Erzählungen
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Gescheiterte Flucht

Debütroman von Michael Meinert

Gescheiterte-FluchtFrü­her war alles bes­ser – wer hat das nicht schon ein­mal gehört? Der Autor nimmt uns mit in die­se nicht immer gute alte Zeit und zeigt uns Men­schen in ande­ren Lebens­um­stän­den, aber mit ähn­li­chen Pro­ble­men wie wir heu­te.

Die Hand­lung beginnt um 1850 in einem klei­nen Dorf in Schle­si­en. Albert Grü­ning ist Ober­förs­ter im Schnee­ber­ger Forst. Mit sei­ner unge­ho­bel­ten Art ver­treibt er fast jede Men­schen­see­le aus sei­nem Leben. Seit gerau­mer Zeit treibt ein Wild­dieb sein Unwe­sen. Trotz ver­schärf­ter Maß­nah­men fal­len immer wie­der Schüs­se. Zurück blei­ben ver­en­de­te Tie­re und Abdrü­cke von gena­gel­ten Schu­hen.

Zur glei­chen Zeit schmie­det sein größ­ter Feind Her­mann Wit­te­mann Plä­ne, um Albert Grü­ning ein für alle Mal zu ver­nich­ten. Er will ihn büßen las­sen und da wäre ein frü­her Tod nicht in sei­nem Sin­ne. Und sei­ne schö­ne Nich­te Rahel von Bre­dow soll sein Werk­zeug sein. Wit­te­mann glaubt, dass er mit Rahel tun und las­sen kann, wie ihm beliebt. Aber er rech­net nicht mit einem mäch­ti­gen Gott, den Rahel und ihre Mut­ter von Her­zen lie­ben.

Die­ser Roman ist span­nend und mit­rei­ßend geschrie­ben. Der Leser wird dabei förm­lich in eine ande­re Zeit ver­setzt. Eine Zeit in der Sit­te und Anstand eine gro­ße Rol­le spiel­ten und selbst die Spra­che noch eine ande­re war.

Aber auch tief­ge­hen­de Glau­bens­the­men wer­den in die­sem Roman behan­delt. Jeder Leser kann erfah­ren wel­chen Unter­schied es macht, ob man mit oder ohne Gott Trau­er bewäl­tigt. Gott kann Men­schen ändern und von tie­fen Hass­ge­füh­len befrei­en.

Jen­ni­fer Rem­pel

Titel: Geschei­ter­te Flucht
Autor: Micha­el Mei­nert
Sei­ten: 424
For­mat: 14 x 21 cm
Ein­band: Paper­back
Jahr: 2012
Ver­lag: BOAS-Ver­lag
ISBN: 978−3−942258−05−0
Preis: 14,95 Euro
erhält­lich bei: BOAS-Ver­lag, CSV
Lese­probe: BOAS-Ver­lag
als eBook: 8,99 EUR bei ceBooks.de

2 Kommentare

  1. Habe das Buch gewon­nen (Vie­len Dank an ceBooks.de). Habe es nur ange­le­sen weil das The­ma und die zusam­men­ge­fass­te Sto­ry­line mein Inter­es­se nicht geweckt haben. Kann des­halb auch kei­ne abschlie­ßen­de Bewer­tung geben. Aller­dings fin­de ich schon eini­ge Eck­da­ten etwas zwei­fel­haft … dass Deut­sche Im 19ten Jahr­hun­dert Vik­tor und Rahel (Haupt­fi­gu­ren) hei­ßen, wirkt dann doch arg kon­stru­iert (sogar die deut­schen Juden hie­ßen zu der Zeit typi­scher­wei­se eher Fried­rich oder Frie­da). Auch die Kon­stel­la­ti­on der Haupt­fi­gu­ren (Mann mitt­le­ren Alters und jun­ge Frau (um die 20)) … wirkt lei­der zu kon­stru­iert und fan­ta­siert.

    Naja, das Cover sieht auch mehr nach einem Gro­schen­ro­man aus. Plus­punk­te gibt es für den Anspruch Pro­sa und Evan­ge­li­um „bibel­treu“ und ori­gi­nell zu ver­bin­den. Bleibt zu hof­fen dass die­se Arbeit wei­ter­be­trie­ben wird … aller­dings mit Ver­bes­se­run­gen in den oben genann­ten Berei­chen. Wün­sche dem Auto­ren und dem Ver­lag trotz allem gutes gelin­gen.

  2. Alexander Rempel sagt

    Es gefällt mir, dass in der Geschich­te nicht alle Per­so­nen typisch deut­sche Namen haben. Die Namen Vik­tor und Rahel wur­den auch schon damals in Deutsch­land ver­ge­ben.

    Und wegen des Covers — da kannst Du dem BOAS-Ver­lag ja mal dezent dei­ne Diens­te anbie­ten :-).

    Gruß, Alex­an­der

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