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Tipp: Der Untergang des christlichen Abendlandes

Kleine Einführung von Dr. W. J. Ouweneel

Ouweneel scheint in den Krei­sen der „Brü­der“ durch­aus umstrit­ten zu sein. Aber selbst die größ­ten sei­ner Kri­ti­ker fin­den noch Aner­ken­nen­des über sein Früh­werk.

Eines davon trägt den durch­aus pro­vo­zie­ren­den Titel: „Der Unter­gang des Christ­li­chen Abend­lan­des“ und ich wür­de das Buch als leich­ten Ein­stieg zu Scha­ef­fers aus­führ­lich gestal­te­ter Ana­ly­se „Wie kön­nen wir denn Leben?“ sehen.  Ich fand das Buch neu­lich in mei­nem Bücher­re­gal und habe die 60 Sei­ten sehr schnell durch­ge­le­sen.

Der Autor arbei­tet her­aus, dass der Exis­ten­zia­lis­mus für die Pop­kul­tur am Ende des zwan­zigs­ten Jahr­hun­der­tes die Leit­idee war. Der Exis­ten­zia­lis­mus kennt nur Rela­ti­ve Aus­sa­gen und ist hoff­nungs­los. Die­se Hoff­nungs­lo­sig­keit geht zunächst in die Kunst über und erreicht schnell jun­ge Men­schen und irgend­wann die gan­ze Gesell­schaft. Die Früch­te die­ser Ent­wick­lung seit den 60 Jah­ren kön­nen wir heu­te über­all ern­ten:

Das hat ganz ein­schnei­den­de Kon­se­quen­zen. Frü­her war es abso­lut ver­bo­ten zu mor­den, zum Bei­spiel auch, gesun­de Kin­der zu töten. Heu­te gibt es aber Fäl­le, in denen das Leben von Mut­ter und Kind nicht gefähr­det ist und kein wirk­lich unlös­ba­res Pro­blem vor­liegt, und doch erwo­gen wird, die Tötung des Kin­des im Mut­ter­leib zu lega­li­sie­ren. Frü­her war es Per­so­nen des­sel­ben Geschlechts ver­bo­ten, mit­ein­an­der geschlecht­li­chen Umgang zu haben. Heut­zu­ta­ge ist es denk­bar, das zu tole­rie­ren oder sogar zu pro­pa­gie­ren. Wir leben nicht mehr mit Gegen­sät­zen zwi­schen Wahr­heit und Lüge, zwi­schen Gutem und Bösem. Frü­her wur­den die Kin­der mit abso­lu­ten mora­li­schen Maß­stä­ben erzo­gen. Das ist nicht mehr so. Und dar­um gibt es kei­ne ech­ten Ant­wor­ten mehr auf die drän­gen­den Fra­gen der Jugend. (S. 33)

Wem Scha­ef­fer zu kom­pli­ziert sein soll­te, der soll­te zu die­sem Buch grei­fen. Jedoch wird man schnell sehen, eine genaue­re Ana­ly­se bräuch­te sicher mehr Platz.  Das Buch ist nur noch anti­qua­risch erhält­lich. Mein Exem­plar wür­de ich für 5 EUR inklu­si­ve Ver­sand ver­kau­fen. Wer zuerst kommt mahlt zuerst.

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