Alle Artikel mit dem Schlagwort: Täufer

CD: Der Meister ist da und ruft dich

Im Gegen­satz zum Refor­ma­tor Mar­tin Luther sind Ver­öf­fent­li­chun­gen zu den Ver­tre­tern der Täu­fer­be­we­gung eher spär­lich gesät. Daher bin ich dem Ver­lag Hir­ten­stim­me dank­bar, der die vor­lie­gen­de Erzäh­lung über die prä­gen­de Gestalt Men­no Simons ver­öf­fent­licht hat. Als Bap­tist und somit kon­fes­si­ons­ver­wandt mit Men­no­ni­ten, inter­es­siert mich das Leben Men­no Simons mehr als ober­fläch­lich und so bestell­te ich die CD bald nach Erschei­nen. Eine Bekann­te war die ers­te Höre­rin und ich war etwas über­rascht über ihre Reak­ti­on. Sie hört ger­ne und vie­le Hör­bü­cher, been­de­te die­ses jedoch nach weni­gen Minu­ten und gab es mir zurück. Ich konn­te ihre Reak­ti­on nach­voll­zie­hen. Der Spre­cher Ger­hard Wölk – ein geschätz­ter Gemein­de­die­ner – hat einen star­ken rus­­sisch-plat­t­­deu­t­­schen Akzent, an den man sich gewöh­nen muss. Wenn man sich die Mühe macht, den Epi­log kon­zen­triert durch­zu­hö­ren, und die an eini­gen Stel­len etwas umständ­li­chen For­mu­lie­run­gen meis­tert, eig­net sich die­ses Hör­buch sehr schön, um eini­ge Epi­so­den aus dem Leben Men­no Simons und der Geschich­te der Täu­fer­be­we­gung zu erfah­ren. Simons wird nicht als unfehl­bar dar­ge­stellt, eine Beweih­räu­che­rung liegt dem Autor des Hör­buchs merk­lich fern. Sehr wohl­tu­end ist, dass es …

Die Piscator-Bibel

Die Luther‑, Elber­­fel­­der- und Schlach­­ter-Bibel ken­nen die meis­ten Chris­ten. Doch was hat es mit der Pis­­ca­­tor-Bibel auf sich? Viel­leicht ist sie des­halb in Ver­ges­sen­heit gera­ten, weil sie zu Unrecht den Spott­na­men „Straf­­mi­ch­­gott-Bibel“ erhielt. Über 400 Jah­re ist es her, als die ers­te Aus­ga­be der Bibel von dem refor­mier­ten Theo­lo­gen Johan­nes Pis­ca­tor erschien. Sein Ziel war es den Gläu­bi­gen eine wort­ge­treue Bibel und zusätz­li­che Kom­men­ta­re zur Ver­fü­gung zu stel­len. Die Bibel ist wegen ihrer sprach­li­chen Qua­li­tät und ihrer Text­ge­nau­ig­keit ein Vor­läu­fer der Elber­fel­der, wie auch ande­rer text­ge­nau­en Über­set­zun­gen unse­rer Zeit. Sie hat in Deutsch­land, in den Nie­der­lan­den, in der Schweiz und auch in den refor­mier­ten Gemein­den Nord­ame­ri­kas das kirch­li­che Leben ent­schei­dend geprägt. Nach mehr als 150 Jah­ren seit der letz­ten Auf­la­ge hat Dr. Ulrich Bis­ter eine Fak­­si­­mi­­le-Aus­­­ga­­be die­ser his­to­risch wert­vol­len Über­set­zung in die Wege gelei­tet. Sein Sohn führt die­se bewun­derns­wer­te Arbeit fort. Im Dezem­ber 2012 ist der drit­te Band des AT erschie­nen. Erhält­lich sind bis dato fol­gen­de Bän­de beim Sepher Ver­lag Herborn: