Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wilhelm Busch

Eine Auswahl meiner Audible-Bibliothek
Was wir hören:

Seit 8 Jahren nutze ich Audible und gegenwärtig sind knapp knapp 110 Werke Teil meiner Bibliothek . In den lezten Jahren habe ich mit Freude wahrgenommen, dass die Auswahl christlicher Werke in Audible zugenommen hat, was ein Argument für ein Abo sein kann. Persönlich höre ich Hörbücher fast ausschließlich bei drei Szenarien: Bei langen Autofahrten Mit den Kindern zusammen Vor dem Schlafengehen vor allem in den langen Winternächten. Entsprechend ist auch  meine Hörbibliothek in einer gewissen Weise dreigeteilt. Das Hör-Buch der Mitte Die große Hörbibel, die die Deutsche Bibelgesellschaft herausgebracht hat, ist eine wirkliche Perle. Durch die szenische Lesung wird die Aufmerksamkeit dem Text gegenüber deutlich erhöht. Wir hören immer wieder  mittlere und kleinere Abschnitte, ich habe mich aber auch schon dabei erwischt, dass ich das neue Testament in wenigen Tagen vollständig durchgehört habe (Zur ausführlicheren Rezension geht es hier lang). Klassik In den ersten Jahren habe ich vor allem Klassiker gehört. Vor allem Kurzgeschichten und Erzählungen der Weltliteratur höre ich bis heute gerne: Amerikanische Kurzgeschichten von Mark Twain bis Herman Melville: Eine gelungene Auswahl. …

Wilhelm Busch berichtet über seinen Dienst als Prediger in Bielefeld
Aus "Plaudereien in meinem Studierzimmer"

Über seine ersten Jahre als Prediger, damals noch in einem Arbeiterviertel von Bielefeld berichtet Wilhelm Busch in „Plaudereien in meinem Studierzimmer“, (2. Auflage, S. 44f, hier neu Aufgelegt und auch frei als .pdf erhältlich), und gewährt so einen Blick in seine Arbeitsweise, seinen Eifer (Beachte die regelmäßigen Hausbesuche und wie er auf Kritik weise reagiert), aber auch seine Analysefähigkeiten. Ich glaube, das was Busch in den Zwanzigern des 20ten Jahrhunderts beobachten hat, wird durch Twitter, Hashtag & Co in den Zwanzigern des 21ten Jahrhunderts multipliziert. „In diesem Bezirk nun schenkte es mir Gott, dass ich die Kraft des Evangeliums herrlich erfahren durfte. Zuerst fing ich an damit, jeden Vormittag und Nachmittag von Haus zu Haus Besuche zu machen. Bald aber hörte ich, dass die Männer spotteten: „Der Pfaffe kommt nur zu unseren Frauen, wenn die Männer nicht da sind!“ Von da an verlegte ich meine Besuche auf den Abend. Da traf ich die Männer und kam mit ihnen ins Gespräch.  Ich habe damals zum ersten Mal erlebt, wie die Menschen weithin das eigene Denken aufgegeben …

Wilhelm Busch über Christus im AT

Erneut erschüttert las ich vor kurzem zum wiederholten Male diesen Text von Wilhelm Busch! Welch harter Kampf hier stattfand! Wie kämpfen wir heute um die Kraft des übenatürlichen Wortes Gottes? Als ich – ein junger Theologe – die Universität verließ, hatte ich in den Vorlesungen über das Alte Testament gelernt, dass man in den fünf Büchern Mose verschiedene Quellen feststellen könne: den Jahwist und den Elohist … Ich hatte älteste und jüngere Bestandteile unterscheiden gelernt … Ich hatte gehört, dass es einen ersten und einen zweiten Jesaja gäbe … Man hatte  mir  gezeigt,  wie  man  die  »unterchristliche Frömmigkeit« des Alten Testaments von der »Lehre Jesu« unterscheiden könne … Kurz  –  das  Alte  Testament  war  ein  höchst zweifelhaftes  Erzeugnis  religiöser  jüdischer Literatur.  So  entließ  mich  die  Universität  in eine große Gemeinde als »Prediger des Wortes Gottes«. »Wort Gottes«?! War das Alte Testament »Wort Gottes«? Man hatte uns gesagt, das Alte Testament sei für uns gültig, »soweit es Christum treibe«.  Nun  schön!  Aber  –  was  »trieb  denn hier Christum«? Selbst das große Kapitel Jesaja 53 war ja – wie man uns gesagt hatte – gar nicht eine messianische Verheißung, sondern es wurde hier »die Idee des stellvertretenden Leidens« ausgesprochen.

Tipp: Ein Leben im Einsatz

Es war der Wunsch von Pastor Wilhelm Busch, dass nach seinem Heimgang keine Biografie über ihn erscheint. Ich bedauere diesen Wunsch, und bin deshalb froh, dass es das Buch Plaudereien in seinem Studierzimmer aus seiner eigenen Feder gibt, und dass Ulrich Parzany einen Einblick in Buschs Leben und Wirken im Buch Ein Leben im Einsatz gegeben hat. Ein Leben im Einsatz ist zuerst vor einigen Jahrzehnten und jetzt in der 2. und 3. Auflage überarbeitet bei Christliche Buchhandlung Bühne erschienen. Ich will mich diesmal mit einigen gewonnenen Erkenntnissen und Zitaten begnügen. Busch war zunächst kein Pazifist im privaten Bereich. Erst durch das Lesen von Der französische Protestantismus von Joseph Chambon kam er zur Überzeugung, dass ein Christ sich nicht wehrt und Gewalt ausgeschlossen ist. In unserem Jugendkreis wurde dieses Buch studiert. Wir sahen auf einmal, was zu tun ist. (…) Wir begriffen auf einmal, was das heißt: Ich stelle mich hin und lass mich schlagen und beschimpfen. Und das ist der Weg Jesu, wie er nach Golgatha ging. S. 132 Busch gab sich Mühe, den immer mehr …

Buchvorstellung: Elisa

Obwohl alle 13 Bände der Reihe  auf ihre Art und Weise zum empfehlen sind (vor allem bei dem unschlagbaren Preis von 14,90 EUR für 13 Bände einschließlich Schuber) bin ich neuerdings auf die Interessante Auslegung dieses evangelischen Pastors und treuen Zeugen Jesu über das Leben Elisas gestoßen. In gewohnter einfacher und christusbezogener Art stellt der Autor das Leben des großen Propheten dar. Aus sehr seelsorgerliche und aufmerksame Weise werden Anwendungen für unser Leben gezogen. Busch scheut sich hierbei auch nicht vor schwierigen Texten. Typisch „Wilhelm Busch“ ist hierbei die sehr symbolische Betrachtungsweise. Den Text in 2. Könige 4,38-41 über die giftigen Koloquinten nimmt er zum Anlass um aufzuzeigen, welche Folgen es hat wenn Prediger geistlose bzw. bibelkritische Auslegungspraktiken üben. Er nimmt die Vorgehensweise Elisas: „Er tat Mehl in den Topf. Da war nichts Böses in dem Topf“, um sechs Auslegungshilfen anzubieten:

Buchrezension: Erfahrungen mit Gott in Krieg und Wiederaufbau

Den evangelischen Pfarrer Wilhelm Busch werden viele kennen. Doch wer ist Pfarrer Friedrich Hauß? Sie waren Zeitgenossen und vielleicht kannten sie sich auch persönlich. Zumindest gehörten beide zum Arbeitskreis der Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium“. Im Verlag Linea ist eine Autobiografie von Friedrich Hauß erhältlich. Es ist ein kleines Buch über einen großen Glauben. Friedrich Hauß (1893–1977) ist der Sohn eines gläubigen Pfarrers. Er hat bewusst miterlebt, wie sehr sich sein Vater nach einer gläubigen Gemeinde sehnte. Gefunden hat er sie in der Doppelgemeinde Spöck-Staffort. Nach dem Theologiestudium und in den Wirren des 1. Weltkrieges kam in den bangsten Stunden seines Lebens der Friede Gottes in sein Herz durch das Wort des Herrn: „Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht dich rein von aller Sünde.“ Es war für Friedrich ein Vorrecht, im Jahr 1919 in der Gemeinde seines Vaters zum Pfarrer ordiniert zu werden. Friedrich war dankbar für seine gläubigen Eltern und diese Segenslinie wollte er fortsetzen. Er beginnt das Buch mit der bemerkenswerten Aussage: Die Anfänge unseres Lebens liegen bei unseren Vätern. Die Segenslinien …