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Wie soll eine Predigt nicht sein…

gefunden beim Bibelkreis München

Der Blog „Bibel­kreis Mün­chen“ ver­linkt spo­ra­disch auch Arti­kel von NIMM-LIES. Heu­te wie­der­um bin ich auf einen sehr span­nen­den Arti­kel gesto­ßen, ein (grö­ße­res) Zitat von Hel­ge Sta­del­mann:

„Lie­be Gemein­de!
Den Text für unse­re heu­ti­ge Pre­digt fin­den wir in unse­rem Volks­lie­der­buch:
»Häns­chen klein ging allein in die wei­te Welt hin­ein. Stock und Hut steh’n ihm gut, ist gar wohl­ge­mut. Aber Mut­ter wei­net sehr, hat ja nun kein Häns­chen mehr: Da besinnt sich das Kind, läuft nach Haus geschwind.«
Soweit unser Text!
Wie wir sehen, geht es hier um einen Men­schen wie du und ich. Es geht um »Häns­chen«. Die­ses Wort »Häns­chen« kommt von »Hans«, und »Hans« kommt von »Johan­nes« – und wenn wir noch etwas wei­ter gra­ben, mer­ken wir, dass »Johan­nes« vom hebräi­schen Grund­text her »Jochanan« heißt – und das bedeu­tet: »Gott ist gnä­dig«! Dies eine steht also von Anfang an über dem Leben unse­res »Häns­chen«: Gott ist gnä­dig. Und genau­so steht die Ver­hei­ßung über dem Leben eines jeden Men­schen, der auf die­se Welt kommt, und damit auch über uns: Gott ist gnä­dig!
Die­ses Häns­chen ist noch »klein«. Viel­leicht weiß er noch gar nichts von der Gna­de, die über sei­nem Leben wal­tet. Aber er hat die­se Gna­de bereits nötig. Denn wir wis­sen: So klein ein Mensch auch sein mag, so sün­dig ist er doch schon. Das wird in unse­rem Text auch unüber­seh­bar klar. Hier heißt es: Er »ging allein«. Genau das ist das Pro­blem. Häns­chen geht sei­nen Lebens­weg »allein«, ohne Gott – meint, sein Leben noch selbst in die Hän­de neh­men und gestal­ten zu kön­nen. Und solch ein eige­ner Weg hat immer nur ein Ziel: »In die wei­te Welt hin­ein«! Der Weg »allein«, ohne Gott, führt immer schnur­stracks »in die Welt«.
Was für ein Leben ist das dort in der »Welt«! Es ist das nich­ti­ge Gegen­stück zu einem Leben mit Gott. Zwei Merk­ma­le prä­gen die­ses welt­li­che Leben. 1.) Da ist zunächst ein­mal die Eitel­keit: »Stock und Hut steh’n ihm gut […]«, so steht es hier. Die­se äuße­ren Din­ge wie »Stock« und »Hut« tre­ten plötz­lich in den Vor­der­grund, ganz so, als ob sol­che Eitel­kei­ten ins Zen­trum unse­res Lebens gehör­ten. 2.) Und zwei­tens ist das Leben in der Welt gekenn­zeich­net durch ver­gäng­li­che Freu­de: »[…] ist gar wohl­ge­mut«, so lesen wir. Wir müs­sen ja nicht glau­ben, den Men­schen in der Welt gin­ge es immer schlecht! Ganz im Gegen­teil. Wir wis­sen doch schon aus den Psal­men, dass es dem Gott­lo­sen oft sehr gut geht. Er genießt die Welt und ist »gar wohl­ge­mut«. Dass die­se Freu­de ver­gäng­lich ist, steht auf einem ande­ren Blatt.
Und nun kommt die gro­ße Wen­de. »Aber«, so heißt es: »Aber Mut­ter […]«!  .…Wei­ter­le­sen

Ins­ge­samt bin ich schon regel­mä­ßig auf gute Hin­wei­se beim Bibel­kreis Mün­chen gesto­ßen.

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