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Zehn Fragen an Andreas Münch

Autor von „Der wahre Gott der Bibel“

  1. 11898677_10207848507117123_4666368282897934073_nWie kamst du dazu schrift­stel­le­risch aktiv zu wer­den?

Ich hat­te schon immer eine Schwä­che dafür, mir Geschich­ten aus­zu­den­ken und habe wäh­rend mei­ner Kind­heit auch das ein oder ande­re zu Papier gebracht. Schon mit zwölf woll­te ich ger­ne Roma­ne schrei­ben, aber bis über die ers­ten 5 Sei­ten habe ich es nie geschafft. Mit der wach­sen­den Freu­de an Got­tes Wort und dem Stu­di­um der Theo­lo­gie ver­band sich der Wunsch, selbst Bücher zu schrei­ben, die ande­ren dabei hel­fen sol­len, Got­tes Wort bes­ser zu ver­ste­hen. So ent­stand aus einer Bibel­stun­den­rei­he über das Wesen Got­tes mein Buch Der wah­re Gott der Bibel – Ein Stu­di­en­buch über Got­tes Wesen und Wer­ke.

  1. Ist aktu­ell ein Buch­pro­jekt geplant?

Ide­en habe ich eini­ge. Kon­kret schrei­be ich gera­de an einem Andachts­buch, also eine täg­li­che Lese, die sich auf Ver­se aus den 5 Büchern Mose beschränkt (inzwi­schen im Herold Ver­lag erschie­nen). Ansons­ten habe ich ein fer­ti­ges Roman­ma­nu­skript in der Schub­la­de, dass ich nun, nach eini­gen Rück­mel­dun­gen von Test­le­sern, erneut über­ar­bei­ten möch­te – sofern ich die Zeit dafür fin­de. Ob das aber jemals ver­öf­fent­licht wird ist frag­lich.

  1. Nen­ne uns bit­te dei­ne Lieb­lings­bü­cher (neben der Bibel).

Hm, ich fin­de es schwie­rig nur weni­ge Bücher zu nen­nen. Doch eini­ge lese ich immer wie­der ger­ne. Das ist zum einen „Got­tes Nähe suchen“ von A.W. Tozer. Tozer ist für eine aus­ge­dörr­te See­le was eine Oase in der Wüs­te ist. Und von John Piper lese ich jedes Jahr aufs Neue „Ihn ver­kün­di­gen wir – Die Zen­tra­li­tät Got­tes in Pre­digt und Ver­kün­di­gung“. Wenn ich kei­ne Freu­de mehr am Pre­di­gen habe, ent­facht die­ses Buch wie­der die Lust an der Ver­kün­di­gung von Got­tes Wort.

  1. Wel­che Bücher / Wel­ches Buch wür­dest du nicht noch ein­mal lesen?

„Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments“ von Leo­nard Gop­pelt. Mal davon abge­se­hen, dass ich vie­le sei­ner Ansich­ten nicht tei­le, fand ich ihn echt schwer zu lesen.

  1. In wel­chem Bereich siehst du die größ­te Not in der heu­ti­gen Chris­ten­heit und wo (und/oder) wie könn­te man da am bes­ten einschreiten/helfen?

Der-wahre-Gott-der-Bibel-Final-Cover-200x300Die größ­te Not sehe ich dar­in, dass wir in unse­ren Gemein­den ein Gespür für die Grö­ße Got­tes ver­lo­ren haben (von Aus­nah­men natür­lich abge­se­hen). Wenn ich Bücher von Tozer, Piper oder den Puri­ta­nern lese, dann sehe ich etwas bei ihnen, was ich bei unse­ren Kan­zeln ver­mis­se – eine kla­re Visi­on für die Grö­ße und Herr­lich­keit Got­tes. Hel­fen wür­den mehr Pre­dig­ten, die in der Schrift ver­wur­zelt sind und treu den Text pre­di­gen ohne die Bibel „abzu­mil­dern“ weil es viel­leicht nicht dem Zeit­geist ent­spricht. Bei einer treu­en Ver­kün­di­gung wird sich vie­les wei­te­res erge­ben.

  1. Wie beur­teilst du den refor­ma­to­ri­schen Auf­bruch unter vie­len Chris­ten aktu­ell?

Mich freut es sehr zu sehen, wie gera­de jun­ge Leu­te sich für refor­ma­to­ri­sche (und damit bibli­sche) Leh­re inter­es­sie­ren. Ich selbst bin Kind die­ses refor­ma­to­ri­schen Auf­bruchs. Ich wür­de mir vor allem wün­schen, dass mehr Pas­to­ren und Gemein­de­lei­ter durch das Lesen von Got­tes Wort refor­miert wür­den und es sich dann auf gan­ze Gemein­den aus­wei­ten wür­de. Ich weiß von eini­gen jun­gen Pas­to­ren, die ähn­lich wie ich, jetzt mit dem Dienst begin­nen und die Grund­la­gen der Refor­ma­ti­on (die 5 Solas) hoch­hal­ten. Das macht mir Hoff­nung, auch wenn das auf ganz Deutsch­land betrach­tet nach nicht viel aus­sieht. Letzt­lich ist es Got­tes Sache und Er hat schon immer das getan, was Er möch­te.

  1. Wie wur­dest du Christ?

Nach den Aus­sa­gen mei­ner Mut­ter habe ich mit sechs Jah­ren mein Leben Jesus anver­traut. Dar­an kann ich mich lei­der nicht mehr erin­nern. Ich kann kei­nen genau­en Zeit­punkt nen­nen, jedoch habe ich bereits in jun­gen Jah­ren dar­auf ver­traut, dass Jesus für mei­ne Sün­den starb und habe mich mit zwölf Jah­ren auf die­ses Bekennt­nis hin tau­fen las­sen.

  1. Was bedeu­tet für dich „Christ sein“?

Christ sein bedeu­tet für mich in einer Bun­des­be­zie­hung mit Gott zu ste­hen. Durch das Opfer Jesu erhal­te ich die Mög­lich­keit in die­se Bezie­hung ein­zu­tre­ten und der Hei­li­ge Geist gibt mir die Kraft im All­tag Chris­tus nach­zu­fol­gen. Es bedeu­tet für mich, dass ich täg­lich um die Ver­wirk­li­chung des ers­ten Gebo­tes in mei­nem Leben rin­ge: „Du sollst den HERRN lie­ben, mit aller Kraft …“, jedoch nicht aus unfrei­wil­li­gen Pflicht­be­wusst­sein her­aus, son­dern auf­grund der Lie­be zu mei­nem Gott, der mich geschaf­fen und geret­tet hat.

  1. Wor­in siehst du Grund­la­gen für geist­li­ches Wachs­tum?

Täg­li­ches Lesen der Bibel in Kom­bi­na­ti­on mit Gebet. Dann die ver­bind­li­che Gemein­schaft zu einer Orts­ge­mein­de, wo ich ande­ren mit mei­nen Gaben die­nen darf, wo ich aber auch Kor­rek­tur erhal­te. Das Lesen von guten Büchern, sei es christ­li­che Leh­re, Bio­gra­fi­en oder sons­ti­ges.

  1. Wel­che his­to­ri­sche Per­son wür­dest du ger­ne Tref­fen und wel­che Fra­gen wür­dest du mit die­ser bespre­chen wol­len?

Ich wür­de mich ger­ne mal mit Tol­ki­en unter­hal­ten und ihn fra­gen, was ihn davon abge­hal­ten hat Pro­tes­tant zu wer­den, ins­be­son­de­re da er maß­geb­lich dar­an betei­ligt war, dass sein Freund C.S. Lewis zum leben­di­gen Glau­ben kam, die­ser jedoch Pro­tes­tant wur­de und kein Katho­lik, wie Tol­ki­en selbst  🙂 .

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