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Häusliche Gewalt — Wie man helfen kann

Die kleine Seelsorgereihe Nr. 6

183_0Wie reagiert man, wenn man von häus­li­cher Gewalt erfährt? Kann man dem Opfer irgend­wie hel­fen? Und was ist mit dem Täter? Wenn ich eine Fami­lie ken­nen soll­te, die mit die­sem Pro­blem kon­fron­tiert ist, wüss­te ich nicht, wie ich ver­nünf­tig reagie­ren und hel­fen könn­te.

In dem 6. Band der klei­nen Seel­sor­ge­rei­he haben sich eine Rei­he von Auto­ren zu die­sem The­ma zu Wort gemel­det und das Heft „Häus­li­che Gewalt – Wie man hel­fen kann“ ver­fasst. David Powli­son, Paul David Tripp und Edward T. Welch beschrei­ben, wie man sowohl Opfer als auch Täter mit gutem Rat zur Sei­te ste­hen kann.

Im ers­ten Teil geht Edward T. Welch dar­auf ein, wie man dem Opfer hel­fen kann. In den meis­ten Fäl­len ist es die Frau, wel­che Opfer von häus­li­cher Gewalt ist. Seel­sor­ge beinhal­tet in die­sem Fall nicht nur das Zuhö­ren und Rat geben an den Rat­su­chen­den, son­dern es schließt auch das akti­ve Han­deln und Beschüt­zen vor wei­te­ren dro­hen­den Über­grif­fen ein. Wei­ter soll man die Unter­drück­ten ermu­ti­gen, ihre Hoff­nung auf Gott zu set­zen.

„In einer Welt, in der eine Frau dem nicht ver­trau­en kann, der ihr am nächs­ten steht, ist der größ­te Segen, den Sie ihr wei­ter­ge­ben kön­nen, die Gewiss­heit von Got­tes lie­ben­der, sor­gen­der Gegen­wart.“ (Sei­te 6).

In der letz­ten Pas­sa­ge zeigt Welch, wie man dem Unter­drück­ten hel­fen kann, den Angrei­fer zu ent­waff­nen.

Im zwei­ten und etwas aus­führ­li­che­ren Teil des Hef­tes, wel­ches von David Powli­son und Paul David Tripp ver­fasst wur­de, geht es um den Unter­drü­cker und wie man ihm hel­fen kann. Sie begin­nen mit der Tat­sa­che, dass die­se Unter­drü­cker genau­so Got­tes Gna­de brau­chen, wie jeder ande­re auch. In dem Fall sind sie nicht schlech­ter auf­ge­stellt als ein Pas­tor oder ein Chor­kna­be. Im nächs­ten Abschnitt geht es dann um die Wesens­zü­ge der Unter­drü­cker, die sich ger­ne im Nebel der Aus­re­den bewe­gen und jeg­li­che Schuld von sich wei­sen.

„Erwar­ten Sie, es mit kom­pli­zier­ten, sub­ti­len Mus­tern von Selbst­täu­schung zu tun zu bekom­men.“ … „Erwar­ten Sie, auf Gewohn­hei­ten zu tref­fen, die ande­ren durch Täu­schung zu gewin­nen.“ … „Erwar­ten Sie, dass Sie einer Selbst­täu­schung von „Bekennt­nis und Reue“ ent­ge­gen­tre­ten müs­sen.“ … „Oft mani­pu­lie­ren sie ihre Opfer und schüch­tern sie ein“ (Sei­te 12)

Nach­dem man die­se Ver­hal­tens­wei­se bei dem gewalt­tä­ti­gen Rat­su­chen­den erkannt und auf­ge­deckt hat, darf man ihm trotz­dem den wun­der­ba­ren Weg der Gna­de zei­gen und prak­ti­sche sowie theo­lo­gi­sche Tipps geben.

Wie der Name der Rei­he schon sagt (Klei­ne Seel­sor­ge­rei­he), ist auch die­ses Heft nur eine kur­ze Abhand­lung, die dem Leser einen Ein­blick gibt, wie man sich ver­han­deln soll, wenn jemand mit Gewalt­pro­ble­men (egal ob Opfer oder Täter) um Rat fragt. Wenn man das Ehe­paar län­ger betreut, soll­te man sich auf jeden Fall wei­ter­füh­ren­de Lite­ra­tur beschaf­fen.

vm

Titel: Häus­li­che Gewalt (Nr. 6)
Unter­ti­tel: Wie man hel­fen kann
Autor: David Powli­son, Paul David Tripp und Edward T. Welch
Sei­ten: 20
For­mat: DIN-lang
Ein­band: gehef­tet
Jahr: 2010
Ver­lag: 3L Ver­lag
ISBN: 978−3−941988−05−7
Preis: 2,95 Euro
erhält­lich bei: 3L Ver­lag
Lese­probe: 3L Ver­lag

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