Alle Artikel mit dem Schlagwort: Biographie

Tipp: Johannes Kuhlo (Helmut Ludwig)

Johan­nes Kuhlo (1856−1941) ent­stamm­te dem frucht­ba­ren Erwe­ckungs­bo­den des Min­­den-Raven­s­­ber­­ger Lan­des. Schon im elter­li­chen Pfarr­haus emp­fing er ent­schei­den­de Ein­drü­cke für sein spä­te­res Leben, die wäh­rend des Theo­lo­gie­stu­di­ums auf den Uni­ver­si­tä­ten Hal­le, Leip­zig und Erlan­gen noch ver­tieft wur­den Eine Prak­ti­kan­ten­zeit im Rau­en Haus, der Grün­dung Wicherns, in Ham­burg ließ den jun­gen Kan­di­da­ten der Theo­lo­gie wert­vol­le Ein­bli­cke tun in die segens­rei­che Arbeit der männ­li­chen Dia­ko­nie. Sein ers­tes Pfarr­amt in dem länd­li­chen Hüll­horst führ­te Kuhlo wie­der in sei­ne enge­re Hei­mat zurück, wo er zehn Jah­re in gro­ßem Segen wir­ken durf­te. Dann hol­te ihn Vater Bodel­schwingh als Vor­ste­her des Brü­der­hau­ses Naza­reth an die Bethe­ler Anstal­ten bei Bie­le­feld. Hier hat Kuhlo fast fünf Jahr­zehn­te gelebt und gear­bei­tet. Noch im Ruhe­stand, ja bis zu sei­nem Heim­gang im 85. Lebens­jahr aber war er uner­müd­lich tätig als Vor­kämp­fer der Posau­nen­ar­beit, die gera­de ihm ent­schei­den­de Impul­se ver­dankt. Sein Flü­gel­horn beglei­te­te ihn das gan­ze Leben lang Die Lie­be zur Musik lag den Kuh­los im Blut. Schon im Eltern­haus begann er als Sechs­jäh­ri­ger zu bla­sen, und spä­ter hat er sich in Wort und Schrift, auf unge­zähl­ten Rei­sen, Konferenzen …

Tipp: Napoleon Bonaparte (Gottfried Mai)

Den tiefs­ten Ein­druck in der Welt­ge­schich­te haben Men­schen hin­ter­las­sen, die gleich­zei­tig Feld­her­ren und Staats­män­ner waren. Mehr als jeder ande­re vor ihm beein­fluss­te Napo­le­on Bona­par­te die moder­ne Welt hin­sicht­lich des Kriegs­we­sens, der Gesell­schafts­ord­nung, der Ver­wal­tung und Gesetz­ge­bung. Sein Auf­stieg in weni­gen Jah­ren vom ein­fa­chen Artil­le­rie­of­fi­zier zum Kai­ser der Fran­zo­sen und Herr­scher über wei­te Tei­le Euro­pas ist mär­chen­haft und bei­spiel­los. Weni­ger mär­chen­haft, son­dern nur noch bru­tal war die Aus­übung sei­ner Macht, deren Ver­su­chung er in der uner­sätt­li­chen Gier nach stän­di­ger Aus­wei­tung erlag.Die Köni­gin Loui­se von Preu­ßen hat nach ihrer Begeg­nung mit Napo­le­on im Jah­re 1807 in Til­sit fast pro­phe­tisch das Urteil gespro­chen: „Er ist ohne alle Mäßi­gung, und wer nicht Maß hal­ten kann, ver­liert das Gleich­ge­wicht und fällt.“ Napo­le­on ver­ei­nig­te in sei­ner Hand mehr Macht als sie je Karl der Gro­ße beses­sen hat­te. Er tri­um­phier­te über Päps­te, Kai­ser und Köni­ge. Auf dem Schlacht­feld hat­te er sei­ne Macht erwor­ben dort zer­rann sie ihm auch, nach­dem er in sech­zig Schlach­ten das Blut unge­zähl­ter Men­schen zu sei­nem Ruhm und sei­ner Ehre ver­gos­sen hat­te. Nach 20 Jah­ren Macht­fül­le ver­lor er das Spiel …

Tipp: Albrecht Dürer (Helmut Ludwig)

Albrecht Dürer (1471−1528) ent­stamm­te einer kin­der­rei­chen Fami­lie, er war das drit­te von acht­zehn Kin­dern. Bereits mit fünf­zehn Jah­ren war er so sehr vom Zeich­nen und Malen fas­zi­niert, dass sein Vater ihn in eine Meis­ter­leh­re gab. So kam der jun­ge Dürer zu Micha­el Wol­ge­mut, um Tech­nik, Stil und Kunst des Malens zu ler­nen. 1490 began­nen sei­ne Wan­der­jah­re. Der Maler deut­scher Fröm­mig­keit ist viel in der Welt her­um­ge­kom­men. Ita­li­en und die Nie­der­lan­de mit ihren pro­fi­lier­ten Ver­tre­tern der Kunst haben ihn beson­ders ange­zo­gen und berei­chert. Dass der berühmt gewor­de­ne und aus der deut­schen Kunst­ge­schich­te nicht mehr weg­zu­den­ken­de Künst­ler ein demü­ti­ger und glau­ben­der Mensch war, dass er mit bren­nen­dem Her­zen die Ereig­nis­se der refor­ma­to­ri­schen Bewe­gung ver­folg­te, ist nicht all­ge­mein bekannt. So will die­ses eBook vom Leben und Schaf­fen Albrecht Dürers Zeit, Werk und Per­sön­lich­keit eines begna­de­ten Künst­lers erschlie­ßen. eBook 2,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Tipp: William Carey, der Vater der modernen Mission

Wil­liam Careys Werk ist kaum zu über­schau­en. Sein Ein­fluss in Indi­en ist nicht hoch genug zu schät­zen. So ist auch die Abschaf­fung des Miss­brauchs der Wit­wen­ver­bren­nun­gen auf sei­nen Ein­satz zurück­zu­füh­ren. Meh­re­re Pflan­zen wur­den von ihm ent­deckt und beschrie­ben. Jedoch ist er vor allem Mis­sio­nar und Bibel­über­set­zer gewe­sen. Als Sprach­ge­nie war es ihm mög­lich das Neue Tes­ta­ment in 22 Spra­chen zu über­set­zen. Die gan­ze Bibel hat er zudem in wei­te­re 6 Spra­chen über­setzt, dar­un­ter Sans­krit, Hin­di, Mara­thi und Ben­ga­lisch. Vor allem die ben­ga­li­sche Bibel­über­set­zung war sein Lebens­wert, vie­le wei­te­re Über­set­zun­gen ver­ste­hen sich natür­lich als Pio­nier­ar­beit. Wenn mir etwas bei der Bio­gra­phie nicht gefal­len hat, dann das sie zu kurz ist. Ein der­art umfang­rei­ches Werk, wie die Mis­si­on in Seram­po­re kann man kaum hin­rei­chend auf etwas mehr als 250 Sei­ten beschrei­ben. Den­noch ist das Buch ein gutes Ein­stiegs­werk und gibt eine gute Über­sicht über einen der größ­ten Mis­sio­na­re seit der Zeit der Apos­tel. Man könn­te zum Leben Careys an die­ser Stel­le zahl­rei­che Aus­füh­run­gen machen, z. B. sei­ne Kampf gegen das Kas­ten­sys­tem. Mit­glied ihrer Gemein­schaft konn­te nur jemand werden, …

Von einem, der zuerst nach dem Reich Gottes trachtete

Die­ses Buch war schon eini­ge Jah­re in mei­nem Regal. Bei einer Bestel­lung bei cbuch.de war es güns­ti­ger, das Buch mit dazu zu bestel­len, als den Ver­sand zu zah­len. Erst jetzt kam ich dazu es zu lesen: Vie­le Ent­wick­lun­gen, die kenn­zeich­nend für die Erwe­ckung in der Brü­der­be­we­gung sind, gehen auf Prak­ti­ken und Erkennt­nis­se von Gro­ves zurück. Als rei­cher Zahn­arzt beschließt Gro­ves (übri­gens war sein Schwa­ger nie­mand gerin­ge­res als Georg Mül­ler) zuerst 10% und spä­ter 25% sei­nes Ein­kom­mens Gott abzu­ge­ben. Aber er stellt fest, dass kein Bereich sei­nes Lebens Pri­vat­sphä­re blei­ben darf. Und alles, auch sein Ver­mö­gen, Gott geweiht wer­den muss. Somit begnügt er sich damit, mit dem nötigs­ten aus­zu­kom­men, alles ande­re gehört dem Herrn. Sein Mot­to ist: „Arbei­te hart, ver­brau­che wenig, gib viel, und das alles für Chris­tus“. 1827 soll Gro­ves der ers­te gewe­sen sein, der vor­schlug, dass kein ordi­nier­ter Pastor/Prediger anwe­send sein muss, damit die Gemein­de das Brot bre­chen darf.  Gro­ves war kei­ner, der Was­ser pre­dig­te und Wein trank. Als er 1825 das Buch „Christ­li­che Hin­ga­be“ ver­öf­fent­lich­te, konn­te jeder sehen, dass er das glaub­te, was …

Durch viel Trübsal

Spur­ge­on berich­tet immer wie­der von den tie­fen Gewis­sens­bis­sen, die ihn als Teen­ager und Jugend­li­chen plag­ten: Mein Herz war Brach­land, mit Unkraut bedeckt, aber eines Tages kam der gro­ße Bräu­ti­gam und begann, mei­ne See­le zu pflü­gen. Er kam mit zehn schwar­zen Pfer­den, er benutz­te eine schar­fe Pflug­schar und zog tie­fe Fur­chen. Die schwar­zen Pfer­de, das waren die zehn Gebo­te, und es war die Gerech­tig­keit Got­tes, die mei­nen Geist wie eine Pflug­schar auf­riss. Ich war ver­dammt — hoff­nungs­los, hilf­los — ich dach­te, ich stün­de direkt vor der Höl­le. Dann kam eine neue Zeit des Pflü­gens in eine ande­re Rich­tung. Denn als ich das Evan­ge­li­um zu hören begann, trös­te­te es mich nicht. Ich wünsch­te wohl, dar­an Teil zu haben, aber ich fürch­te­te, eine sol­che Gna­de kom­me für mich nicht in Fra­ge.  Die aus­er­wähl­tes­ten Ver­hei­ßun­gen Got­tes blick­ten mich fins­ter an, und sei­ne Dro­hun­gen don­ner­ten auf mich her­ab. Ich bete­te, fand aber kei­ne Ant­wort des Frie­dens. Die­ser Zustand hielt lan­ge an. Es quäl­te Spur­ge­on zutiefst, dass er kei­nen Frie­den mit Gott fin­den konn­te. Sei­ne tie­fen Erfah­run­gen waren für sein geist­li­ches Leben von gro­ßer Bedeu­tung. Denn …

In Erinnerung an C.H. Spurgeon

Am 31. Janu­ar 1892, vor 121 Jah­ren, ging Charles Had­don Spur­ge­on Heim zu sei­nem Herrn Jesus, von dem er seit sei­nem 16. Lebens­jahr unauf­hör­lich pre­dig­te. Pre­di­gen war sei­ne Lei­den­schaft, der er sich mit gan­zer Hin­ga­be wid­me­te. Und das, was er vor über 120 Jah­ren pre­dig­te, wird heu­te noch gele­sen, geliebt und gehört. Wir haben hier im Blog eini­ge Male auf Spur­ge­on und sei­ne Wer­ke ver­wie­sen. Heu­te ist ein guter Tag, wie­der dar­an erin­nert zu wer­den. Mei­ne Lek­tü­re an die­sem denk­wür­di­gen Tag wird der Best­sel­ler von Spur­ge­on Ganz aus Gna­de in der erneu­er­ten Auf­la­ge vom Herold Ver­lag sein. 1. Biblio­gra­phie: Deut­sche Bücher von Charles H. Spur­ge­on 2. Spur­ge­ons Auto­bio­gra­fie in 4 Bän­den 3. Spur­ge­on über das Lesen (Teil 1, Teil 2, Teil 3) 4. Susan­nah Spur­ge­on — Die Frau an der Sei­te des Pre­di­ger­fürs­ten (Rezen­si­on) 5. 32 Din­ge, die du von Spur­ge­on viel­leicht noch nicht kennst (exter­ner Link in eng­li­scher Sprache)

Bibliographie: Biographien

Im Fol­gen­den habe ich ver­sucht alle Bio­gra­phien von Män­nern und Frau­en Got­tes zusam­men­zu­stel­len, wel­che es auf deutsch zu erwer­ben gibt. Auf­grund der gro­ßen Band­brei­te an anti­qua­ria­ten Wer­ken wer­den (bis jetzt) nur Wer­ke berück­sich­tigt, wel­che man neu erwer­ben kann. Es wur­de zudem ver­sucht auf vor­han­de­ne Wiki­­pe­­dia-Arti­­kel oder Web­sei­ten über die vor­ge­stell­ten Men­schen zu ver­wei­sen, damit man sich schon ein ers­tes Bild über die ein­zel­nen Per­so­nen machen kann. Des­wei­te­ren wur­de auch eine chro­no­lo­gi­sche Auf­lis­tung ange­strebt. Für Tipps, Hin­wei­se und Ergän­zun­gen bin ich dank­bar. Dar­um auch wir: Weil wir eine sol­che Wol­ke von Zeu­gen um uns haben, lasst uns able­gen alles, was uns beschwert, und die Sün­de, die uns stän­dig umstrickt, und lasst uns lau­fen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist. Hebr. 12,1

NIMM UND LIES verlost Fritz Binde-Biografien — November 2012 *BEENDET*

UPDATE: Die Gewin­ner ste­hen fest und wer­den im Lau­fe des Tages per E‑Mail benach­rich­tigt: Fried­rich, Sven und Fred. Herz­li­chen Glück­wunsch!!! Ihr lie­ben Leser des NIMM UND LIES-Blogs. Es geht wei­ter mit den monat­li­chen Ver­lo­sun­gen. Der Ver­lag Linea hat uns freund­li­cher­wei­se drei Exem­pla­re der eben im Ver­lag erschie­ne­nen Fritz Bin­­de-Bio­­­gra­­fie zur Ver­fü­gung gestellt.   Der inner­lich von Unru­he getrie­be­ne Uhr­ma­cher Fritz Bin­de (1867 – 1921) schloss sich frei­den­ke­ri­schen Krei­sen an und hoff­te, hier sei­ne Idea­le vom Guten und Schö­nen zu ver­wirk­li­chen. Doch mehr und mehr ent­wi­ckel­te er sich zum kri­ti­schen Den­ker und Zweif­ler. Dann fei­er­te er Erfol­ge in der Arbei­ter­be­we­gung – als Schrift­stel­ler und Red­ner. Doch letzt­lich blieb er unzu­frie­den und uner­füllt. Schließ­lich wird gera­de ein per­sön­li­cher Zusam­men­bruch zu einem neu­en Anfang: Fritz Bin­de fin­det zum Glau­ben an den ver­bor­ge­nen und doch leben­di­gen Gott. Die­ses Mal machen wir es nicht so leicht, an ein Exem­plar zu kom­men. Ein sinn­frei­er Kom­men­tar reicht nicht aus ;). Wir möch­ten von Dir wis­sen: Hast Du einen E‑Book-Rea­­der oder planst Du dem­nächst einen Rea­der zu erwer­ben? Oder nutzt du dein Tablet um E‑Books zu lesen?

Iain H. Murray: John MacArthur

Seit über 40 Jah­ren dient John MacAr­thur als Pas­tor in der Grace Com­mu­ni­ty Church in Kali­for­ni­en und ist durch sei­ne schrift­aus­le­gen­den Pre­dig­ten weit über die Ver­ei­nig­ten Staa­ten bekannt gewor­den. Ich weiß nicht mehr, wel­ches Buch ich von ihm als ers­tes gele­sen habe. Sicher ist, dass es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer mehr gewor­den sind. Es bedarf nicht wenig Fleiß, Bestän­dig­keit und noch mehr Gna­de, über Jahr­zehn­te hin­weg einer Gemein­de treu zu die­nen und nicht schon in jun­gen Jah­ren den Dienst des Pre­di­gers auf­zu­ge­ben und eine viel­ver­spre­chen­de Kar­rie­re als Pro­fi­sport­ler zu begin­nen. Erst ein schwe­rer Auto­un­fall ver­an­lasst den jun­gen John sein Leben Chris­tus zu wei­hen und dass zu tun, „was er von mir will, näm­lich sein Wort zu ver­kün­di­gen.“ Die fol­gen­den Jahr­zehn­te als Hir­te der Gemein­de ver­lau­fen mit Höhen und Tie­fen, im Ver­gleich mit ande­ren Die­nern Got­tes aber eher gleich­mä­ßig. Immer wie­der fällt MacAr­thur dadurch auf, dass er sich – oft erst nach abwar­ten­dem Zögern – gegen Ent­wick­lun­gen in der christ­li­chen, evan­ge­li­ka­len Welt aus­spricht. Damit macht er sich nicht nur Freun­de und ihm wird man­geln­de Demut vorgeworfen.