Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ryle

Buchvorstellung: Seid heilig!

Bereits 1879 erschien die­ses Buch, wel­ches unse­re Zeit mehr als nötig hat. Gro­ße Not herrscht über­all über das The­ma Hei­li­gung, denn ent­we­der wird Hei­li­gung mit Recht­fer­ti­gung ver­mischt, so dass die Gläu­bi­gen in ihren Gewis­sen nie Ruhe fin­den, nie Freu­de an der Erret­tung, nie Sicher­heit in Chris­tus. Oder man schwelgt in trü­ge­ri­scher Selbst­si­cher­heit: Man bräuch­te Jesus eben nur als Ret­ter anzu­neh­men, nicht aber als Herrn. Als Kin­der Got­tes wür­de uns Hei­li­gung genau­so zuteil wer­den, wie die Recht­fer­ti­gung. Wie­der­um an ande­ren Stel­len herrscht ein Miss­ver­ständ­nis dar­über, was Hei­li­gung denn wirk­lich dar­stellt, und statt auf ein tugend­sa­mes chris­tus­ähn­li­ches Leben, wer­den  ande­re Schwer­punk­te gelegt. Geschrie­ben als Ant­wort auf die ent­ste­hen­de Hei­li­gungs­be­we­gung Ende des 19. Jahr­hun­derts ist die­ses Werk eines der groß­ar­tigs­ten Bücher (neben der Bibel selbst­ver­ständ­lich), die ich je gele­sen habe.  Der Autor gräbt tief, deckt sehr vie­le Berei­che des christ­li­chen Lebens ab, zeigt viel Ver­ständ­nis, ver­mei­det Pole­mik und bringt sei­ne The­sen den­noch deut­lich auf den Punkt. Voll­kom­men gerecht­fer­tigt zählt J.I. Packer die­ses Buch zu den fünf für ihn bedeutendsten.

Fünf Märtyrer — Treu bis in den Tod

Es gibt gewis­se geschicht­li­che Tat­sa­chen, die die Welt mit aller Kraft zu ver­ges­sen und zu ver­drän­gen sucht. Die­se Fak­ten kol­li­die­ren mit eini­gen Lieb­lings­theo­rien die­ser Welt und sind dar­um höchst uner­wünscht. Die Kon­se­quenz ist dann, dass die Welt die Augen vor ihnen ver­schließt… In gewis­sen Krei­sen ist es Mode gewor­den, ein­fach zu leug­nen, dass es so etwas gibt wie die Gewiss­heit über reli­giö­se Wahr­hei­ten oder Über­zeu­gun­gen, für die man sich ver­bren­nen zu las­sen bereit wäre. Dies sind Wor­te des angli­ka­ni­schen Bischofs John Charles Ryle. Tat­säch­lich ist er einer der weni­gen Angli­ka­ner, der bei der evan­ge­li­ka­len Chris­ten­heit bekannt und beliebt ist. Selbst Spur­ge­on, obwohl sonst nicht so gut auf die angli­ka­ni­sche Kir­che zu spre­chen, bezeich­ne­te ihn als einen außer­ge­wöhn­lich begab­ten Aus­le­ger. Die­ses Buch beschreibt die Bio­gra­phie der fünf eng­li­schen Refor­ma­to­ren und Mär­ty­rer Hooper, Tay­lor, Lati­mer, Brad­ford und Rid­ley. Vor­her jedoch gibt der Autor einen sehr inter­es­san­ten Ein­blick zu den Ursa­chen der Ver­bren­nun­gen der Refor­ma­to­ren in einem umfang­rei­chen Vor­wort. Aus­führ­lich erläu­tert er die Ver­fol­gun­gen der Köni­gin Maria die Ers­te (nicht umsonst „die Blu­ti­ge“ genannt ).