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Zehn Fragen an Hans-Jörg Ronsdorf

Autor theologischer Bücher

  1. 278863_2151739665981_3376974_oWie kamen Sie dazu schrift­stel­le­risch aktiv zu wer­den?

Bei einem Haus­kreis kam es 1991 zu einer aus­führ­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Adven­tis­mus. Dabei war irgend­wann der Punkt erreicht, die­se Arbeit nicht nur für den pri­va­ten Gebrauch zu nut­zen, son­dern die­sen zu ver­öf­fent­li­chen.

  1. Ist aktu­ell ein Buch­pro­jekt geplant?

Obwohl ich mir gesagt habe, kein neu­es Buch mehr zu schrei­ben, packt es mich dann doch immer wie­der. Es nicht wie­der zu tun, hat mit dem gro­ßen Auf­wand und Zeit­ein­satz zu tun, aber auch damit, dass immer weni­ger gele­sen wird. Vor allem betrifft das eben jene Lite­ra­tur, die sich mit bibli­schen The­men aus­ein­an­der­setzt, also anders unter­halt­sam ist als ein Roman oder irgend­ei­ne Erfolgs­ge­schich­te.

Ich befin­de mich gera­de in der End­pha­se eines klei­nen Buches, das hei­ßen wird:  „Der offe­ne Him­mel“,  Theo­lo­gie und All­tag der Himm­li­schen in Ephe­ser. Her­aus­for­dern­de Bibel­ar­beit für den All­tag, erhel­lend, erbau­end und ermu­ti­gend.

Zuletzt ist das Buch Got­tes Lamm, Gol­go­ta und die Ewig­keit bei dis­to­mos von mir erschie­nen.

  1. Nen­nen Sie uns ihre 3 Lieb­lings­bü­cher (neben der Bibel)?

gottes_lammIch benei­de ein wenig jene, die das sagen kön­nen. Es gäbe vie­le zu nen­nen, hier ein paar: Die Bio­gra­phi­en von Hud­son Tay­lor, Watch­man Nee und John Fra­ser  haben mich beein­druckt. Unter theo­lo­gi­sche Bücher waren es beson­ders  „De Negen­de Kon­ing“ von W.J. Ouweneel, „Der Him­mel“  von Ran­dy Alcorn und „Delighting in the Tri­ni­ty! Von Micha­el Ree­ves.

  1. Wel­che Bücher / Wel­ches Buch wür­den Sie nicht noch ein­mal lesen?

Es gibt sol­che Bücher, wo ich mich frag­te, war­um um alles in der Welt sie geschrie­ben wur­den. Ja, ich erin­ne­re mich. Aber ihre Titel habe ich aus mei­nem Gedächt­nis gelöscht.

  1. In wel­chem Bereich sehen Sie die größ­te Not in der heu­ti­gen Chris­ten­heit und wo (und/oder) wie könn­te man da am bes­ten einschreiten/helfen?

Die größ­te Not ist, dass man nicht weiß, wie und wer Gott ist. Damit mei­ne ich sei­ne unbe­schreib­li­che Lie­be genau­so wie sei­ne unbe­schreib­li­che Gerech­tig­keit und Hei­lig­keit. Das gilt für die gro­ßen Kir­chen genau­so wie für den Evan­ge­li­ka­lis­mus. Hel­fen kann man nur, die­sen Gott biblisch zu ver­kün­den, auf wel­chen „Kanä­len“ es auch immer mög­lich ist. Aus einem rich­ti­gen bzw. bibli­schen Got­tes­bild kommt ein kla­res Evan­ge­li­um, mit dem alles anfängt.

  1. Wie beur­tei­len Sie den refor­ma­to­ri­schen Auf­bruch unter vie­len Chris­ten aktu­ell?

Das hat vor allem eine gute Aus­wir­kung. Die Fra­ge ist jedoch, wie weit­grei­fend die­ser Auf­bruch wirk­lich Auf­bruch ist, und wel­che Strö­mun­gen erfasst wer­den. Auch wenn ein sol­cher Auf­bruch gewünscht ist, scheint er mir über­schau­bar zu sein. Eine Erwe­ckung zurück zur Schrift und den 5 Solis der Refor­ma­ti­on muss Gott bewir­ken. Auf­bruch ist ein Anfang, mehr noch nicht.

Zurück­hal­tend sehe ich, dass gewis­se Strö­mun­gen sich ein wenig als die Erben der Refor­ma­ti­on sehen. Letzt­lich ste­hen alle evan­ge­lisch-frei­kirch­li­chen oder evan­ge­li­ka­len Strö­mun­gen auf den Schul­tern der Refor­ma­to­ren. Das gilt auch und sogar für die Dis­pen­sa­tio­na­lis­ten. Es gilt auch um ein gutes Mit­ein­an­der zu rin­gen und die Refor­ma­to­ren nicht zu glo­ri­fi­zie­ren, wie Katho­li­ken den Papst.

  1. Wie wur­den Sie Christ?

Mit 14 Jah­ren sprach ich mein ers­tes Gebet um Ver­ge­bung und Ret­tung auf eine Pre­digt in mei­ner Gemein­de. Als Kind gläu­bi­ger Eltern gab es da nicht den Schwarz-Weiß Wech­sel. Bekehrt habe ich mich mehr­mals, bis ich dann vor mei­nem 18. Lebens­jahr, den Ter­min ken­ne ich nicht mehr, Gewiss­heit der Ver­ge­bung und Annah­me bei Gott durch Chris­tus bekam.

  1. Was bedeu­tet für Sie „Christ sein“?

Christ-Sein bedeu­tet für mich, Chris­tus zu beken­nen, in Wort und Tat, als den Ret­ter von Tod und Sün­de, und als den, der wie­der­kommt. Christ-sein bedeu­tet für mich, das Chris­tus die Ant­wort auf alles ist und sein kann.

  1. Wor­in sehen Sie Grund­la­gen für geist­li­ches Wachs­tum?

Im Lesen und Ver­in­ner­li­chen des Wor­tes Got­tes durch den Hei­li­gen Geist und in der leben­di­gen Gemein­schaft der Gläu­bi­gen.

Dau gehört auf jeden Fall auch die per­sön­li­che Lebens­füh­rung, die auch ohne Zei­ten des Erfolgs und Gesund­heit lehrt, auf Gott zu ver­trau­en.

  1. Wel­che his­to­ri­sche Per­son wür­den Sie ger­ne Tref­fen und wel­che Fra­gen wür­den Sie mit die­ser bespre­chen wol­len?

Das wären Adam, Pau­lus und Tho­mas. Ich bin über­zeugt, dass wir in der Ewig­keit jeden Gläu­bi­gen und sei­ne Bio­gra­phie ken­nen­ler­nen wer­den, weil sie alle eine wich­ti­ge Rol­le in Got­tes Reich ein­ge­nom­men haben, die dann offen­bar sein wird.

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