Hörspiele, Kinderliteratur
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Tipp: Das Geheimnis von Schloss Morillion

Erstes Abenteuerhörspiel mit den Rothstein-Kids

Mit „Uli“ von Andre­as Schwant­ge und den „5 Geschwis­tern“  bin ich auf­ge­wach­sen und habe bis heu­te nicht auf­ge­hört Hör­spie­le auf Auto­fahr­ten oder bei ein­tö­ni­gen Arbei­ten zu hören. Und selbst­ver­ständ­lich kann ich nicht anders, als mei­nen eige­nen Kin­dern alte und neue Hör­spie­le mög­lichst mit einem „Prä­di­kat: Wert­voll“ anzu­bie­ten.

Beson­ders hell­hö­rig wer­de ich, wenn ein Ver­lag sich erst­mals in den Bereich des Hör­spiels wagt. Und tat­säch­lich hat die Christ­li­che Ver­lags­ge­sell­schaft in Dil­len­burg (CV) das ers­te Hör­spiel einer neu­en Rei­he rund um die „Roth­stein-Kids“ ver­öf­fent­licht. Die Geschich­te basiert auf dem gleich­na­mi­gen Buch von Anke Hil­leb­ren­ner, die bereits meh­re­re Kin­der­bü­cher geschrie­ben hat und sich in die­sem Seg­ment offen­bar wohl fühlt. Zwei wei­te­re Bän­de sind auch schon erschie­nen und wer­den im Sep­tem­ber eben­falls als Hör­spie­le erhält­lich sein.

Die Roth­stein-Kids bestehen aus zwei Jun­gen und einem Mäd­chen und sind Geschwis­ter. Bei ihrem ers­ten Aben­teu­er geht es mit den Eltern für sechs Wochen nach Frank­reich auf Schloss Moril­li­on. Dabei kom­men sie nicht nur Ver­bre­chern auf die Spur son­dern wer­den Ent­de­cker bedeu­ten­der Schät­ze …

Das Kon­zept der Roth­stein-Kids ist nicht neu, die Macher schaf­fen es jedoch auch eher unge­wohn­te Ele­men­te ein­zu­bau­en. Zumin­dest in die­sem ers­ten Hör­spiel sind die Eltern nicht die „Spiel­ver­der­ber“ son­dern neh­men eine unter­stüt­zen­de Rol­le bei der Ver­bre­cher­jagd ein. Die Geschwis­ter sind sehr ver­schie­den, so das reich­lich Kon­flikt­po­ten­ti­al vor­han­den ist, ernst­haf­te Strei­te­rei­en kom­men aber nicht vor. Sie sind gute Freun­de und wir­ken durch die klei­nen Necke­rei­en sym­pa­thisch.

Die Fami­lie ist weder auf­ge­setzt „cool“ und „frech“ noch wir­ken die Dia­lo­ge „ver­klemmt“ fromm. Hier hat man eine gute Mischung gefun­den. Manch­mal wird vor allem durch den Erzäh­ler ver­sucht, Span­nung zu erzeu­gen. Das wirkt schon mal etwas holp­rig. Die Titel­mu­sik klingt etwas zu pop­pig und erin­nert an einen Schla­ger. Dafür her­vor­ra­gend ein­ge­setzt sind die Musi­ken im Hör­spiel. Sie unter­stüt­zen die jewei­li­gen Sze­nen und wer­ten sie deut­lich auf. Auch das Kon­zept, dass in jedem Aben­teu­er eine Per­son aus der Kir­chen­ge­schich­te the­ma­tisch eine Rol­le ein­nimmt, macht das Hör­spiel nicht nur für Kin­der ab 8 Jah­ren son­dern auch für Erwach­se­ne hörens­wert.

Das Hör­spiel kann bei CV Dil­len­burg bestellt wer­den. Die Roth­stein-Kids haben übri­gens einen eige­nen Web­auf­tritt.

1 Kommentare

  1. Aron sagt

    Auf die Emp­feh­lung von Alex­an­der hin, haben wir die ers­te CD gekaut.
    Die gan­ze Fami­lie ist von die­ser Geschich­te begeis­tert.

    Mei­ner Mei­nung nach, ist es das Bes­te was Han­no Herz­ler bis jetzt her­aus­ge­bracht hat.
    Kön­nen wir nur wei­ter emp­feh­len.

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