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Besprechung: Luther für Eilige

Das Refor­ma­ti­ons­jahr 2017 hat unzäh­li­ge Bücher über Luther und die Refor­ma­ti­on in die Buch­hand­lun­gen und Online­shops beför­dert. Der Pfar­rer Fabi­an Vogt hat für Wenig­le­ser und Eili­ge das gleich­na­mi­ge Buch geschrie­ben. Nach einem kur­zen Abriss über Mar­tin Luthers Leben stellt der Autor aus dem umfang­rei­chen Werk Luthers zwölf wich­ti­ge Tex­te vor. Vogt zitiert Luther in vie­len über­wie­gend ein­zel­nen Sät­zen und ord­net sie ein. Manch­mal wird nicht ein­deu­tig klar, ob Luthers Aus­sa­gen zusam­men­ge­fasst wer­den, oder es sich um Gedan­ken des Autoren han­delt. Ein Regis­ter ermög­licht das Nach­schla­gen von bestimm­ten Begrif­fen. Was ich bedaue­re, ist die eher bibel­kri­ti­sche Hal­tung des Autors, die sich an eini­gen weni­gen Stel­len nie­der­schlägt. Dass Luther zum Bei­spiel lehr­te, dass nur ein Mann und eine Frau hei­ra­ten könn­ten, ord­net Vogt dahin­ge­hend ein, dass er nun ein­mal ein Kind sei­ner Zeit war (S 103). Beson­ders im „Aus­blick“ am Ende des Buches ver­mis­se ich „Allein die Schrift“ als Schwer­punkt in Luthers Leben und Werk. Statt­des­sen trifft der Leser auf typisch modern-evan­­ge­­lisch-kir­ch­­li­che Sät­ze wie „Was von dem, was unse­re Gemein­den und Kir­chen­lei­tun­gen tun, bringt Jesu Bot­schaft von der …