Erbauliches
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Ist das der neue Atheismus?

Ich lese gera­de das Buch „Kann man ohne Gott leben“ von Ravi Zacha­ri­as. Er ver­sucht mit einer apo­lo­ge­tisch-phi­lo­so­phi­schen Her­an­ge­hens­wei­se in der Tra­di­ti­on Fran­cis Scha­ef­fers den christ­li­chen Glau­ben zu ver­tei­di­gen. Im 1. Teil „Der Athe­is­mus ist leben­dig — und töd­lich“ zitiert er fol­gen­des sati­ri­sches Gedicht von dem eng­li­schen Jour­na­lis­ten Ste­ve Turner:

Wir glau­ben an Marxfreundunddarwin.
Wir glau­ben, alles ist OK,
solan­ge du kei­nem wehtust,
nach bes­tem Wis­sen über dei­ne Defi­ni­tio­nen von wehtun,
über­haupt nach dei­nem bes­ten Wissen.

Wir glau­ben an Sex vor, wäh­rend und nach der Ehe.
Wir glau­ben an die The­ra­pie der Sünde.
Wir glau­ben, Ehe­bruch macht Spaß.
Wir glau­ben Sodo­mie ist OK.
Wir glau­ben, Tabus sind tabu.

Wir glau­ben, alles wird besser,
trotz der Bewei­se des Gegenteils.
Der Beweis muss erforscht werden
und alles lässt sich durch Bewei­se belegen.

Wir glau­ben, es ist etwas dran an Horoskopen,
UFOs und ver­bo­ge­nen Löffeln;
Jesus war ein guter Mensch, genau wie Buddha,
Moham­med und wir selber.
Er war ein guter Moral­pre­di­ger, wenn­gleich wir meinen,
dass sei­ne guten Sit­ten schlecht waren.

Wir glau­ben, alle Reli­gio­nen sind im Grun­de gleich -
Zumin­dest war es die, die wir deuten.
Sie glau­ben alle an Lie­be und Güte.
Sie unter­schei­den sich bloß in so Sachen wie Schöpfung,
Sün­de, Him­mel, Höl­le, Gott und Erlösung.

Wir glau­ben, nach dem Tod kommt das Nichts,
denn wenn du die Toten fragst, was passiert,
sagen sie nichts.
Wenn der Tod nicht das Ende ist, wenn die Toten gelo­gen haben, dann ist
der Him­mel für alle verbindlich,
viel­leicht von Aus­nah­me von
Hit­ler, Sta­lin und Dschin­gis Khan.

Wir glau­ben an Mas­ters und Johnson.
Was erle­sen ist, ist Durchschnitt.
Was Durch­schnitt ist, ist normal.
Was nor­mal ist, ist gut.

Wir glau­ben an die voll­stän­di­ge Abrüstung.
Wir glau­ben, es gibt direk­te Ver­bin­dun­gen zwischen
Kriegsführung
und Blutvergießen.
Die Ame­ri­ka­ner soll­ten ihre Waf­fen zu Trak­to­ren schmieden
und die Rus­sen wür­den es ihnen gewiss nachtun.

Wir glau­ben, der Mensch ist im Grun­de gut.
Nur sein Ver­hal­ten, das lässt ihn im Stich.
Dar­an ist die Gesell­schaft schuld.
An der Gesell­schaft sind die Bedin­gun­gen schuld.
An den Bedin­gun­gen ist die Gesell­schaft schuld.

Wir glau­ben, jeder Mensch muss die Wahr­heit finden,
die für ihn rich­tig ist.
Die Rea­li­tät wird sich ent­spre­chend anpassen.
Die Geschich­te wird sich verändern.
Wir glau­ben, es gibt kei­ne abso­lu­te Wahr­heit, bis auf die Wahrheit,
dass es kei­ne abso­lu­te Wahr­heit gibt.

Wir glau­ben an die Ableh­nung von Glaubensbekenntnissen
und die Ent­fal­tung indi­vi­du­el­len Denkens.

Wenn der Zufall
der Vater allen Flei­sches ist,
ist Unheil sein Regen­bo­gen am Himmel,
und wenn du hörst:

Not­stand!
Hecken­schüt­ze tötet zehn Menschen!
Trup­pen wüten!
Wei­ße plün­dern Läden!
Bom­ben jagen Schu­len in die Luft!

Ist das nur der Klang des Menschen,
der sei­nen Schöp­fer anbetet.

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NIMM UND LIES - dieser Aufforderung möchte ich selbst nachkommen und andere dazu motivieren und anleiten. NIMM UND LIES zuerst die Bibel und dann gute christliche Literatur. Denn beim Lesen lässt sich vortrefflich denken (nach Leo Tolstoi). Ich lebe mit meiner Frau und unseren vier Kindern in Baden-Württemberg.

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