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Das Herz der Väter – Ein Plädoyer für das Vatersein

von Klaus Güntzschel

Ein Hinweis vorweg: Dieses Buch wurde hier bereits von Alexander vor gut einem Jahr vorgestellt. Doch manche Bücher können nicht oft genug weiterempfohlen werden. So wurde hier das Buch „Pflichten der Eltern“ auch zwei mal rezensiert, von Alexander und von Manuel.


Kleine Kinder können reizend sein, und wenn sie klein sind, sind sie auch schutzlos. Aus diesem Grund schauen gute Eltern gerne 24 Stunden am Tag, nicht nur voller Bewunderung auf das eigene Kind, sondern mit wachem Auge, ob nicht irgendwo eine Gefahr lauert. Die Obacht auf äußerliche Gefahren wird mit dem Wachstum der Kinder auf Gefahren für die Seele ausgedehnt. Und irgendwann fällt die Verpflichtung weg, auf äußerliche Gefahren aufzupassen. Aber die Sorge um die Seele bleibt auch dann, wenn Kinder erwachsen werden und heiraten.

Ich möchte ein Buch empfehlen, das zum einen die Gefahren für die Seele unserer Kinder aufzeigt, aber gleichzeitig auf Hilfe anbietet. Der Autor Klaus Güntzschel ist in einer Familie mit fünf Kindern aufgewachsen ist, und hat später selbst sechs Kinder bekommen. Er erinnert sich gerne an Sparziergänge mit seinem Vater und wie ihm sein Vater damals wichtige Dinge erzählte. Mit seinen eigenen Kindern hat er ebenfalls Spaziergänge unternommen, um im Vier-Augen-Gespräch Wichtiges an die nächste Generation zu übergeben. Weiterlesen

Gilbert K. Chesterton für eine neue Generation (Christliche Denker, Band 5)

Einführung in Leben und Werk

Gilbert K. Chesterton hat nicht nur Sir Arthur Conan Doyle beim Schreiben von „Sherlock Holmes“ inspiriert. Auch der britische Literat C. S. Lewis wurde wesentlich durch sein Werk beeinflusst, besonders durch sein Werk „Der unsterbliche Mensch“. Er verfasste in atemberaubender Geschwindigkeit Artikel, Essays, Fantasy-Romane, Theaterstücke und Sachbücher. Oft trat er als Redner und – noch lieber – als Dialogpartner in öffentlichen Diskussionen auf.

Chesterton verbindet Tiefgang, philosophische und literarische Expertise mit einzigartigem Witz, überraschenden, paradoxen Einsichten und einer Bescheidenheit bezüglich sich selbst. Vor allem hält er für unsere Zeit der Spätmoderne viele wichtige Einsichten bereit.

In 10‘000 Worten erhältst du in diesem Buch eine Einführung in die Lebensgeschichte und das Werk sowie einige Impulse für das Leben im 21. Jahrhundert.

Fol­gen Ver­lag, als eBook 3,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Kostenlose Bibelsoftware + App von Logos

Es ist schon länger her, dass ich etwas zu der Bibelsoftware Logos geschrieben habe. Seitdem hat sich viel getan. Logos ist schon seit einiger Zeit in der Version 7 erhältlich. Es sind deutsche Basispakete hinzugekommen (Nachtrag: deutsche Pakete sind nur in der Version 6 erhältlich). Das ist für den deutschen Markt ein gewaltiger Fortschritt. Die Basispaket Bronze, Silber und Gold enthalten zahlreiche Ressourcen und Datenbanken, die das Bibelstudium enorm bereichern. Die Preise für die Pakete fangen bei ca. 210 Euro an und das Gold-Paket kostet knappe 900 Euro.

Logos Basic – Die kostenlose Version

Wer bislang nur kostenlose oder sehr günstige Bibelsoftware benutzt hat, wird vielleicht bei den Preisen für die Basispakete zurückschrecken. Auch wenn ich mir sicher bin, dass jeder in Logos investierte Euro es wert ist, kann ich verstehen, dass man zunächst nicht bereit ist, so viel Geld auszugeben. Für alle, die die Preise bisher abgeschreckt haben, gibt es jetzt gute Nachrichten. Es gibt von Logos auch eine kostenlose Version. Logos Basic ist mit grundlegenden Funktionen ausgestattet und enthält folgende Werke in der Bibliothek: Weiterlesen

Rezension zu „Liebevoll Grenzen setzen“

von Henry Cloud und John Townsend, Gerth Medien 2001

Liebevoll Grenzen setzen von Henry Cloud und John Townsend, Gerth Medien 2001Bei einem christlichen Erziehungsratgeber, versuche ich immer zuerst das Menschenbild der Autoren herauszufinden. Manchmal ist es offensichtlich, doch meistens wird erst nach vollständiger Lektüre des Buches klar, woher die Autoren ihre Ratschläge beziehen und wohin die Erziehung zielt. Bei dem Buch „Liebevoll Grenzen setzen“ findet man ziemlich am Anfang auf S. 38 (ich beziehe mich auf die 1. Auflage von 2001) eine klare Positionierung:

„Als Christen und Psychologen leben wir in zwei total unterschied liehen Welten. Die religiöse Welt schiebt Probleme oftmals auf die sündige Natur des Kindes. Die psychologische Welt dagegen beschuldigt immer die Eltern und begründet jedes schlechte Verhalten des Kindes mit dem, was in seiner Kindheit alles falsch gelaufen ist. In beiden Fällen gibt es jeweils einen klar identifizierbaren Bösen und Guten.

Doch keine dieser Sichtweisen ist komplett richtig. Eigentlich ist es viel schlimmer: Wer wir heute sind, ist im Grunde das Ergebnis von zwei Einflüssen – unserem Umfeld und unserer Reaktion hierauf. Unsere Erziehung, unsere Beziehungen und die Umstände formen auf machtvolle Weise unseren Charakter und unser Verhalten. Doch wie wir auf diese Beziehungen und Umstände reagieren, beeinflusst ebenfalls die Person, die wir werden.“ (S. 38)

Und am Ende des Buches finde ich folgenden Hinweis:

„Ausnahmslos alle Kinder sind unreife Sünder; dies ist der Normalzustand unserer menschlichen Existenz.“ (S. 218)

Den Autoren fällt es im gesamten Buch schwer, dass Wort „Sünder“ zu erwähnen, auch wenn sie zuletzt einsehen, dass das der Normalzustand ist. Doch was sind „unreife“ Sünder? In den darauffolgenden Abschnitten wird deutlich, dass damit ein „Grenzenproblem“ gemeint ist, oder „Verhaltensmängel“ oder Fehlerhaftigkeit“. Weiterlesen

Besprechung: Information – Der Schlüssel zum Leben

Ein Grundlagenwerk von Werner Gitt

Dieses äußerst lesenswerte Standardwerk zum Thema „Schöpfung oder Evolution“ ist letztes Jahr in einer neuen Auflage erschienen und war mir bereits unter dem alten Titel bekannt.

Die Vorgehensweise bei der Argumentation des Autors finde ich besonders gelungen. Der Informationsansatz bietet eine umfassende Argumentation für einen Schöpfergott. Hierbei zeigt sich, dass das Buch kein wissenschaftliches sondern ein geistliches Werk ist. Das ist für mich die große Stärke des Buches, dass der Autor so klar und deutlich Stellung zum Gott der Bibel nimmt, wie man das in Deutschland kaum noch zu hören bekommt.

„(…) aber ohne den Geist Gottes kann niemand die Welt richtig verstehen, auch wenn er die Frage nach der Herkunft der Information logisch korrekt beantworten kann. Wenn es stimmt, dass die Bibel das Buch der Wahrheit ist – und das bezeugt sie auf vielfache Weise -, dann ist sie der eigentliche Schlüssel, um die Welt deuten zu können. Seite 42

Weiterhin werden wir durch das vorbildliche Zeugnis von Menschen zum Lesen (der Schrift, Anm. vom Rezensent) ermuntert. Die Leute von Beröa „nahmen das Wort ganz willig auf und forschten täglich in der Schrift“ Seite 359

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Tipp: J. I. Packer für eine neue Generation (Christliche Denker, Band 4)

Einführung in Leben und Werk

James I. Packer, geboren 1926, gebürtiger Brite und eingebürgerter Kanadier, darf mit Recht als eine führende Person des Evangelikalismus im 20. Jahrhundert bezeichnet werden. Er gelangte vor allem durch sein Buch „Gott erkennen“ (engl. „Knowing God“) zu großer Bekanntheit. Vor kurzem verabschiedete sich der 90-Jährige von der Öffentlichkeit. Seine tiefe Freude an Christus, sein geradliniger Lebensmarathon und seine erstaunliche schriftliche Hinterlassenschaft sind es wert näher betrachtet zu werden.

Packer weist einer neuen Generation den Weg: Die unermüdliche Betonung der Bedeutung von Jesus‘ stellvertretendem Sühnetod, seine Hochachtung vor der Autorität der Heiligen Schrift und dem Nachdruck auf einer biblisch verstandenen Bedeutung der Heiligung legen den Boden für eine gesunde geistliche Entwicklung für Einzelne, Kirchgemeinden und Gemeindebünde.

In 10‘000 Worten erhältst du in diesem Buch eine Einführung in die Lebensgeschichte und das Werk sowie einige Impulse für das Leben im 21. Jahrhundert.

Fol­gen Ver­lag, als eBook 3,99 EUR, ePub/Mobi, erhält­lich bei: ceBooks.de

Tipp: Was lernen unsere Kinder? (Axel Volk)

Schulsysteme und ihre Erziehungsziele - Gefahren für unsere Kinder?!

Axel Volk ist Lehrer an einer christlichen Bekenntnisschule und hat auf einer christlichen Familienkonferenz Vorträge gehalten. Aus diesen Vorträgen ist das Buch Was lernen unsere Kinder? entstanden.

Aber wir müssen im Auge behalten, dass diese uns umgebende Kultur nicht etwas Wertneutrales ist (wo wir hineingestellt sind, ohne etwas dagegen tun zu müssen), sondern etwas Feindliches! Und das Schulsystem, in dem unsere Kinder groß werden, ist dazu da, sie für diese Kultur passend zu machen. S. 13

Unsere Schulsysteme sind Teil einer nach-christlichen Kultur, einer Kultur, die sich endgültig von ihren christlichen Wurzeln lösen möchte bzw. größtenteils gelöst hat und die geradewegs auf den moralischen Zustand von Sodom und Gomorra zusteuert, auf völlige Gottlosigket und Zügellosigkeit. S. 13

Er merkt an, dass in vielen der Landesschulgesetze gute und wohlklingende Formulierungen enthalten sind. Dem Schulgesetz von NRW gemäß sollen die Schüler in „Ehrfurcht vor Gott“ unterrichtet werden. Der Alltag an deutschen Schulen klingt weniger schön. Gewaltprobleme, Drogenprobleme, Medienkonsumprobleme, Leistungsprobleme dominieren an vielen Schulen in Deutschland.

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Besprechung: Die Arche Noah – Mythos oder Wahrheit?

Ein Buch von Dr. Stefan Drüeke

Kaum etwas aus der Bibel wird von Bibelkritikern stärker angegriffen als der Sintflutbericht. Eine weltweite Flut wird abgelehnt, ebenso der Bericht über die Arche und die Rettung der Tiere. Im Gegensatz dazu ist der Autor Dr. Stefan Drüeke davon überzeugt, dass die Bibel das Wort Gottes ist und die Berichte voll vertrauenswürdig sind. (S. 9)

Die Bibel beinhaltet nur einen groben Bericht, über viele Details macht die Bibel kaum Angaben. Anscheinend hielt es Gott nicht für notwendig, uns Einzelheiten mitzuteilen. Außerdem ist die Bibel nicht in wissenschaftlicher Fachsprache, sondern in der Sprache des täglichen Lebens verfasst.

Das ist verständlich, denn die Bibel wurde nicht geschrieben, um Kenntnisse über Geologie zu vermitteln, sondern um den Menschen die Gedanken Gottes kundzutun. (S. 10)

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Mein Volk, das in vergang’nen Tagen

Ein Lied von Ernst Heinrich Gebhardt

Vor einigen Jahren bin ich auf dieses Lied gestoßen, dass ich gerne mit euch teilen würde, da der Inhalt doch ungewöhnlich ist im Vergleich zu vielen der anderen alten Glaubenslieder:

1. Mein Volk, das in vergangnen Tagen
des Herren Banner fröhlich schwang,
dazu, von hohem Geist getragen,
so himmlisch schöne Lieder sang,
wo ist denn deiner Väter Glauben,
ihr‘ feste Burg, ihr‘ Waff und Wehr?
Du ließt dein höchstes Gut dir rauben
von einem ganzen Höllenheer!

2. Mein Volk, das in verfloss’nen Zeiten
mit einer heiligen Geduld,
verfolgt, erträgt die schwersten Leiden,
gestützt auf Gottes Vaterhuld,
kaum sah’n wir dich dem Leid entrinnen,
so warfst du dich zum Herrscher auf,
um schnell am Faden fortzuspinnen,
wo Rom verlor den blut’gen Lauf!

3. Mein Volk, das einstens protestierte
voll Kühnheit wider Trug und Wahn,
dass schnell dein Geist, der lang‘ verirrte,
betrat der Wahrheit lichte Bahn.
Ist jener Kampf denn schon beendet,
im Geist besiegt der Lügner Rott‘?
Weh‘ dir, du hast dein Herz gewendet,
bekämpfst das Licht nun selbst mit Spott!

4. Mein Volk, erwach aus deinem Schlummer
und kehr zu deinem Herrn zurück,
sonst trifft dich endlich schwerer Kummer,
verscherz doch nicht dein eignes Glück!
Folg deiner Väter treuem Mahnen,
noch hast du hierzu Gnadenfrist.
O schar dich eilends zu den Fahnen
des Siegesfürsten Jesus Christ.

Hier fehlt mir noch ein Buch: Okkulte Belastung

Noch offene Fragen

Womöglich bin ich nicht der richtige Mensch dafür, um dieses Thema anzusprechen. Mir fehlt eine ordentliche Portion Taktgefühl und Einfühlsamkeit lasse ich auch oft vermissen. Von einer freundlichen und netten Ausdrucksweise will ich gar nicht reden. Dennoch haben sich bessere und schlauere Menschen nicht bereit gefunden, hier den Finger auf eine offene Wunde zu legen.

Ich fürchte bei kaum einem Thema lassen wir so sehr Spekulationen, Fiktion und Wunschvorstellungen ein, wie beim Thema der Besessenheit. Ein seltsamer Ausdruck, schon beim Aussprechen und Schreiben will man sich nicht wohl fühlen und fühlt sich von einer dunklen Macht bedroht. Dabei ist der Fürst der Finsternis durchaus real und stärker als jeder Mensch, aber nie so stark wie Gott. Wir haben es im Christentum nicht mit Polytheismus zu tun, also einem guten Gott und einem Gott der Unterwelt, eine Vorstellung die sich schnell einschleichen will, aber ich will es lieber mit den Reformatoren halten. Es soll Luther sein, der gesagt hat: „Der Satan ist wie ein Hund an der Kette; er kann nicht weitergreifen, als Gott ihm Raum gibt und solange er ihm Raum gibt …“ Weiterlesen