Alle Artikel mit dem Schlagwort: Christentum und Liberalismus

Tipp: Drei Standardwerke christlicher Literatur

In den letzten Monaten sind in den konservativen Verlagen einige wertvolle Sachen erschienen. Viele Werke, die ich bereits aus dem Englischen kannte, und von denen ich mir sehnlichst eine Übersetzung gewünscht hätte. Drei dieser Werke möchte ich hier kurz ansprechen. Ausführliche Besprechungen werden sicher folgen: Machen J. Gresham: Christentum und Liberalismus So neu scheint das Werk gar nicht zu sein, offensichtlich ist es im Deutschen bereits 2013 erschienen. Ich selber habe es aber erst Ende letztes Jahres entdeckt. Gresham gelingt eine faire, umfassende und enttarnende Darstellung dessen, was man liberale Theologie nennt. Extrem wertvoll. Mein Fazit: Ein bibeltreuer (=an die Verbalinspiration glaubender) Theologe muss sich nicht für seine Positionen schämen. Viel mehr sollten dies die Bibelkritiker unter den Christen tun. Ein größeres Zitat erfolgte hier. Thomas Watson: Darlegung der christlichen Lehre und ihre Anwendung Erstens, man muss sich die ersten Seiten etwas durchkämpfen, mindestens bis Seite 19. Zweitens, der Titel verwirrt. ABER: Dieses Buch musst du gelesen haben. Vor etwa 5 Jahren las ich das Buch auf englisch und ich war damals wie vom Blitz in …

J. Gresham Machen

Mein Herz jubelte, als ich im Buch „Christentum und Liberalismus“ diese Zeilen fand. Ich bewundere Machens Fähigkeit komplexe Zusammenhänge zu erkennen und einfach zusammenzufassen: Eine zweite Meinungsverschiedenheit, die inmitten der christlichen Gemeinschaft existieren kann, betrifft die Wirksamkeit der Sakramente. Die hier bestehenden Unterschiede sind tatsächlich von ernster Natur, und die Wichtigkeit dieses Problems zu leugnen, wäre weit schlimmer, als die falsche Seite in dieser Debatte einzunehmen. Es wird oft gesagt, dass der geteilte Zustand der Christenheit ein Übel darstellt, und das stimmt auch. Das Übel besteht jedoch in der Existenz der Irrtümer, die diese Trennung hervorrufen, nicht etwa in der Wahrnehmung dieser Irrtümer. Es war tragisch, dass Luther während des Marburger Religionsgesprächs zwischen ihm und dem Schweizer Zweig der Reformation im Zusammenhang mit dem Abendmahl auf einen Tisch „Das ist mein Leib“ schrieb und zu Zwingli und Oekolampad sagte: „Ihr habt einen anderen Geist.“ Diese Differenz führte zur endgültigen Trennung zwischen dem lutherischen und dem reformierten Zweig der Kirche und war dafür verantwortlich, dass der Protestantismus viel an Boden verlor, den er sonst hätte halten …