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Kapitel 2: Die ihren Gott kennen

Heu­te wol­len wir gemein­sam Kapi­tel zwei des Buches Gott erken­nen von James I. Packer betrach­ten. Kapi­tel zwei fängt mit einer inter­es­san­ten Bege­ben­heit aus dem Leben des Autors an: Es war ein herr­li­cher Som­mer­tag, und ich mach­te einen Spa­zier­gang mit einem Stu­den­ten. Die­ser hat­te soeben sei­ne Chan­cen für eine aka­de­mi­sche Lauf­bahn durch eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den kirch­li­chen Wür­den­trä­gern über die Leh­re vom Evan­ge­li­um der Gna­de prak­tisch ver­wirkt. „Aber das spielt kei­ne Rol­le“, sag­te er nach einer Wei­le, „denn ich habe Gott erkannt und sie nicht.“ Was in Kapi­tel eins bereits ange­deu­tet wur­de, führt der Autor wei­ter aus. Es geht um Erkennt­nis Got­tes und nicht um blo­ßes Wis­sen über Gott: Wir mögen so viel über Gott in Erfah­rung brin­gen wie Cal­vin — und das wer­den wir frü­her oder spä­ter, wenn wir Cal­vins Wer­ke sorg­fäl­tig stu­die­ren -, und doch wer­den wir dadurch kaum zu wah­rer Got­tes­er­kennt­nis gelan­gen. Man kann also nicht nur ein brei­tes theo­lo­gi­sches Wis­sen ansam­meln, son­dern auch zahl­rei­che prak­ti­sche und seel­sor­ger­li­che Erfah­run­gen, ohne dabei Gott tat­säch­lich zu kennen.