Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ethik

Not a Fan!

Ich habe mir schon län­ger über­legt über die­ses The­ma einen Arti­kel zu schrei­ben. Der Skan­dal um Ravi Zacha­ri­as macht mir deut­lich, dass ich eher unnö­tig lang gezö­gert habe: Und sollt nie­mand Vater hei­ßen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Him­mel ist. (Mt. 23,9) Was kann aus Naza­reth schon Gutes kom­men? (Joh. 1,46) Manch­mal fra­ge ich mich, ob gera­de die Abwe­sen­heit eines for­mel­len Papst­tums uns Evan­ge­li­ka­le der­art anfäl­lig für den Per­so­nen­kult macht? Bevor ich hier über­haupt wage, auf jemand ande­ren mit dem Fin­ger zu zei­gen, wird mir mein göt­zen­die­ne­ri­sches Herz auf beschä­men­de Wei­se bewusst. Mir ist es neu­lich beim Lesen von„Schmeckt und Seht“ auf­ge­fal­len, dass John Piper völ­lig über­flüs­si­ge und unnö­ti­ge Hin­wei­se auf C.S. Lewis gibt. Auf S. 76 und 78 z.B. fin­det sich zuerst ein Ver­weis dar­über, wie wich­tig es ist über die „gewöhn­li­che all­täg­li­che Schöp­fung“, wie Bäu­me zu stau­nen, und im zwei­ten Fall, wie wich­tig es ist, gute Bücher zu lesen. In bei­den Fäl­len hielt Piper einen Ver­weis auf Lewis für not­wen­dig, obwohl der Arti­kel expli­zit über das Leben eines völ­lig anderen …

Tipp: Liebe deinen Körper

Die Gesell­schaft hat bei der Sicht auf den mensch­li­chen Kör­per einen nach­christ­li­chen Weg beschrit­ten. Die Aus­wüch­se sind Trans­gen­de­ris­mus, eine Auf­­­reiß-Kul­­tur, Homo­se­xua­li­tät, Abtrei­bung und Eutha­na­sie. Abtrei­bungs­be­für­wor­ter behaup­ten, dass das unge­bo­re­ne Leben zwar ein Mensch sei, aber kei­ne Per­son – daher wäre es ver­tret­bar, es zu töten. Ver­tre­ter des Trans­gen­de­ris­mus füh­ren an, dass die männ­li­che oder weib­li­che Per­son nicht zwin­gend mit dem bio­lo­gi­schen Kör­per über­ein­stimmt – Geschlechts­um­wand­lun­gen wären daher eine Lösung. Auf­grund der Zwei­tei­lung wird am Ende des Lebens die Eutha­na­sie ange­wandt, da der Mensch nach dem Ver­lust von gewis­sen Fähig­kei­ten den „Sta­tus“ als Per­son ver­lie­ren wür­de. Die im deutsch­spra­chi­gen Raum nur wenig bekann­te Best­sel­ler­au­torin Nan­cy R. Pear­cy kon­fron­tiert auf über 400 Sei­ten das säku­la­re Dog­ma der Zwei­tei­lung von Kör­per und Person/Geist mit der chris­t­­lich-bibli­­schen Sicht auf den Kör­per. Die von Fran­cis Scha­ef­fer (L’A­b­ri) gepräg­te Autorin hat ein gut ver­ständ­li­ches Buch ver­fasst und mit zahl­rei­chen Quel­len belegt. Beim Lesen tuen sich ethi­sche Abgrün­de auf, die nicht für jeder­mann ver­träg­lich sind. Ins­be­son­de­re Pre­di­ger und Ältes­te, Leh­rer und Stu­den­ten soll­ten es lesen um einen chris­t­­lich-bibli­­schen Gegen­ent­wurf mit einer gesun­den Liebe …