Alle Artikel mit dem Schlagwort: Autobiographie

Meine erste und letzte Geldschuld

Als ganz klei­ner Jun­ge besuch­te ich eine Mäd­chen­schu­le. Eines Tages brauch­te ich einen neu­en Schie­fer­grif­fel, hat­te aber kein Geld dabei. Ich war wirk­lich ein unacht­sa­mer klei­ner Kerl und hat­te Angst, zu Hau­se geta­delt zu wer­den, weil ich mei­ne Grif­fel so oft ver­lor. Was also tun? In unse­rem Ort gab es ein klei­nes Geschäft, wo die alte Frau Pear­son Nüs­se, Krei­sel, Kuchen und Bäl­le ver­kauf­te, und ich hat­te schon des öfte­ren gese­hen, wie Jun­gen und Mäd­chen dort hat­ten anschrei­ben las­sen. Ich dach­te dar­an, dass ja bald Weih­nach­ten sein wür­de, und sicher wür­de mir jemand dann einen Pen­ny oder viel­leicht sogar ein gan­zes Six­­pence-Stück schen­ken. Also wür­de ich die­sen Grif­fel dort auf Pump kau­fen und das Geld dann kurz nach Weih­nach­ten zurück­zah­len. Dies fiel mir nicht leicht, aber ich nahm all mei­nen Mut zusam­men und ging in den Laden hin­ein. Der Grif­fel kos­te­te einen Hel­ler, und da ich bis­her noch nie Schul­den gemacht hat­te, war mein Kre­dit gut, und ich erhielt den Grif­fel. Die net­te alte Dame gab ihn mir, und plötz­lich war ich ver­schul­det. Mir gefiel …

Überreiche Gnade

„Von allen Ver­su­chun­gen, denen ich je in mei­nem Leben begeg­net bin, ist der Zwei­fel hin­sicht­lich des Seins und Wesens Got­tes und hin­sicht­lich der Wahr­heit des Evan­ge­li­ums die schlimms­te und die am schwers­ten zu ertra­gen­de. Wenn die­se Ver­su­chung kommt, so nimmt sie mir den Gurt mei­ner Len­den, und zieht mir den Boden unter den Füßen fort. Oh ich habe oft gedacht: „So steht nun fest, umgür­tet an euren Len­den mit Wahr­heit“ und auch jenes ande­re: „Wenn die Grund­fes­ten stür­zen, was ver­mag der Gerech­te?“ Manch­mal, wenn ich nach began­ge­ner Sün­de von der Hand Got­tes her­be Züch­ti­gung erwar­te­te, so war das Aller­nächs­te, das mir von ihm zuteil wur­de, das Offen­bar­wer­den sei­ner Gna­de. Manch­mal, wenn ich getrös­tet wor­den bin, habe ich mich einen Toren geschol­ten, dass mir in Schwie­rig­kei­ten ban­ge gewor­den ist. Und dann wie­der­um dach­te ich, wenn ich nie­der­ge­schla­gen war, wie unwei­se es von mir sei, der­art dem Tros­te aus­zu­wei­chen. (…) Über eine bestimm­te Sache habe ich mich recht gewun­dert. Auch wenn Gott mei­ne See­le mit noch so geseg­ne­ter Offen­ba­rung sei­ner selbst besucht, haben mich den­noch hin­ter­her solche …