Medien
Kommentare 1

Lass deine Bücher frei…

Sicher hast du Bücher in dei­nem Bücher­re­gal, die du ein­mal gele­sen hast und wahr­schein­lich nie wie­der lesen wirst. Lass die­se Bücher frei! Und viel­leicht machst du ande­ren damit eine Freu­de. Bücher frei­las­sen? Ja, ganz ein­fach. Nimm an der welt­wei­ten Com­mu­ni­ty Book­Crossing teil. Weil ich von der Idee von Book­Crossing so fas­zi­niert bin, möch­te ich kurz erklä­ren, was es mit ihr auf sich hat und wie christ­li­che Bücher­wür­mer dar­an teil­neh­men kön­nen.

Anmel­den bei Book­Crossing

Erstel­le zunächst ein Benut­zer­pro­fil bei Book­Crossing. Danach kannst du (alle) dei­ne Bücher regis­trie­ren Jedes Buch erhält eine BC-ID, mit der jedes Buch ein­deu­tig iden­ti­fi­zier­bar ist. Auf der Sei­te kannst du dann ganz ein­fach für jedes Buch einen Auf­kle­ber erstel­len und indi­vi­du­ell anpas­sen. Mit die­sem Auf­kle­ber wird für alle erkennt­lich gemacht, dass das Buch mit­ge­nom­men, gele­sen und wei­ter­ge­ge­ben wer­den kann. Eini­ge Com­mu­ni­ty-Mit­glie­der haben ver­schie­de­ne deut­sche Eti­ket­ten zur frei­en Ver­fü­gung her­ge­stellt.

Das Buch geht auf die Rei­se

Und jetzt wird es span­nend! Das Buch geht auf die Rei­se. Dafür musst du zunächst raus aus dem Haus. Das ist die ers­te Vor­aus­set­zung.

Und dann wer­de krea­tiv, und lass das Buch frei! Es gibt kei­ne fes­ten Regeln fürs Frei­las­sen, aber nut­ze Dei­nen gesun­den Men­schen­ver­stand und lass kei­ne Bücher frei, wo es dadurch Schwie­rig­kei­ten geben könn­te (Flug­hä­fen und Flug­li­ni­en sind beson­ders alar­miert bei her­ren­los her­um­lie­gen­den Sachen). Den­ke lie­ber an Plät­ze, wo Men­schen lang­sa­mer wer­den und ihre Umge­bung bewuss­ter wahr­neh­men — wie zum Bei­spiel Park­bän­ke, Spiel­plät­ze, Wald­we­ge, Umklei­de­ka­bi­nen, tou­ris­ti­sche Sehens­wür­dig­kei­ten, Züge, Sta­tu­en oder… Über­ra­sche uns!

Sobald dein Buch in ande­re Hän­de gelangt und die Per­son der Anlei­tung auf dem Auf­kle­ber folgt, erfährst du, wo es sei­ne nächs­te Sta­ti­on macht. Book­Crossing hat das Ziel, das dei­ne Bücher min­des­tens ein­mal von einer ande­ren Per­son gele­sen wer­den. Und wenn der Fin­der das Buch nach dem Lesen wie­der auf die Rei­se schickt, geht es wei­ter und wei­ter und… Und das alles ohne Por­to­kos­ten. Im Rei­se­jour­nal kann man nach­ver­fol­gen, wer das Buch gele­sen hat und wo, inklu­si­ve einer Bewer­tung des Buches. Der Absen­der des Buches bekommt die­se Infos per Email zuge­sandt.

Grün­de eine OBCZ

Eine OBCZ ist eine offi­zi­el­le Book­Crossing Zone, wo Bücher von ihrer Rei­se aus­ru­hen kön­nen und neue Inter­es­sen­ten fin­den kön­nen. Die­se Zone könn­te an allen öffent­lich zugäng­li­chen Orten, wie Cafés, Geschäf­ten usw. gegrün­det wer­den. Emp­feh­le die­se Mög­lich­keit doch dei­nen christ­li­chen Geschäfts­leu­ten wei­ter, damit die Com­mu­ni­ty wächst. Übri­gend hat Deutsch­land die zweit­größ­te Book­Crossing-Com­mu­ni­ty nach den USA. Momen­tan sind in Deutsch­land über 6500 Bücher in der frei­en Wild­nis ver­füg­bar und war­ten auf einen Fin­der.

Sen­de christ­li­che Bücher auf die Rei­se

Ich bin ehr­lich, ich wür­de mich rie­sig freu­en, ein christ­li­ches Buch auf einer Park­bank, im Zug oder beim Arzt zu ent­de­cken. Wel­che christ­li­che Lite­ra­tur eig­net sich für die­sen Zweck? Wahr­schein­lich könn­te man jedes evan­ge­lis­ti­sche Buch auf die Rei­se schi­cken. Aber auch Erzäh­lun­gen, Bio­gra­fi­en und mei­net­we­gen auch gute Roma­ne wer­den bei den Fin­dern bestimmt Lese­freu­de wecken. Oder wie wär es mit einer Bibel oder einem Bibel­teil? Und wer weiß, viel­leicht ergibt sich auch ganz neben­bei ein Aus­tausch mit den Fin­dern über den christ­li­chen Glau­ben.

Ich bin begeis­tern und schi­cke dem­nächst ein Paar Bücher auf die Rei­se. Ich bin gespannt! Auf der Inter­net­sei­te kannst du übri­gens auch nach Büchern in dei­ner Umge­bung suchen. Geh auf die Jagd! Geni­al, oder?

Kategorie: Medien

von

NIMM UND LIES - dieser Aufforderung möchte ich selbst nachkommen und andere dazu motivieren und anleiten. NIMM UND LIES zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Denn beim Lesen lässt sich vortrefflich denken (nach Leo Tolstoi). Ich lebe mit meiner Frau und unseren vier Kindern in Baden-Württemberg.

1 Kommentare

  1. Alex Rempel sagt

    Eine äußerst gute Idee um gele­se­ne Bücher wie­der in Umlauf zu brin­gen. In vie­len Städ­ten gibt es mitt­ler­wei­le auch öffent­li­che Bücher­schrän­ke in denen eben­falls unge­nutz­te Bücher abge­stellt und von ande­ren mit­ge­nom­men wer­den kann. Erst letz­te Woche habe ich im Ikea bei Bonn eini­ge Bücher „frei­ge­las­sen“. Und mor­gen wer­den eini­ge im Bücher­schrank auf dem Gelän­de mei­nes Arbeit­ge­bers „lie­gen“ blei­ben.

    Bei Wiki­pe­dia gibt es eine Lis­te mit vie­len öffent­li­chen Bücher­schrän­ken.

Hinterlasse einen Kommentar!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.