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Es ehrt Gott, wenn wir ausschließlich auf seine Verherrlichung ausgerichtet sind

Auf die Frage „auf wie viele Weisen man Gott verherrlichen kann“, hat Thomas Watson viele Antworten. Eine ist, dass wir Gott dann verherrlichen wenn wir uns auf seine Ehre hin ausrichten. Klingt fast trivial, nicht? Doch hören wir auf Watson:

Wir sind auf Gottes Verherrlichung ausgerichtet…

„(1.) Wenn wir Gottes Ehre über alle anderen Dinge stellen; über Ansehen, Besitz oder Beziehungen; wenn die Ehre Gottes mit diesen konkurriert – dann müssen wir seine Ehre diesen vorziehen. Wenn Beziehungen auf unserem Weg zum Himmel liegen, müssen wir entweder über sie hinweggehen oder sie zerstören. „Jeder, der seinen Vater oder seine Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert ; wer seinen Sohn oder seine Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert!“ Mt.10,37. Ein Kind muss vergessen, dass es ein Kind ist; es muss weder Vater noch Mutter kennen um der Sache Gottes willen. „Der von seinem Vater und von seiner Mutter spricht: »Ich sehe ihn nicht«, und von seinem Bruder: »Ich kenne ihn nicht«“ (5. Mo 33,9). Das bedeutet also, auf Gottes Ehre ausgerichtet zu sein.

(2.) Wir richten uns auf Gottes Ehre aus, wenn wir uns damit zufrieden geben, dass Gottes Wille geschieht, auch wenn er dem unseren widerspricht. „Herr, ich bin zufrieden damit zu verlieren, wenn du gewinnst. Ich bin zufrieden, weniger Gesundheit zu haben – wenn ich mehr Gnade habe, und du mehr Herrlichkeit. Lass es gute oder bittere Medizin sein – wenn DU sie mir nur gibst. Herr, ich begehre das, was am meisten zu deiner Ehre ist!“ Unser gesegneter Erlöser sagte: „Nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ Mt.26,69. Wenn Gott durch seine Leiden mehr Herrlichkeit haben kann, war er zufrieden mit dem Leid. „Vater, verherrliche deinen Namen.“

(3.) Wir streben nach Gottes Herrlichkeit, wenn wir uns damit zufrieden geben, von anderen in Gaben und Ansehen überboten zu werden – damit seine Herrlichkeit vergrößert wird. Ein Mensch, der Gott in seinem Herzen und Gottes Ehre in seinem Blick hat, wünscht, dass Gott verherrlicht wird; Wer auch immer das Werkzeug dabei sein mag, so freut er sich darüber, wenn das geschieht. „Einige predigen aus Eifersucht und Rivalität. Andere aber predigen über Christus mit reinen Motiven. Diese anderen haben keine reinen Beweggründe, wenn sie über Christus predigen. Sie predigen mit selbstsüchtigem Ehrgeiz, nicht aufrichtig. Aber ob ihre Motive nun rein sind oder nicht, die Tatsache bleibt dass die Botschaft über Christus gepredigt wird, also freue ich mich.“ Sie predigten Christus aus Neid, sie beneideten Paulus um die Schar Menschen und sie predigten, um ihn zu übertreffen und ihm seine Zuhörer wegzunehmen. „Nun“, sagt Paulus, „so lange Christus gepredigt wird  und Gott die Ehre bekommt, will ich mich freuen. Lass meine Kerze erlöschen, wenn die Sonne der Gerechtigkeit nur scheinen mag!“


Aus: Thomas Watson, A Body of Divinity; eigene Übersetzung.

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Hallo, ich bin Sergej und lese vor allem theologische Bücher reformierter Prägung. Als Familie wohnen wir im Südschwarzwald!

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