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Tipp: Diashow „Das Leben der Schafe“

Eine Produktion vom Kinderlesebund (KLB)

Die Herausgeber der christlichen Kinderzeitschrift bioteeny (Interview: Bei Kindern Neugierde für Gottes Schöpfung wecken) haben rechtzeitig vor Weihnachten die zweite Diashow veröffentlicht. Ging es in der ersten Diashow um das größte Raubtier Deutschlands, die Kegelrobbe, zeichnet die neue DVD das Leben der eher scheuen Schafe nach.

Kinder gewinnen in der 27 Minuten langen Diashow einen umfassenden Einblick in das Leben der Schafe, und warum Gott den Menschen in der Bibel ausgerechnet mit diesem Tier vergleicht.

Die Produktion besticht durch exklusiv für die Diashow erstellte Fotos und einen professionellen Sprecher. Vorausgegangen war unter anderem eine Expedition in das wilde osteuropäische Land Rumänien, in dem 4000 Wölfe zu den größten natürlichen Feinden der Schafe gehören …

Die Diashow eignet sich sehr gut für die Kinderstunde und zum gemeinsamen Ansehen in der Familie für Kinder ab 4 Jahre. Bestellbar ist die DVD für 10 EUR direkt beim Kinderlesebund.

 

„Frieden im Klassenzimmer“

Antisemitismus in einer Kinderzeitschrift

„Pädagogisch wertvoll“, „werbefrei“, „empfohlen von der Stiftung Lesen“ sind nur einige der Lobeshymnen, mit der die Kinderzeitschrift „Benni“ beworben wird. In der Tat ist die Aufmachung gelungen, das Magazin ist durchaus konservativ angelegt und ich habe ein Exemplar in einer katholischen Kirche bekommen. Eine Recherche zeigt auch die Herkunft des Magazins aus dem Weltbild-Verlag.

BENNI Cover

Was natürlich jedem sofort klar wird, wenn er sich säkulare Kinderzeitschriften anschaut, wie „Geolino“, „Dein Spiegel“ etc., ist die unglaubliche Meinungsbevormundung in diesen Zeitschriften. Man gehe nur mal in die Bibliothek und mache sich selbst ein Bild davon. Die Thematiken sind vorgegeben. Es wird in den besten Tönen von einem wachsenden Europa geschrieben, in „Dein Spiegel“ las ich vor einiger Zeit, wie schädlich und töricht doch der Brexit sei, und einige Politiker wollen sich total gegen jede Logik einer wachsenden Globalisierung stellen.

Vegetarismus ist total in, Protektionismus definitiv out. Eine liberale, freie Gesellschaft ist total toll, vor allem wenn Europa noch mehr zusammenwächst usw. Neutrale Berichterstattung wird ja immer seltener, in Kindermagazinen gehört diese längst der Vergangenheit an. Die Ziele sind bekannt, die Berichte werden entsprechend angepasst. Aber selten habe ich einen derart manipulierten Artikel gelesen, wie den hier unten aufgeführten. Weiterlesen

Zehn Fragen an Andreas Münch

Autor von „Der wahre Gott der Bibel“

  1. 11898677_10207848507117123_4666368282897934073_nWie kamst du dazu schriftstellerisch aktiv zu werden?

Ich hatte schon immer eine Schwäche dafür, mir Geschichten auszudenken und habe während meiner Kindheit auch das ein oder andere zu Papier gebracht. Schon mit zwölf wollte ich gerne Romane schreiben, aber bis über die ersten 5 Seiten habe ich es nie geschafft. Mit der wachsenden Freude an Gottes Wort und dem Studium der Theologie verband sich der Wunsch, selbst Bücher zu schreiben, die anderen dabei helfen sollen, Gottes Wort besser zu verstehen. So entstand aus einer Bibelstundenreihe über das Wesen Gottes mein Buch Der wahre Gott der Bibel – Ein Studienbuch über Gottes Wesen und Werke.

  1. Ist aktuell ein Buchprojekt geplant?

Ideen habe ich einige. Konkret schreibe ich gerade an einem Andachtsbuch, also eine tägliche Lese, die sich auf Verse aus den 5 Büchern Mose beschränkt (inzwischen im Herold Verlag erschienen). Ansonsten habe ich ein fertiges Romanmanuskript in der Schublade, dass ich nun, nach einigen Rückmeldungen von Testlesern, erneut überarbeiten möchte – sofern ich die Zeit dafür finde. Ob das aber jemals veröffentlicht wird ist fraglich. Weiterlesen

Buchbesprechung: The Reformers and Their Stepchildren

Über Wiedertäufer, Sakramentschwärmer und andere Rottengeister

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts sponserte die amerikanische Calvin Foundation eine Reihe von Beiträgen zum Thema „Die Reformatoren und ihre Stiefkinder“ (The Reformers and Their Stepchildren). Ziel dabei war die Auswertung der zahlreichen Quellen zur Beziehung zwischen den Reformatoren und dem „linken“ Flügel, den Radikalen der Reformation.

Der Autor stellt sich klar auf die Seite des linken Flügels. Verduin bekennt (S. 276):

In diesem Band bekommen die Radikalen der Reformation eine freundlichere Behandlung, als sie es insbesondere in der reformatorischen Tradition gewohnt sind. Es gibt zwei Gründe für diese sympathisierende Behandlung: Einer davon ist, dass viele Positionen der Stiefkinder der Reformation mit der Zeit in die reformierte Bewegung aufgenommen wurden. Zudem kann man sehr gut von ihnen reden, bis man ebenso eines Vorbehalts schuldig wird, wie diese, die böse von ihnen sprachen (eigene Zusammenfassung).

Stiefkinder der Reformation, diesen Titel gibt der Autor den „ketzerischen“ und „schwärmerischen“ (hier sind die Anführungszeichen bewusst gesetzt, da beide Begriffe denunzierend verwendet wurden) Strömungen in der Reformationszeit. Kinder der Reformation waren diese insoweit, dass sie mit den Prinzipien und Wahrheiten der Reformation im Einklang standen. So z.B. mit den Solas der Reformation. Jedoch waren ihre zusätzlichen Forderungen nicht erst in der Reformation entstanden. Viele ihrer Ideen, z.B. in ihrer Forderung zur Trennung von Staat und Kirche, waren so alt wie die Kirchengeschichte, wie schon die Denunziation der Wiedertäufer als „Donatisten“ (eine frühkirchliche Bewegung) zeigt. Ein sakraler Staat, wie es z.B. das Volk Israel im alten Testament war, wurde abgelehnt. Ein sakraler christlicher Staat wurde vom Kaiser Konstantin begründet, als er sich zum Oberhaupt der katholischen Kirche ernannte. Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Nebeneinander (mit Einschränkung weniger Jahre der Rückeroberung heidnischer Mächte) von Heiden und Christen in „christlichen“ Ländern bis in die Neuzeit. Eine endgültige Trennung von Staat und Kirche ist eigentlich ein Ergebnis geradezu neuester Geschichte. In vielen katholischen Ländern (z.B. Spanien) ist diese gar erst im letzten Jahrhundert geschehen.

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Über 4600 Texte von Spurgeon auf Deutsch

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Mit großer Freude bin ich seit vielen Jahren ein Nutznießer von Spurgeons Predigten. Ich habe viele auf Deutsch erhältlichen Bücher von Spurgeon gelesen. Zusätzlich habe ich immer wieder auf seine englischen Predigten bei spurgeongems.org  zurückgegriffen. Hier im Blog haben wir schon seit 2012 eine umfangreiche Bibliografie zu C.H. Spurgeon mit meist deutschen Werken, die von Sergej Pauli erstellt wurde und gepflegt wird.

Doch gibt es noch andere Spurgeon-Liebhaber, die in ihrem Katalog über 4600 Predigten und andere Buchauszüge von Spurgeon digitalisiert und kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Ich kann nur erahnen, wie viel Arbeit dahinter steckt. Es ist auf jeden Fall eine sehr wertvolle „Schatzkammer“ aus Spurgeons Feder. Und das in deutscher Sprache. Wenn ich das richtig sehe, dann stammt in diesem Archiv die erste Predigt von Spurgeon aus dem Jahr 2007. Das sind also 10 Jahre fleißiger Arbeit. An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für diese überaus wertvolle Arbeit. Weiterlesen

Calwer Luther Ausgabe in 10 Bänden

Ein Überblick

Auf diese nur noch antiquarisch erhältliche Auswahl der Werke Luthers bin ich leider erst vor kurzem aufmerksam geworden. Wahrscheinlich sollte ich anfangen öfter mal ein paar Verlagskataloge durchzuschauen.

Um sich einen Einblick in das Werk Luthers zu verschaffen, scheint mir die Auswahl recht gelungen zu sein. Es folgt ein kurzer Überblick über die einzelnen Bände.

Band 1 fängt mit der klassisch lutherischen Lehre mit dem großen Katechismus an. Dieser ist neben dem kleinen Katechismus eine der beiden Gelegenheiten, die Luther wahrnahm um ein Überblick über die protestantische Lehre zu geben. Im Grunde liegt hier eine kleine Dogmatik vor. In vielen Punkten einfach gehalten, waren doch auch Geistliche jener Zeit oftmals nicht für starke Speise reif. Die Schmalkaldischen Artikel wiederspiegeln dasselbe Thema, aber eher aus einem apologetischen Anliegen, nämlich in der Abgrenzung gegenüber Schwärmern und Katholiken.

Die Anfänge der Reformation reißen einen Prediger mitten aus der Lehrstube und von der Kanzel hinein in das Weltgeschehen. Entsprechend beinhaltet Band 2 Predigten und Auslegungen Luthers. Zentral an diesem Band ist die Wuchtschrift “ Von der Freiheit eines Christenmenschen„.

Die Auslegung des Vaterunser ist mir persönliche noch unbekannt und ich habe mir vorgenommen diese zu lesen. Band 3 enthält zu dem die Schrift „Eine einfältige Weise zu beten, für einen guten Freund“, in der Luther eine Praxis des schriftgemäßen Betens vorstellt. Ebenfalls findet sich auch der „Sermon von den guten Werken“. Weiterlesen

Das Problem mit dem Kanon…

...welches keines ist.

Die Problemstellung ist einfach: Offensichtlich schrieb der Bischof Athanasius 367 einen Osterbrief, in welchem er die 27 Bücher des NT definierte. Die Fragen liegen auf der Hand.

War also fast 350 Jahre Unklarheit darüber, welche Bücher inspiriert waren und welche nicht?

Konnte, als die Kirche bereits verstaatlicht wurde (313 wurde Konstantin der Große Oberhaupt der Kirche), mehrere arianische Kaiser geherrscht haben, und die Urkirche am Abklingen war, festgestellt werden, welche Schriften inspiriert sind? Wer gibt dann Gewähr, dass Athanasius in diesem Punkt recht hatte. Selbst wenn man auf den Konzil von Nizäa verweisen möchte, wird die Angelegenheit nicht besser. Und im Ernst, schon der Titel „Bischof“ macht einen skeptisch. Im Übrigen nutzt die katholische Kirche genau diese These, um zu untermauern, dass kirchliche Autorität und Schrift gemeinsam Hand in Hand gehen. Die Größere Hand hat dabei natürlich die Kirche. Siehe hier einen zugegebenermaßen wirren Artikel der Piusbrüder.

Lange blieb es für mich ein Rätsel, wie man diesen Knoten löst. Nicht das Zweifel an der Autorität des Wortes aufkamen, aber ein seltsames Gefühl, seine ganze Hoffnung doch nicht auf das Wort Gottes setzen zu dürfen, sondern auf Beschlüsse einiger frommer Bischöfe. Die Lösung war denkbar einfach. Hier muss ich eine Begebenheit erzählen. Manchmal höre ich Predigten eines englischen Pastors Namens Chris Buss. (Hier ist ein Link zu seiner Gemeinde.) Es sieht zwar komisch aus, wenn man mit Kopfhörern in der Garage aufräumt, aber es scheint mir eine sinnvoller Zeitvertreib zu sein. Nun hörte ich das Thema „The Canon of the Bible“. Eigentlich wollte mir das gar nicht zu sagen, da ich Vorträge zu diesem Thema schon oftmals gehört habe und mich bereits mit meiner oben beschriebenen Unklarheit abgefunden hatte. Doch beim Hören wurde genau auf diesen Punkt eingegangen und nun konnte ich klar sehen.

Die Lösung ist derart: Athanasius hielt nur fest, was üblich ist. Die Notwendigkeit, eine Definition zu verfassen, wurde erst nötig, als Arianer und andere Irrlehrer aktiv Abweichungen von den in den Gemeinden üblichen Büchern vornahmen. Manche Gruppen wollten z.B. nur noch die Paulusbriefe und die Evangelien dulden, einige sogar nicht einmal alle der vier Evangelium. Andere wiederum fügten weitere pseudochristliche Schriften hinzu. Athanasius reagierte, wie jeder gute Hirte reagieren würde: Er stellte sich hinter den klar bekannten und üblichen Kanon. Im Grunde bekannte er nur das, was schon seit Jahrhunderten jedem klar war. Vielleicht darf ich parallele Beispiele einfügen. Bei der Recherche verschiedener Mittelalterlicher Bräuche stieß ich immer wieder darauf, dass die üblichsten Bräuche am wenigsten beschrieben sind, da jeder von diesen wusste. Als bekanntes Beispiel sei das Beilager genannt, eine für uns skurril anmutender Brauch während der Eheschließung. Details hierzu lassen sich Wikipedia entnehmen. Hier heißt es interessanterweise:

Das rituelle Beilager ist im Hochmittelalter sehr selten bezeugt, da kaum Hochzeitsbeschreibungen überliefert sind. Man vermutet, dass es so alltäglich war, dass man es nicht beschreiben musste.

Alltäglich war auch der Gebrauch der Neutestamentlichen Schriften in den Gottesdiensten der ersten Christen. Hier war kein Machtwort von Bischof oder Konzil nötig. Welch Trost in solch einfachen Wahrheit verborgen ist.

Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit… (2. Tim. 3,16)

Der Tendenz liberaler Theologen, alles möglichst spät anzusetzen, so dass die Petrusbriefe fast schon ein Produkt des Frühmittelalters werden, trat sogar einer ihrer eigenen und gelehrtesten Vertreter entgegen. So schrieb Kurt Aland:

„Die erste sichere Bezeugung bei den Kirchenvätern bedeutet gleichzeitig ein Indiz für die Entstehungszeit der Schrift, die zwei bis drei Jahrzehnte vorher angesetzt werden muß, jedenfalls nach den Durchschnittswerten, mit denen der Historiker rechnet.“ (Aus: Methodische Bemerkungen zum Corpus Paulinum)

Doch die Datierung der Heiligen Schrift ist ein Thema, dem ich mich bei einer anderen Gelegenheit intensiver widmen werde.

Rezension: Dein Wort war mir zu mächtig – Die Bekenntnisse des Propheten Jeremia

Von Helmut Lamparter

Helmut Lamparter (1912-1991) war ein evangelisch-lutherischer Theologe der Nachkriegszeit. Neben seinem Jeremia-Kommentar „Prophet wider Willen“ in der Reihe „Die Botschaft des Alten Testaments“ beleuchtet er mit diesem Buch auf knappen 79 Seiten in allgemeinverständlicher Sprache die sogenannten Bekenntnisse oder Klagen des Propheten Jeremia. Die verschriftlichten Auslegungen der Bekenntnisse wurden ursprünglich auf einer Studientagung für Vikare der Württembergischen Landeskirche als Andacht gehalten und sind als Buch ein Jahr später herausgegeben worden, mit dem Ziel, diejenigen, „die als Prediger in ihrem Amt verzagen, eine Ermutigung und Hilfe“ (S. 6) zu sein. Außerdem will der Autor anhand der Bekenntnisse zeigen, dass „zum Boten- und Zeugendienst für den lebendigen Gott die Anfechtung wesensmäßig hinzugehört und wie schwer diese Anfechtung werden kann“ (S. 16).

Das Buch ist in neuen Kapitel gegliedert, wobei die ersten beiden Kapitel auf die Berufung des Propheten eingehen und die weiteren sieben Kapitel die Bekenntnisse auslegen. Die Kapitel werden mit einer Anwendung auf heutige Prediger abgerundet und enden jeweils mit einem Liedvers aus dem evang. Kirchengesangbuch. Lamparter nimmt in seinen Ausführungen zu den sonst üblichen fünf Bekenntnissen, die sich zwischen Jeremia Kapitel 11 und 20 befinden, noch die Klage in Jeremia 8,18-23 hinzu. Außerdem behandelt er das fünfte Bekenntnis aus Jeremia 20 in zwei Kapiteln und kommt somit auf insgesamt sieben Klagen. Weiterlesen

Was die Reformatoren nicht zu Ende dachten

Ein persönlicher Durchbruch

Die Fünfhundert-Jahr-Feier zur Reformation habe ich persönlich genutzt, um mich ausführlicher mit verschiedenen Positionen Luthers und auch anderer Reformatoren zu befassen. Luther ist in der Tat in vielen Fragen als Pionier zu sehen, andererseits jedoch sind von anderen Streitgenossen noch weniger Schriften verfügbar. Generell will unsere Zeit sich nicht allzu viel von den Reformatoren reinreden lassen. Nun habe ich mich auch lange genug vor einer intensiven Befassung mit der Reformation gescheut, da man tief in seinem Inneren eine Angst spürt, Antworten zu hören, die einem nicht gefallen könnten. Positionen, die einem nicht gefallen könnten, hat man ja an Luther genug, der (angebliche) Antisemitismus Luthers wurde ja in den Medien passend zur Jahrhunderfeier oft genug erwähnt. Vielleicht ist auch eine typisch freikirchliche Haltung in mir tief schlummernd, die generell sich hütet, allzu vielen Fragen nachzugehen. Eine Haltung übrigens, die ich natürlich immer verwerfen würde, die aber doch im Stillen mitklingt, auch in Gesprächen mit anderen. Jedoch halte ich an einem fest, nämlich dem, dass es keine Frage geben kann, die nicht in einen Bezug oder Zusammenhang zu Christus stehen kann.

Diese allzu lange Einleitung habe ich eingefügt, um deutlich zu machen, dass es sich für mich gelohnt hat, länger und tiefer zu bohren, auch in rein geschichtliche Fragen. Schon länger haben mich verschiedene, doch zweifelhafte Positionen Luthers zu schaffen gemacht, und ich habe mich gefragt, wo hier der Wurm der Sache, des Pudels Kern ist. Gibt es in diesen Positionen ein System? Ich komme zum Ergebnis, das es dieses in der Tat gibt. Wenn es eine Position gibt, in der sich die Reformatoren geirrt haben (welch hartes Wort!), – oder vielleicht besser, in der Sie nicht wirklich den Durchblick hatten, oder sich nicht klar genug positioniert haben, offensichtlich auch in ihrem Leben geschwankt haben, dann ist das die Frage, welcher Zusammenhang zwischen Gemeinde und Gesellschaft besteht. Weiterlesen

Tipp: Als Fremdling in des Vaters Welt

Christliche Weltsicht, Band 5

Dieses eBook enthält über 50 Beiträge, die zuerst auf meinem Blog erschienen sind. Hinter diesen kurzen Aufsätzen steht das andauernde Bewusstsein einer Grundspannung, in der ich mich befinde: Ich bewege mich in der Welt meines Vaters. Er hat alles gemacht, es gehört Ihm. So sagt es schon David in Psalm 24,1-2. Diese Erkenntnis stimmt mich äußerst zuversichtlich.

Gleichzeitig wandere ich als „Pilger“ durch diese Welt. Das heißt, ich bin auf der Durchreise zur „ewigen Seligkeit“. Das Grundgefühl, in dieser Zeit nur „Fremdling“ zu sein, bewahrt mich davor, zu stark im Hier und Jetzt aufzugehen bzw. die Erfüllung im Diesseits zu suchen.

Hanniel Strebel

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