Alle Artikel mit dem Schlagwort: Trost

Besprechung: Und ob ich schon wanderte im finstern Tal

»Trost­bü­cher« wur­den vor allem im Mit­tel­al­ter ver­wen­det um Kran­ken im Lei­den und Ster­ben Trost zu spen­den. Sie sind etwas aus der Mode gekom­men und könn­ten mit die­ser Aus­ga­be von Mar­tin Luther etwas von ihrer frü­he­ren Popu­la­ri­tät zurück­ge­win­nen. Rund 100 kur­ze Tex­te beinhal­tet das vor­lie­gen­de Buch »Und ob ich schon wan­der­te im fins­tern Tal«. Die alt­deut­sche Spra­che Luthers ist behut­sam an die heu­ti­ge ange­passt, so dass immer wie­der Luther-typi­­sche For­mu­lie­run­gen erkenn­bar wer­den. Die Tex­te sind kurz aber auch kna­ckig und bie­ten daher viel Anstoß zum Nach­den­ken über die trös­ten­den und biblisch-beleh­­ren­­den Wor­te. Es wäre kein Luther-Buch, wenn es bil­li­ge Trost­flos­keln beinhal­ten wür­de. Es nährt kein Selbst­mit­leid. Statt­des­sen weist er dar­auf hin, dass Gott die Men­schen durch das Leid irdi­schen Leben zur »Reue und Buße wegen unse­rer Sün­den bewe­gen will«. Er lenkt den Blick weg vom lei­den­den Men­schen und auf Chris­tus hin. Jede Sei­te endet mit einem Bibel­text aus den Sprü­chen und einem Vers »Zum Nach­den­ken«. Der Ver­lag hat erfreu­li­cher Wei­se Wert auf eine hoch­wer­ti­ge Druck­aus­ga­be (7,90 EUR) gelegt. Es ist als Hard­co­ver gebun­den und ver­fügt über ein Lese­bänd­chen. Damit eig­net es …

Rudolf Ebertshäuser: Überwinden in Bedrängnissen und Ängsten

Die Edi­ti­on Nehe­mia hat vor eini­gen Mona­ten ein klei­nes Buch her­aus­ge­ge­ben, das einen Aus­zug aus dem umfang­rei­che­ren Buch „Auf dem Weg zur geist­li­chen Rei­fe“ ent­hält. Die klei­ne Har­d­­co­­ver-Aus­­­ga­­be ist edel gestal­tet und eig­net sich her­vor­ra­gend als Geschenk für Chris­ten in Bedräng­nis­sen und Ängs­ten. Rudolf Eberts­häu­ser ver­steht es, in durch­aus schwie­ri­ge Lebens­um­stän­de ein trös­ten­des und ermu­ti­gen­des Wort zu sagen. Unter Bedräng­nis­sen ver­steht er die facet­ten­rei­chen Lei­den, Nöte, Krank­hei­ten, Kri­sen und Miss­erfol­ge. Das Leben ver­läuft nicht immer grad­li­nig und schmerz­frei. Wer ein offe­nes Auge hat, wird die Nöte ande­rer sehen und mit christ­li­cher Nächs­ten­lie­be hel­fen wol­len. In die­sem Buch fin­det der lei­den­de und ängst­li­che Christ trös­ten­de Wor­te. Der Inhalt ist so all­ge­mein wie mög­lich gehal­ten, um in diver­sen Lebens­um­stän­den Weg­wei­sung zu geben. Der Autor lenkt den Blick auf den gnä­di­gen, sou­ve­rä­nen und hei­li­gen Gott hin. Der Glau­be hält auch im Dun­kel der Anfech­tung fest an den Ver­hei­ßun­gen Got­tes; er weiß, dass Gott ihm gnä­dig ist und für ihn ist, auch wenn der Augen­schein dage­gen spricht.