Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mennoniten

Schriftstücke gesucht!

Hel­mut Hen­schel hat das Anlie­gen, die Geschich­te der russ­land­deut­schen Gemein­den, Ver­bün­de und Bru­der­schaf­ten zu sichern. Wer kann dabei hel­fen? Seit dem Zwei­ten Welt­krieg und zuneh­mend nach dem Zer­fall der Sowjet­uni­on sind Russ­land­deut­sche in die Bun­des­re­pu­blik über­ge­sie­delt. Die Erfor­schung ihrer Geschich­te wird seit­dem von ver­schie­dens­ten Initia­ti­ven und Ein­zel­per­so­nen vor­an­ge­trie­ben; stell­ver­tre­tend sei­en das Muse­um für Russ­land­deut­sche Kul­tur­ge­schich­te in Det­mold und der kürz­lich ver­stor­be­ne John N. Klas­sen genannt. Aber auch auf expli­zit aka­de­mi­scher Ebe­ne fin­det durch die Juni­or­pro­fes­sur „Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on der Russ­land­deut­schen“ an der Uni­ver­si­tät Osna­brück eine Aus­ein­an­der­set­zung mit der Geschich­te der Russ­land­deut­schen statt. Um klas­si­sche Geschichts­schrei­bung zu betrei­ben ist es zwin­gend not­wen­dig, die dafür erfor­der­li­chen Quel­len zu sichern und letzt­end­lich auch nutz­bar zu machen… (Wei­ter­le­sen auf Christusallein.com)

H. Goerz: Die Molotschnaer Ansiedlung

Unter mei­nen Vor­fah­ren befin­den sich Men­no­ni­ten, die in der Molo­t­sch­na­er Ansied­lung in der Süd­ukrai­ne für zir­ka 100 Jah­re eine Hei­mat fan­den. Das war der Anlass für mich, die­ses Geschichts­buch über die Ent­ste­hung, Ent­wick­lung und den Unter­gang der deut­schen Kolo­nie zu lesen. Mei­ne Hoff­nun­gen waren einen Ein­blick in das gemeind­li­che und täg­li­che Leben zu gewin­nen, das mei­ne Vor­fah­ren von 1810 bis zir­ka 1920 geführt haben. Das Buch ist eine Neu­auf­la­ge und ist ursprüng­lich 1950 im Echo-Ver­­lag in Mani­to­ba (Kana­da) erschie­nen. Die Spra­che ist daher etwas gedie­gen und nicht immer ist ver­ständ­lich was gemeint ist. Der Autor hat selbst die blü­hen­de Pha­se der Molo­t­sch­na erlebt und schreibt daher nicht „nur als His­to­ri­ker“, son­dern auch als Zeit­zeu­ge. Er berich­tet auf 350 Sei­ten sys­te­ma­tisch und in zeit­li­cher und teil­wei­se the­ma­ti­scher Abfol­ge das Gesche­he­ne und hält sich mit Bewer­tun­gen meist zurück. Beim Lesen hat sich mir eine zu gro­ßen Tei­len unbe­kann­te Geschich­te eröff­net und hat mei­ne Iden­ti­tät als men­no­ni­ti­scher Christ gefes­tigt. Für Nach­fah­ren der Men­no­ni­ten der Molo­t­sch­na ist die­ses über­sicht­li­che Werk eine wert­vol­le Infor­ma­ti­ons­quel­le. Das Buch ist mit eini­gen Fotos …

Töws: Wir tuen (fast) alles, um die Preise gering zu halten

Der CMV in Bie­le­feld gehört mitt­ler­wei­le zu den größ­ten Anbie­tern von kon­­ser­­va­­tiv-evan­­ge­­li­­ka­­len Kin­der­hör­spie­len und Büchern für das Vor­le­se­al­ter. Der von Men­no­ni­ten gegrün­de­te Ver­lag bie­tet neben Kin­der­li­te­ra­tur ein umfang­rei­ches Ange­bot aus dem Bereich Jün­ger­schaft und Nach­fol­ge. Dazu zäh­len neben Klas­si­kern wie „Zur geist­li­chen Rei­fe“ und „Geist­li­che Lei­t­er­schaft“ von Oswald San­ders auch Erst­auf­la­gen wie „Demut — die ver­ges­se­ne Tugend“ von Way­ne A. Mack. NIMM UND LIES: Herr Töws, der Christ­li­che Mis­­si­ons-Ver­­lag wur­de von Mit­glie­dern der Men­­no­­ni­­ten-Gemein­­de Bie­le­feld ins Leben geru­fen. Wie kamen Sie dazu, einen neu­en Ver­lag zu grün­den? Töws: Aus­schlag­ge­bend war die Tat­sa­che, dass vie­le wert­volle, aber ver­grif­fene christ­li­che Bücher ande­rer Ver­lage nicht mehr neu auf­ge­legt wur­den. Das woll­ten wir ändern, aber natür­lich auch mit neu­en Pro­duk­tio­nen den christ­li­chen Markt berei­chern. NIMM UND LIES: Was ist das Beson­dere an Ihrem Ver­lag? Töws: Wahr­schein­lich die enge Bin­dung an eine Orts­ge­meinde, da wir unse­re Ver­lags­ar­beit als einen Zweig der Gemein­de­ar­beit betrach­ten, wo vie­le Gemein­de­glie­der ihre Gaben ent­fal­ten und für unse­ren Herrn ein­set­zen können.

Russlanddeutsche Freikirchen in der Bundesrepublik Deutschland

Grund­li­ni­en ihrer Geschich­te, ihrer Ent­wick­lung und Theo­lo­gie. So heißt das 452 Sei­ten star­ke Werk des Dozen­ten John N. Klas­sen. Ich möch­te heu­te ein Buch vor­stel­len, das ich mit viel Genuss, aber auch Weh­mut gele­sen habe. Nach­dem ich es bestellt hat­te, stand es zuerst eine Zeit im Regal, da ich mich nicht trau­te, mit dem Lesen zu begin­nen. Es gibt man­che Bücher, die mit einem Rutsch durch­ge­le­sen wer­den kön­nen ohne den Leser son­der­lich zu bewe­gen. Ande­re grei­fen das Gemüt an und erzeu­gen Emo­tio­nen. Russ­land­deut­sche Frei­kir­chen in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist ein Buch, dass mich nicht unbe­rührt gelas­sen hat. Es ist eine sorg­fäl­ti­ge Aus­ar­bei­tung und wur­de ursprüng­lich als Dis­ser­ta­ti­on geschrie­ben. Gegen­stand des Buches ist die russ­land­deut­sche Geschich­te, die Ent­wick­lung der Russ­land­deut­schen in der neu­en, alten Hei­mat Deutsch­land und deren Theo­lo­gie. Mich hat das Buch nicht kalt gelas­sen, da ich mich als Russ­land­deut­scher in vie­len Berei­chen sel­ber ange­spro­chen fühle.