Jahr: 2007

Der Heilige Geist — Zwei Bücher

Der Hei­li­ge Geist — Gaben, Werk, Wir­kun­gen Autor: Bene­dikt Peters Ver­lag: Beta­ni­en Ver­lag Sei­ten: 157 Preis: 7,90 Euro Down­load: http://www.betanien.de/Material/DerHeiligeGeist.pdf Schwer­punkt die­ses Buches sind die Gaben des Hei­li­gen Geis­tes. Der Autor geht auf vie­le Bibel­stel­len ein, zeigt Zusam­men­hän­ge auf und bie­tet ein Kom­pen­di­um zu die­sem umfang­rei­chen, kon­tro­ver­sen und oft ver­nach­läs­sig­tem The­ma. Beson­ders wert­voll fin­de ich den Anhang 1 über das Wesen und Wir­ken des Hei­li­gen Geis­tes im Johan­nes­evan­ge­li­um. Der hei­li­ge Geist Autor: Arthur W. Pink Ver­lag: RVB Sei­ten: 286 Preis: 12,10 Euro Der Autor A.W. Pink (1886−1952 Eng­land), der die Geburt der Pfingst­be­we­gung haut­nah mit­er­lebt hat, schreibt sein Buch meist ohne auf die Fehl­ent­wick­lun­gen sei­ner Zeit ein­zu­ge­hen. Sein Mot­to: Eine Irr­leh­re wird am effek­tivs­ten durch inten­si­ves Stu­di­um der Bibel bekämpft. Die ers­ten neu­en Kapi­tel legen die Grund­la­gen um das Wir­ken des Geis­tes recht zu ver­ste­hen. Sehr bei­ein­druck hat mich­wie Pink die Kon­ti­nui­tät zwi­schen dem Alten und Neu­en Tes­ta­ment her­aus­ge­ar­bei­tet hat. Die Kapi­tel 9 – 32 behan­deln das Werk des Hei­li­gen Geis­tes. Aus­führ­lich wird ins­be­son­de­re das Werk des Hei­li­gen Geis­tes bei der Wie­der­ge­burt beschrie­ben. Sel­ten habe ich eine so kla­re Dar­stel­lung der Erret­tung der Erwähl­ten gele­sen. Was Benedikt …

Tim Kelly: Auserwählt und eins gemacht

Die Leh­ren der Gna­de als Heil­mit­tel gegen Spal­tung Tim Kel­ly, Vater von vier Kin­dern, ist Gemein­de­grün­der und Pas­tor der „Frei­en Evan­ge­li­schen Bibel­ge­mein­de Mei­ne“ bei Braun­schweig. Sei­ne theo­lo­gi­sche und aka­de­mi­sche Aus­bil­dung hat er am Moo­dy Bible Insti­tu­te in Chi­ca­go und am Wheaton Col­le­ge in Illio­nis jeweils mit einem B.A. absol­viert. Das ist wohl das außer­ge­wöhn­lichs­te Buch, das je zu die­sem The­ma ver­fasst wor­den ist. Tim Kel­ly fängt mit ein paar her­me­neu­ti­schen Regeln an und wen­det anschlie­ßend die­se auf etli­che Bücher der Bibel wie z.B. Römer, Korin­ther, Ephe­ser an. Dem Bibel­text wird in sei­ner Funk­ti­on als dem „zwei­schnei­di­gen Schwert“ Rech­nung getra­gen. Er wird weder „gebo­gen“, so dass es passt, noch wird etwas „hin­ein­ge­le­sen“. Sehr inter­es­sant und auf­schluss­reich ist die Ein­lei­tung vor der Aus­le­gung. Der Autor spricht das The­ma der „Trenn­wand der Feind­schaft“ zwi­schen Juden und Hei­den an. Oft wird behaup­tet Apos­tel Pau­lus hät­te den Römer­brief geschrie­ben mit der Absicht der Gemein­de in Rom eine umfas­sen­de Leh­re der Recht­fer­ti­gung zu geben. Doch liest man den Römer­brief mit dem Hin­ter­ge­dan­ken, dass es der Zweck die­ses Brie­fes war, die­se „Trenn­wand …

Gottes Lebensprogramm — Peter Masters

Update im Janu­ar 2017:  Es gibt eine Neu­auf­la­ge die­ses Buches beim Voice of Hope Ver­lag. Neu­er Titel: Got­tes Lebens­re­gel für Hei­lig­keit Erhält­lich bei cbuch.de für 9,90 Euro Der Autor, Peter Mas­ters, ist Pas­tor des Metro­po­li­tan Taber­na­cle in Lon­don, wo auch Spur­ge­on einen geseg­ne­ten Dienst tat. Man kann in dem Buch sehr schnell erken­nen, dass Bibel­treue bei Mas­ters ganz groß geschrie­ben wird. Er schreibt die­ses Buch nicht, um eine gesell­schafts­po­li­ti­sche Wer­te­dis­kus­si­on zu star­ten. Die­ses Buch ist spe­zi­ell an Chris­ten gerich­tet. Er schreibt auch nicht sei­ten­lang über die auf den ers­ten Blick erkenn­ba­re Bedeu­tung der Gebo­te, die sowie­so klar sein soll­ten. Ich mei­ne z.B.: sind ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­ta­ge mit dem Sab­­bat-Gebot zu ver­ein­ba­ren, darf man „O Gott, o Gott!“ sagen, oder ob Abtrei­bung Sün­de ist, usw. Sein Ziel ist es, in jedem Gebot das Wesen Got­tes zu erken­nen und die damit ver­bun­de­nen Über­tre­tun­gen als ein Grup­pe von Sün­den auf­zu­zei­gen. Jedes Kapi­tel endet mit einer Beschrei­bung der posi­ti­ven Sei­te der Gebo­te. Das Buch ist sehr prak­tisch und mit vie­len Bei­spie­len geschrie­ben. Sehr oft kommt er zu einer unkon­ven­tio­nel­len Anwen­dung, so, dass ich viel …

Die Schlange zwischen den Büchern

Ein Bücher­schrank: Präch­ti­ge, gold­be­druck­te Bän­de in Leder, dane­ben ein­fa­che­re Bücher und Bro­schü­ren, teils alt und ver­gilbt. In bun­ter Rei­he ste­hen sie in dem präch­ti­gen, kunst­voll gear­bei­te­ten Schrank. Eine Hand streckt sich aus, einen Band her­aus­zu­neh­men. Wird sie gebis­sen wer­den, wie jener gebil­de­te Hin­du, der ein Buch aus sei­nem Schrank nahm und dabei von einer klei­nen Schlan­ge gebis­sen wur­de, die zwi­schen den Büchern ver­steckt war? Er starb. Auch in unse­ren Bücher­schrän­ken lau­ert eine Schlan-ge, ver­steckt zwi­schen den Sei­ten der präch­ti­gen Bän­de. Sie lau­ert, um mit ihrem fei­nen, kaum spür-baren Biss ihr böses Gift aus­zu­tei­len. Es dringt nicht, wie bei jenem Hin­du, in den Kör­per, aber in See­le und Geist. Roma­ne, Gedich­te, phi­lo­so­phi­sche Abhan­d­­lun-gen, künst­le­ri­sche Bil­der, anspre­chen für den Geschmack des Gebil­de­ten oder auch für grö­be­re Emp­fin­dun­gen, alles wird gebo­ten. Ent­spricht es dem, was der Apos­tel im fol­gen­den Vers emp­fiehlt? Alles, was wahr, alles, was rein, alles, was lieb­lich ist, alles was wohl­lau­tet, die­ses erwä­get. Phil­ip­per 4,8 Wie­viel Böses kann mensch­li­che Wis­sen­schaft und Lite­ra­tur in unse­rer See­le anrich­ten! Wie sehr kön­nen Erzäh­lun­gen, in denen Men­schen ohne Moral geschil-dert …

Spurgeon — ein Mensch von Gott gesandt

Letz­te Woche bin ich auf eini­ge Pre­dig­ten von Spur­ge­on gesto­ßen. Und dann habe ich ein altes Buch in mei­nem Regal gefun­den — eine Kurz­bio­gra­phie von Spur­ge­on. Vor ca. 6 Jah­ren schenk­te mir eine alte Schwes­ter die­ses Buch zum Geburts­tag, doch gele­sen hat­te ich es bis­her nicht. Den Namen Spur­ge­on habe ich schon oft gehört, aber bis­her nichts genau­es aus sei­nem Leben gekannt. Als ich dann anfing, das Buch zu lesen, woll­te ich gar nicht mehr auf­hö­ren. Inner­halb von einem Tag war ich fer­tig mit dem Buch. Das Buch bie­tet nur Appe­tit­häpp­chen aus dem Leben die­ses gro­ßen Man­nes. Das Weni­ge hat mir Geschmack auf mehr gemacht. Als nächs­tes wer­de ich sei­ne Auto­bio­gra­phie lesen Nach der Bio­gra­phie von dem Evan­ge­lis­ten White­field war die Kurz­bio­gra­phie von Spur­ge­on, der ein Pre­di­ger und Hir­te sei­ner Gemein­de war, eine gute Ergän­zung. Er pre­dig­te fast 30 Jah­re in sei­ner Gemein­de und hat nie eine Pre­digt wie­der­holt. Jedes mal hol­te er einen neu­en Schatz aus dem Wort Got­tes und pre­dig­te inter­es­sant, humor­voll und mit einer tie­fen Ehr­furcht. Die Wir­kung war enorm. Jede sei­ner Pre­dig­ten hat­te einen evangelistischen …