Leserunde: Westminster Bekenntnis
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Westminster Bekenntnis (1647)

Ankündigung einer Leserunde

Lan­ge ist es her, als nimm-lies.de sei­ne letz­te Leserun­de hat­te. Das soll 2018 bes­ser wer­den. Ich sehe es als Füh­rung, dass ich in letz­ter Zeit regel­mä­ßig auf das West­mins­ter Bekennt­nis hin­ge­wie­sen wur­de, so möch­te ich die­ses auch mit den Lesern die­ses Blogs bespre­chen. Das West­mins­ter Bekennt­nis ist in 33 Kapi­tel auf­ge­teilt, die gut ein­zeln betrach­tet wer­den kön­nen.

Wir wer­den ent­de­cken, welch hohe Infor­ma­ti­ons­dich­te sich in Bekennt­nis­sen im All­ge­mei­nen, und in die­sem im Beson­de­ren ver­steckt. Man sieht gera­de­zu den Schweiß und den Hirn­schmalz der Brü­der, die im Gebet und inten­si­ven Gesprä­chen um die rech­te For­mu­lie­rung ran­gen. Dies respek­tie­re ich sehr. Davon pro­fi­tie­re ich auch in mei­nem geist­li­chen Wachs­tum. Hier­für kann es hilf­reich sein, eini­ge Absät­ze visu­ell auf­zu­ar­bei­ten und das wol­len wir gemein­sam tun.

Vie­le Punk­te spre­chen mich per­sön­lich an, ande­re spre­chen tiefs­te Geheim­nis­se der christ­li­chen See­le aus. Auch die­ses wol­len wir betrach­ten. Schließ­lich wer­de ich auch so ehr­lich sein, mir unkla­re Posi­tio­nen anzu­ge­ben und auch Fra­gen an die­ses Bekennt­nis zu stel­len. Ich wer­de wagen, dort zu wider­spre­chen, wo ich ande­rer Mei­nung bin. Hier freue ich mich bereits auf eine leb­haf­te und kon­struk­ti­ve Dis­kus­si­on.

Die Betrach­tung eines Glau­bens­be­kennt­nis­ses ist der ers­te Schritt in Rich­tung sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie. Hier ist ein Arti­kel, der Lust auf sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie macht: Geheim­tipp für 2014.

Gut auf­be­rei­tet ist das Bekennt­nis hier zu fin­den:

West­mins­ter Bekennt­nis von 1647

Ich per­sön­lich benut­ze die Ver­si­on im Anhang von Gru­dems Dog­ma­tik.  Es ist geplant jeden Sonn­tag Abend eine Bespre­chung zu jeweils einem Kapi­tel des Bekennt­nis­ses zu ver­öf­fent­li­chen. Falls ihr Fra­gen zu ein­zel­nen Punk­ten habt, dann nutzt die gege­be­nen Mög­lich­kei­ten mit uns Kon­takt auf­zu­neh­men. Nächs­te Woche ist das Kapi­tel 1 : „Von der Hei­li­gen Schrift“ dran.


Zum klei­nen Anreiz eine Kno­bel­fra­ge:

Im Atha­na­si­schen Glau­bens­be­kennt­nis heißt es im 38. Arti­kel:

Bei sei­ner Ankunft wer­den alle Men­schen mit ihren Lei­bern auf­er­ste­hen und über ihre Taten Rechen­schaft able­gen.

Wie lässt sich die­ser Arti­kel mit einer heim­li­chen Vor­ent­rü­ckung ver­ein­ba­ren? Wie wird es sein mit den toten Gläu­bi­gen wäh­rend der Ent­rü­ckung? Wird erst die See­le auf­er­ste­hen, und dann der Leib? Der Leib trifft dann erst bei der letz­ten Wie­der­kunft Jesu mit der Gemein­de auf die See­le? Aber die Gläu­bi­gen, die lebend ent­rückt wer­den, sind mit Leib UND See­le beim Herrn?

Wie lässt sich der­ar­ti­ger logis­ti­schen Mehr­auf­wand (ich rede wie ein Törich­ter) biblisch bele­gen? Oder trifft dann der Leib bei der (sicht­ba­ren) Wie­der­kunft Jesu mit der Gemein­de auf die See­le?  Wie lässt sich der­ar­ti­ger logis­ti­schen Mehr­auf­wand (ich rede wie ein Törich­ter) biblisch bele­gen? Oder gibt es doch eine Bevor­zu­gung der Men­schen, die zu Leb­zei­ten ent­rückt wer­den (die­se näm­lich mit Leib), wäh­rend die Toten in Chris­tus nur ohne Leib bei Chris­tus sind? War­um dann 1. Thess 4,15: „Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig blei­ben auf die Zukunft des Herrn, wer­den denen nicht zuvor­kom­men, die da schla­fen“? Gebe es dann nicht einen Vor­zug für die einen, die schon voll­stän­dig, also mit See­le und Leib bei Chris­tus sind, näm­lich die Ent­rück­ten, und die ande­ren, deren Leib auf den Letz­ten Tag war­tet?

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