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Tipp: „Der Bibelübersetzer Hermann Menge“

Ich gratuliere dem Folgen Verlag zum ersten Print-Buch: Der Bibelübersetzer Hermann Menge. Eine gute Wahl. Hermann Menge wurde zu seiner Bibelübersetzung durch seine Skepsis gedrängt. Er wollte nicht wahrhaben, dass die Bibel keine Fälschung ist. Als Gymnasialdirektor hatte er genug Sprachkenntnisse um sich zunächst auf das neue Testament zu konzentrieren, später aber sollte Gott ihm genug Lebenszeit auch für das alte Testament geben. Mehr über Menge erfahrt ihr hier. Paul Olbricht gelingt eine kurze aber klare Darstellung des Philologen, dabei sah er als Schüler gar nicht so nach Sprachgenie aus: Geradezu niederschmetternd war für Hermann der Ausfall der ersten lateinischen Klassenarbeit! Er bekam sein Erzeugnis als ,,sub censura“, „unkorrigierbar“ zurück und war auch im Griechischen so schlecht ausgerüstet, dass er bei seinem Klassenlehrer Nachhilfestunden nehmen musste. Jetzt erst sollte sich zeigen, ob seine Mutter mit ihrem Urteil, dass er „en büsschen dumm“ sei, recht gehabt hatte oder nicht. Nein, sie hatte sich – im Gegensatz zu so vielen Müttern, die ihren Kindern die hervorragendsten Eigenschaften andichten – in einem schweren Irrtum befunden! Denn Hermann bekundete nicht …