Alle Artikel mit dem Schlagwort: Francis Schaeffer

Tipp: Christliche Denker für eine neue Generation

Han­ni­el Stre­bel hat bereits vor eini­gen Jah­ren bei ceBooks.de fünf kur­ze ebooks über Christ­li­che Den­ker ver­fasst. Lei­der bin ich erst vor kur­zem dazu gekom­men die­se zu lesen.  Ches­ter­ton, C.S. Lewis, Packer, Scha­ef­fer und Sol­sche­ni­zyn wer­den in Leben, Werk und Den­ken mit je ca. 10.000 Wör­tern ein­ge­führt. Das ist die per­fek­te Län­ge um einen Start­punkt in die meist kaum zu über­schau­en­de Schreib­leis­tung der Den­ker zu bekom­men. Mei­ne per­sön­li­che Nagel­pro­be mach­te ich mit dem Band über C.S. Lewis, da mir sei­ne Wer­ke eben­falls recht gut bekannt waren, ich aber gleich­zei­tig kaum etwas über den Mann C.S. Lewis wuss­te. Sehr posi­tiv fand ich die Her­an­ge­hens­wei­se des Autors, dass man Leben und Den­ken ins­be­son­de­re bei Chris­ten nie tren­nen kann. Zusätz­lich über­rascht Han­ni­el immer wie­der mit einem sehr per­sön­li­chen und dabei wär­men­den Zugang, der vor allem jun­gen Leu­ten den Ein­stieg in die­se Lite­ra­tur erleich­tern kann. Beein­dru­ckend ist zudem, dass deut­lich wird, dass sich Han­ni­el sehr inten­siv und tief­grün­dig sowohl mit dem Werk wie mit dem Leben von C.S. Lewis aus­ein­an­der­ge­setzt hat und aus einer Viel­zahl von Wer­ken aus­führ­lich zitiert. Han­ni­el ver­sucht zudem …

Tipp: Der Untergang des christlichen Abendlandes

Ouweneel scheint in den Krei­sen der „Brü­der“ durch­aus umstrit­ten zu sein. Aber selbst die größ­ten sei­ner Kri­ti­ker fin­den noch Aner­ken­nen­des über sein Früh­werk. Eines davon trägt den durch­aus pro­vo­zie­ren­den Titel: „Der Unter­gang des Christ­li­chen Abend­lan­des“ und ich wür­de das Buch als leich­ten Ein­stieg zu Scha­ef­fers aus­führ­lich gestal­te­ter Ana­ly­se „Wie kön­nen wir denn Leben?“ sehen.  Ich fand das Buch neu­lich in mei­nem Bücher­re­gal und habe die 60 Sei­ten sehr schnell durch­ge­le­sen. Der Autor arbei­tet her­aus, dass der Exis­ten­zia­lis­mus für die Pop­kul­tur am Ende des zwan­zigs­ten Jahr­hun­der­tes die Leit­idee war. Der Exis­ten­zia­lis­mus kennt nur Rela­ti­ve Aus­sa­gen und ist hoff­nungs­los. Die­se Hoff­nungs­lo­sig­keit geht zunächst in die Kunst über und erreicht schnell jun­ge Men­schen und irgend­wann die gan­ze Gesell­schaft. Die Früch­te die­ser Ent­wick­lung seit den 60 Jah­ren kön­nen wir heu­te über­all ern­ten: Das hat ganz ein­schnei­den­de Kon­se­quen­zen. Frü­her war es abso­lut ver­bo­ten zu mor­den, zum Bei­spiel auch, gesun­de Kin­der zu töten. Heu­te gibt es aber Fäl­le, in denen das Leben von Mut­ter und Kind nicht gefähr­det ist und kein wirk­lich unlös­ba­res Pro­blem vor­liegt, und doch erwo­gen wird, die Tötung …

Buchrezension: … und er schweigt nicht

Fran­cis Scha­ef­fer. … und er schweigt nicht. R. Brock­haus Ver­lag: Wup­per­tal, 1991 (1. Taschen­buch­auf­la­ge). 95 Sei­ten. Anti­qua­risch. Vor­sicht mit einem for­­mal-phi­­lo­­so­­phi­­schen Ansatz Es ist ange­bracht dar­an zu erin­nern, dass Fran­cis Scha­ef­fer kein Phi­lo­soph war. Also gilt es weder auf einem gewis­sen Vor­ge­hen oder Ter­mi­no­lo­gie zu behar­ren noch Scha­ef­fer nach stren­gen phi­lo­so­phi­schen Vor­ga­ben zu qua­li­fi­zie­ren. Scha­ef­fer war Evan­ge­list mit Leib und See­le; sein Erfah­rungs­schatz aus Tau­sen­den von Gesprä­chen ist nicht zu unter­schät­zen. Unter die­sen Vor­zei­chen gehe ich an die­ses Buch – Teil der berühm­ten Tri­lo­gie von Scha­ef­fer – her­an. Scha­ef­fer hat sich im Vor­wort zum Zusam­men­hang der Tri­lo­gie geäus­sert. „Gott ist kei­ne Illu­si­on“ bil­det die Grund­la­ge, die in „Preis­ga­be der Ver­nunft“ ins­be­son­de­re „auf die phi­lo­so­phi­sche von Natur und Gna­de über­tra­gen“ wird. Die inhalt­li­che „Ver­klam­me­rung“ von „The God Who Is The­re“ und „He Is The­re and He Is Not Silent“ (engl. Ori­gi­nal­ti­tel) ist wich­tig zu erken­nen. Die zen­tra­le Fra­ge des vor­lie­gen­den Buches lau­tet: “Wie kön­nen wir etwas wis­sen, und wie kön­nen wir wis­sen, dass wir etwas wis­sen?” Es geht also um die Erkenntnistheorie.

Buchrezension: Preisgabe der Vernunft

Fran­cis Schaef­fer. Preis­gabe der Ver­nunft: Kur­ze Ana­lyse der Ursprün­ge und Ten­den­zen des moder­nen Den­kens.  Brock­haus Ver­lag: Genf/Wuppertal, 1985. 96 Sei­ten. Anti­qua­risch. Das Büch­lein bil­det Teil I der berühm­ten „Tri­lo­gie“ Schaef­fer (Ori­gi­nal: Escape From Rea­son, 1968). Zusam­men mit „Gott ist kei­ne Illu­sion“ sowie „und er schweigt nicht“ beschäf­tigt sich Schaef­fer grund­le­gend mit dem intel­lek­tu­el­len und kul­tu­rel­len Kli­ma der zwei­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts. In Preis­gabe der Ver­nunftent­wi­ckelt er ins­be­son­dere die Sche­mata von „Natur und Gna­de“ und der „Linie der Ver­zweif­lung“. Der Zwie­spalt des moder­nen Men­schen: Etap­pen der geis­tes­ge­schicht­li­chen Ent­wick­lung Im Schnell­durch­gang durch­schrei­tet Schaef­fer die abend­län­di­sche Geis­tes­ge­schich­te. Tho­mas v. Aquin (1225 – 1274) teil­te die Welt in Gna­de (das Höhe­re) und Natur (das Nie­dere) ein. Letzt­lich ver­dan­ken wir die­sem der Renais­sance zu Grun­de lie­gen­den Welt­bild ein ange­mes­se­nes Ver­ständ­nis der Natur. Ande­rer­seits lehr­te von Aquin, dass der mensch­li­che Wil­le vom Sün­den­fall betrof­fen war, der Intel­lekt jedoch nicht. Dar­aus ent­wi­ckelte sich die natür­li­che Theo­lo­gie, die ohne Bezug­nahme auf die Hei­lige Schrift aus­kam. (Die inhalt­li­che Halt­bar­keit die­ser Gedan­ken­gänge sind sehr umstrit­ten. Ron Kubsch geht im Scha­e­f­­fer-Sam­­mel­­band „Wahr­heit und Lie­be“ näher auf die Kri­tik ein.)

Buchrezension: Gott ist keine Illusion

Fran­cis Scha­ef­fer. Gott ist kei­ne Illu­si­on. Haus der Bibel/R. Brock­haus Ver­lag: Zürich/Genf/Basel/Wuppertal, 1974. Anti­qua­risch. Die­ses Buch (engl. Ori­gi­nal­ti­tel „The God Who Is The­re“, 1968) ent­hält die wesent­li­chen Erläu­te­run­gen der christ­li­chen Welt­sicht, wie sie von Fran­cis Scha­ef­fer ent­wi­ckelt wor­den ist. Mit Ent­wick­lung mei­ne ich „in zahl­lo­sen Gesprä­chen erar­bei­tet und ver­fei­nert“. Man­che die­ser Dis­kus­sio­nen spiel­ten sich in Scha­ef­fers Haus ab, wo Men­schen aus aller Welt abstie­gen und über die Sinn­fra­ge nach­dach­ten. Ers­ter Teil: Das intel­lek­tu­el­le Kli­ma in der zwei­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts Scha­ef­fer beginnt mit der Fest­stel­lung: Die Kluft ist befes­tigt. Die ein­heit­li­chen, vom Chris­ten­tum gepräg­ten Denk­vor­aus­set­zun­gen waren ver­schwun­den. Nicht­chris­ten ver­fie­len eine Zeit lang noch der Illu­si­on opti­mis­ti­scher Ant­wor­ten, ohne nach aus­rei­chen­den Grund­la­gen zu fra­gen. Sie han­del­ten ein­fach noch nach den christ­li­chen Mass­stä­ben ohne jedoch zu wis­sen, war­um (9). Zur Grund­aus­rüs­tung gehör­te, dass man mit abso­lu­ten Mass­stä­ben rech­nen konn­te. Die­ses Abso­lu­te schloss die Anti­the­se mit ein. (Es scheint mir, dass es bei Kin­dern aus christ­li­chen Eltern­häu­sern eine sol­che Pha­se gibt. Doch die­se dau­ert in der Regel nur kurz.) Wenn wir die Ver­än­de­run­gen in den Denkvoraussetzungen – …

Buchrezension: Wie können wir denn leben?

Fran­cis Scha­ef­fer. Wie kön­nen wir denn leben? Häns­s­ler: Holz­ger­lin­gen, 2000. 302 Sei­ten. Der Beta­­ni­en-Ver­­lag hat das Buch neu über­setzt und soeben ver­öf­fent­licht (sie­he hier). Fran­cis Scha­ef­fer (1912−1984), Evan­ge­list der Intel­lek­tu­el­len und einer der bedeu­tends­ten Evan­ge­li­ka­len des 20. Jahr­hun­derts, hat sei­ne Sicht auf die west­li­che Geis­tes­ge­schich­te in die­sem Buch nie­der­ge­legt. Ich emp­feh­le, sich ergän­zend die gleich­na­mi­ge Doku­­men­­tar­­film-Serie zu Gemü­te zu füh­ren.  Beim Lesen muss bedacht wer­den: Scha­ef­fer sah sich in ers­ter Linie nicht als Phi­lo­soph, son­dern als Evan­ge­list. Sei­ne (poin­tier­te) Sicht­wei­se hat er über Jahr­zehn­te in unzäh­li­gen Gesprä­chen mit Intel­lek­tu­el­len aus aller Welt ent­wi­ckelt und geschärft. Sie ist schon Mit­te der 80er-Jah­­re z. B. von Ronald W. Rueg­seg­ger kri­ti­siert wor­den.  Viel wich­ti­ger scheint mir ins­ge­samt jedoch die Aus­ein­an­der­set­zung mit einer christ­li­chen Welt­sicht an sich. Scha­ef­fer geht etap­pen­wei­se durch die Geschich­te der Chris­ten­heit. Zu den ein­zel­nen Pha­sen habe ich kur­ze Zusam­men­fas­sun­gen angefertigt.

Günstige englische E‑Books von und über Francis Schaeffer

Der ame­ri­ka­ni­sche Ver­lag Cross­way bie­tet Bücher von und über Fran­cis Scha­ef­fer in einer sehr güns­ti­gen E‑Book-Ver­­­si­on für den Kind­le an. Die E‑Books kön­nen auch am PC mit der Kin­d­­le-Sof­t­­wa­re gele­sen wer­den. Auch wenn das Ange­bot hier nur für weni­ge inter­es­sant erschei­nen wird, soll­te sich die weni­gen, die einen Kind­le besit­zen und ger­ne eng­li­sche Bücher lesen, die­ses Ange­bot nicht ent­ge­hen las­sen. Denn die Preis­re­du­zie­rung gilt wahr­schein­lich nur für eine kur­ze Zeit. Beson­ders emp­feh­lens­wert ist die Bio­gra­fie von Colin Duriez: Fran­cis Scha­ef­fer: An Authen­tic Life. Jedes Buch kos­tet nur 2,79 Euro. Fran­cis Scha­ef­fer: An Authen­tic Life Truth with Love: The Apo­lo­ge­tics of Fran­cis Scha­ef­fer Death in the City The Finis­hed Work of Christ: The Truth of Romans 1 – 8 Pol­lu­ti­on and the Death of Man No Litt­le People

Francis Schaeffer: Die große Anpassung

Simon Arnold hat eine gute Rezen­si­on zu „Die gro­ße Anpas­sung“ von Fran­cis Scha­ef­fer geschrie­ben. Obschon Fran­cis Scha­ef­fer schon seit mehr als 25 Jah­ren tot ist, lohnt sich ein Blick in sei­ne Bücher immer noch, weil er Din­ge und Ent­wick­lun­gen beschreibt, die damals schon sicht­bar waren, die heu­te aber umso stär­ker in Erschei­nung tre­ten. Im Buch „Die gro­ße Anpas­sung“ beschreibt Scha­ef­fer gewis­se geschicht­li­che Pro­zes­se und Ent­wick­lun­gen, die maß­geb­lich dazu bei­tru­gen, dass die evan­ge­li­ka­le Bewe­gung in Ame­ri­ka heut­zu­ta­ge das ist, was sie ist, näm­lich eine sehr ange­pass­te, von säku­la­ren Strö­mun­gen durch­drun­ge­ne, christ­li­che Bewe­gung. Die Dar­stel­lung, die Scha­ef­fer von der ame­ri­ka­ni­schen Chris­ten­heit gibt, lässt sich recht gut auf die deut­sche Situa­ti­on über­tra­gen, denn sie ist eine Ähn­li­che. ..wei­ter­le­sen auf unwisesheep.org

Ich liebe Bücher!

Schon als Kind ging ich regel­mä­ßig in die Stadt­bü­che­rei. „Die fünf Freun­de“ und „Die Schwar­ze Sie­ben“ von Enid Bly­ton habe ich eben­so ver­schlun­gen wie „Die drei Fra­ge­zei­chen“ von Alfred Hitch­cock. In der Zeit der Ober­stu­fe kam die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Lite­ra­tur dazu. Es fas­zi­nier­te mich, wenn Autoren wie Hein­rich Böll, Max Frisch oder Fried­rich Dür­ren­matt grund­sätz­li­che Fra­gen des Mensch­seins stell­ten. Wir — die Chris­ten — hat­ten die Ant­wor­ten. Lei­der kann­ten wir häu­fig die Fra­gen nicht mehr. Ich war damals schon Christ. So wur­de der Deutsch­un­ter­richt zur Platt­form fürs Zeug­nis­ge­ben. Ganz unge­plant und ohne Krampf. Das konn­te sogar schrift­lich — in Auf­sät­zen — gesche­hen. Mein Leh­rer war Sozi­al­de­mo­krat und über­zeug­ter Athe­ist. Aber er war fair. Ich kann mich an man­che Stun­de erin­nern, wo wir minu­ten­lang zu zweit dis­ku­tier­ten. Die Klas­se hör­te gespannt zu.

L’Abri — Die Geschichte und die Ursprünge von L’Abri

Es gibt Bücher, die erst im Bücher­re­gal „rei­fen“ müs­sen, bis sie der Besit­zer in die Hand nimmt und in den Genuss des Lesens kommt. Manch­mal muss auch der Leser für bestimm­te Bücher rei­fen, um sie dann gewinn­brin­gend zu lesen. Bei­des war bei mir der Fall, als mich jemand auf die Bücher von Fran­cis Scha­ef­fer hin­wies. Seit ca. 4 Jah­ren steht in mei­nem Bücher­re­gal das Buch von Fran­cis Scha­ef­fer „Wie sol­len wir denn leben? Auf­stieg und Nie­der­gang der west­li­chen Kul­tur“. Doch bevor ich mich an die­ses höchst intel­lek­tu­el­le Buch wag­te, ent­schied ich mich zuerst ein Buch von sei­ner Frau, Edith Scha­ef­fer, L’A­b­ri — Ursprün­ge und Geschich­te von L’A­b­ri zu lesen. Kurz nach dem 2. Welt­krieg sind die Scha­ef­fers aus Ame­ri­ka in die Schweiz gezo­gen, um dort mis­sio­na­risch tätig zu sein. Was sie in der Schweiz tun soll­ten, war ihnen zunächst auch nicht bekannt, jedoch ver­trau­ten sie Gott, dass er ihnen den rich­ti­gen Ort und die ent­spre­chen­den Auf­ga­ben zufüh­ren wür­de. In den recht tur­bu­len­ten Anfangs­jah­ren mit eini­gen Wohn­ort­wech­sel und nach der Rück­kehr aus dem Hei­mat­ur­laub wur­de die Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung der Scha­ef­fers nicht …