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Die Fabeln Martin Luthers

Ein Hahn scharret auf dem Mist und fand eine köstliche Perle. Als er dieselbe im Kot so liegen sah, sprach er: „Siehe, du feines Dinglein, liegst hier so jämmerlich. Wenn dich ein Kaufmann fände, der würde deiner froh werden und du würdest zu großen ‚Ehren kommen. Aber du bist mir und ich dir, kein (nichts) nütze. Ich nehme ein Körnlein oder Würmeln und ließe ihm alle Perlen.

Lehre: Diese Fabel lehret, dass dies Büchlein, bei Bauern und großen Leuten unwert ist, wie denn alle Kunst und Weisheit bei selbigen verachtet ist. Wie man spricht: Kunst gehet nach Brot. Sie warnt aber, dass man die Lehre nicht verachten soll

Nur wenige wissen, wie vielseitig der Reformator Luther tatsächlich war. Neben seiner Arbeit als Bibelübersetzer, war er ein geschickter Prediger, ein treuer Seelsorger, ein feiner Liederdichter und zuletzt auch bemüht die Allgemeinbildung des „gemeinen“ Volkes aufrecht zu erhalten. So übersetzte er auch eine Vielzahl der Fabeln Äsops ins Deutsche, da „heute niemand die Wahrheit hören möchte“, verträgt man es besser, wenn „ein Wolf oder Bär oder Löwe im Buch dem rechten Wolf und Löwen einen guten Text heimlich liest, den ihm sonst kein Prediger, Freund oder Feind lesen dürfte.“ 

Bei der Übersetzung geht Luther frei zur Sache, und vor allem die Moral der Fabel lenkt er geschickt um. Zudem hat Luther eine Fabel auch selbst verfasst, die sich ebenfalls in diesem kleinen Büchlein finden lässt.

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