Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ebertshäuser

Besprechung: Zerstörerisches Wachstum

Als dieses Buch in 2012 in der ersten Auflage erschien, erzeugte es einige Spannungen zwischen Brüdern. Manche geistlichen Leiter sahen sich zu Unrecht als Unterstützer „falscher Missionslehren“ und „verweltlichter Gemeindebewegungen“ genannt. Es gab und gibt Verlage, die dieses Buch deswegen nicht vertreiben. Inzwischen liegt das Buch in der dritten und leicht überarbeiteten und deutlich erweiterten Auflage vor. Die aktuelle Auflage bringt es auf fast 550 Seiten und bietet ein nützliches Nachschlagewerk, um sich über unter Evangelikalen ausbreitende, neue (oder wieder „entdeckte“) Missionslehren zu informieren. Der Autor beginnt mit den frühen ökumenischen Missionsbewegungen, kritisiert falsche Reichsgotteslehren, übertriebene Kontextualisierung und geht auf die „Missionale Gemeinde“ ein. Das Buch endet mit einem Appell (Wir brauchen bibeltreuen Gemeindebau!) und einem umfangreichen Anhang. Auf vielen Seiten nennt er Namen und Werke, die sich von den „neuen Missionslehren“ vereinnahmen lassen haben und diese weiter verbreiten. Stückweise oder auch im umfassenden Maße. Neben vielen unbekannten tauchen viele vertraute Namen und geschätzte Personen auf.

Vanheiden: Näher am Original?

Es gibt ihn –  den Streit um die richtige Bibel. Und es existiert „der Streit um den richtigen Urtext der Bibel.“ So lautet auch der Untertitel von „Näher am Original“ von Karl-Heinz Vanheiden. Aber es gibt auch welche, die sich nicht in diesen Streit haben hineinziehen lassen. Diese Christen beneide ich. Wir sollten zwar nicht streiten, aber wir sollten durchaus wissen, warum wir welche Übersetzung benutzen und was der Unterschied zu den anderen Übersetzungen ist. In diesem Buch geht es weniger um die zahlreichen deutschen Übersetzungen, sondern vielmehr von welcher griechischen Vorlage ins Deutsche übersetzt wird. Und weil die Originalmanuskripte der biblischen Autoren nicht erhalten geblieben sind, sondern nur Abschriften davon, geht Vanheiden der spannenden Frage nach, welche dieser zum Teil viel späteren Abschriften als Grundlage für die Übersetzungen in die jeweiligen Landessprachen verwendet werden sollten. Es gibt hauptsächlich drei verschiedene Textgrundlagen die dann auch ihre Anhänger und Verteidiger haben.