Alle Artikel mit dem Schlagwort: Spurgeon

Schmidt: Derzeit in einer gewissen Neuausrichtung

Heu­te ver­öf­fent­li­chen wir ein Inter­view mit Ben­ja­min Schmidt. Er ist seit die­sem Jahr der neue Geschäfts­füh­rer vom Ver­lag der Herold Schrif­ten­mis­si­on e.V.. Gleich­zei­tig ist er Dia­kon in der Gemein­de frei­er evan­ge­li­scher Chris­ten Bis­kir­chen (refor­mier­te Bap­tis­ten). Mit sei­ner Frau Han­na haben sie bis­her zwei Kin­der (Eli­nor Debo­rah, 3 Jah­re; Asa­el Cal­vin, 5 Mona­te). NIMM UND LIES: Lie­ber Ben­ja­min Schmidt, wie lan­ge gibt es den deut­schen Zweig der Herold Schrif­ten­mis­si­on? Erzäh­len Sie uns etwas über die Grün­dung! Die Herold Schrif­ten­mis­si­on arbei­tet völ­lig unab­hän­gig von ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen. Sie wur­de in den 1950er Jah­ren durch den damals 26-jäh­­ri­­gen ame­ri­ka­ni­schen Mis­sio­nar Elmer Klas­sen ins Leben geru­fen. Nach Besuch einer Bibel­schu­le in den USA spür­te Klas­sen das star­ke Ver­lan­gen, als Evan­ge­list nach Deutsch­land zu gehen. Dort ange­kom­men begann er, mit­hil­fe neu­ge­won­ne­ner deut­schen Freun­den, evan­ge­lis­ti­sche Trak­ta­te zu dru­cken und sie auf den Stra­ßen in Frank­furt a. M. zu ver­tei­len. Wenig spä­ter grün­de­te er die Herold Schrif­ten­mis­si­on, deren Haupt­auf­ga­be nach wie vor in der Her­aus­ga­be der Zeit­schrift „Herold Sei­nes Kom­mens“ besteht. In die­sem Monat (Febru­ar 2013) erscheint die 674-te deut­sche Aus­ga­be der Zeit­schrift. Fer­ner ver­ant­wor­ten wir die Her­aus­ga­be einer fran­zö­si­schen (Héraut) einer ita­lie­ni­schen (l’araldo) und einer …

Bibliographie zu Charles H. Spurgeon

Im Fol­gen­den möch­te ich alle Bücher auf­lis­ten, wel­che es von Charles Had­don Spur­ge­on in deut­scher Spra­che gibt. Da es auch unzäh­li­ge anti­qua­risch erhält­li­che Wer­ke gibt, liegt der Schwer­punkt auf Büchern, wel­che noch neu erwor­ben wer­den kön­nen. Spur­ge­on ist der Lieb­lings­au­tor mei­ner Fami­lie. Das Beson­de­re an sei­nen Büchern ist die ein­fa­che Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums für jeder­mann. Ergän­zun­gen und Kor­rek­tu­ren kön­nen im Kom­men­tar­feld hin­ter­las­sen wer­den. Ich habe auch ver­sucht auf freie PDFs zu ver­lin­ken. EDIT: 2012 erschien die­se Biblio­gra­phie zum ers­ten Mal. In etwas mehr als zwei Jah­ren sind nun eini­ge neue Bücher von Spur­ge­on erschie­nen, was eine Aktua­li­sie­rung der Biblio­gra­phie nötig macht. Auch sind mir per­sön­lich neue Früch­te sei­nes Diens­tes bewusst gewor­den. Für wei­te­re Hin­wei­se bin ich dank­bar. Die neu­en Ein­trä­ge sind kur­siv dargestellt.

Meine persönliche „Top-Ten“ Auswahl christlicher Werke

Man kennt sowas ja min­des­tens von M. Reich-Rani­­cki, der mit sei­nem „Kanon“, die lesens­wer­tes­ten Wer­ke klas­si­scher und zeit­ge­nös­si­scher Lite­ra­tur zusam­men­ge­tra­gen hat. Man ver­sucht mit einem sol­chen Kanon die größt­mög­lichs­te und bes­te Anzahl an Sti­len und Moti­ven der Lite­ra­tur abzu­de­cken. Als Laie habe ich mich in der Tat an sol­cher­lei Lis­ten ori­en­tiert, um mei­ne klas­si­sche Bil­dung abzu­de­cken. Mei­ne Idee ist es nun, eine Art „Top-Ten“-Liste von christ­li­chen Büchern zu erstel­len, die z.B. wenig Zeit haben vie­le Bücher zu lesen oder sich gene­rell kei­ne ‚Bücher­wür­mer‘ sind. Ich möch­te jedoch von vorn­her­ein zwei Bemer­kun­gen ein­fü­gen: Ich sehe mich nicht als Kri­ti­ker über geist­li­che Lite­ra­tur. Da fehlt mir ein­fach der Umfang der Bücher, die ich las. Des­wei­te­ren ist die­se Lis­te vor allem sub­jek­tiv; ich möch­te Bücher vor­stel­len, die vor allem mir hal­fen. Jeder kommt aus ganz ver­schie­de­nen Ver­hält­nis­sen und Stand­punk­ten und wür­de ganz ande­re Wer­ke wäh­len, da bin ich mir gewiss. Jedoch habe ich die­se Lis­te schon eini­gen in mei­nem Bekann­ten­kreis mit Erfolg emp­feh­len kön­nen. Lei­der ist das Lesen eini­ger Bücher schon so lan­ge her, dass ich nicht mehr …

Der Neue Matthew Henry Kommentar

Update 10/2019: Mitt­ler­wei­le sind alle 6 Bän­de erhält­lich, ent­we­der ein­zeln oder hier als Gesamt­pa­ket. Der 3L Ver­lag hat sich für die nächs­ten drei Jah­re Gro­ßes vor­ge­nom­men. Ich bin tief beein­druckt. Als ich von ihrem neu­en Pro­jekt hör­te, schlug mein Herz schnel­ler. Ich konn­te es auch kaum abwar­ten, die­se Nach­richt hier im Blog zu ver­öf­fent­li­chen: Der ers­te von ins­ge­samt sechs Bän­den des bewähr­ten Mat­thew Hen­ry Kom­men­tars erscheint nächs­tes Jahr in deut­scher Spra­che. Vie­le Pre­di­ger, Theo­lo­gen und auch ein­fa­che Chris­ten wer­den bestä­ti­gen, dass die­ser Kom­men­tar mit zu den Bes­ten gehört. Wer ihn bis­her noch nicht kennt, der wird sich spä­tes­tens nächs­tes Jahr davon über­zeu­gen kön­nen, wenn der ers­te Band erscheint. Ich lie­be mei­ne sechs­bän­di­ge eng­li­sche Aus­ga­be mit ca. 5500 Sei­ten und lese sie regel­mä­ßig. Sie ist mein ers­ter Anlauf­punkt, wenn ich einen Bibel­text erklärt haben möch­te. Sowohl Spur­ge­on als auch White­field und mit ihnen vie­le ande­re haben die­sen Kom­men­tar geliebt und wei­ter­emp­foh­len. Bene­dikt Peters erwähnt in sei­ner White­­field-Bio­­­gra­­fie eini­ge Male, wel­chen enor­men Ein­fluss die­ser Kom­men­tar auf das Leben des Erwe­ckungs­pre­di­gers hatte.

John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) — Teil 2

Im ers­ten Teil der Buch­be­spre­chung habe ich eini­ge Grün­de genannt, war­um ich das Buch Die Pil­ger­rei­se von John Bun­y­an gut fin­de und jedem emp­feh­len kann. Im zwei­ten Teil gehe ich auf die sprach­li­che Neu­be­ar­bei­tung der Pil­ger­rei­se ein, die die­ses Jahr im SCM R. Brock­haus Ver­lag erschie­nen ist. Wenn ich Ver­glei­che anstel­le, bezie­he ich mich auf die älte­re Aus­ga­be von 1998. Weil die­ser Arti­kel recht lang gewor­den ist, wer­de ich im nächs­ten Bei­trag auf das Vor­wort von Johan­nes Falk ein­ge­hen. Hier also die Vor- und Nach­tei­le der sprach­li­chen Neu­be­ar­bei­tung. 1. Sie ist ide­al zum Vor­le­sen. Wer schon ein Mal die älte­re Aus­ga­be der Pil­ger­rei­se jeman­den vor­le­sen muss­te, wird gemerkt haben, dass sie dafür nicht so gut geeig­net ist. Holp­rig ist es vor allem bei den vie­len Dia­lo­gen. Hier zuerst ein Aus­zug aus der alten Aus­ga­be (S.153):

School of Theology

Wer lan­ge dar­auf war­te­te, wird jetzt belohnt. Die neu­en „School of Theo­lo­gy“ Vor­trä­ge sind da! Hier kannst du sie her­un­ter­la­den oder auch kau­fen. Was ist School of Theo­lo­gy? Es ist eine refor­ma­to­ri­sche Kon­fe­renz, die ein mal im Jahr in Metro­po­li­tan Taber­na­cle (Spur­ge­ons frü­he­rer Wir­kungs­ort) statt­fin­det. Es kom­men Red­ner aus unter­schied­li­chen Gemein­den. Was macht School of Theo­lo­gy so beson­ders? Es ist ihre kla­re und kom­pro­miss­lo­se Bot­schaft! Ganz in der Spur ihrer Vor­fah­ren, der viel­fach geschätz­ten Puri­ta­ner, bemü­hen sich Pas­to­ren um ihre Gemein­den und ihrer Schrift­treue. Was ist das dies­jäh­ri­ge The­ma? Zurüs­tung der Die­ner zum Werk in ihrer Gemeinde.

Spurgeon über das Lesen (Teil 1)

Mein Vater zeig­te mir ges­tern eine Post­kar­te mit dem unten ste­hen­den Zitat von Spur­ge­on. Ich fand es recht pas­send für Bücher­wür­mer: Legen wir nicht zu viel Koh­le auf das Feu­er, dass es davon erstickt wird. Wir kön­nen unser Gehirn mit so vie­len Büchern füt­tern, dass es dar­un­ter begra­ben wird; wir kön­nen unse­ren Kin­dern so vie­les leh­ren, dass sie nichts ler­nen und so lan­ge pre­di­gen, dass die Leu­te alles ver­ges­sen, was gesagt wur­de. Charles Had­don Spur­ge­on Lei­der weiß ich nicht die Quel­le die­ses Zita­tes. Viel­leicht kann mir ja jemand hel­fen. Außer­dem las ich ges­tern „Lec­tures to my Stu­dents“  (deutsch: Rat­schlä­ge für Pre­di­ger) von Spur­ge­on. Im 13. Kapi­tel gibt Spur­ge­on wei­se Rat­schlä­ge für den Umgang mit Büchern, von denen ich eini­ge nach und nach ver­öf­fent­li­chen wer­den. Er schreibt unter ande­rem: Wenn sich ein Mann nur sehr weni­ge Bücher kau­fen kann, so ist mei­ne ers­te Mah­nung: Er kau­fe sich nur die aller­bes­ten. Kann er wenig Geld aus­ge­ben so gebe er es wenigs­tens für gute Ware aus. Das Bes­te ist nun in die­sem Fall das Bil­ligs­te [bes­ser: Das Beste …

Spurgeon — ein Mensch von Gott gesandt

Letz­te Woche bin ich auf eini­ge Pre­dig­ten von Spur­ge­on gesto­ßen. Und dann habe ich ein altes Buch in mei­nem Regal gefun­den — eine Kurz­bio­gra­phie von Spur­ge­on. Vor ca. 6 Jah­ren schenk­te mir eine alte Schwes­ter die­ses Buch zum Geburts­tag, doch gele­sen hat­te ich es bis­her nicht. Den Namen Spur­ge­on habe ich schon oft gehört, aber bis­her nichts genau­es aus sei­nem Leben gekannt. Als ich dann anfing, das Buch zu lesen, woll­te ich gar nicht mehr auf­hö­ren. Inner­halb von einem Tag war ich fer­tig mit dem Buch. Das Buch bie­tet nur Appe­tit­häpp­chen aus dem Leben die­ses gro­ßen Man­nes. Das Weni­ge hat mir Geschmack auf mehr gemacht. Als nächs­tes wer­de ich sei­ne Auto­bio­gra­phie lesen Nach der Bio­gra­phie von dem Evan­ge­lis­ten White­field war die Kurz­bio­gra­phie von Spur­ge­on, der ein Pre­di­ger und Hir­te sei­ner Gemein­de war, eine gute Ergän­zung. Er pre­dig­te fast 30 Jah­re in sei­ner Gemein­de und hat nie eine Pre­digt wie­der­holt. Jedes mal hol­te er einen neu­en Schatz aus dem Wort Got­tes und pre­dig­te inter­es­sant, humor­voll und mit einer tie­fen Ehr­furcht. Die Wir­kung war enorm. Jede sei­ner Pre­dig­ten hat­te einen evangelistischen …