Alle Artikel in: Zitate

„Nicht den Gegenstand, der mir zum Falle wurde, nein, den Fall selbst liebte ich“

Augustinus berichtet über den Raub von Nachbars Birnen

Auf die­sen Aus­zug aus den Bekennt­nis­sen von Augus­ti­nus bin ich durch eine sehr gelun­gen Pre­digt von Paul Koch aus der St. Mar­ti­ni Kir­che in Bre­men auf­merk­sam gewor­den. Die­ser Text fin­det sich im Vier­ten Kapi­tel des zwei­ten Buches. Die deut­sche Über­set­zung der Con­fes­sio­nes  fin­det man lizenz­frei im Inter­net. „Bekannt ist, dass dein Gesetz, o Herr, den Dieb­stahl […]

Allein Gnade!

Zitat aus Carl R. Truemans "Grace Alone"

Carl Tru­e­man hat einen Band zur fünf­bän­di­gen Rei­he „5 Solas Series“ von Her­aus­ge­ber Mat­thew Bar­rett bei­getra­gen. Aktu­ell lässt sich „Grace Alo­ne — Sal­va­ti­on as a Gift of God“ sehr güns­tig als Logos-Buch erwer­ben. Wie kann das Heil gleich­zei­tig allein aus Gna­den und allein aus Glau­ben und allein in der Schrift zu fin­den sein? Ein span­nen­des State­ment dazu habe […]

Preis und Ehre dem dreieinigen Gott

Aus dem Pfingstgebet der Malankara syrisch-orthodoxen Kirche

Beim Lesen von Robert Lethams Werk über die Hei­li­ge Drei­ei­nig­keit Got­tes bin ich über die­sen Aus­zug des Pfingst­ge­bets der syrisch-ortho­do­­xen Kir­che Süd­in­di­ens gesto­ßen. Die­se Chris­ten füh­ren ihre Grün­dung auf die Mis­si­ons­ar­beit von Tho­mas zurück! Die voll­stän­di­ge Lit­ur­gie zu Pfings­ten fin­det sich hier.  Typisch Ost­kir­che: „Gott, Erbar­me dich mei­ner!“. Auch Typisch Ost­kir­che (laut Letham): „Die Drei­ei­nig­keit […]

“ Welch süsser Tausch, welch unerforschliches Walten, welch unverhoffte Wohltat…“

Die Rechtfertigung aus Glauben allein im Brief an Dioklet

Ich höre der­zeit mit Genuss Tho­mas R. Schrei­ners Werk (von ihm selbst vor­ge­le­sen übri­gens): Faith Alo­ne, wel­ches ich via Audi­ble erwer­ben konn­te. Schrei­ner fängt sein Werk mit einer Betrach­tung der his­to­ri­schen Ent­wick­lung der Leh­re von der Recht­fer­ti­gung durch den Glau­ben an. Für einen Pro­tes­tan­ten ist es hier­bei immer span­nend, wie die Kir­chen­vä­ter zu die­sem The­ma […]

Eine komplexe und vielfältige Geschichte

aus: "TOTC: Judges and Ruth"

Je mehr ich mich mit dem Buch Rich­ter befas­se, des­to mehr stau­ne ich über die lite­ra­ri­sche Kom­ple­xi­tät die­ses Genie­streichs hebräi­scher Geschichts­schrei­bung. Ein Hin­weis von A.E. Cund­all, den ich mit euch tei­len möch­te: „Wir soll­ten dar­auf ach­ten, dass wir nicht auf leicht­fer­ti­ge Wei­se unse­re west­li­chen Beob­­ach­­tungs- und Ana­­ly­­se-Metho­­den in das Stu­di­um anti­ker Nah­öst­li­cher Doku­men­te impor­tie­ren. Zum […]

„Deshalb könnt ihr kühn zum Vater treten und getrost bitten“

Martin Luther über das Gebet

„Es gibt außer­dem noch eini­ges ande­re, das anschei­nend zu den Sakra­men­ten gerech­net wer­den könn­te, näm­lich all das, dem eine Ver­hei­ßung Got­tes zuteil gewor­den ist: dazu gehö­ren das Gebet, das Wort, das Kreuz. Denn Chris­tus hat den Beten­den an vie­len Stel­len (der Schrift) Erhö­rung zuge­sagt, beson­ders Luk. 11, 5 ff., wo er uns mit vie­len Gleich­nis­sen zum […]

„Ruhm dem Luther! Ewiger Ruhm dem teuren Manne…“

Heinrich Heine über Martin Luther

Durch Hei­ko A. Ober­mans Bio­gra­phie über Mar­tin Luther bin ich auf ein unge­wöhn­li­ches Werk Hein­rich Hei­nes auf­merk­sam gewor­den: Zur Geschich­te der Reli­gi­on und Phi­lo­so­phie in Deutsch­land. Das Werk ist in drei Tei­le auf­ge­teilt, des­sen ers­ter Teil die Reli­gi­ons­ge­schich­te in Deutsch­land bis ein­schließ­lich Luther beschreibt. Hier schil­dert Hei­ne Luther als einen Natio­nal­held, der das Chris­ten­tum über­haupt […]

„Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Maria Schoß“

Martin Luther über die Jungfrau Maria

Luther hat das Magni­fi­kat Mari­as (gemeint ist Luk. 1,46−55) mit­ten im hef­tigs­ten Bruch mit der Katho­li­schen Kir­che, noch von der Wart­burg aus ver­öf­fent­licht. R. Frie­den­thal schreibt dazu in sei­ner Bio­gra­phie über Luther (S. 366): „Noch ist er Mönch, die Mari­en­ver­eh­rung ist ihm sehr leben­dig geblie­ben. Mit­ten unter dem Tumult der Vor­la­dung nach Worms hat­te er […]

„Zur Pestzeit kannst du vor Furcht nichts beginnen…“

Martin Luther in Zeiten der Pest über die Pest

Die Pest gras­sier­te noch regel­mä­ßig zur Zeit Luthers. Im April 1517 lockt der neue Ablaß von Papst Leo X. die von der Pest heim­ge­such­ten Bür­ger von Wit­ten­berg über die Gren­ze, was eine Ver­brei­tung befeu­ert [1]. 1527 und 1528 ging in Wit­ten­berg erneut die Pest umher. Dies­mal war die Stadt durch aus­län­di­sche Stu­den­ten deut­lich gewach­sen. Dies­mal […]

„Denn ohne Leiden, Kreuz und Todesnöte kann man die Vorherbestimmung nicht ohne Schaden und heimlichen Zorn wider Gott behandeln.“

Martin Luther über die ewige Vorherbestimmung Gottes

Mar­tin Luther ist ein Theo­lo­ge des Kreu­zes. Auch Fra­gen nach der Prä­de­sti­na­ti­on ver­band er mit dem Kreuz Chris­ti. In sei­ner Vor­re­de zum Brief des Pau­lus an die Römer (1522) schreibt er: „Im neun­ten, zehn­ten und elf­ten Kapi­tel leh­ret er von der ewi­gen Vor­her­be­stim­mung Got­tes, woher es ursprüng­lich fließt, wer glau­ben oder nicht glau­ben soll, wer […]