Interviews
Schreibe einen Kommentar

Andreas Schwantge: Zurzeit plane ich eine dreibändige Reihe

Interview-Reihe: Autor im Gespräch

Andre­as Schwant­ge dürf­te nicht weni­gen Kin­dern durch sei­ne Uli-Bücher für Kin­der bekannt sein. Die Hör­spie­le rund um Uli und sei­ne Aben­teu­er sind längst Klas­si­ker. Weni­ger bekannt ist er als Autor von Büchern für Erwach­se­ne.

Bild­quel­le: Andre­as Schwant­ge

NIMM UND LIES: Lie­ber Herr Schwant­ge, Sie haben vor cir­ka 28 Jah­ren die recht erfolg­rei­che Serie um Uli und sei­ne Freun­de geschrie­ben. Wie kamen Sie auf Uli? Was hat Sie dazu ange­regt?

Andre­as Schwant­ge: Ich war in einem christ­li­chen Buch­la­den und bekam mit, wie ein Mäd­chen nach Kin­der­kri­mis frag­te. Der Besit­zer muss­te ihr sagen, dass er so etwas nicht hat­te. Als mir dann eine Idee zu solch einem Kin­der­kri­mi kam, war bald „Uli“ gebo­ren.

NIMM UND LIES: Wenig spä­ter erschie­nen die Uli-Aben­teu­er als Hör­spie­le. Ist die Uli-Serie die ers­te christ­li­che Hör­spiel-Serie?

Andre­as Schwant­ge: Soweit ich mich erin­ne­re, gab es schon ande­re christ­li­che Hör­spie­le von ande­ren Auto­ren. Wir began­nen mit „Das Geheim­nis der Fal­ken­burg“, spä­ter folg­ten die ande­ren Hör­spie­le, dar­un­ter auch die „Uli-Serie“.

NIMM UND LIES: Lan­ge Zeit sind kei­ne wei­te­ren Bän­de der Serie erschie­nen. Erst 2008 kam der neue Band „Uli – der unge­lös­te Fall“ auf den Markt. Spä­ter folg­ten „Uli – in die Enge getrie­ben“ und „Uli unter Ver­dacht“. Wie kommt es, dass Sie nach so lan­ger Zeit erneut wei­te­re Uli-Bücher schrei­ben?

Andre­as Schwant­ge: Ich hat­te end­lich wie­der Zeit dazu – und die „alten“ Ulis waren zu die­ser Zeit (von mir) über­ar­bei­tet wie­der erschie­nen. Wer­den wei­te­re fol­gen? Das den­ke ich schon … Zur­zeit pla­ne ich aber eher noch eine drei­bän­di­ge Rei­he, in der ein Jun­ge von Isra­el bis nach Ita­li­en kommt, weil er sei­ne ver­schlepp­te Schwes­ter sucht. Die­se Geschich­te spielt in den ers­ten Jahr­hun­der­ten nach Chris­tus. – Außer­dem sind noch Idee für ande­re Bücher da … (auch für Erwach­se­ne).

NIMM UND LIES: Mit 30 Jah­ren haben Sie mit dem Schrei­ben begon­nen. Wie kamen Sie zum Schrei­ben?

Andre­as Schwant­ge: Ich hat­te eine Idee zu einem Buch. Dann fing ich an, mich zum The­ma zu infor­mie­ren und begann zu schrei­ben. Als ich mei­ner Frau (die recht kri­tisch sein kann 🙂 ) das Manu­skript zu „Unter Skla­ven­händ­lern“ vor­las, gefiel es ihr. Spä­ter kamen wei­te­re Ide­en zu Geschich­ten und so ging es immer wei­ter.

NIMM UND LIES: Was sind Ihre Zie­le und Moti­va­ti­on beim Schrei­ben?

Andre­as Schwant­ge: Ich möch­te den Lesern/innen auf span­nen­de, inter­es­san­te Wei­se Geschich­ten erzäh­len, in denen sie auch viel über Jesus erfah­ren. Sie sol­len Mut gewin­nen, ihm ihr Leben anzu­ver­trau­en. Ich den­ke, das ist für Kin­der wich­tig, zum einen, damit ihnen ihre Schuld ver­ge­ben wird – zum ande­ren, damit sie in allen Schwie­rig­kei­ten mit Jesus das Leben meis­tern kön­nen.

NIMM UND LIES: Jedes Ihrer Bücher beinhal­tet das Evan­ge­li­um von Jesus Chris­tus. Eini­ge der heu­te in christ­li­chen Ver­la­gen erschei­nen­den Kin­der- und Jugend­bü­cher hal­ten sich mit kla­ren Aus­sa­gen und bibli­schem Inhalt zurück. Der Unter­schied zu säku­la­ren Kin­der­bü­chern ist manch­mal nicht fest­zu­stel­len. Wor­an liegt das?

Andre­as Schwant­ge: Schwer zu sagen … ich weiß es nicht.

NIMM UND LIES: In dem Buch „Susan­ne Ver­mächt­nis“ geht es um einen jun­gen Mann, der sein Leben vol­ler Hin­ga­be in Kin­der inves­tiert. Was hat „Susan­nes Ver­mächt­nis“ mit Ihrer eige­nen Lebens­ge­schich­te zu tun?

Andre­as Schwant­ge: Außer dass ich Kin­der gern habe, hat die Geschich­te nichts mit mei­nem Leben zu tun. Ich habe aber davon gehört, dass es ein Kin­der­heim gibt, das eine ähn­li­che Vor­ge­schich­te hat. Das fand ich sehr inter­es­sant. – Übri­gens ist geplant, dass „Susan­nes Ver­mächt­nis“ evtl. wie­der über­ar­bei­tet her­aus­kommt.

NIMM UND LIES: Ins­ge­samt haben Sie 20 Bücher geschrie­ben. Wel­ches Ihrer Bücher gefällt Ihnen selbst am bes­ten?

Andre­as Schwant­ge: Von mei­nen Kin­der­bü­chern ist es „Erbar­mungs­lo­se Jagd“, ansons­ten „Susan­nes Ver­mächt­nis“ und „Du sollst leben!“ (Tat­sa­chen­be­richt über ein Mäd­chen, das im Ster­ben lag …)

NIMM UND LIES: Wel­che Tipps wür­den Sie ange­hen­den Nach­wuchs­au­to­ren geben?

Andre­as Schwant­ge: Auf­schrei­ben, was man sich als Geschich­te aus­ge­dacht hat. Dabei gut „aus­ma­len“, was man erzäh­len will. Dann über­ar­bei­ten, über­ar­bei­ten – und nicht mut­los wer­den, wenn es nicht gleich klap­pen will.

NIMM UND LIES: Trotz aller guter Bücher soll­te das Buch der Bücher nicht zu kurz kom­men. Wel­che Bücher der Bibel lesen Sie beson­ders ger­ne und war­um?

Andre­as Schwant­ge: Beson­ders gut gefal­len mir die vie­len „Geschich­ten“ im Alten und Neu­en Tes­ta­ment. Dabei macht es mir auch viel Freu­de, mir vor­zu­stel­len, was genau geschah, was die betei­lig­ten Per­so­nen gedacht und gefühlt haben mögen (z.B. Ruth und Esther. Was muss das für eine Frau gewe­sen sein. Es steht da, dass sie schön war – aber die ande­ren Frau­en des Königs waren sicher nicht häss­lich … Was hat­te sie also beson­de­res? Das „Gra­ben“ in sol­chen Geschich­ten macht mir Freu­de.)

Von den nicht „geschich­ten­er­zäh­len­den“ bibli­schen Büchern lie­be ich beson­ders die Sprü­che mit ihren vie­len guten Lebens­tipps.

NIMM UND LIES: Vie­len Dank, Herr Schwant­ge!

www.schwantge.info — Hom­pa­ge Andre­as Schwant­ge
www.concepcion.de — Bücher von Andre­as Schwant­ge im Ver­lag Con­cep­ci­on SEIDEL
www.scm-shop.de — Bücher und Hör­spie­le im SCM Shop

Hinterlasse einen Kommentar!