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Buchvorstellung: Und der himmlische Vater ernährt sie doch

Man ist oft geneigt zu den­ken, dass Glau­bens­wer­ke so ein­fach von selbst ent­ste­hen. Den­ken wir nur an Georg Mül­ler. Wie oft wird in den Gemein­den von die­sem Glau­bens­hel­den erzählt? Ziem­lich regel­mä­ßig bekommt man zu hören, wie viel Gott­ver­trau­en die­ser Mann besaß: Er ver­zich­tet auf ein regel­mä­ßi­ges Gehalt als Pre­di­ger, denn er möch­te von Gott ver­sorgt wer­den. Doch dabei bleibt es nicht: Bald fal­len ihm die zahl­rei­chen Wai­sen­kin­der in der Indus­trie­stadt Bris­tol auf. Er nimmt sich ihrer an. Doch auch die­se Arbeit will er unter der Hand und Füh­rung Got­tes sehen: Auf öffent­li­che Spen­den­auf­ru­fe, ja sogar auf öffent­li­che Gebets­auf­ru­fe wird ver­zich­tet. Georg Mül­ler ist über­zeugt, dass Gott die Kin­der ver­sor­gen wird. Dass so ein Glau­be nicht von heu­te auf mor­gen ent­steht wird einem klar, wenn man sich mit den Tage­bü­chern von Georg Mül­ler aus­ein­an­der­setzt. Oft­mals sind einem die tie­fen Abgrün­de nicht bewusst, den die Män­ner und Frau­en Got­tes gehen muss­ten. Zum Bei­spiel ver­gisst man all zuschnell, dass zwei der eige­nen Kin­der von Georg Mül­ler bereits als Säug­lin­ge verstarben.