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Weisheit erfordert Arbeit

Wahre Erkenntnis zu erlangen ist eine Arbeit im Schweiße des Angesichts

„Was ist der Sinn des Lebens?“, „Wenn Gott gut ist, war­um gibt es so viel Böses“, wer hat die­se Fra­gen noch nicht aus dem Mun­de von Men­schen die­ser Welt gehört? Wahr­lich ein Tot­schlag-Argu­ment, geschickt ein­ge­setzt pariert man alle wei­te­re Fra­gen, und das Gewis­sen bleibt unge­rührt. Dabei haben bei­de Fra­gen tat­säch­lich eine berech­tig­te Wich­tig­keit. Den­noch ist das eigent­lich schäd­li­che, die Art und Wei­se wie die­se Fra­gen gestellt wer­den.eBooks

Ich habe sel­ten erlebt, dass die Fra­gen wirk­lich von suchen­den Men­schen gestellt wur­den, son­dern viel­mehr von sol­chen, die die Ant­wort gar nicht inter­es­siert, nach dem Mot­to: „Sag mir erst, wozu mein Leben da ist, aber du darfst nicht mehr als zwei Minu­ten dafür brau­chen“. Ein wah­rer Sucher wür­de auch Jah­re in Kauf neh­men und die Wahr­heit zu ergrün­den.

Tat­säch­lich gibt es auf schwe­re Fra­gen auch nur schwer­wie­gen­de Ant­wor­ten. Ein­fach ist sie ja, die Ant­wort die den Sinn des Men­schen erklärt. Jeder Kate­chis­mus pro­kla­miert: „Der Sinn und Zweck des Men­schen ist es, zur Ehre Got­tes zu leben“. Aber tat­säch­lich ist jedem ernst­haf­ten Chris­ten klar, dass die­ser Satz zwar schnell aus­ge­spro­chen ist, aber ein gan­zes Leben benö­tigt wird, den Inhalt die­ser Leh­re zu Ergrün­den.

Ich den­ke dar­in liegt ein Pro­blem unse­rer Zeit. Man möch­te ein Instant-Evan­ge­li­um: Ja, mit einem Rutsch möch­te man auf die Höhen der Apos­tel stei­gen und mit Ihnen Wun­der ver­brin­gen, aber das doch bit­te ohne Kampf, ohne har­te, jah­re­lan­ge, anstren­gen­de Nach­fol­ge und mühe­vol­le Aus­bil­dung bei den Füßen Chris­ti. Voll mäch­ti­gen Geis­tes sein, das möch­ten wir, aber es darf nur kei­ne Mühe kos­ten. Wären alle Weis­heit so leicht zu ergrün­den, müss­te die Bibel kaum län­ger sein als das apos­to­li­sche Glau­bens­be­kennt­nis.

Cover - Der Mensch Martin Luther FINAL KLEINJa in der Tat, wir sind gewohnt Gott Raum zu geben, aber bit­te nicht mehr als ein Tweet pro Tag. Mehr als eine Sei­te in einem vor­her gut nach eige­nem Maß aus­ge­wähl­ten Andachts­buch. Und die Pre­digt im Radio sei doch aus­rei­chend, man sei schließ­lich kein Theo­lo­ge.

Und wir wun­dern uns immer noch über unser unfrucht­ba­res, irdi­sches Leben? Wir als Chris­ten müs­sen ler­nen, dass jeder Fort­schritt im Leben tat­säch­lich nur aus Got­tes Gna­den mög­lich ist, aber die­se Gna­de unse­ren gan­zen Men­schen dabei haben will und dies 24 h am Tag, sie­ben Tage die Woche.

Ja, im Schwei­ße unse­res Ange­sich­tes wer­den wir irgend­wann wah­re Erkennt­nis anrei­chern kön­nen, die uns die Per­son Jesu Chris­ti viel näher brin­gen wird, als wir es für mög­lich hiel­ten. Unter Trä­nen wer­den wir erken­nen, wie groß Gott ist, und wie groß unse­re Schuld ist, aber wie viel grö­ßer Jesus Chris­tus ist, der Mitt­ler wur­de zwi­schen Mensch und Gott.

Schließ­lich liegt dar­in auch der Grund, war­um wir auf der Suche sind nach geist­li­cher Lite­ra­tur. Bei ver­schie­dens­ten Fra­gen, die unser Herz bewe­gen, ist guter Rat­schlag teu­er.

Wie tröst­lich ist es dabei auf die Erfah­rung des einen oder ande­ren Zeu­gen Chris­ti aus den 2000 Jah­ren Kir­chen­ge­schich­te zurück­grei­fen zu kön­nen … Auch stel­len wir hier­bei fest, dass wir durchs Lesen in einen Dia­log tre­ten kön­nen mit den Kir­chen­vä­tern, mit den Refor­ma­to­ren, mit den Pre­di­gern der Erwe­ckung und uns mit ihnen gemein­sam auf die Suche nach der Wahr­heit machen kön­nen. Du möch­test mit Luther dis­ku­tie­ren? Kein Pro­blem, kauf dir sei­ne Bücher und dis­ku­tie­re mit Luther, z.B. über den Frei­en Wil­len, über den Glau­ben des Men­schen usw. An dem gro­ßen Reich­tum, den zwei­tau­send Jah­re christ­li­che Zeu­gen bie­ten, ist es eigent­lich nur ein Zei­chen der über­gro­ßen Her­zens­här­te des Men­schen, dass noch so vie­le Suchen­de und Irren­de unter uns (ja auch in der eta­blier­ten Chris­ten­heit) sind.

Cover - Menge Lesebibel FINAL KLEINMein Fazit dar­aus: Suche in der Schrift, denn dort fin­dest du das Ewi­ge Leben in Jesus Chris­tus. For­sche jede freie Minu­te dar­in. Lass jeden dei­ner Gedan­ken mit der Schrift ver­wur­zelt sein. Gebe nicht leicht­fer­tig auf, auf der Suche nach der Wahr­heit, son­dern befra­ge auch erfah­re­ne Brü­der um Rat, manch einer davon kann dir den Weg zur Wahr­heit wei­sen. Den­ke nicht, dass die Erkennt­nis dei­ner gefal­le­nen Ver­nunft oder dei­ner Orts­ge­mein­de höher wäre, als die aller ande­ren Chris­ten um dich her­um. Ja, und hier kommt eben die Stär­ke der christ­li­chen Lite­ra­tur zu Tage. Wir haben eine Wol­ke an Zeu­gen um uns her­um, die in der Lage sind uns auf Chris­tus zu wei­sen.

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