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Handbook of Evangelical Theologians

Was bedeutet eigentlich „evangelikal“? Hier einfach auf die (ehemals) einheitliche Haltung zur Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift zu verweisen, trifft nicht zu, da auch Zeugen Jehovas und Adventisten in dieser Hinsicht „bibeltreu“ sind. Es gibt auch die Möglichkeit „Evangelikal“ als Synonym für den ganzen Protestantismus zu sehen, so wie es immerhin niemand Geringeres als der Oxforder Historiker Diarmaid MacCulloch in seiner Reformationsgeschichte tut. Hier tut die Sprache ihr Übriges. Evangelisch ist im Englischen bekanntlich auch „evangelical“. Doch wäre der große Vorsitzende des Rates der EKD Herr Bedford-Strohm, so denke ich, alles andere als glücklich darüber, wenn man ihn als evangelikal bezeichnen würde…. In Deutschland verbindet man Evangelikalismus wiederum häufig mit einer baptistischen Taufpraxis, dass wiederum vor allem dem angelsächsischen konservativen Evangelikalismus, ja selbst dem Fundamentalismus nicht gerecht wird, wenn man hier an die Bedeutung des Presbyterianismus denkt. Ist es vielleicht das Festhalten an einem Kurz-Zeit-Creationismus? Auch hier würde dann mindestens Warfield, Packer und wahrscheinlich auch Keller aus dem Rahmen fallen. So muss auch Elwell, der Herausgeber des „Handbooks of Evangelical Theologians„ zugeben: „Was ist eigentlich Evangelikalismus? …