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Bis zum Bodensatz

Auf Sieg­fried Kett­ling bin ich durch Vik­tor von Christusallein.com gesto­ßen. Kett­ling, luthe­ri­scher Theo­lo­ge, besitzt eine unge­wöhn­li­che Aus­drucks­wei­se, wahr­schein­lich wohl etwas, das Luthe­ra­ner häu­fig aus­zeich­net. Hilf­reich emp­fand ich sei­ne Aus­füh­run­gen zum Beten. Es ist ein grö­ße­rer Abschnitt, denn ich unver­än­dert wie­der­ge­ben möch­te. Gefun­den in: „Und der sag­te ja“, ein nur noch anti­qua­risch erhält­li­ches Werk: Kürz­lich habe ich ein Gebet gele­sen. Es lau­te­te etwa so: “ Gott, ich will dir sagen, wer du bist und wie du dich mir gegen­über benom­men hast. Ich sage es dir mit­ten ins Gesicht, neh­me kein Blatt vor den Mund. Mit glat­ten Wor­ten bist du auf mich zuge­kom­men wie ein jun­ger Mann, der schön tut, wenn er ein ahnungs­lo­ses Mäd­chen beschwat­zen will. Schließ­lich habe ich mich betö­ren las­sen, bin mir dir gegan­gen. Übel hast du mein Ver­trau­en miss­braucht, mich bru­tal ver­ge­wal­tigt und anschlie­ßend sit­zen­ge­las­sen. Nun ste­hen die Leu­te rings­um, hal­ten sich den Bauch vor Lachen: „Schön dumm von Dir, auf den rein­zu­fal­len.“ Gott, ich sage es dir ins Gesicht — ein Ver­füh­rer bist du!“ Ist das — ein Gebet? Nicht eher eine Gotteslästerung?‚Sollten wir nicht nach der …