Leben als Christ
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Gottes Lebensprogramm — Peter Masters

Der Schlüssel zu den 10 Geboten für Christen im 21. Jahrhundert

Update im Janu­ar 2017:

Es gibt eine Neu­auf­la­ge die­ses Buches beim Voice of Hope Ver­lag.

Neu­er Titel: Got­tes Lebens­re­gel für Hei­lig­keit
Erhält­lich bei cbuch.de für 9,90 Euro

Der Autor, Peter Mas­ters, ist Pas­tor des Metro­po­li­tan Taber­na­cle in Lon­don, wo auch Spur­ge­on einen geseg­ne­ten Dienst tat. Man kann in dem Buch sehr schnell erken­nen, dass Bibel­treue bei Mas­ters ganz groß geschrie­ben wird. Er schreibt die­ses Buch nicht, um eine gesell­schafts­po­li­ti­sche Wer­te­dis­kus­si­on zu star­ten. Die­ses Buch ist spe­zi­ell an Chris­ten gerich­tet. Er schreibt auch nicht sei­ten­lang über die auf den ers­ten Blick erkenn­ba­re Bedeu­tung der Gebo­te, die sowie­so klar sein soll­ten. Ich mei­ne z.B.: sind ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­ta­ge mit dem Sab­bat-Gebot zu ver­ein­ba­ren, darf man „O Gott, o Gott!“ sagen, oder ob Abtrei­bung Sün­de ist, usw.
Sein Ziel ist es, in jedem Gebot das Wesen Got­tes zu erken­nen und die damit ver­bun­de­nen Über­tre­tun­gen als ein Grup­pe von Sün­den auf­zu­zei­gen. Jedes Kapi­tel endet mit einer Beschrei­bung der posi­ti­ven Sei­te der Gebo­te. Das Buch ist sehr prak­tisch und mit vie­len Bei­spie­len geschrie­ben. Sehr oft kommt er zu einer unkon­ven­tio­nel­len Anwen­dung, so, dass ich viel Neu­es ler­nen konn­te. Ich füh­re hier eini­ge Bespie­le auf:

1. Gebot: Du sollst kei­ne ande­ren Göt­ter neben mir haben!

„Wir kön­nen fest­stel­len, ob wir in unse­rem Leben ande­re Göt­ter haben, wenn wir uns bewusst machen, wo unse­re Prio­ri­tä­ten lie­gen. Zurecht neh­men wir vie­le Din­ge ernst und reagie­ren sofort auf Not­si­tua­tio­nen im Fami­li­en- oder Berufs­le­ben. Aber emp­fin­den wir genau­so, wenn es um die Sache Got­tes geht? Pas­to­ren bekla­gen oft, dass Ver­ant­wor­tungs­trä­ger in ihren Gemein­den gegen­über den Pro­ble­men und Nöten im Dienst für Gott eine gewis­se Gleich­gül­tig­keit an den Tag legen. Viel­leicht lau­fen Pro­jek­te nicht wie geplant, oder Gemein­de­mit­glie­der brau­chen eine Mit­fahr­ge­le­gen­heit oder Betreu­ung. Viel­leicht feh­len in bestimm­ten Berei­chen der Gemein­de­ar­beit Mit­ar­bei­ter. Aber man­che Ver­ant­wort­li­che schei­nen sich für sol­che Pro­ble­me über­haupt nicht zu inter­es­sie­ren. Ihre fami­liä­ren und pri­va­ten Schwie­rig­kei­ten schei­nen das Ein­zi­ge zu sein, was ihnen wirk­lich wich­tig ist. Ist das bei uns auch so?“

2. Gebot: Du sollst dir kein Bild­nis machen!

„Wir soll­ten Chris­tus auch in der Vor­stel­lung von Kin­dern oder Jugend­li­chen nicht auf sein irdi­sches Dasein beschrän­ken, denn wenn wir das tun, sind wir nicht bes­ser als libe­ra­le Theo­lo­gen, die behaup­ten, Er sei nichts wei­ter als ein Mensch gewe­sen. Wenn wir in der Sonn­tag­schu­le Anschau­ungs­ma­te­ri­al ver­wen­den, ist gegen eine Rücken­an­sicht einer mit einem Gewand beklei­de­ten Figur nichts ein­zu­wen­den. Aber alles, was dar­über hin­aus geht, ist gleich­zu­set­zen mit feh­len­dem Respekt gegen­über dem zwei­ten Gebot.“

3. Gebot: Du sollst den Namen Got­tes nicht miss­brau­chen!

„In so man­cher Gemein­de sieht man, wie die Leu­te ihre Bli­cke schwei­fen las­sen, das Inne­re des Gebäu­des begut­ach­ten, mit­ein­an­der flüs­tern und sich offen­sicht­lich nicht dar­um bemü­hen, sich mit ihrem Her­zen und ihren Gedan­ken auf die Anbe­tung zu kon­zen­trie­ren. Jede Anbe­tung, die zu einer Form­sa­che wird oder aus einer locke­ren Hal­tung her­aus geschieht, ist nich­tig und somit ein Ver­stoß gegen das drit­te Gebot. Wenn wir uns Gott auf eine locke­re Art nähern, ist das eine Kata­stro­phe, aber heu­te för­dern vie­le Pas­to­ren die­se Art, indem sie ver­su­chen, der Anbe­tung eine „spa­ßi­ge“ Note zu geben, sich einer fri­vo­len, ober­fläch­li­chen Spra­che bedie­nen und sich über­trie­ben leger klei­den. In unse­rer heu­ti­gen Welt wird Unge­zwun­gen­heit pro­pa­giert, aber die­se Hal­tung lässt sich nie­mals ver­ein­ba­ren mit der Scheu und der Ehr­furcht, die wir emp­fin­den, wenn wir die Bedeu­tung des gött­li­chen Namens rich­tig ver­ste­hen.“

4. Gebot: Du sollst den Sab­bat hei­li­gen!

„Heut­zu­ta­ge haben evan­ge­li­ka­le Gemein­den am Tag des Herrn nur noch einen Got­tes­dienst. Es wird sogar behaup­tet, dass die Bibel nicht mehr als das for­dert und der Rest des Tages zur Ent­span­nung und zum Ver­gnü­gen die­nen soll. Es gibt jedoch für uns kei­ne bes­se­re Mög­lich­keit, dem gött­li­chen Segen unse­re Wert­schät­zung ent­ge­gen­zu­brin­gen, als einen Tag, an dem wir unse­re See­len bewah­ren, unse­ren geist­li­chen Hun­ger stil­len und uns dem Him­mel nahe füh­len.“

9. Gebot: Du sollst nicht lügen!

„Wir haben bereits erwähnt, dass Lügen nicht aus­ge­spro­chen wer­den müs­sen. […] Die­se unaus­ge­spro­che­ne Lüge sieht man häu­fig an der herz­li­chen Art, wie sich Leu­te begrü­ßen, die sich eigent­lich ver­söh­nen müss­ten. So etwas ist das Werk des Satans.“

10. Gebot: Du sollst nicht begeh­ren!

„Vor allem ist die Begehr­lich­keit die höchs­te Form der unsicht­ba­ren Sün­den. Unsicht­bar ist sie für den­je­ni­gen, der die­se Sün­de begeht. […] Eine Sün­de, die sich so gut tarnt, dass der Sün­der sich sei­nes Ver­hal­tens kaum bewusst ist. Das liegt auch dar­an, dass sich die Begehr­lich­keit am bes­ten recht­fer­ti­gen lässt. Wir sind äußerst geschickt, wenn es dar­um geht, einen ver­nünf­ti­gen Grund für jeden unse­rer Wün­sche zu fin­den. So sagen wir uns: „Die­se Sache ist bestimmt sehr nütz­lich, und wir brau­chen sie wirk­lich. Sie lässt sich gut ein­set­zen, wenn wir ande­ren vom Evan­ge­li­um erzäh­len, und wir bekom­men sie sehr preis­wert.“ Sehr schnell wird auf die­se Wei­se ein Luxus zur Not­wen­dig­keit. Begier­de ist eine äußerst sub­ti­le Sün­de, weil sie in ihrem Ver­lauf das Gewis­sen betäubt und zum Schwei­gen bringt.“

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NIMM UND LIES - dieser Aufforderung möchte ich selbst nachkommen und andere dazu motivieren und anleiten. NIMM UND LIES zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Denn beim Lesen lässt sich vortrefflich denken (nach Leo Tolstoi). Ich lebe mit meiner Frau und unseren vier Kindern in Baden-Württemberg.

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