) und die Chrischo­­na-Betei­­li­­gungs­­­ge­­sel­l­­schaft Gie­ßen betei­li­gen sich zu je 25 % (Quel­le: Buchmarkt).

3L Verlag mit neuem Online-Shop

Der 3L Ver­lag ver­öf­fent­licht Bücher „aner­kann­ter und nam­haf­ter Autoren aus den letz­ten 400 Jah­ren“. Zum neu­en Jahr hat der Ver­lag sei­nen Online-Shop über­ar­bei­tet und bie­tet wert­vol­le Inhal­te in gutem Design an. Ein Aus­zug aus der Ziel­set­zung von 3L: Als christ­li­cher Buch­ver­lag ver­ste­hen wir uns als Die­ner der Gemein­de Jesu. Es ist unser Bestre­ben, bibli­sche Leh­re auf ver­ständ­li­che Wei­se zu ver­mit­teln und dabei Hil­fe­stel­lung zu geben, die­se ganz prak­tisch im All­tag umzu­set­zen. WAS ZEICHNET EIN  3L-BUCH AUS? Es muss sich um ein Buch han­deln, dass es wert ist publi­ziert zu wer­den – unab­hän­gig davon ob es aus kom­mer­zi­el­ler Sicht erfolg­reich sein wird. Es muss einer genau­en theo­lo­gi­schen und lehr­mä­ßi­gen Über­prü­fung stand­hal­ten. Es muss ein prak­ti­sches christ­li­ches Leben för­dern. Es soll­te in sei­ner Anwen­dung  auch noch in spä­te­ren Jah­ren genau­so rele­vant sein wie heu­te. Es soll­te in sei­ner Aus­füh­rung inhalt­lich und äußer­lich von guter Qua­li­tät sein.  Zur Inter­­net-Sei­­te des Ver­lags: 3L Verlag.

SCM Bundes-Verlag auf Platz 2 — LUQS Verlag nicht mehr dabei

Zur Zeit ist es hier im Blog etwas ruhi­ger. Das hat ver­schie­de­ne Grün­de. Der wesent­li­che Grund ist, dass in unse­rem Par­t­­ner-Shop ceBooks.de grö­ße­re Neue­run­gen kurz bevor­ste­hen, die unse­re Zeit in Anspruch neh­men. Sicher ist, dass es hier bei NIMM UND LIES  in jedem Fall wei­ter­geht und wei­ter­ge­hen wird. Nicht sicher ist, dass es mit den Face­­book-Ran­­kings so wei­ter­ge­hen wird wie bis­her. Viel­leicht stel­le ich das Ran­king voll­stän­dig ein, mög­lich wäre aber auch ein Ran­king dass nur noch ein­mal im Quar­tal hier prä­sen­tiert wird. Über eine Rück­mel­dung Eurer­seits über Sinn und Unsinn des Ran­kings und Vor­schlä­ge wäre ich erfreut. 

BORN-Verlag auf Platz 1

Im letz­ten Monat ist das Face­­book-Ran­­king wegen tech­ni­scher Pro­ble­me bei Wor­d­Press aus­ge­fal­len. Heu­te gibt es also den Ver­gleich der Mona­te Dezem­ber 2012 und Febru­ar 2013. Seit Weih­nach­ten hat der BORN-Ver­­lag die meis­ten Face­­book-Fans. Aktu­ell mit einem Vor­sprung von einem Fan auf Gerth Medi­en Buch. Der Ver­lag konn­te allein im Dezem­ber 333 neue Fans dazu­ge­win­nen. Auf Nach­fra­ge gab der Ver­lag an, dass der Zuwachs durch eine Ver­­­los-Akti­on ent­stan­den ist. Neu im Ran­king ist die Ver­lags­sei­te von puls­me­di­en. Puls medi­en & events ist nun nicht mehr im Ran­king vertreten.