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Tipp: Orthodoxie

Je kom­ple­xer ein The­ma ist, des­to schwie­ri­ger wird es in Kür­ze einen roten Faden auf­zu­zei­gen, ohne den Inhalt des Bespro­che­nen zu kor­rum­pie­ren. Zu Ches­ter­tons Werk „Ket­zer“ gibt es zahl­rei­che Rezen­sio­nen, ich habe mich aber lie­ber für „Ortho­do­xie“ ent­schie­den. Ches­ter­ton ist immer dann stark, wenn er das Chris­ten­tum ver­tei­digt, und immer dann schwach wenn er den Katho­li­zis­mus ver­tei­digt. So habe ich auch die­ses Werk emp­fun­den. Ches­ter­ton argu­men­tiert offen und emo­tio­nal von sei­ner Erfah­rung und ver­weist von ver­schie­de­nen Argu­men­ten her auf die Voll­stän­dig­keit und Fül­le eines christ­li­chen Den­kens, wel­ches er Dog­ma nennt. Das uralte Dog­ma wuss­te bereits alles, was die Den­ker müh­se­lig ent­de­cken muss­ten. Das Dog­ma ist auch ein Segen und einer Berei­che­rung, denn der Glau­be schenkt den Men­schen Freu­de, Zufrie­den­heit und … Demo­kra­tie! Für Ches­ter­ton auch eine Frucht des Glau­bens. Die­ser Freu­de (und gleich­zei­ti­ger Lei­dens­be­reit­schaft) des Glau­bens steht ent­we­der ein blin­der Opti­mis­mus von Idea­lis­ten oder ein fata­ler Pes­si­mis­mus von Mate­ria­lis­ten ent­ge­gen. Ches­ter­ton beschreibt letz­te­ren fol­gen­der­ma­ßen: Men­schen, die die Kir­che zunächst im Namen von Frei­heit und Mensch­lich­keit bekämpf­ten, schleu­dern am Ende Frei­heit und Mensch­lich­keit von sich, nur …