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Tipp: Der Triumph des Lammes

Ein Kommentar zum Buch der Offenbarung

„Die Escha­to­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments ist stets von drei zusam­men­hän­gen­den Strän­gen durch­zo­gen: 1. Chris­tus wird eher kom­men, als man meint. Das wird für vie­le eine unan­ge­neh­me Über­ra­schung sein; ande­re hin­ge­gen wird es erfreu­en, wie schnell er Erlö­sung schafft. 2. Chris­tus wird spä­ter kom­men, als man meint. Dar­um müs­sen sei­ne treu­en Knech­te bereit sein aus­zu­har­ren, selbst wenn er sich schein­bar ver­spä­tet 3. Uns gebührt nicht zu wis­sen, wann Chris­tus wie­der­kommt.“

Johnson: Der Triumph des Lammes - Kommentar zur OffenbarungAls durch­schnitt­li­cher Evan­ge­li­ka­ler besitzt du das übli­che dis­pen­sa­tio­na­lis­tisch-futu­ris­ti­sche Ver­ständ­nis von der End­zeit? Dann zieh dich warm an! Der Kom­men­tar von Den­nis John­son wird dich eis­kalt erwi­schen und her­aus­for­dern.

Du denkst, dass die Offen­ba­rung vor­wie­gend eine bestimm­te Zeit  vor allem in einer Zukunft nach der Ent­rü­ckung beschreibt? Nun, John­son möch­te hel­fen die Offen­ba­rung zu einem leben­di­gen Buch für die Gemein­de zu machen.

Mit die­sem Kom­men­tar mel­det sich die refor­ma­to­ri­sche Posi­ti­on zur Escha­to­lo­gie wie­der im deutsch­spra­chi­gem Raum zurück und dann mit einer Über­set­zung des kom­pe­ten­ten Leh­rers Den­nis E. John­son und stellt eine Dar­stel­lung dar, die vor allem dadurch glänzt, dass der alt­tes­ta­ment­li­che Hin­ter­grund berück­sich­tigt wird. Schließ­lich sei aber ver­söhn­lich ange­merkt, dass das Werk wei­test­ge­hend auf Pole­mik ver­zich­tet und mit einem Anhang abschließt, der die Unter­schie­de und Gemein­sam­kei­ten der Her­me­neu­tik der vier Aus­le­gungs­schu­len der Offen­ba­rung bespricht (His­to­ri­zis­mus, Futu­ris­mus, Prä­te­ris­mus und Idea­lis­mus). Hohe Lese­emp­feh­lung. Vor allem die Stra­te­gie das Neue Tes­ta­ment mit dem Alten zu lesen schaf­fen Zufrie­den­heit und Ver­ständ­nis beim Lesen der Offen­ba­rung!

Für 23,90 EUR bei cbuch erhält­lich.

 

NEU: schöpfung.info Nr. 5 „Gewächs“

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Um Chris­ten bei der Aus­ein­an­der­set­zung von Bibel und Wis­sen­schaft zu unter­stüt­zen und Glau­ben zu stär­ken, wur­de eine Initia­ti­ve ins Leben geru­fen, die neben einer Web­site das kos­ten­freie Maga­zin „schöpfung.info“ her­aus­gibt. Jetzt ist die fünf­te Aus­ga­be „Gewächs“ erschie­nen und kann kos­ten­los ange­for­dert wer­den.

Im Vor­wort heißt es:

mit dem GEWÄCHS, das am drit­ten Tag auf Got­tes Wort hin zu sprie­ßen begann, wird der Beginn des bio­lo­gi­schen Lebens mar­kiert. Nach­dem die Erde aus dem Was­ser „her­vor­ge­schaf­fen“ war, befahl Gott: „Die Erde las­se Gras sprie­ßen und Gewächs, […] Bäu­me“. Fas­zi­nie­rend: aus dem­sel­ben Erd­reich wächst süß, sau­er, bit­ter und scharf. Die Viel­falt in Far­be, Geruch, Geschmack und Grö­ße ist schier unend­lich: der gran­dio­se Gra­nat­ap­fel genau­so wie der uralte Mam­mut­baum, Hun­der­te von Getrei­de­grä­sern und Tau­sen­de Apfel­sor­ten, Fei­gen-, Gin­ko- und Oli­ven­baum, Blu­men­pracht und, und, und.
Pflan­zen und ande­re Wun­der aus Got­tes Schöp­fungs­werk­statt inspi­rie­ren Inge­nieu­re zur Nach­ah­mung: Tech­nik aus der Bio­lo­gie – Bio­nik. So ganz gelin­gen will aber der Nach­bau des viel­leicht wich­tigs­ten Aspekts der Pflan­zen – der Pho­to­syn­the­se – nicht. Die­sem hoch­kom­pli­zier­ten Pro­zess wid­met sich auch „Die Jagd nach Pflan­zen­power“.
Pflan­zen sind ganz beson­de­re „Lebe­we­sen“. Die Bibel macht einen Unter­schied in der Klas­si­fi­zie­rung – Pflan­zen ster­ben nicht, wie Men­schen oder man­che Tie­re – sie ver­wel­ken oder ver­dor­ren. Ihre Auf­ga­be ist es, dem Men­schen und den Tie­ren als Nah­rungs­grund­la­ge zu die­nen (1Mo 1:29.30). Sie selbst benö­ti­gen kei­ne Nah­rung, son­dern stel­len die Grund­la­ge der Nah­rungs­ket­te dadurch dar, indem sie orga­ni­sche Kohlenwasserstoff-(C-H-)Verbindungen aus Was­ser (H2O) und Koh­len­stoff­di­oxid (CO2) per Pho­to­syn­the­se pro­du­zie­ren. Ganz neben­bei fällt da noch der für luft­at­men­de Lebe­we­sen lebens­wich­ti­ge Sauer­stoff (O2) ab.
Auf dem Weg „Zurück nach Eden“, wo der Mensch vor dem Sün­den­fall rei­ner Vege­ta­ri­er war, hat sich schon so man­cher ver­irrt.
Als die Men­schen Jesus Chris­tus, den Schöp­fer (Kol 1:16) beob­ach­te­ten, wie er sei­ne Schöp­fer­kraft bei der Hei­lung von Kran­ken bewies, wird uns berich­tet: „Und sie erstaun­ten über die Maßen und spra­chen: Er hat alles wohl­ge­macht!“ Und damit auch wir das alles inten­siv bestau­nen kön­nen, gibt es hier eine ganz beson­de­re Ankün­di­gung!

Das Maga­zin erscheint drei Mal im Jahr und kann auf schöpfung.info kos­ten­los abon­niert wer­den.

10 + 1 Fragen an Thomas Schreiner

Autor des Buches "Mit Ausharren laufen"

Thomas R. SchreinerTho­mas Schrei­ner wird vie­len durch das aus­ge­zeich­ne­te Buch Mit Aus­har­ren lau­fen bekannt sein, das beim Beta­ni­en Ver­lag erschie­nen ist. Er ist Pro­fes­sor für Neu­es Tes­ta­ment und Bibli­sche Theo­lo­gie und schrieb eini­ge Kom­men­ta­re zur Bibel. Er ist auch Dekan für Bibel­kun­de und Her­me­neu­tik am Sou­thern Bap­tist Theo­lo­gi­cal Semi­na­ry in Louis­vil­le, Ken­tu­cky.

Er hat sich spon­tan bereit erklärt, unse­re 10+1 Inter­view-Fra­gen zu beant­wor­ten.

1. Wie wurden Sie Christ?

Ich wuchs in einer Römisch-Katho­li­schen Fami­lie auf und habe in der Ober­stu­fe ange­fan­gen, mich mit einem Mäd­chen tref­fen, die Chris­tin war. Sie erzähl­te mir von ihrer Lie­be zu Chris­tus und ich begann, die Bibel zu lesen und eine Bibel­stun­de bei ihr Zuhau­se zu besu­chen. So war ich dem Evan­ge­li­um aus­ge­setzt und wur­de über­zeugt, dass wir aus Gna­den in Jesus Chris­tus geret­tet wer­den und nicht durch unse­re Wer­ken. Unser gro­ßer Gott zog mich zu sich und ich bekehr­te mich nach ca. 45 Tagen.

2. Wie kamen Sie dazu Bücher zu schreiben?

Ich plan­te wirk­lich nie, Bücher zu schrei­ben, aber ich stell­te mit der Zeit fest, dass mir das Schrei­ben Freu­de berei­te­te. Spä­ter hat­te ich sogar einen Drang zum Schrei­ben. Das hat mich selbst über­rascht.

3. Ist aktuell ein Buchprojekt geplant?

Ich arbei­te zur­zeit an einem Buch über die Theo­lo­gie des Buches Offen­ba­rung. Wei­ter­le­sen

Eine Theologie der Seelsorge

Von Selbstrechtfertigung zur Rechtfertigung in Christus

Beat A. Tan­ners Dis­ser­ta­ti­on war das ers­te Buch zum The­ma Seel­sor­ge, an dass ich mich getraut habe. Das ich gleich so einen Wäl­zer wähl­te, lag dar­an, dass ich den Autor per­sön­lich ken­nen ler­nen durf­te. Das ers­te Kapi­tel erschlug mich auch zunächst mit vie­len Fach­wör­tern, aber von Sei­te zu Sei­te stieg mei­ne Begeis­te­rung. Der Autor ver­sucht die Seel­sor­ge aus der bet­teln­den Ernied­ri­gung vor der Psy­cho­lo­gie auf­zu­zei­gen, und zeigt auch den Weg dahin: Die Flucht nach vor­ne zu Chris­tus! Mit den Reich­tü­mern Ägyp­tens ver­lie­ren wir nur unse­re Schät­ze bei Chris­tus. Dafür lie­fert der Autor zahl­rei­che Hin­wei­se dafür, wie man Seel­sor­ge auf Grund­la­ge der Recht­fer­ti­gung in Chris­tus auf­bau­en kann:

Unterscheiden, aber nicht trennen!

Das ist eine The­se auf die der Autor regel­mä­ßig hin­weist:

  • Unter­schei­den kann man gut zwi­schen Hirn und Herz, Kör­per und See­le, und doch trennt die Psy­cho­ana­ly­se die­se zu sehr, manch­mal soweit, dass die Exis­tenz des inne­ren Men­schen völ­lig geleug­net wird.
  • Schuld und Scham: „Scham und Sün­de sind zwei ver­schie­de­ne Aspek­te der Fol­gen des Sün­den­fal­les, die sich von­ein­an­der nicht tren­nen las­sen. Es lohnt sich jedoch, Sün­de und Scham deut­lich von­ein­an­der zu unter­schei­den und gleich­zei­tig ihre Rela­ti­on zuein­an­der zu ver­ste­hen“ (S. 325)

In vie­len wei­te­ren Bei­spie­len wird ein unbi­bli­scher Dua­lis­mus ent­larvt! Wei­ter­le­sen

Tipp: Wann ist ein Christ ein Christ?

Der Kampf um die Rechtfertigung

„In der Tat hör­te man im Jahr 2017 nicht vie­le Stim­men, die sich zur Recht­fer­ti­gung aus Glau­ben, dem eigent­li­chen Kern­the­ma der Refor­ma­ti­on, zu Wort mel­den.“ Die­se Aus­sa­ge von Wolf­gang Nest­vo­gel auf dem Klap­pen­text sei­nes Buches ver­an­lass­te ihn, das The­ma zum 500-jäh­ri­gen Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­um auf­zu­grei­fen und den aktu­el­len Kampf um die Recht­fer­ti­gung aus bibli­schem Ver­ständ­nis zu beleuch­ten und um zu ermu­ti­gen, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Das gut geglie­der­te Buch legt in Kapi­tel 1 und 2 dar, wie Luther und die ande­ren Refor­ma­to­ren die im dunk­len Mit­tel­al­ter lan­ge ver­lo­re­ne Wahr­heit der Recht­fer­ti­gung allein aus Gna­de ohne Wer­ke (sola gra­tia), allein durch Glau­ben (sola fide), allein durch Chris­tus (solus Chris­tus) und allein auf der Grund­la­ge der Schrift (sola scrip­tu­ra) – all dies zur Ehre Got­tes (soli Deo glo­ria) – wie­der neu ent­deck­ten. Die­se fun­da­men­ta­le Wahr­heit der Schrift ist die Offen­ba­rung Got­tes durch sein Wort, das er den Apos­teln durch sei­nen Geist ins Herz leg­te.

Dass die Wahr­heit Got­tes im All­ge­mei­nen und das Herz des Evan­ge­li­ums, die Recht­fer­ti­gung des Sün­ders durch den ewi­gen Gott der Gna­de, umkämpft war und nie­mals unwi­der­spro­chen blei­ben wird, ist The­ma der Kapi­tel 3 und 4. Die Neue-Pau­lus-Per­spek­ti­ve sowie die aktu­el­len öku­me­ni­schen Bestre­bun­gen, die nicht zuletzt wie­der ver­stärkt von Sei­ten der Kir­che Roms ergrif­fen wer­den, flan­kiert von den Ein­heits­be­stre­bun­gen vie­ler pro­gres­si­ver Evan­ge­li­ka­ler, stel­len einen offe­nen Angriff auf die bibli­sche Leh­re der Recht­fer­ti­gung sowie des stell­ver­tre­ten­den Süh­ne­to­des Chris­ti dar. Wei­ter­le­sen

Die Bibelnot

Segen ist da, wo die Bibel ist

Gemäß der Leh­re der Bibel ist nur eine Sache von Wich­tig­keit, und das ist die Wahr­heit. Der Hei­li­ge Geist wird nichts ande­res ehren als die Wahr­heit, sei­ne Wahrheit.1

Mar­tyn Lloyd-Jones

Gemein­de Jesu: Die Her­aus­ge­ru­fe­ne aus der Welt

Katho­li­sche Auto­ren haben den Pro­tes­tan­tis­mus und damit die pro­tes­tan­ti­sche Bewe­gung als Gan­zes mit sei­nen unzäh­li­gen Strö­mun­gen oft als Spalt­pilz beschrie­ben. Wäh­rend Katho­li­ken argu­men­tie­ren, allei­ne die Pro­tes­tan­ten sei­en für die kon­fes­sio­nel­le Auf­spal­tung ver­ant­wort­lich, ent­geg­nen Pro­tes­tan­ten, dass es um der Wahr­heit wil­len zwin­gend not­wen­dig war, das reli­giö­se Den­ken von katho­li­schem Aber- und Unglau­ben zu befrei­en. Sola Scrip­tu­ra, allein die Schrift, die­sen Wahl­spruch hat­ten sich alle Refor­ma­to­ren auf ihre Fah­nen geschrie­ben. Wer allein der Schrift folgt, kann im kon­fes­sio­nel­len Mit­ein­an­der gera­de nicht in jenem Punkt Kom­pro­mis­se machen, die zum urei­gent­li­chen pro­tes­tan­ti­schen Kern­an­lie­gen zählt. Mit ande­ren Wor­ten, die Auto­ri­tät der Hei­li­gen Schrift ist ein höhe­res Gut als die öku­me­ni­sche Gemein­schaft.

Ein wei­te­res Mot­to der Refor­ma­to­ren, das man fälsch­li­cher­wei­se Mar­tin Luther zuschreibt, lau­te­te: Eccle­sia sem­per refor­man­da est – die Kir­che muss sich stän­dig refor­mie­ren. Tat­säch­lich han­delt es sich bei die­sem grund­le­gen­den Anlie­gen, dass die Kir­che sich in Leben, Han­deln und Ver­kün­di­gung stän­dig erneu­ern müs­se, um einen Fin­ger­zeig der cal­vi­nis­ti­schen Theo­lo­gie des 17. Jahr­hun­derts. Bedau­er­li­cher­wei­se war dies der wun­de Punkt des Pro­tes­tan­tis­mus. Sehr schnell nach dem Tod Luthers wur­de der Pro­tes­tan­tis­mus in Form der bei­den gro­ßen Haupt­strö­me, der evan­ge­li­schen und refor­mier­ten Kir­che, insti­tu­tio­na­li­siert. Statt kon­se­quent wei­ter­zu­re­for­mie­ren, setz­te schnell ein Ermü­dungs­pro­zess des refor­ma­to­ri­schen Eifers sowie ein Kon­so­li­die­rungs­pro­zess, und damit ver­bun­den ein Erstar­rungs­pro­zess, ein. Wei­ter­le­sen

ceBooks.de veröffentlicht 300. eBook

Sexualität (Alltag aus christlicher Weltsicht, Band 2)

Der christ­li­che eBook-Ver­lag ceBooks.de (Fol­gen Ver­lag) hat das 300. eBook ver­öf­fent­licht. Es han­delt sich um Band 2 der Rei­he „All­tag aus christ­li­cher Welt­sicht“ von Han­ni­el Stre­bel (hanniel.ch) für eine Erzie­hung, die sich am Wort Got­tes und nicht am Kon­sum­zeit­al­ter ori­en­tiert. Das eBook ist bei ceBooks.de erhält­lich.

In der Rei­he „All­tag aus christ­li­cher Welt­sicht“ gehe ich Tätig­kei­ten nach, die bedeu­ten­den Raum ein­neh­men. Vie­le Chris­ten, und mögen sie das frömms­te Bekennt­nis haben, wer­den durch zwei gesell­schaft­li­che Wand­lun­gen „ein­ge­sackt“: Die por­no­gra­fi­sche Epi­de­mie und die in jeden Win­kel unse­res Lebens vor­drin­gen­de Web­tech­no­lo­gie. In der vor­lie­gen­den Abhand­lung geht es um unse­ren Umgang mit der Sexua­li­tät in ver­schie­de­nen Lebens­pha­sen.

Heu­te wird so viel von Sex und so wenig über Sex gespro­chen. Men­schen sind weni­ger an Selbst­be­herr­schung und viel mehr an unmit­tel­ba­rer Lust­be­frie­di­gung inter­es­siert. Chris­ten ken­nen den Begrün­der der Sexua­li­tät per­sön­lich. Er ihnen alles mit­ge­ge­ben, was sie zu einem erfül­len­den Leben vor Ihm benö­ti­gen – also auch im Umgang mit ihrer Sexua­li­tät. Es geht dabei um viel­mehr als den Geschlechts­akt, näm­lich um Ehe, Fami­lie, Kin­der, aber auch um Geschlech­ter­rol­len, Geburt und Tod.

Jeder Abschnitt kann in einem ruhi­gen Moment gele­sen wer­den. Er folgt einem ein­heit­li­chen Auf­bau: Zen­tra­ler Gedan­ke, eine kur­ze Aus­füh­rung dazu sowie ein, zwei Fra­gen zur per­sön­li­chen Refle­xi­on. Han­ni­el Stre­bel (Klap­pen­text)

Aktualisiert(14.01.2019): Im Vogelflug durch die Bücher der Bibel

Eine Vortragsreihe von Hanniel Strebel zur Biblischen Theologie!

Ich bin Han­ni­el Stre­bel dank­bar für sei­ne Pre­digtrei­he „Im Vogel­flug durch…“. Prin­zi­pi­ell den­ke ich, dass Ein­füh­run­gen zur Bibel zunächst gar nicht so ein­fach zu erstel­len sind, und sind sie erst ein­mal da, wer­den sie auch wenig gele­sen oder gehört. Nun gibt es Ein­lei­tun­gen in Buch­form, akus­tisch war das bis­her aber ein eher ver­wehr­tes Ver­gnü­gen. Mit den Bei­trä­gen von Han­ni­el wird eine Lücke geschlos­sen. Ver­öf­fent­licht sind bis­her Bei­trä­ge zu die­sen Bibel­bü­chern:

Das AT ist nun fer­tig­ge­stellt.

Neu­es Tes­ta­ment:

Han­ni­el gelingt die Aus­ar­bei­tung des Roten Fadens und des zen­tra­len The­mas, z.B. in der Apos­tel­ge­schich­te: Der Herr/Heilige Geist der die Gemein­de baut, die Mit­ar­bei­ter aus­sen­det und lenkt und die Umstän­de fügt. Gleich­zei­tig fand ich vor allem bei der Apos­tel­ge­schich­te auch die Bedeu­tung des Autors Lukas, als Arzt, Mis­sio­nar und Apo­lo­get wich­tig, zum bes­se­ren Ver­ständ­nis des Tex­tes!

Mal sehen ob die Rei­he mal voll wird!

Tipp: Susanna Wesley

Die Mutter von John und Charles Wesley

Nun, eine „Mut­ter des Metho­dis­mus“, wie Susan­na Wes­ley auch genannt wird, stellt man sich sicher wohl orga­ni­siert, fein und gut behü­tet vor. Die Rea­li­tät sah jedoch auch bei Susan­na Wes­ley viel rau­er aus:

  • Bereits als Teen­ager ist sie im Kon­flikt mit ihrem Vater und ver­lässt sei­ne puri­ta­ni­sche Gemein­de.
  • Mit 19 hei­ra­tet sie einen Pas­tor, der jedoch lie­ber Poli­tik treibt, statt sich um sei­ne Schäf­chen zu küm­mern, stän­dig ver­schul­det ist, und bei einer Ehe­strei­tig­keit auch mal ein Jahr fort bleibt.
  • Neun ihrer Neun­zehn Kin­der verster­ben bereits im Klein­kind­al­ter. Als Susan­na Wes­ley mit 73 ver­stirbt, leben nur noch 8 ihrer Kin­der.
  • In all die­sem Tumult schafft sie es ihre Kin­der zu erzie­hen und zu bil­den. Es wird deut­lich, dass dabei eine ganz­heit­li­che Bil­dung ange­strebt wird.
  • Susan­na Wes­ley war ein Kind ihrer Zeit und doch auch ein Kind Got­tes, wel­ches an ihre Platz für ihren Herrn leuch­te­te.

Die von mir gele­se­ne Bio­gra­phie von Dal­li­mo­re ist nur noch anti­qua­risch erhält­lich.

Verfolgt im Atheismus

20 kurze Biographien aus der Sowjet-Zeit

Verfolgt im Atheismus

Das Mis­si­ons­werk Frie­dens­stim­me hat 2018 aus einer rus­si­schen, bereits etwas ver­al­te­ten Vor­la­ge meh­re­re Bio­gra­phi­en über­setzt und durch neue­re ergänzt. Her­aus­ge­kom­men ist ein Band mit zwan­zig beein­dru­cken­den Bio­gra­phi­en:

Die Erzäh­lun­gen machen deut­lich, dass den Chris­ten in der Sowjet­uni­on bra­chi­als­te Gewalt und Ver­fol­gung ent­ge­gen ström­te, die über Jahr­zehn­te unge­bro­chen anhielt: Chris­ten wur­den von ihren Arbeits­stel­len ent­las­sen, inhaf­tiert, in Straf­la­ger ver­setzt und auch sonst durch Pres­se und Gerüch­te ver­un­glimpft und dis­kri­mi­niert.

Das Buch kon­zen­triert sich auf drei The­men­be­rei­che:

  • Ver­fol­gung um die Zeit des zwei­ten Welt­krie­ges: Hier war es bra­chia­le Gewalt und die Käl­te Sibi­ri­ens mit denen die Chris­ten aus­ge­löscht wer­den soll­ten. Doch der ent­ge­gen­ge­setz­te Effekt trat ein. Das Evan­ge­li­um erreich­te Gefäng­nis­se und ent­fern­te Ecken der Sowjet­uni­on
  • Ab Ende der Fünf­zi­ger Jah­re scheint die Stra­te­gie umzu­schla­gen. Man dräng­te die Gemein­den zu einer „staat­lich aner­kann­ten Regis­trie­rung“. Fast alle der Bap­tis­ten­ge­mein­den waren (zumin­dest anfangs) damit ein­ver­stan­den, obwohl die „Regis­trie­rung“ vor­sah, dass Kin­der kei­nen Got­tes­dienst mehr besu­chen konn­ten. Ab den 60ern ent­stand jedoch ein Wider­stand in den eige­nen Krei­sen, der zu einer Abspal­tung einer Grup­pe führ­te, die die­se Ver­mi­schung von Staat und Gemein­de nicht dul­den woll­ten. Die über­lie­fer­ten Bio­gra­phi­en schil­dern sehr aus­führ­lich um das Rin­gen in die­ser Fra­ge
  • 1961 kam es dann zu einer Neu­grün­dung von „nicht regis­trier­ten“ Gemein­den unter Lei­tung von Gen­na­dij Krjutsch­kow, der nun für Jahr­zehn­te im Unter­grund leb­te, und nie, trotz inten­si­ver Suche von KGB und Co gefasst wer­den konn­te. Das ermög­lich­te ihm, Schreib­ar­beit zu ver­rich­ten, die nicht anonym blieb. Es brach­te den Bap­tis­ten Russ­lands viel Respekt ein, dass sie inten­si­ve ille­ga­le Lite­ra­tur­ar­beit betrie­ben.

Eini­ge Bio­gra­phi­en beschrei­ben auch die Ent­wick­lun­gen nach der Pere­stroi­ka. Es ist etwas scha­de, dass ein rela­tiv kur­zer Zeit­rah­men gewählt wur­de und nur im Rah­men der Deno­mi­na­ti­on gedacht wur­de. Es wäre inter­es­sant auch über Chris­ten Russ­lands zu lesen, die eher zu Beginn des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts ihre Wir­kung hat­ten. Sach­in­for­ma­tio­nen zu eini­gen typi­schen Begrif­fen und zahl­rei­che Foto­gra­phi­en ergän­zen das Werk. Vor allem die Pho­to­gra­phi­en wür­de ich man­chen russ­land­deut­schen Chris­ten sehr ans Herz legen, da sieht man dann schwarz auf weiß, dass die Chris­ten Russ­lands eben nicht alle uni­for­miert glatt gestrie­gelt in sel­ber Uni­form her­um lie­fen und den­noch einen feu­ri­gen Glau­ben haben konn­ten.

Zum Schluss noch ein Zitat, dass eine inter­es­san­te Bege­ben­heit gut beschreibt. Wie ging man eigent­lich mit der neu erlang­ten und eigent­lich völ­lig uner­war­te­ten Frei­heit nach der Ver­fol­gung um? Gen­na­dij Krjutsch­kow schreibt:

Kaum war der Eiser­ne Vor­hang gefal­len, hat man ange­fan­gen, uns zu sich ein­zu­la­den: „Brü­der! Die gan­ze Welt betet für euch! Man kennt euch in Ame­ri­ka und in Eng­land. Kommt eilends mit euren Fami­li­en zu uns zu Besuch. Wir wer­den eure Fahr­kos­ten über­neh­men!“ Ich ant­wor­te­te: „Nein, Brü­der! Seit dem Fall des Eiser­nen Vor­hangs ver­neh­men wir von über­all die Stim­me, die ruft: „Kommt nach Maze­do­ni­en und helft uns!“(Apg. 16,9)“ Der Herr gibt uns die Frei­heit, Bet­häu­ser zu bau­en und das Evan­ge­li­um zu pre­di­gen. Das Anse­hen und die Ehre, die uns auf­grund unse­rer arbeit zuteil gewor­den sind, sol­len nicht dazu genutzt wer­den, unse­ren Bekannt­heits­grad zu stei­gern. Auf kei­nen Fall! Wenn die Bru­der­schaft uns aus­sen­det, sei es zum Dienst, für geist­li­che Zie­le oder sons­ti­ge Fahr­ten, dann ja. Wenn aber nicht, dann blei­ben wir. Wenn Gott will, wer­den wir noch Zeit genug haben, um uns über­all um zuse­hen. Wenn wir untreu han­deln, welch ein Bei­spiel geben wir dann? Stre­ben nach Gewinn, Anneh­men von Geschen­ken, Popu­la­ri­tät — all das zer­stört die Gemein­de Sieb­zig Jah­re lang hat Gott uns Bedräng­nis­se erle­ben las­sen, um nur das Rei­ne und Geist­li­che zu erhal­ten. Er ließ uns durchs Feu­er gehen, damit der bewähr­te Glau­be viel kost­ba­rer erfun­den wür­de, als das ver­gäng­li­che Gold. (…) S. 392

Wer eine Ergän­zung zu die­sem lesens­wer­ten Werk sucht wird mit „Das Glück des ver­lo­re­nen Lebens“ gut bedient, wel­ches auch lite­ra­risch ein sehr hoch­wer­ti­ges Werk ist.